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            <title type="text">Harry Bertoia: Designer, Bildhauer und die Kunst, Luft zu formen</title>
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                                            Im Rahmen unserer Ausstellung über Knoll International zeigen wir natürlich auch wieder Arbeiten von Harry Bertoia wie seinen Diamond Chair oder den Bird Chair. Zusätzlich präsentieren wir die historischen Unterlagen aus den 1960er Jahren über eine von Knoll International orga...
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                 Harry Bertoia (1915–1978) gehört zu den wenigen Gestaltern des 20. Jahrhunderts, die im Design und in der freien Kunst gleichermaßen Maßstäbe gesetzt haben. Für Knoll entwarf er 1952 die Drahtstühle rund um den Diamond Chair, die seitdem ohne Unterbrechung produziert werden. Als Bildhauer schuf er Raumteiler aus geschweißtem Metall, Skulpturen für die Architektur der Nachkriegsmoderne und schließlich die klingenden „Sonambients“. Anlass, ihn einmal wieder ausführlich vorzustellen, gibt uns ein Fund für unsere Knoll-Ausstellung: originale Presseinformationen, die Herbert Matter in den 1960er Jahren für eine Wanderausstellung von Knoll International über Harry Bertoia in Deutschland gestaltet hat – mit zahlreichen Originalfotos. 
  Vom Friaul nach Cranbrook: Die Lehrjahre eines Metallkünstlers  
 Geboren wurde Arieto „Harry“ Bertoia am 10. März 1915 in San Lorenzo d’Arzene, einem Dorf im Friaul. Mit fünfzehn Jahren wanderte er zu seinem älteren Bruder nach Detroit aus, besuchte dort eine technische Kunstschule und erhielt 1937 ein Stipendium für die Cranbrook Academy of Art in Michigan. Cranbrook war in jenen Jahren die vielleicht wichtigste Keimzelle der amerikanischen Moderne. Bertoia baute die Metallwerkstatt wieder auf, unterrichtete Metallarbeit und fertigte Schmuck, Gerät und Monotypien. Vor allem aber traf er hier jene Menschen, die seinen weiteren Weg bestimmen sollten: Eero Saarinen, Charles und Ray Eames – und Florence Schust, die spätere Florence Knoll.Schon in Cranbrook zeigt sich, was Bertoias gesamtes Werk durchzieht: Er dachte vom Material her. Metall war für ihn kein Werkstoff, dem man eine Form aufzwingt, sondern ein Medium mit eigener Sprache – biegsam, schweißbar, klingend. 
  Kalifornien: Die Jahre bei Charles und Ray Eames  
 1943 folgte Bertoia dem Ehepaar Eames nach Kalifornien und arbeitete dort bis 1946 an den Experimenten mit geformtem Sperrholz und an den ersten Sitzschalen mit. Die Zusammenarbeit endete mit einer Enttäuschung: Bertoia fand seinen Anteil an den Entwürfen nicht gewürdigt und verließ das Team. Eine Begegnung aus dieser Zeit sollte jedoch Folgen haben – auch der Schweizer Fotograf und Grafiker Herbert Matter arbeitete damals mit den Eames’ zusammen. 
  Pennsylvania: Die Sitzmöbel aus Draht für Knoll  
 1950 luden Hans und Florence Knoll ihren alten Bekannten nach Pennsylvania ein. Das Angebot war ungewöhnlich großzügig: eine eigene Werkstatt in Bally, ein Gehalt und völlige Freiheit, an dem zu arbeiten, was ihn interessierte. Bertoia nutzte sie, um eine Frage zu beantworten, die ihn seit Jahren beschäftigte – wie ein Sitzmöbel aussehen könnte, das aus Draht besteht und dennoch bequem, stabil und industriell herstellbar ist.&amp;nbsp;Das Ergebnis stellte Knoll 1952 vor: eine Familie von Sitzmöbeln aus verschweißtem Stahldraht, deren Herzstück der Diamond Chair ist. Seine Schale aus rautenförmigem Drahtgitter wirkt wie ein geschliffener Edelstein – und doch scheint sie kaum Masse zu haben. Bertoia selbst beschrieb seine Stühle sinngemäß als Gebilde, die größtenteils aus Luft bestehen, wie eine Skulptur, durch die der Raum hindurchgeht. In diesem Gedanken liegt der Kern seines Designs: Der Stuhl besetzt den Raum nicht, er zeichnet ihn nach. 
 Der kommerzielle Erfolg der Serie war enorm – und für Bertoia ein Befreiungsschlag. Die Einnahmen aus den Stühlen erlaubten es ihm, sich nach wenigen Jahren fast ausschließlich der Bildhauerei zu widmen. Weitere Möbel hat er nicht mehr entworfen. Dass ein Bildhauer mit einer einzigen Möbelfamilie Designgeschichte schreibt und sich danach wieder ganz seiner Kunst zuwendet, macht Bertoia bis heute zu einem Sonderfall. 
  Herbert Matter und das Bild der Bertoia-Stühle  
 Wie die Welt Bertoias Stühle wahrnahm, hat kaum jemand so geprägt wie Herbert Matter (1907–1984). Florence Knoll holte den Schweizer 1946 als Gestalter und Werbeberater zu Knoll; rund zwanzig Jahre lang verantwortete er das visuelle Erscheinungsbild des Unternehmens – vom Logo über Kataloge bis zu Anzeigen und Fotografie. Matter fotografierte Möbel nicht wie Ware, sondern wie Plastiken: freigestellt, im Spiel von Licht und Schatten, oft in überraschenden Montagen. Für die Drahtstühle Bertoias war dieser Blick ideal, denn ihre Wirkung entsteht erst im Zusammenspiel von Linie, Schatten und Leere. Für Knoll entstanden unter seiner Regie unter anderem der Faltprospekt „Chairs by Bertoia“ (1957) und die Broschüre „Chairs by Harry Bertoia“ mit seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Eine bekannte Aufnahme aus den frühen 1950er Jahren zeigt Matter gemeinsam mit Hans und Florence Knoll und Harry Bertoia – ein Gruppenbild jener Allianz, die das Bild der amerikanischen Moderne in Europa prägen sollte. 
 Diese Bildsprache trug Knoll International auch nach Deutschland. Die deutsche Knoll-Gesellschaft war früh gegründet worden, und Bertoias Stühle gehörten bald zum festen Repertoire moderner Büros, Foyers und Wohnungen. 1962 wurde der Bertoia-Stuhl zudem mit einem Preis des Design Centers Stuttgart ausgezeichnet.   Von Bremen nach Brüssel: Bertoias Skulpturen auf der Expo 58  
 Parallel zu den Stühlen wuchs Bertoias Ruf als Bildhauer für die Architektur. Eero Saarinen gab ihm 1953 mit einem großen Raumteiler für das General Motors Technical Center die erste Gelegenheit, im monumentalen Maßstab zu arbeiten. 1954 folgte der goldglänzende Skulpturenschirm für das Manufacturers-Trust-Gebäude an der Fifth Avenue in New York, entworfen von Gordon Bunshaft (Skidmore, Owings &amp;amp; Merrill). Insgesamt realisierte Bertoia über fünfzig öffentliche Aufträge. 
 Weniger bekannt ist, dass zwei dieser Werke für Deutschland entstanden. 1955 beauftragten das US-Außenministerium und Gordon Bunshaft den Künstler mit Arbeiten für die neuen amerikanischen Generalkonsulate in Düsseldorf und Bremen. Für Düsseldorf schuf Bertoia 1956 einen rechteckigen Gong in einem Metallrahmen – ein Unikat in seinem Werk und eine seiner frühesten klingenden Skulpturen. Für Bremen entstand im selben Jahr ein großer „Multiplane“-Raumteiler aus geschweißtem Metall, rund drei mal fünfeinhalb Meter groß. 
 Genau dieser Bremer Raumteiler reiste zwei Jahre später nach Brüssel. Wie uns die Harry Bertoia Foundation bestätigt hat, wurden Skulpturen Bertoias 1958 auf der Weltausstellung gezeigt, und das Werkverzeichnis der Foundation führt den Bremer Schirm ausdrücklich als Exponat im Pavillon der Vereinigten Staaten. Die Expo 58 auf dem Heysel-Plateau war die erste große Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg und zog vom 17. April bis 19. Oktober 1958 über 41 Millionen Besucher an. Der amerikanische Pavillon von Edward Durell Stone, innen gestaltet von Bernard Rudofsky, lag in Sichtweite des sowjetischen Pavillons – Architektur und Kunst waren hier auch Schauplatz des Kalten Krieges. Neben Alexander Calders Mobile im Wasserbecken stand Bertoias Metallschirm für eine Kunst, die aus industriellem Material poetische Räume schafft. Zusätzlich fanden sich im&amp;nbsp;amerikanischen Pavillon verschiedene Entwürfe von Isamu Noguchi wie seine Rocking Stools und einen Cyclone Tisch. Auch diese Originalmöbel werden in unserer Ausstellung gezeigt. 
  Die Knoll-Wanderausstellung in Deutschland&amp;nbsp;  
 In den 1960er Jahren organisierte Knoll International eine Wanderausstellung über Harry Bertoia in Deutschland. Sie stellte den Designer und den Bildhauer bewusst nebeneinander und machte damit sichtbar, was bei Bertoia untrennbar zusammengehört: Der Diamond Chair ist eine Skulptur, die man benutzen kann; die Skulpturen sind Studien zu Raum und Struktur, die dieselbe Handschrift tragen.&amp;nbsp;Im Rahmen unserer Knoll-Ausstellung im Showroom in Köln zeigen wir die damaligen Presseinformationen, gestaltet von Herbert Matter, mit zahlreichen Originalfotos. Sie sind ein seltenes Zeitdokument: Man sieht, wie Knoll seinen Designer einem deutschen Publikum vorstellte – sachlich, großzügig gesetzt, mit Fotografien, die Stuhl und Skulptur auf Augenhöhe zeigen. Und man erkennt Matters Handschrift, die Knoll über Jahrzehnte ein unverwechselbares Gesicht gab. 
  Der Klang des Metalls: Bertoias Sonambients  
 Ab den 1960er Jahren wandte sich Bertoia einer Werkgruppe zu, die ihn heute auch in der Klangkunst zu einer Referenz macht. Er stellte Bündel aus Metallstäben – Messing, Bronze, Beryllium-Kupfer – senkrecht auf Sockel; berührt oder vom Wind bewegt, schwingen sie gegeneinander und erzeugen lang nachklingende, obertonreiche Töne. Bertoia nannte diese Arbeiten „Sonambient“. In einer umgebauten Scheune in Pennsylvania versammelte er Dutzende davon, spielte sie und nahm sie auf. Daneben entstanden die „Dandelions“, kugelförmige Skulpturen aus feinsten Drahtstrahlen, und die Spray-Skulpturen, die schon beim leisesten Luftzug zu zittern beginnen. 1964 standen sieben vergoldete Dandelions vor dem Kodak-Pavillon der New Yorker Weltausstellung. 
 Harry Bertoia starb am 6. November 1978 in Barto, Pennsylvania. Sein Werk – Möbel, Skulpturen, Schmuck, Grafik und Klang – erschließt heute das Online-Werkverzeichnis der Harry Bertoia Foundation, das seit 2023 frei zugänglich ist. 
