Robert Dudley Best, 1892 - 1984

Der in Birmingham geborene Robert Dudley Best entstammte einer Familie, der die damals größte Leuchtenfabrik der Welt gehörte: Best & Lloyd. Nachdem er 1925 die Weltausstellung in Paris besucht hatte, wo zahlreiche moderne Möbel und Leuchten – etwa von Ludwig Mies van der Rohe oder Le Corbusier – ausgestellt waren, erschienen ihm die Entwürfe der familieneigenen Produktion jedoch veraltet.

Robert Dudley Beststudierte daraufhin Design und Innenarchitektur in Paris und Düsseldorf, wo er Walter Gropius kennenlernte. Noch während seines Studiums entwarf er eine Tischleuchte, die sich stilistisch an das Bauhaus anlehnte. Nach seiner Rückkehr nach England im Jahr 1930, überzeugte Robert Dudley Best seinen Vater, die Leuchte zu produzieren.

Jedoch fand das unter der Bezeichnung Bestlite hergestellte Modell, anfangs nur Käufer aus Industrie und Handwerk; so integrierte sich die Leuchte mit ihrem funktional-teknoiden Appeal gut in Autowerkstätten oder in den Werften der Royal Air Force, wo sie für ihre Robustheit und die zahlreichen Verstellmöglichkeiten geschätzt wurde. Durch eine Erwähnung im Architect’s Journal im Jahr 1932 wurde schließlich eine breitere Öffentlichkeit auf die Bestlite Leuchte aufmerksam; insbesondere Architekten erkannten das Potential der Leuchte, die als „erstes britisches Bauhausprodukt“ angepriesen wurde.