  Bertoia heute: Ein Klassiker, der nie aus der Produktion ging  
 Knoll stellt die Bertoia-Kollektion seit 1952 ununterbrochen her; das Unternehmen ist Hersteller und Rechteinhaber aller Bertoia-Stühle. Die Stühle gibt es in verchromtem oder beschichtetem Stahl, mit Sitzauflagen oder Vollpolster, für innen wie außen. Gerade bei einem so oft kopierten Entwurf lohnt der Blick auf die Herkunft: Nur das Original von Knoll trägt die Proportionen, die Verarbeitung der Schweißpunkte und die Qualität, die Bertoia in Bally gemeinsam mit den Knoll-Ingenieuren entwickelt hat. Als Fachhändler für Designklassiker seit 1999 führt Markanto die Originale von Knoll und berät Sie gern im Showroom in Köln – wo Sie in diesen Wochen auch Herbert Matters Presseinformationen zur Bertoia-Ausstellung im Original sehen können.   
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                            <updated>2026-10-29T00:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Ein Stuhl, den es eigentlich gar nicht gibt: der Saarinen Conference Chair 72...</title>
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                                             In unserer aktuellen Ausstellung über Knoll International befindet sich ein Saarinen-Stuhl, der eigentlich nicht existieren dürfte. Dabei wird aktuell dieses Modell von Knoll in den USA sogar wieder aufgelegt – das Vorbild dafür war wohl der Stuhl aus unserer Ausstellung. 
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                 Basierend auf dem Design des „Organic Chair” von Charles Eames und Eero Saarinen aus dem Jahr 1940 für den Wettbewerb „Organic Design in Home Furnishings” des Museum of Modern Art in New York entstand ab 1948 die Variante von Saarinen als „Conference Chair 71” für Knoll. &amp;nbsp; &amp;nbsp;Denn aufgrund fehlender Produktionstechniken und des Beginns des Zweiten Weltkriegs konnten von dem gemeinsamen Entwurf der beiden Freunde 1941 nur wenige Exemplare des Organic Chair hergestellt werden. Charles Eames und Eero Saarinen hatten sich an der Cranbrook Academy in Michigan (USA) kennengelernt, wo Eames Design unterrichtete. Die Cranbrook Academy war damals Amerikas führende Schule für Gestaltung. Ihr Direktor war der finnische Architekt Eliel Saarinen, der Vater von Eero Saarinen. Weitere berühmte Schüler waren u. a. Florence Knoll, Harry Bertoia und Jack Lenor Larsen. &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
 Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Eero Saarinen die Ideen eines „Organischen Stuhls” weiter aus und schuf für  Knoll  eine sehr erfolgreiche Kollektion für den Privat- und Geschäftsbereich. Der Konferenzstuhl 72 (der verwirrende Produktname von Knoll lautet „Conference Chair”, der Stuhl kann selbstverständlich genauso privat verwendet werden) entstand 1948, die Version mit Armlehnen als Konferenzstuhl 71 zwei Jahre später, im Jahr 1950. 
 &amp;nbsp; 
 Knoll brachte den Stuhl 72 mit der organisch geformten Rückenlehne in Amerika auf den Markt. Er war wahlweise mit einer gepolsterten Rückenlehne (oben links) oder einer Fiberglasschale bzw. einer Holzfurnierschale (oben rechts) erhältlich. Das Gestell war wahlweise aus Stahlrohr, Teak oder Nussbaum erhältlich. In Europa entstand in Belgien eine weitere Version mit einer Rückenschale aus Nussbaumfurnier in Kombination mit einem Nussbaumgestell. Nach unseren Informationen gefiel diese Version jedoch weder Eero Saarinen oder Florence Knoll, weshalb nur sehr wenige Stühle davon produziert wurden. Knoll Belgien musste die Produktion wieder einstellen, nur ca. 20 Stühle wurden in dieser Version gefertigt. 
 &amp;nbsp; 
  Zur Historie von unserem Conference Chair 72  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;Der oben gezeigte Stuhl begleitet uns schon seit zwei Jahrzehnten. Um 2005 erwarb, Sven Vorderstrase, &amp;nbsp;der Gründer von Markanto vier dieser seltenen Stühle von einem belgischen Händler und verkaufte sie später an einen renommierten Designhändler in Berlin. Dieser verkaufte sie wiederum an einen Endkunden. Von diesem konnten wir zwei Exemplare im Jahr 2017 zurückerwerben. Die Stühle dienten uns als Exponat während der „Cologne Fine Art &amp;amp; Design” 2019, wo wir sie direkt an zwei Sammler verkaufen konnten. Nun konnten wir das Exponat aus unserer Ausstellung von einem Sammler zurückerwerben. 
 &amp;nbsp; 
 Zwischenzeitlich wurde auch Knoll auf unsere Rarität aufmerksam. Das Halbunikat wurde besichtigt und fotografiert. Im August 2026 stellte Knoll USA diese Version nun als neue Serienproduktion vor. Die Markteinführung in Europa dürfte 2027 zur Mailänder Messe erfolgen. 
 &amp;nbsp; 
  Aktuell bietet Knoll den Conference Chair 72 übrigens als 4er-Set mit 15 % Rabatt an. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.  
 &amp;nbsp; 
  Ihre Knoll-Experten von Markanto  
 
 
  &amp;nbsp;  
 
 
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                            <updated>2026-10-27T00:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Luisa: Franco Albinis 15jährige Suche nach dem Archetyp des Stuhls</title>
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                                            An der Entwicklung des Stuhls Luisa arbeitete der italienische Architekt Franco Albini 15 Jahre. Damit ist der Stuhl historisch einer der aufwendigsten Entwicklungen im Designbereich überhaupt. Im Rahmen unserer Ausstellung zeigen wir Varianten von Knoll International, Poggi u...
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                 Der Luisa Stuhl von Franco Albini zählt zu den Schlüsselwerken des italienischen Nachkriegsdesigns. Seine endgültige Form fand der Armlehnstuhl erst 1955 – nach rund fünfzehn Jahren und zahlreichen Vorstufen. Im selben Jahr erhielt Franco Albini dafür den Compasso d’Oro, die wichtigste Auszeichnung des italienischen Industriedesigns. 
  Fünfzehn Jahre an einem Stuhl  
 Franco Albini (1905–1977) war Architekt, Stadtplaner und Gestalter, ein Hauptvertreter des italienischen Rationalismus. Seine Möbel entwickelte er wie seine Bauten: aus klaren, geometrischen Körpern und mit großer Aufmerksamkeit für die Verbindung der Teile. Kaum ein Entwurf zeigt diese Haltung so deutlich wie der Stuhl, der später Luisa heißen sollte. 
 Die erste Fassung des Stuhls entstand um 1939 für die Einrichtung der Villa Pestarini in Mailand, eines der markanten Bauten des Rationalismus. Sie bestand noch aus gebogenem Schichtholz. Weitere Fassungen folgten in den 1940er Jahren, teilweise in Kleinstauflagen. Mit jeder Version reduzierte Albini den Stuhl weiter auf das Wesentliche. Ende der 1940er Jahre rückten die Gelenke ins Zentrum seiner Arbeit: Sie sollten stärker werden und zugleich die Form bestimmen. 
  Das amerikanische Kapitel: Knoll Nr 47, Nr. 48 und Nr. 49  
 In genau dieser Phase kam  Knoll  ins Spiel. Das 1938 von Hans Knoll in New York gegründete Unternehmen entwickelte sich unter Florence Knoll zur ersten Adresse für modernes Möbeldesign in den USA. Ende der 1940er Jahre nahm Knoll vier Möbelentwürfe von Franco Albini in das Sortiment auf, den Schreibtisch 80 (der heute noch in Produktion ist), den Armlehnstuhl 48 und den Sessel 49. Der vierte Entwurf wurde dann ein Stahlrohrstuhl mit der Nummer 47. 
 Das Modell Nr. 48 ist der Armlehnstuhl, gedacht für Esstisch und Schreibtisch. Es wurde etwa von 1949 bis Mitte der 1960er Jahre gefertigt, je nach Ausführung in Nussbaum, Eiche oder Ahorn. Das Modell Nr. 49 ist die niedrigere und breitere Variante als Lounge Chair. Knoll produzierte diese Sitzmöbel ab 1949 bis etwa 1967, sie ist heute deutlich seltener zu finden. Die Albini Entwürfe teilen die Merkmale, die später auch Luisa prägen: ein schlankes Holzgestell, umlaufende Armlehnen, versetzt und schräg gestellte Hinterbeine. Sitz und Rücken sind als eigenständige Polster gearbeitet. Im Knoll-Katalog von 1950 hob das Unternehmen besonders die feine Linienführung und die Klarheit der Form hervor. 
 In unserer Knoll-Ausstellung finden sich beide Modelle. Wer sie aus der Nähe betrachtet, erkennt sofort die Verwandtschaft zum späteren Luisa – und zugleich die Unterschiede in Proportion und Detail, an denen Albini nach der Knoll-Phase weiterarbeitete. Das obere Foto zeigt den Stuhl 48, den Luisa aus der Cassina Produktion, den Luisa von Poggi und den Sessel 49 von Knoll zum Vergleich. 
  Poggi, 1955 und der Name Luisa  
 Die endgültige Fassung entstand in Zusammenarbeit mit der Tischlerei Poggi in Pavia, Albinis wichtigstem Produktionspartner der 1950er Jahre. 1955 kam der Stuhl dort auf den Markt, zunächst in Teak, Mahagoni und Buche. Erst diese letzte Version erhielt einen Namen: Albini benannte sie nach Luisa Colombini, seiner langjährigen Assistentin, die die Entwicklung über Jahre aus nächster Nähe begleitet hatte. 
 Noch im selben Jahr wurde Luisa mit dem Compasso d’Oro ausgezeichnet – dem ersten von insgesamt drei, die Albini im Laufe seines Lebens erhielt. Die Jury würdigte vor allem die elementare Lösung, mit der Bein, Armlehne und Rückenlehne verbunden sind, die sichtbaren Fugen und die Verbindung von Gestaltung und Fertigung. Ausdrücklich hob sie auch die Beharrlichkeit hervor, mit der Albini seinen Entwurf über Jahre überarbeitet hatte. 
  Substanz in der Form: die Konstruktion  
 Luisa wirkt einfach, doch diese Einfachheit ist das Ergebnis genauer Arbeit. Albini trennt Tragwerk und Sitz konsequent: Das Holzgestell bildet zwei bockartige Seitenteile, verbunden durch Querstreben. Sitz und Rücken sind zwei geometrische Flächen, die in diesem Rahmen hängen. Die Rückenlehne berührt die Sitzfläche nicht und kann leicht nachgeben. 
 Die Holzquerschnitte nehmen dort zu, wo die größten Kräfte wirken – an den Verbindungsstellen. Cassina beschreibt das als Albinis Poetik der „Substanz in der Form“. Die finale Version kommt mit nur vier Schrauben aus, alles andere leisten die Verbindungen selbst. Von der Knoll-Variante mit ihren sichtbaren Stahlverbindungen bis zu dieser reduzierten Lösung lässt sich Albinis Weg in unserer Ausstellung gut nachvollziehen. 
  Luisa heute – und im Showroom Köln  
 Luisa gehört zur ständigen Sammlung des Museum of Modern Art in New York und des Design Museums der Triennale di Milano. Heute fertigt Cassina den Stuhl nach der Poggi-Fassung von 1955. Das Gestell gibt es in Esche natur, Esche schwarz gebeizt und Nussbaum Canaletto. Sitz und Rücken bestehen aus einem Stahlrahmen mit elastischen Gurten und kaltgeschäumter Polsterung, bezogen mit Stoff oder Leder. 
 Die Knoll-Modelle Nr. 48 und Nr. 49 werden dagegen seit Jahrzehnten nicht mehr produziert und sind nur noch als Vintage-Stücke erhältlich. Gerade deshalb lohnt der Vergleich im Original. Als Fachhändler für Designklassiker seit 1999 laden wir Sie herzlich ein, beide Modelle in unserem Showroom während der IDD Cologne in Köln selbst zu erleben. 
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                            <updated>2026-10-26T00:45:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Das ikonische Grafikdesign von Knoll International</title>
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                                            Mit Herbert Matter und Massimo Vignelli arbeiteten zwei der weltweit besten Grafiker über Jahrzehnte für Knoll International und setzten Maßstäbe für gutes Corporate Design. Unsere Ausstellung zeigt ab dem 23. Oktober zahlreiche Beispiele aus ihrem Werk sowie unser Herbert Mat...
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                 Herbert Matter (1907–1984) war von 1946 bis 1966 der Gestalter hinter allem, was Knoll nach außen zeigte. Er entwarf das berühmte Logo mit dem markanten „ K “, fotografierte die Möbel, setzte die Kataloge und schuf Anzeigen, die bis heute zu den Meilensteinen der Werbegrafik zählen - allen voran den berühmte Schornsteinfeger im Womb Chair von Eero Saarinen für den New Yorker. Ab Freitag, dem 23. Oktober 2026, widmen wir uns im Markanto Depot in der Kölner Südstadt im Rahmen unserer Knoll Ausstellung dabei auch der Entwurfsarbeit von Herbert Matter bis Massimo Vignelli. 
  Ein junges Möbelhaus sucht sein Gesicht   Als Hans Knoll 1938 in New York sein Unternehmen gründete, war er gerade ein Jahr zuvor aus Deutschland eingewandert. Mit Florence Schust, der späteren Florence Knoll, kam eine Architektin hinzu, die das Programm konsequent an den Idealen des Bauhause ausrichtete: Möbel, die gestalterisch überzeugen, technisch neu sind und sich industriell fertigen lassen. Entwerfer wie Eero Saarinen und Harry Bertoia lieferten die Formen. Was fehlte, war eine Bildsprache, die diesem Anspruch gerecht wurde.&amp;nbsp;Florence Knoll wusste offenbar früh, wen sie dafür wollte. In einem Interview von 1977 erinnerte sie sich sinngemäß, sie habe Arbeiten von Herbert Matter gesehen und sofort gewusst, dass genau dies ihr Weg sei. 1946 holte sie den Schweizer, der bis dahin im Büro von Charles Eames an der Westküste arbeitete, nach New York – und gab ihm eine kreative Freiheit, die für einen Grafiker in einem Industrieunternehmen jener Jahre außergewöhnlich war. 
  Lehrjahre zwischen Engelberg und Paris  
 Herbert Matter wurde am 25. April 1907 in Engelberg geboren, einem Bergdorf in der Zentralschweiz. Er studierte Malerei an der École des Beaux-Arts in Genf und anschließend an der Académie Moderne in Paris bei Fernand Léger und Amédée Ozenfant. In Paris arbeitete er für den Plakatkünstler A. M. Cassandre und für Le Corbusier, ab 1929 dann als Grafiker und Fotograf bei der legendären Schriftgießerei Deberny &amp;amp; Peignot. Dort lernte er die Feinheiten der Typografie – eine Schule, die später in jedem Knoll-Katalog sichtbar werden sollte. 1932 musste Matter Frankreich verlassen, weil ihm die nötigen Papiere fehlten. Was zunächst wie ein Rückschlag aussah, wurde zum Wendepunkt seiner Laufbahn. 
  Fotomontage für die Alpen  
 Zurück in der Schweiz gestaltete Herbert Matter Plakate und Prospekte für die Schweizerische Verkehrszentrale. Seine frühen Plakate für Engelberg aus den 1920er Jahren folgten noch den Konventionen der Zeit: sonnenbeschienene Gipfel, ein elegant gekleideter Skifahrer, darunter ausführlicher Text. In den 1930er Jahren brach er mit diesem Schema radikal. Er kombinierte Fotografien, ausgeschnittene Bildelemente und Schrift zu kühnen Montagen, in denen Maßstäbe kippen und Gesichter, Berge und Typografie zu einem einzigen Bild verschmelzen.&amp;nbsp;Diese Plakate gelten heute als Schlüsselwerke der Grafik des 20. Jahrhunderts. Sie verbinden die Wucht Cassandres mit der geometrischen Strenge Le Corbusiers – und mit einer ganz eigenen Handschrift, die Matter in seine amerikanischen Jahre mitnahm. 
  New York: Bazaar, Eames und die Container Corporation  
 Bereits 1936 erhielt Matter als Honorar für seine Arbeit mit einer Schweizer Balletttruppe eine Überfahrt in die USA. In New York suchte er Alexey Brodovitch auf, den Art Director von Harper’s Bazaar, der Matters Schweizer Plakate bereits sammelte und zwei davon in seinem Atelier hängen hatte. Es folgten Fotoaufträge für Harper’s Bazaar und Saks Fifth Avenue, während des Zweiten Weltkriegs eindrucksvolle Plakate für die Container Corporation of America und für die Weltausstellung 1939 die Gestaltung des Schweizer Pavillons.&amp;nbsp;In Kalifornien arbeitete Matter Mitte der 1940er Jahre als Fotograf für Charles und Ray Eames, die damals noch am Anfang ihrer Karriere standen. Von dort holten ihn Florence und Hans Knoll an die Ostküste. 
  Das „K“: ein Logo, aus der Schrift entwickelt  
 Herbert Matters erster Auftrag bei Knoll war das Logo (siehe oben). 1947 war es fertig: ein schmal gestreckter Schriftzug mit kräftigen Serifen, geprägt von seinen Jahren bei Deberny &amp;amp; Peignot. Für Europäer wirkt der Knoll-Schriftzug heute wie eine Typografie aus dem Country-Szene.&amp;nbsp; Matter beschrieb den Prozess später so, dass zuerst das vollständige Wort entstand und erst danach das einzelne große K, das sich daraus ableitete.&amp;nbsp;Bemerkenswert ist die Wahl selbst: Ein Unternehmen, das sich ganz der Moderne verschrieben hatte, trat mit einer Serifenschrift auf, während sich die avantgardistische Grafik jener Jahre zunehmend der serifenlosen Schrift zuwandte. Gerade dieser Kontrast verlieh dem Zeichen seine Eigenständigkeit. Das große „K“ stand fortan am unteren Rand nahezu jeder Anzeige – ein Absender, den man nach kurzer Zeit auch ohne Firmennamen erkannte. Heute ziert Matters Logo wieder die Fassade des Knoll-Hauptsitzes in East Greenville, Pennsylvania. Im Rahmen der Ausstellung zeigen wir ein handgefertigtes Mockup von Herbert Matter aus dem Jahr 1947. 
  Möbel als Skulptur: Fotografie und Anzeigen  
 &amp;nbsp;verantwortete bei Knoll nicht nur Logo und Anzeigen, sondern auch Produktfotografie, Kataloglayouts und Prospekte. Seine Bilder behandeln Möbel wie Skulpturen: freigestellt, oft aus ungewohnten Blickwinkeln, mit viel leerem Raum und kaum Text. Hier verbinden sich die Errungenschaften der Schweizer Typografie mit der Collagetechnik, die er in Europa entwickelt hatte – und mit einem Blick, den er bei Léger geschult hatte. Hier zeigen wir zahlreiche Beispiele aus den 1940er und 50er Jahren, die teilweise aus dem Archiv des Künstlers aus New York stammen. 
  Der Schornsteinfeger im Womb Chair  
 Seine bekannteste Anzeige entstand 1955. Inspiriert von einem Schornsteinfeger aus seiner Schweizer Heimat setzte Matter einen rußgeschwärzten Kaminfeger in Saarinens Womb Chair – entspannt, zurückgelehnt, ganz bei sich. Intern war das Motiv zunächst umstritten. Doch der Kontrast aus Arbeitskleidung und modernem Polstermöbel machte sofort klar, worum es ging: um einen Sessel, in dem man ankommen darf. Die Anzeige erschien dreizehn Jahre lang im New Yorker und wurde zu einer der langlebigsten Kampagnen der amerikanischen Werbegeschichte. 
   
  Die legendäre Anzeige von Herbert Matter mit dem Womb Chair von Eero Saarinen  
  Neben Knoll: Yale, Guggenheim, Calder und Giacometti  
 Uns ist es gelungen, einen Teil von Herbert Matters persönlichen Belegen aus seinem Archiv in New York zu erwerben. Denn seine Arbeit für Knoll lief parallel zu einer beachtlichen Karriere in Lehre und Kultur. 1952 holte ihn Alvin Eisenman als Professor für Fotografie und Grafikdesign an die Yale University. Eisenman betonte später Matters ausgeprägtes Gespür für kleinste Details, das sich gerade in der Typografie der Knoll-Kataloge zeige. Von 1958 bis 1968 war Matter Gestaltungsberater des Guggenheim Museums, hier zeigen wir in der Ausstellung seine Eröffnungswerbung des Guggenheim Museum mit teilweise noch persönlichen, handschriftlichen Anmerkungen. Ebenso umfasst die Ausstellung Belegexemplare seiner Entwürfe für die New Haven Railroad, das Museum of Fine Arts in Houston, die Staple Galerie und die New York Art School sowie verschiedene Entwurfszeichnungen für Logos. 
 Ab 1960 fotografierte er über Jahre das Werk seines Freundes Alberto Giacometti. Für dieses Buchprojekt verließ er Knoll 1966. Zu seinem Freundeskreis gehörten auch Alexander Calder, Jackson Pollock, Willem de Kooning und Robert Frank. 1983 verlieh ihm das American Institute of Graphic Arts seine Goldmedaille; ein Jahr später, am 8. Mai 1984, starb Herbert Matter in Southampton, New York. alleine das MoMa verfügt heute über 24 seiner Arbeiten. 
  Bitte beachten Sie, dass die Papierarbeiten aus dem Archiv von Herbert Matter aus konservatorischen Gründen nur temporär ausgestellt werden können.  
  Die Staffelübergabe: Massimo Vignelli und das rote Knoll  
 Als Herbsert Matter ging, übernahm ein Italiener. Massimo Vignelli, 1931 in Mailand geboren, war 1966 mit seiner Frau Lella nach New York gekommen, um dort eine Niederlassung von Unimark International aufzubauen. 1966/67 entwickelte er für Knoll ein neues Grafikprogramm, das konsequent auf einem Raster beruhte und vom Briefpapier über Preislisten bis zu Anzeigen in Vogue und Fortune alles umfasste. 
 Sein Schriftzug in Helvetica stand zunächst gleichberechtigt neben Matters „K“, erschien anfangs in Schwarz-Weiß und später in jenem warmen Rot, das bis heute für Knoll steht. Schritt für Schritt löste er das ältere Zeichen ab. Anfang der 1970er Jahre kam der breite schwarze Balken hinzu, den Vignelli auch für die Beschilderung der New Yorker U-Bahn einsetzte. Bis in die 1980er Jahre gestaltete er Plakate, Kataloge und Ausstellungen für Knoll – und gemeinsam mit Lella Vignelli auch Möbel wie den Handkerchief Chair und den Paperclip Table. 
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            <title type="text">Leuchten von Knoll International</title>
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                                            Während der IDD Cologne stellen wir in unserer Ausstellung zum Thema Knoll International erstmals das Leuchtensortiment von Knoll in Europa aus den 1950er und 60er Jahren vor. In unserer Ausstellung, die am 23. Oktober beginnt, können Sie auch eine einzigartige Edition deutsch...
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                 Zu unserer Ausstellung während der IDD Cologne stellen wir als Knoll Experten erstmalig das Leuchtenprogramm von Knoll International aus den 1950er und 60er Jahren vor. Die Idee dazu entstand durch einen kleinen Katalog mit dem Titel „Knoll International Lampen” aus dem Besitz der Firma Raumkunst Becher in Wuppertal (hier finden Sie die  pdf-Datei ) und dem 75jährigen Firmenjubiläum von Baltensweiler aus der Schweiz. Denn die Historie von Baltensweiler ist eng mit Knoll International verküpft (siehe unten). 
  Knoll Lamps in Amerika  
 Bereits in den frühen 1950er Jahren bietet Knoll Inc. in den Vereinigten Staaten zwei ausgewählte Leuchten an: die dreibeinige  Tischleuchte Nr. 9  von Isamu Noguchi und die verstellbare  Schreibtischleuchte Nr. 9  von Clay Michi (Abbildung oben). Beiden Leuchten finden sich auch im europäischen Katalog. Hinzu kommen später eine  Tischleuchte  mit Marmorfuß von Florence Knoll und ab 1974 eine Acrylleuchte  Crylicord  von Peter Hamburger als Tisch- und Stehleuchte. Zwei dieser seltenen Leuchten sind auch Exponat unserer Ausstellung. Zusätzlich importiert Knoll italienische Leuchten von Herstellern wie&amp;nbsp;Arredoluce und Arteluce. 
  Knoll Lampen in Europa  
 In Europa geht  Knoll International  einen ähnlichen Weg. Es werden zwar auch die amerikanischen Modelle angeboten, aber darüberhinaus noch selbst Leuchten von jungen europäischen innovativen Designern angeboten. In dem deutschen Katalog steht dazu als Erläuterung: 
   Lampen   
  Ziel neuer Formgebung muß sein, die greifbare technische Konstruktion eines Gebrauchsgegenstandes zur gültigen Form zu bringen.  
  Moderne Beleuchtungskörper sind daher das Ergebnis von Bemühungen, eine ansprechende Form zu schaffen und die technischen Leistungen der künstlichen Beleuchtung zu verbessern. Der Entwerfer wird von den technischen Gegebenheiten und von den künstlerischen Empfindungen beeinflußt.  
  Indirekt beleuchtete große Flächen, wie Wände oder Decken, wirken heute nicht mehr befremdend, weder im eigenen Heim noch in öffentlichen Gebäuden. Durch breite Streuung des Lichtes im Raum wurde die Verwendung beweglicher Lichtquellen wesentlich gefördert. Die wichtigste Aufgabe dieser beweglichen Leuchtkörper ist die Konzentration der Lichtstrahlen auf den Punkt, an dem sie besonders benötigt werden.  
  Neue Grundstoffe und Produktionsmethoden haben die Gestaltung von Lampen ähnlich beeinflußt wie vile andere Gebrauchsgegenstände der industriellen Produktion, die uns heute umgeben.&amp;nbsp;Knoll International bemüht sich, unter Entwürfen aus vielen Ländern die Modelle auszuwählen, die unseren hohen Ansprüchen auf Zweckmäßigkeit, gute Form, Qualität und angemessenen Preis weitgehend entsprechen.  
  Leuchten von Gino Sarfatti  
 Eine Überraschung ist die Stehleuchte 1063 von Gino Sarfatti im Katalog. Der italienische Designer entwarf diese innovative Leuchte mit einer damals neuen Leuchtstoffröhrentechnik im Jahr 1954 eigentlich für seine eigene Firma Arteluce. Bei Knoll hat das Modell den gleichen Modellnamen und den damals astronomischen Verkaufspreis von DM 460,00 (die anderen Stehleuchten liegen bei ca. DM 100,00 bis 120,00). Auch zwei verschiedene Wandleuchten von Gino Sarfatti finden sich im Katalog. Heute wird eine Auswahl der Arteluce Lichtklassiker von  Flos  und  Astep , der Firma von Sarfattis Enkelsohn, hergestellt. 
  Leuchten von Baltensweiler  
 Dieses Jahr feiert die Schweizer Manufaktur aus Luzern das 75jährige Jubiläum. Gegründet wurde das Familienunternehmen von Rosemarie und Rico Baltensweiler,&amp;nbsp; einer Innenarchitektin und einem Elektroingenieur, die für ihr eigenes Zuhause eine funktionale Leuchte brauchten.&amp;nbsp; Die Leuchte sprach sich schnell herum. Befreundeten Architekten gefiel sie so gut, dass eine erste Serie von zehn Stück entstand, und ab 1951 fertigte das junge Atelier Kleinserien für die Zürcher Wohnbedarf AG. 1952 erscheint die Leuchte – Type 600 genannt – in der Zeitschrift „Bauen + Wohnen“, 1953 auf dem Titelblatt des Schweizer Warenkatalogs. Dadurch wird Knoll International auf Rico und Rosmarie Baltensweiler aufmerksam und nimmt die Stehleuchte 600 (als Modell 444) und die Tischleuchte 60 (als Modell 445) in das Sortiment auf.    
   1956 entdeckt auch Le Corbusier die Leuchte über „Knoll International“ für seine Musterwohnungen – in seinem „Oeuvre Compléte“ finden sich Innenaufnahmen mit der Baltensweiler-Leuchte.&amp;nbsp;  1957 nahm Die Neue Sammlung in München die Stehleuchte in ihren Bestand auf, kurz darauf stellte die New York Times sie als Beispiel für modernes Design vor.&amp;nbsp;Auch in den Knoll Showrooms fanden sich diese Leuchten in ganz Europa. Für einen hohen Bekanntheitsgard sorgte dann der Film&amp;nbsp;&amp;nbsp;„Mon Oncle“ (Mein Onkel) von Jacques Tatis, wo die Stehleuchte prominent als Requisite Verwendung fand.&amp;nbsp;Die Baltensweiler-Leuchten sind als Exponate aus der aktuellen Baltensweiler-Produktion in unserer Ausstellung zu finden. 
 Heute wird Baltensweiler in der dritten Generation als Familienunternehmen weitergeführt, Entwicklung, Konstruktion und Fertigung erfolgen weiterhin in Luzern. Das Jubiläum ist nicht nur Anlaß zum Rückblick, sondern auch ein klares Bekenntnis zur Zukunft. Neue Leuchten werden konsequent mit modernster LED-Technologie entwickelt und vereinen Innovation mit der klaren Formensprache von Baltensweiler. Langlebigkeit gehört dabei zum Grundprinzip: Reparierbarkeit wird bereits in der Entwicklung mitgedacht. Gleichzeitig hält das Unternehmen bewusst an der Produktion in der Schweiz fest, trotz des zunehmenden Drucks auf den Standort. Regionale Wertschöpfung, kurze Wege undhohe Fertigungsqualität bleiben zentrale Werte. „Seit 75 Jahren entwickeln wir Leuchten, die Menschen lange begleiten. Dieses Denken prägt uns bis heute und genau so wollen wir Baltensweiler auch in Zukunft weiterführen.” so Ria Baltensweiler. Eine umfangreiche  Auswahl  der Baltensweiler Klassiker und modernen Leuchten finden Sie bei Markanto. 
  Leuchten von&amp;nbsp;Ruser &amp;amp; Kuntner  
 Im Knoll-Katalog sind ebenfalls verschiedene Stehleuchten von Ruser &amp;amp; Kuntner aus Weil am Rhein zu finden. Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 1920 unter dem Namen Ruser &amp;amp; Nowak gegründet und produzierte anfangs vorwiegend Kunsthandwerk, das auf lokalen Kunstgewerbemessen und den bedeutenden Grassi-Messen in Leipzig präsentiert wurde. Erst bei der Herbstausstellung 1932 wurden erstmals Lampen angeboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg orientierte sich Ruser &amp;amp; Kuntner an der modernen Sachlichkeit. Um 1960 entwarfen Josef Kuntner und Hans-Jörg Walter dann ihre charakteristischen Steh- und Tischleuchten mit den typischen runden Schirmen aus Textil, Kunststoff oder Glasfaser. Eine Kunststoffabdeckung sorgte dabei meist dafür, dass das Licht nach oben abgeblendet wurde. Die Konstruktion basierte auf dünnen, verchromten Metallstangen, sodass der Schirm schnell und einfach nach oben oder unten justiert werden konnte. Am Boden sorgte eine schwarze Abdeckplatte für die nötige Stabilität der Leuchten. 
 Diese durchdachte und elegante Lichtlösung fand viele Nachahmer und wurde von Knoll International aufgenommen und vertrieben. 1962 wurden die Leuchten von Ruser &amp;amp; Kuntner in dem Buch „Lampen und Leuchten – Ein internationaler Formenquerschnitt” von Gerhard Krohn vorgestellt. Im Rahmen unserer Ausstellung zeigen wir eine Tischleuchte von Ruser &amp;amp; Kuntner mit einer ganz besonderen Provenienz. Uns ist es nämlich gelungen, ein einzigartiges Konvolut dieser Leuchten aus dem Deutschen Bundestag in Bonn zu erhalten. Die zehn Leuchten wurden von uns restauriert und überprüft und können im Rahmen unserer Ausstellung erworben werden. So erhalten Sie ein einmaliges Stück&amp;nbsp;Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland als „Markanto Bundestag-Edition”. 
  Weitere Leuchten von Knoll International  
 Die Knoll-Pendelleuchte 291 mit ihrer charakteristischen Zugpendelfunktion ist in Auktionshäusern für Kunst und Design äußerst selten zu finden. Im Katalog wird sie in den Farben Schwarz und Weiß angeboten. Der Designer und Produzent sind bis heute unbekannt. Ebenso unbekannt ist die zylinderförmige Tischleuchte mit der Nummer 10 aus dem Knoll-Katalog, die auch als Wandleuchte fungieren kann. 
 Nach unserem Kenntnisstand wurden die Knoll-Leuchten bis in die 1970er Jahre angeboten. Heute werden in Europa keine Leuchten mehr von Knoll produziert oder vertrieben.&amp;nbsp; 
  Ausstellungsort:  Markanto Depot, Mainzer Straße 26, 50678 Köln-Südstadt 
  Öffnungszeiten im Rahmen der IDD Cologne:&amp;nbsp;  Samstag, 24. Oktober, 11.00 bis 19.00 Uhr Montag, 26. Oktober bis Freitag 30. Oktober 14.00 bis 19.00 Uhr Samstag, 31. Oktober, 11.00 bis 19.00 Uhr   Ausstellungseröffnung:  Freitag, 23. Oktober, 19.00 Uhr 
 Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 
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            <title type="text">Studiokeramik von Ingeborg Zenker und Gerburg Karthausen</title>
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                                            Auf dem Radschlägermarkt in Düsseldorf entdeckten wir diesen Sommer Studiokeramik des Studio ZK aus den 1970er Jahren. Dahinter verbergen sich die beiden Keramikkünstlerinnen Ingeborg Zenker und Gerburg Karthausen aus Solingen.
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                 Eine kleine Entdeckung waren für uns&amp;nbsp;diesen Sommer die ausgefallenen Keramiken des Studio ZK aus Solingen, von dem ein größeres Konvolut an Keramiken auf dem Radschlägermarkt in Düsseldorf angeboten wurden. Neben der Formgebung waren vor allem die ungewöhnlichen Glasuren der Keramiken einzigartig. Da uns das Studio ZK bisher unbekannt war, begannen wir eine Recherche. Dabei stellten wir schnell fest, dass unsere ehemalige Ansprechpartnerin für Design am MAKK Museum für Angewandte Kunst in Köln, Dr.&amp;nbsp;Gabrielle Lueg, mit den beiden Keramikkünstlerinnen&amp;nbsp;Ingeborg Zenker und Gerburg Karthausen befreundet war. Sie hatte bereits 1991 für eine Ausstellung in der Orangerie des Schlosses Benrath bei Düsseldorf einen umfangreichen Text erstellt, den wir hier zitieren dürfen: 
   ZK - zwei Temperamente mit Gemeinsamkeiten   
  Die beiden Keramikerinnen Ingeborg Zenker und Gerburg Karthausen, deren umfangreiches, in Jahrzehnten gewachsenes und gereiftes Werk hier in einer großen Ausstellung gewürdigt wird, haben, wie jeder guteKunsthandwerker, ihr Handwerk von der Pike auf gelernt.  
  Ingeborg Zenker, die ehemalige Waldorfschülerin mit von Kindheit an gefördertem, kreativem Spieltrieb, verbrachte ihre Lehrund Gesellenjahre 1942 bis 1952 bei dem Töpfer Richard Uhlemeyer in Hannover. Anschließend arbeitete sie in der Mülheimer Werkstatt von Sybille Karrenberg-Dresler, der Tochtes des berühmten Keramikers Paul Dresler. 1954 begann in derselben Werkstatt Gerburg Karthausen ihre Lehre. Die Gesellin Zenker wurde ihre Ausbilderin.  
  Gerburg Karthausen, die ursprünglich Musik studieren wollte, kam eher zufällig zur Töpferei, erkannte jedoch schnell, daß dieses Medium ihren Neigungen auf ideale Weise entsprach. Schon als Lehrling machte sie rasche Fortschritte und bewies von Anfang an große Begabung.  
  Begierig auf eine weiterführende Ausbildung, die - wie damals üblich - in der Werkstatt nicht geboten wurde, besuchten Zenker und Karthausen 1956 bis 1957 gemeinsam an der Krefelder Werkkunstschule ein Glasurseminar, genau zu jener Zeit also, die auf diesem Gebiet außerordentlich viele Neuentdeckungen brachte. Im Anschluß daran trat Ingeborg Zenker in die Firma Zippa-Klinker in Wermelskirchen ein, deren Keramische Werkstatt sie seit ihrer Meisterprüfung im Jahre 1960 verantwortlich leitete. Gerburg Karthausen absolvierte zunächst ein weiteres Gesellenjahr in der Firma Lenders am Niederrhein und wechselte schließlich 1958 ebenfalls nach Wermelskirchen.  
  Im Laufe der folgenden Jahre entstand der Wunsch nach einer gemeinsamen Werkstatt, um endlich - losgelöst von fremdbestimmten Zwängen und Einschränkungen - alle Energie in die. Entwicklung des jeweils individuellen Ausdruckstils lenken zu können. 1963 war es dann soweit, im alten Schleifkotten an der Wupper, unterhalb ihres jetzigen Hauses in Solingen-Wipperaue, wurde die Werkstatt ZK gegründet. Bereits zu Anfang dieser ersten zehn gemeinsamen Jahre gelang den beiden Künstlerinnen der Anschluß an die Elite der zeitgenössischen deutschen Keramikszene mit international anerkanntem Niveau. Ingeborg Zenker und Gerburg Karthausen wurden unter anderem mit dem angesehenen und bei Kunsthandwerkern begehrten Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Seit 1973 spielt sich das Leben und Wirken der beiden Künstlerinnen im eigenen Hause ab, wo sie jährlich zwei Ausstellungen vorbereiten, die großen, bang und freudig erwarteten Höhepunkte des Arbeitsjahres.  
   Zwei Künstlerinnen - zwei Charaktere:   
  Ingeborg Zenker ist die Impulsivere von beiden. Sie hat ständigneue Ideen und lebt permanent in dem Widerstreit, welche davon als erste realisiert werden soll. Hinzu kommt eine spontane Begeisterungsfähigkeit für überraschende Glasureffekte. Die meisten Gefäße und Vasenplastiken sind gedreht und anschließend durch Drücken, Einschneiden der Ränder und ähnliche Manipulationen verformt. Skulpturalere Objekte werden frei aufgebaut. Bei aller Vielgestaltigkeit ihres Oeuvres, gemeinsam ist den unterschiedlichen Formfindungen der Ausdruck von faszinierender Ruhe und Souveränität. Gerburg Karthausen ist vergleichsweise die ruhigere, methodischere Natur. Sie erarbeitet oft über lange Zeiträume hinweg einen bestimmten Gefäß- bzw. Dekorationstyp, wobei - wie in der Musik - das Thema so lange weitergetrieben und variiert wird, bis   Konzept und Form ideal übereinstimmen. Anders als Ingeborg Zenker, bevorzugt Gerburg Karthausen das spröde, überaus diffizil zu bearbeitende Porzellan. Ihre handgedrehten Porzellangefäße werden häufig durch rhythmisch gegliederte Staffelungen, Kerbungen und Einschnitte in ihrer Körperhaftigkeit betont.  
  Obwohl beide Töpferinnen denselben Steinzeugton verwenden,die gleiche Brenntemperatur von 1300 Grad fahren und selbstverständlich ein ständiger, reger Erfahrungsaustausch in Hinblick auf die technischen und künstlerischen Aspekte ihres Tuns das ebendige Miteinander fördern, entstand kein ZK-Stil. Ingeborg Zenker und Gerburg Karthausen fanden in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einer jeweils individuellen, unverwechselbaren Handschrift. Gemeinsam ist beiden Künstlerinnen ihre entschiedene Haltung in Hinsicht auf das Berufsethos, Kompromißlosigkeit und einaußerordentlich hohes Qualitätsbewußtsein.  
 Wir danken Frau&amp;nbsp;Dr. Gabrielle Lueg für Ihre Erlaubnis zur Veröffentlichung. 
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            <title type="text">543 Broadway-Kollektion von Gaetano Pesce: Geschichte einer Designikone </title>
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                                            Heute ist die neue Edition des Broadway Chair von Meritalia eingetroffen, die wir exklusiv in Deutschland erstmalig zur IDD Cologne ab dem 23. Oktober im Markanto Depot vorstellen.
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                 Neben unserer Ausstellung über Knoll International präsentieren wir zur IDD Cologne erstmalig die neue Edition des&amp;nbsp; 543 Broadway Chair von&amp;nbsp; Gaetano Pesce in Deutschland. Der Entwurf der künstlerischen Möbelserie stammt aus dem Jahr 1993 und zählt nach unserer Meinung zu den wichtigsten Designkonzepten der 1990er Jahre.&amp;nbsp;   
 Es gibt nicht viele Möbel, die nach einer Adresse benannt sind. Die 543 Broadway Kollektion von Gaetano Pesce trägt die Hausnummer seines Studios im New Yorker Stadtteil SoHo im Namen, und das ist mehr als eine biografische Notiz. Der Name verweist auf den Ort, an dem Pesce seine radikalsten Ideen zur industriellen Fertigung entwickelte, und auf die Stadt, die ihm ab 1980 neue Impulse gab. 1993 entstand dort ein Stuhl, der die Gewissheiten des seriellen Möbelbaus infrage stellte: farbiges Harz statt Holz, Federn statt starrer Beine und kein Exemplar wie das andere. Mehr als drei Jahrzehnte später bringt Meritalia die Kollektion nun als limitierte Edition in zwei Farben zurück, gefertigt in Zusammenarbeit mit Pesces eigener Werkstatt. 
 Um den Broadway Chair zu verstehen, lohnt ein Blick auf den Weg seines Entwerfers. Gaetano Pesce studierte Architektur in Venedig und wandte sich früh gegen den Rationalismus der Moderne mit seinem Ideal der perfekten, identisch reproduzierbaren Form. International bekannt wurde er 1969 mit der Serie Up und dem Sessel La Mamma, einem vakuumverpackten Schaumstoffmöbel, das sich beim Öffnen der Verpackung zu voller Größe aufblähte. Ab 1972 leitete er das experimentelle Label Bracciodiferro von Cassina und begann im selben Jahr, mit Kunstharz zu arbeiten. Eines der ersten Ergebnisse war der Golgotha Chair aus einem harzgetränkten und dadurch versteiften Tuch. Harz blieb fortan sein Material: Es ließ sich gießen, einfärben und erstarrte nie ganz gleich. Genau diese Unberechenbarkeit machte Pesce zum Programm. Nach seinem Umzug nach New York frühen 80er Jahren entstanden in dieser Phase unter anderem das Sofasystem Tramonto a New York und schließlich die Broadway-Serie. 
 Den Broadway Chair entwarf Pesce ursprünglich für den italienischen Hersteller Bernini. Ein schlankes Metallgestell trägt Sitz und Rückenlehne aus Epoxidharz, die Füße stehen auf großen Federn. Wer sich setzt, spürt ein leichtes Nachgeben nach vorn, hinten und zur Seite. Der Stuhl reagiert auf die Bewegungen des Körpers, statt ihn in eine feste Haltung zu zwingen, und darin steckt Pesces grundsätzliche Abneigung gegen alles Starre und Statische. Neben der vierbeinigen Grundform entstand die neunbeinige Variante, die mit ihrem dichten Wald aus federnden Stelzen an ein Insekt erinnert und bis heute zu den bekanntesten Stühlen seines Werks zählt. Das Harz wird in eine Form gespritzt, in der sich die Farben frei vermischen. Schlieren, Verläufe und Einschlüsse entstehen zufällig, und so leuchtet jeder Stuhl in einer eigenen, an Pop Art erinnernden Farbigkeit. Ein frühes Exemplar befindet sich heute in der Sammlung des Museum of Fine Arts Boston, und die Bernini-Originale der 1990er Jahre sind auf Auktionen und im Vintage-Handel begehrte Sammlerstücke. 
 Designhistorisch ist die 543 Broadway Kollektion eines der klarsten Beispiele für ein Konzept, das Pesce über Jahrzehnte verfolgte: die „Mass-Produced Originals“. Gemeint ist eine industrielle Serienfertigung, die dennoch Unikate hervorbringt, weil Material und Prozess bewusst offen bleiben. 2002 trieb er diese Idee mit der Möbelserie Nobody’s Perfect weiter, für die er die diversifizierte Serienfertigung entwickelte, bei der in der Produktion gezielt kleine Abweichungen entstehen. Mit dieser Haltung gehört Pesce zu den prägenden Figuren des italienischen Radical Design und der Postmoderne. Er wandte sich nicht von der Moderne ab, erweiterte sie aber um unperfekte, warme und emotionale Qualitäten. Die Designkritikerin Suzanne Slesin beschrieb seinen Ansatz einmal so, dass Design für Pesce eine Methode sei, den Zustand der Welt zu kommentieren. Seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des MoMA, des Victoria &amp;amp; Albert Museum und des Vitra Design Museums, das Centre Pompidou und die Mailänder Triennale widmeten ihm mehrere Einzelausstellungen. 
 Dass ausgerechnet  Meritalia  die Broadway-Kollektion neu auflegt, ist folgerichtig. Seit seiner Gründung 1987 verfolgt das Unternehmen die Idee, ein unkonventionelles Wohnvokabular des Pop-Modernismus zu schaffen. Es feiert Heterogenität statt Stabilität und versteht Alltagsobjekte als begehrenswerte Dinge zwischen Kunst und Design. Meritalia sieht sich als Inkubator vielfältiger Kreativität, als Spiegel einer Gesellschaft, die sich ständig selbst hinterfragt. Kein Entwerfer verkörpert diesen Anspruch so sehr wie Gaetano Pesce, der wichtigste Designer im Portfolio der Marke. Das organisch geformte Sofa La Michetta, der Sessel Senzafine und das Sofa Nubola sind Ausdruck dieser langen Zusammenarbeit. Daneben gehören Klassiker wie Mario Bellini und Achille und Pier Giacomo Castiglioni ebenso zur Kollektion wie Carlo Contin, Giulio Lacchetti und zeitgenössische Stimmen wie Misha Kahn und Faye Toogood. Heute bildet Meritalia gemeinsam mit Gufram und Memphis Milano die Italian Radical Design Group und präsentierte sich auf dem Salone del Mobile 2026 mit der gemeinsamen Installation „Radical Home“. Gaetano Pesce selbst starb 2024. Die Neuauflage entsteht daher in enger Zusammenarbeit mit seiner Werkstatt, die das besondere Know-how der Harzverarbeitung bewahrt. Nur so lassen sich die charakteristischen Farbverläufe authentisch reproduzieren, ohne die Idee des Unikats preiszugeben. 
 Die limitierte Edition umfasst vier Modelle in den Farben Orange und Blau. Der 543 Broadway Chair 4 mit vier federnden Beinen ist auf 99 Exemplare je Farbe limitiert, der 543 Broadway Chair 9 mit neun Beinen auf 66 Exemplare je Farbe. Neu in der Serie ist der 543 Broadway Stool, ein Hocker ohne Rückenlehne, der ebenfalls in 99 Exemplaren je Farbe aufgelegt wird. Der 543 Broadway Table verfügt über eine Tischplatte im Format 200 × 100 cm auf zwölf federnden Beinen und ist mit 33 Exemplaren je Farbe die kleinste Auflage der Edition. Durch das transparente Harz bleibt das filigrane Gestell sichtbar, und so wirkt der Tisch zugleich wie ein Möbel für den Alltag und wie eine Skulptur. Da sich die Farben bei jedem Guss neu mischen, ist auch innerhalb einer Farbe kein Stück wie das andere. Wer heute einen Broadway Chair erwirbt, besitzt also genau das, was Pesce 1993 im Sinn hatte: ein Serienprodukt, das ein Original ist. 
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            <title type="text">50 Jahre Magis: ein halbes Jahrhundert italienisches Design</title>
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                                            Seit 50 Jahren beweist Magis, dass Design ein bisschen mehr sein darf als gewöhnlich, und feiert das Jubiläum mit seinem Signature Piece in Gold – dem Maultier Ettore von Konstantin Grcic 
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                 2026 feiert der italienische Möbelhersteller  Magis  sein 50jähriges Bestehen. Am 4. August 1976 gründete Eugenio Perazza das Unternehmen in Motta di Livenza, einer damals noch landwirtschaftlich geprägten Kleinstadt in Venetien. Der Name war von Anfang an Programm: „Magis“ ist Lateinisch und bedeutet „mehr“. Passend zum Jubiläum legt Magis sein&amp;nbsp;Talisman, das Maultier Ettore von Konstantin Grcic, erstmals einer vergoldeten Version auf. 
 Das MAultier&amp;nbsp;begleitet Magis seit Jahrzehnten. Eugenio Perazza sah in dem Tier, was er sich für sein Unternehmen wünschte: Es ist bescheiden, gibt nie auf, scheut keine steilen Wege und ist neugierig auf neue Pfade. Zum 40jährigen Bestehen 2016 bat er Konstantin Grcic, dem Symbol eine Form zu geben. So entstand Ettore, benannt nach dem homerischen Helden Hektor: ein Maultier aus massivem Gusseisen, rund 25 Zentimeter lang und 18 Zentimeter hoch, auf wenige klare Linien reduziert. Ettore ist Türstopper, Buchstütze und Skulptur zugleich. 
 Konstantin Grcic über seinen Entwurf:  „Ettore steht da, wie er es immer getan hat: unbeweglich, geduldig, ohne Ansprüche. Erst jetzt wird es klar, dass das zählt, was Schritt für Schritt aufgebaut wurde. Nach fünfzig Jahren schreitet Magis weiter voran: unermüdlich und still stolz.”  
 Die neue Jubiläumsedition verwandelt das dunkle, schwere Gusseisen in etwas Festliches. Die 24 Karat vergoldete Oberfläche fängt das Licht ein und lässt die facettierten Flächen der Figur stärker hervortreten. Um den Hals trägt Ettore eine (abnehmbare) Kokarde, angelehnt an die Rosetten, mit denen in der Reittradition ausgezeichnete Tiere geehrt werden. Sie ist ein leiser Orden für fünfzig Jahre Beharrlichkeit. Auf der Design Week Milano im April 2026 stand der goldene Ettore im Mittelpunkt der Jubiläumsinstallation „Rooted in the Future“, in der Magis seine Ikonen aus fünf Jahrzehnten gleichberechtigt neben den Neuheiten präsentierte 
 Dass ausgerechnet ein Esel zum Firmensymbol wurde, passt zu Eugenio Perazza&amp;nbsp;eigenem Weg. Er begann mit 15 Jahren zu arbeiten und war in der Exportabteilung eines italinischen Haushaltswarenherstellers tätig, als er den Designer Richard Sapper für eine Zusammenarbeit gewinnen wollte. Doch sein Chef lehnte ab, Perazza kündigte und machte sich mit 36 Jahren selbstständig. Die ersten Magis-Produkte waren bewusst alltäglich: ein Klapptisch, eine Trittleiter, ein Bügelbrett.&amp;nbsp;Der Durchbruch für Magis kam 1994 mit Bottle, einem stapelbaren Flaschenregal von Jasper Morrison. Es folgten Entwürfe, die Magis international bekannt machten, etwa der Barhocker Bombo von Stefano Giovannoni der Air Stuhl von Jasper Morrison, später dann Arbeiten von Philippe Starck, Ronan und Erwan Bouroullec oder Thomas Heatherwick. Seit 2016 führt Alberto Perazza das Familienunternehmen, produziert wird bis heute in Italien. 
 Was Magis von anderen Herstellern unterscheidet, ist das Interesse an technischen Experimenten. Kaum ein Entwurf zeigt das so deutlich wie der Chair_One von Konstantin Grcic. Statt auf Kunststoff setzten Perazza und Grcic Anfang der 2000er Jahre auf Aluminiumdruckguss, ein Verfahren, das bis dahin vor allem für Stuhlbeine genutzt wurde. Nach vier Jahren Entwicklung entstand 2004 eine Sitzschale, die wie ein Fußball aus flachen, schräg zueinander gesetzten Flächen aufgebaut ist. Die offenen Zwischenräume prägen ihren Charakter: Der Stuhl wirkt weniger wie ein massives Möbel als wie eine Struktur, die in den Raum gezeichnet wurde. Anfangs als Experiment belächelt, ist er heute ein Designklassiker. Es gibt ihn stapelbar auf vier Beinen, drehbar oder auf einem Betonsockel, der ihm auch auf der Dachterrasse sicheren Stand gibt. 
 Im selben Jahr zeigte Magis, dass guter Entwurf keine Frage des Alters ist. Auf Perazzas Initiative entstand 2004 die Kinderkollektion Me Too, die Kindern eigene Formen statt verkleinerter Erwachsenenmöbel bieten soll. Einer der ersten Entwürfe ist die Seggiolina Pop von Enzo Mari: ein Stuhl, wie ihn ein Kind malen würde, aus geschäumtem Polypropylen, so leicht, dass Kinder ihn selbst tragen können, und ganz ohne scharfe Kanten. Zur Ikone der Kollektion wurde jedoch der Puppy von Eero Aarnio. Der finnische Designer, berühmt für seinen Ball Chair, entwarf einen Hund aus wenigen runden Formen, inspiriert davon, wie Kinder Hunde zeichnen. Ob Hocker, Spielzeug oder Skulptur, entscheidet, wer ihn benutzt. Aus wetterfestem Polyethylen gefertigt und in mehreren Größen bis zum XL-Format erhältlich, steht Puppy längst nicht mehr nur im Kinderzimmer, sondern auch auf Terrassen und in Museen, etwa im Kestner&amp;nbsp;Museum in Hannover. 
 Dieser Weg wurde vielfach belohnt. Sechsmal erhielt Magis mittlerweile den Compasso d’Oro, Italiens wichtigsten Designpreis. Die erste Auszeichnung ging an Aarnios Kinderstuhl Trioli, 2020 wurde Eugenio Perazza selbst für sein Lebenswerk geehrt. Entwürfe von Magis gehören zu den Sammlungen von mehr als 35 Museen, darunter das MoMA in New York, das Victoria &amp;amp; Albert Museum in London und das Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Auch direkt vor unserer Haustür ist Magis vertreten: Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) nahm 2022 den Bell Chair von Konstantin Grcic in seine Sammlung auf. Der Erfolg hat allerdings eine Kehrseite: Kaum ein Hersteller wurde so oft kopiert. Originale erkennen Sie am eingeprägten Magis-Logo. 
 Als Fachhändler für Designklassiker seit 1999 führen wir bei Markanto alle Produkte von Magis, vom Chair_One über den Puppy bis zu Ettore. In unserem Showroom in Köln beraten wir Sie gern persönlich und zeigen Ihnen, woran Sie ein Original erkennen. 
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            <title type="text">Cubes von Anne Rose Regenboog</title>
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                                            Konkrete Kunst: Ab Morgen zeigen wir im Markanto Depot eine Installation der niederländischen Künstlerin Anne Rose Regenboog. Ihre Cubes sind filigrane Kunstwerke, die durch die Dimensionaliät auf den Betrachter eine einzigartige Wirkung erzeugen. Gezeigt wird die Installation...
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                 Entdeckt haben wir die Arbeiten&amp;nbsp;der niederländischen Künstlerin Anne Rose Regenboog im Frühjahr während der großen Kunstmesse Art Capital im Grand Palais in Paris. Ihre geometrischen Cubes sind dreidimensionale Objekte aus Stahldraht, die mit Geometrie, Licht und Bewegung spielen. Die Würfel können wahlweise als Solitär oder als Gruppe installiert werden, dabei ist jeder Cube ein einzigartiges Objekt. 
 Wir freuen uns, die Künstlerin aus Den Haag für eine Ausstellung im Markanto Depot gewonnen zu haben. Die&amp;nbsp;großflächige Installation ihrer Cubes erfolgte diese Woche und werden von uns zur IDD Cologne und Art Cologne im Markanto Depot präsentiert. 
 Nach ihrem Studium an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam beschäftigt sich die 1958 geborene Künstlerin Anne Rose Regenboog mit Form, Raum und konzeptuellen Grenzen. Ihre Arbeiten werden seit 1991 international ausgestellt und befinden sich in Privatsammlungen in ganz Europa, den USA und Japan. 
  Markanto Depot, Mainzer Straße 26, 50678 Köln  Jeden Samstag von 11.00 bis 16.00 Uhr und nach Vereinbarung 
  Abweichende Öffnungszeiten zur IDD 2026 und Art Cologne  
 Eröffnung: Freitag, 23. Oktober 2026, ab 19.00 Uhr 
 Wir freuen uns auf Ihren Besuch,&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2026-10-09T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Ausstellung: Knoll. Ikonen der Moderne</title>
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                                            Zu der IDD Cologne 2026 zeigen wir im Markanto Depot gemeinsam eine Ausstellung über Knoll International. Neben einer umfangreichen Auswahl aus der aktuellen Kollektion präsentieren wir einzigartige museale Vintage-Objekte von Knoll. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 
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                 Kaum eine andere Marke steht so für internationales Design und zeitlose Eleganz wie  Knoll International . Die Entwürfe von Harry Bertoia, Marcel Breuer, Florence Knoll, Warren Platner, Ludwig Mies van der Rohe oder Eero Saarinen finden sich nicht nur in Museen weltweit, sondern begeistern als zeitlose Entwürfe im privaten Wohnbereich genauso wie in repräsentativen Büros. Zusammen mit Knoll zeigt Markanto zur IDD Cologne eine Auswahl aus der aktuellen Kollektion, verbunden mit einzigartigen musealen Vintage-Objekten.&amp;nbsp; 
 Gegründet wurde Knoll im Jahr 1938 von Hans Knoll in New York als H. G. Knoll (ab 1947 dann Knoll Associates). Hans Knoll war der Sohn des Möbelherstellers Walter Knoll und wanderte in den 1930er Jahren wohl wegen der politischen Entwicklungen in Deutschland in die Vereinigten Staaten aus. Für die ersten Kollektionen seines jungen Unternehmens konnte er den dänischen Designer Jens Risom und den amerikanischen Architekten Ralph Rapson gewinnen. 
 &amp;nbsp;Anfang der 1940er Jahre lernte Hans Knoll die Innenarchitektin Florence Schust kennen, die sehr eng mit der Kunsthochschule Cranbrook Academy of Art verbunden war. Denn der Direktor der Schule Eliel Saarinen und seine Frau Loja bemerkten das Talent der jungen Florence Schust und nahmen sie unter ihre Fittiche. So reiste Florence Schust mit den Saarinens mehrfach nach Finnland, der Architekt und spätere Knoll Designer Eero Saarinen (der Sohn von Eliel Saarinen) wurde so quasi ihr Halbbruder. Über die Saarinen-Familie lernte sie auch die Architekturgrößen der Zeit wie Frank Lloyd Wright, Le Corbusier oder Alvar Aalto kennen. Florence Schust studierte dann am Illinois Institute of Technology in Chicago, wo sie Ludwig Mies van der Rohe kennenlernte, der zu einem wichtigen Mentor und später auch ein prägender Knoll-Designer werden sollte. Von Mies, so fasste sie es zusammen, habe sie „mehr gelernt als von jedem anderen und das in weniger Worten“. 
 Nach dem Studium arbeitete Florence Schust dann zuerst im Architekturbüro von Marcel Breuer und Walter Gropius in New York, ab 1943 in der Firma von Hans Knoll. 1944 fand die Hochzeit zwischen den Beiden statt, aus Florence Schust wurde nun Florence Knoll. Während Hans Knoll die Firma unternehmerisch führte, übernahm Florence Knoll die Leitung der sogenannten Planning Unit, dem Herzen von Knoll. Hans und Florence Knoll setzten nun Maßstäbe in der Zusammenarbeit mit Architekten und Designern, mit denen sie meist freundschaftlich eng verbunden waren. 
   
  Florence Knoll auf dem Cover der Zeitschrift DER SPIEGEL, 13. April 1960  
 Durch die Entwürfe von Entwerfern wie Franco Albini, Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe, Harry Bertoia, Eero Saarinen, Isamu Noguchi, George Nakashima, Richard Schultz oder Alexander Girard und Florence Knolls Planungen im Functional Style erhielt Knoll schnell einen großen Bekanntheitsgrad und zahlreiche internationale Auszeichnungen weltweit. So finden sich alleine über 40 verschiedene Designklassiker von Knoll in der Sammlung des MoMa Museum of Modern Art in New York. 
 Florence Knoll führte die Geschicke von Knoll und den Niederlassungen Knoll International nach dem Tod von Hans Knoll nach einem Autounfall in Kuba im Jahr 1955 bis Mitte der 1960er Jahre fort. 1958 heiratetesie einen ihrer Kunden, Harry Hood Bassett, den Vizepräsidenten von General Motors. 2002 erhielt Florence Knoll-Bassett, wie sie seit der Heirat hieß, die National Medal of Arts für ihren Beitrag zum internationalen Möbeldesign des 20. Jahrhunderts. Dies ist die bedeutendste Auszeichnung, die der amerikanische Kongress an Künstler und Förderer der Künste verleiht. 
  Knoll International in Deutschland  
 1951 gründete Knoll Associates die ersten Auslandsniederlassungen in Deutschland und in Frankreich – Knoll International. Als Standort für Knoll International Deutschland wurde dabei zuerst Stuttgart gewählt, später ging die Firma um 1960 nach Murr (Landkreis Ludwigsburg bei Stuttgart). 
 Nach dem Tod von Hans Knoll im Jahr 1955 übernahm Florence Knoll – wie schon erwähnt - weltweit die Geschicke der Firma. Für die Auslandsniederlassungen in Mitteleuropa war dabei der gebürtige Deutsche Toby E. Rodes mitverantwortlich. Von 1955 bis 1966 war Toby E. Rodes Teil der Geschäftsleitung von Knoll International, unter seiner Führung wurde Knoll International zu einem der wichtigsten deutschen Unternehmen der Möbelbranche der 1950er und 60er Jahre im Bereich Design- und Büromöbel. Höhepunkt war dabei eine umfangreiche Titelgeschichte über Florence Knoll im Spiegel vom 13.04.1960. Auch die Fertigung erfolgte zum Teil in Deutschland sowie ab 1968 im Knoll Werk in Foligno in Italien, welches man durch die Übernahme von Gavina erworben hatte. Zusätzlich begann Knoll mit deutschen Designern eigene Kollektionen zu planen, wie dem Architekten des Kanzlerbungalows Sep Ruf oder dem Designer Otto Zapf. Ergänzt wurden diese Möbelkollektionen in den 1960er Jahren durch Textilkollektionen von Wolfgang Bauer (die wiederum dann auch in den USA angeboten wurden), durch Knoll Lichtlösungen und durch die Knoll International Teppichkollektion von Sigrid Wylach in den 1970er Jahren. Denn Knoll wollte damals den Kunden ein komplettes Inneneinrichtungskonzept anbieten. 
 Während der Ausstellung zu der IDD Cologne 2026 zeigt Markanto neben zahlreichen Klassikern aus der aktuellen Knoll-Kollektion auch ausgewählte museale Objekte wie Prototypen, Knoll-Möbel aus dem Bundestag in Bonn oder von der Weltausstellung 1958 in Brüssel. Ergänzt wird diese Präsentation durch typografische Arbeiten von Herbert Matter und Massimo Vignelli. 
  Ausstellungsort:&amp;nbsp; Markanto Depot, Mainzer Straße 26, 50678 Köln-Südstadt 
  Öffnungszeiten im Rahmen der IDD Cologne:&amp;nbsp;  Samstag, 24. Oktober, 11.00 bis 19.00 Uhr Montag, 26. Oktober bis Freitag 30. Oktober 14.00 bis 19.00 Uhr Samstag, 31. Oktober, 11.00 bis 19.00 Uhr   Ausstellungseröffnung:  Freitag,&amp;nbsp;23. Oktober, 19.00 Uhr 
 Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 
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  Schreibtischablage von Florence Knoll, mit einer Einladung von Herbert Matter für die Eröffung des Knoll-Showrooms in Detroit am 28. September 1964 (Archiv Herbert Matter, New York)  
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                            <updated>2026-10-06T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Vitra Aktion 2026: Der passende Ottoman als Geschenk</title>
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                                            Bis Ende Januar 2027 erhalten Sie beim Kauf eines Grand Repos, Repos oder Grand Relax von Vitra den passenden Ottoman kostenlos dazu. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung oder Anfrage.
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                 Bis zum 31. Januar 2027 erhalten Sie bei Erwerb eines Grand Repos, Repos oder Grand Relax von Vitra den passenden Ottoman kostenlos dazu. Damit wird aus den komfortabeln Loungesesseln ein vollständiger Ort zum Ankommen, Zurücklehnen und Füßehochlegen. 
  Antonio Citterio und die Kunst des bequemen Sitzens  
 Der Mailänder Architekt und Designer Antonio Citterio&amp;nbsp;arbeitet seit 1988 mit  Vitra  zusammen. Bekannt wurde die Partnerschaft zunächst durch Bürostühle und Bürosysteme, doch mit den Jahren hat Citterio auch die Vitra Home Collection geprägt - mit Entwürfen, die weniger auf den großen Auftritt setzen als auf das, was man erst beim Hinsetzen bemerkt. Der Grand Repos&amp;nbsp; aus dem Jahr 2011 und derGrand Relax aus dem Jahr 2013 sind vielleicht die schönsten Belege dafür, dass Komfort eine Designdisziplin für sich ist. 
  Grand Repos: der moderne Ohrensessel  
 Beim Grand Repos greift r Antonio Citterio&amp;nbsp;die Idee des klassischen Ohrensessels auf und übersetzt sie in eine zeitgemäße Form. Großzügige Polster, einladende Armlehnen und eine hohe Rückenlehne umfangen den Körper, während unter der Polsterung eine Synchronmechanik verborgen liegt. Sie begleitet jede Bewegung vom aufrechten Sitzen bis in die Ruheposition, lässt sich in jeder Neigung arretieren und im Widerstand an das eigene Körpergewicht anpassen.&amp;nbsp;Bemerkenswert ist auch das, was man nicht sieht: Die Bezüge aus Stoff oder Leder sind abziehbar, die Polster bestehen aus V-Foam, einem von Vitra gemeinsam mit BASF entwickelten Polyurethanschaum. Grand Repos und Ottoman sind zudem in zwei Sitzhöhen erhältlich – ein Detail, das im Alltag mehr ausmacht, als man vermutet. 
  Grand Relax: kompakter Luxus  
 Der Grand Relax ist der etwas zurückhaltendere Bruder: kompakter in den Abmessungen, klassisch-reduziert im Ausdruck, dabei nicht weniger bequem. Sitz und Rücken bewegen sich synchron, über einen Drehknopf wird der Widerstand eingestellt, die Rückenlehne lässt sich in jeder Position feststellen. Das elegante Vierstern-Untergestell aus Aluminium ist um 360 Grad drehbar. 
 Antonio Citterio&amp;nbsp;wollte, dass die Polster einen „bewohnten&quot; Eindruck machen. Deshalb sind sie bewusst weich gewählt, sodass jeder Sessel mit der Zeit seinen eigenen, entspannten Charakter bekommt. Besonders in Leder entwickelt der Grand Relax eine schöne Patina mit sichtbaren Falten – ein Loungesessel, der mit seinem Besitzer altert. 
  So funktioniert die Vitra-Aktion  
 Bis Ende Januar 2027 erhalten Sie beim Kauf eines Grand Relax oder Grand Repos den passenden Ottoman kostenlos dazu. Der Hocker wird standardmäßig in derselben Ausführung wie Ihr Sessel geliefert. Wünschen Sie eine andere Stoffauswahl, senden Sie uns einfach eine E-Mail mit der gewünschten Auswahl. 
 Als Fachhändler für Designklassiker seit 1999 beraten wir Sie gern persönlich, ob online oder in unserem Showroom in Köln, wo Sie den Grand Repos oder den neuen Bascule von Vitra auch probesitzen können. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung. 
  Abbildung Grand Repos: KI generiert  
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                            <updated>2026-10-01T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Marke des Monats: Bitossi - Keramik aus der Toskana</title>
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                                            Bis zum 31. Oktober 2026 erhalten Sie 20% Rabatt auf alle Bitossi-Keramiken bei Markanto. Entdecken Sie die zeitlosen Entwürfe aus der Manufaktur von Künstlern wie Aldo Londi, Ettore Sottsass, Nathalie Du Pasquier, Formafantasma, Martino Gamper oder Bethan Laura Wood.
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                 Wer von Florenz aus dem Arno nach Westen folgt, erreicht nach gut 20 Kilometern den Ort Montelupo. Seit der Renaissance wird hier Keramik gebrannt, glasiert und bemalt. Die Majolika aus Montelupo stand schon im 15. und 16. Jahrhundert auf den Tafeln der Medici und wurden in halb Europa gehandelt. Aus dieser Tradition stammt eine der bemerkenswertesten Keramikmanufakturen des 20. Jahrhunderts: Bitossi Ceramiche. 
  Eine Familie, ein Ort, ein Material  
 Guido Bitossi gründete die Manufaktur  Bitossi  im Jahr 1921. Sie steht jedoch auf einem viel älteren Fundament, denn die Familie ist seit Generationen mit dem Töpferhandwerk der Region verbunden. Bitossi wurde nie zu einem industriellen Großbetrieb. Das Unternehmen blieb eine Werkstatt, in der gedreht, gegossen, von Hand glasiert und im Ofen experimentiert wird. Genau diese Nähe zum Handwerk erklärt, warum sich über die Jahrzehnte so viele Gestalter nach Montelupo aufgemacht haben. 
 Prägend für Bitossi war die Zusammenarbeit mit Aldo Londi, der nach 1946 die künstlerische Leitung der Manufaktur übernahm. Unter ihm wand sich Bitossi der Moderne zu. Das bekannteste Beispiel ist die Keramik-Serie Rimini Blu aus den 1950er Jahren mit der leuchtenden kobaltblauen Glasur. Sie wurden zu einem Sinnbild italienischer Keramik der Zeit und war ein sehr beliebtes Souvenir&amp;nbsp;aus dem Italien-Urlaub. In den USA wurden die Keramiken im großen Stil von Raymour importiert, es. gab sogar eine Koopaertion mit Howard Miller, der Schwesterfirma von HermanMiller. Viele der Objekte aus dem umfangreichen Archiv hat Bitossi inzwischen neu aufgelegt. 
  Sottsass, Memphis und die Lust am Experiment  
 Ende der 1950er Jahre begann in Montelupo eine Zusammenarbeit, die die Designgeschichte beeinflussen sollte. Ettore Sottsass, der eng mit Aldo Londi befreundet war, entwickelte bei Bitossi einige seiner frühesten Keramiken. Er nutzte Dekor, Glasur und Form als eigene Sprache. Hier zeigt sich schon die Haltung, die Jahrzehnte später bei Alchimera und Memphis sichtbar wurde. Die damals entstandenen Keramiken waren ihrer Zeit so weit voraus, dass sie heute wie Designobjekte aus den 1980er Jahren wirken. Bitossi war dabei nicht bloß Hersteller. Die Manufaktur arbeitete mit, prüfte, was ein Ofen leisten kann, und verschob gemeinsam mit den Gestaltern die Grenzen des Materials. 
  Zeitgenössische Handschriften  
 Diese Offenheit prägt Bitossi bis heute. Die aktuellen Kollektionen versammeln internationale Designer, die das keramische Handwerk der Toskana jeweils anders lesen.&amp;nbsp;Martino Gamper verbindet in seinen Dittico-Vasen zwei Hälften zu einem Objekt. Form und Glasur treffen sich an einer sichtbaren Naht, und das Gefäß wirkt wie ein Dialog zweier Stimmen. Der Pariser Architekt Bernard Dubois hat mit Kasu für PIN-UP HOME eine Vasenfamilie entworfen, die klare Volumina mit einer fast skulpturalen Präsenz verbindet. Beide Serien zeigen, was Bitossi auszeichnet: Das zeitgenössische Design verdrängt das Handwerk nicht, sondern bringt es neu zum Klingen. 
 Ein Objekt von Bitossi ist nie vollkommen gleichförmig. Die Glasur verläuft leicht unterschiedlich, die Farbtiefe verändert sich mit dem Brand, und jede Kante trägt die Spur der Hand. Das ist kein Makel, sondern das Wesen dieser Stücke. Man stellt sie nicht nur auf, man lebt mit ihnen. Auf einem Sideboard, einem Esstisch oder einer Fensterbank verändern sie mit dem Licht des Tages ihren Charakter. 
  Bitosso bei Markanto im Oktober: 20% Rabatt  
 Als Marke des Monats Oktober erhalten Sie bei Markanto bis zum 31. Oktober rund 20% Rabatt auf alle Bitossi-Keramiken. Zahlreiche Keramiken haben wir auch vorrätig, diese können Sie in unserem Kölner Showroom gerne begutachten. 
 Markanto führt seit 1999 Designklassiker und zeitgenössisches Design ausgewählter Hersteller – online und in unserem Showroom in Köln. 
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                            <updated>2026-09-29T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Eine Schlafzimmereinrichtung von Finn Juhl </title>
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                                            Zur diesjährigen Design Week in Paris stellte House of Finn Juhl eine Schlafzimmereinrichtung von Finn Juhl vor. Diese extravaganten Möbel entwarf der dänische Designer im Jahr 1961.
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                 Anlässlich der Paris Design Week präsentiert House of Finn Juhl eine besondere Neuheit: eine Schlafzimmereinrichtung, die Finn Juhl seiner Partnerin Hanne Wilhelm Hansen gewidmet hat. Diese farbenfrohe und extravagante Möbelserie, bestehend aus einem Bett, zwei Loungesesseln, einem kleinen Tisch und dem Handschuhschrank, kam ursprünglich 1961 auf den Markt und zählt zu den persönlichsten und unkonventionellsten Projekten in Finn Juhls Karriere. 
 Gezeigt wurde die Einrichtung erstmalig 1961&amp;nbsp; auf der Ausstellung der dänischen Tischlerinnung in Kopenhagen. Außer dem Bett waren alle Möbel mit&amp;nbsp;Rädern und Beschlägen aus&amp;nbsp;brüniertem Stahl und Rollen aus unbehandeltem Messing. ausgestattet, um so modular einsetzbar zu sein. D ie Resonanz auf die Ausstellung im Jahr 1961 fiel gemischt aus. Kritiker hatten Schwierigkeiten, die Möbel einzuordnen, und die Reaktionen reichten von Faszination bis Ablehnung. Ein Kritiker beschrieb das Schlafzimmer als eine festliche Symphonie der Farben und merkte an, dass Finn Juhl „ seinen eigenen Weg gegangen sei“ , während ein Architekt, der zuvor Begeisterung für Finn Juhl geäußert hatte, die Möbelserie als „ duftend “ bezeichnete.&amp;nbsp; 
 Der Television Sessel erhielt nicht nur zahlreiche Rezensionen, sondern inspirierte auch einen Comicstrip in einer dänischen Zeitung. Der kleine Television Table, der den Sessel ergänzt, führt die schlichte, grafische Ästhetik fort. Seine abgeschrägten Kanten, die auch beim „Cocktail Table“ zu finden sind, öffnen sich elegant zu den Seiten hin, während seine auffallend geringe Höhe deutlich auf japanische Ästhetik verweist. Wie der „Glove Cabinet“ sind auch der „Television Chair“ und der „Television Table“ aus Kirschholz gefertigt, mit Rahmen aus brüniertem Stahl und Rollen aus unbehandeltem Messing. 
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                            <updated>2026-09-28T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Die Super-Ellipse von Fritz Hansen zu Super-Konditionen</title>
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                                            Kaum eine Tischform hat sich so leise und so dauerhaft in skandinavische Wohn- und Esszimmer eingeschrieben wie der Super-Ellipse von Fritz Hansen. Seit 1968 begleitet sie Familienessen, Meetings und lange Abende, ohne dabei an Aktualität zu verlieren – und in diesem Herbst ze...
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                <![CDATA[
                 Ihren Ursprung hat der&amp;nbsp;Super-Ellipse Tisch nicht am Zeichenbrett eines Möbeldesigners, sondern in einem Verkehrsproblem: Der dänische Mathematiker, Erfinder und Dichter Piet Hein wurde gebeten, eine Form für den Sergels Torg in Stockholm zu finden, die zwischen Kreis und Rechteck vermittelt – harmonisch, aber ohne Ecken, an denen sich der Verkehr staut. Aus dieser mathematischen Lösung entstand eine Form, die sich als Tischplatte als ebenso klug erwies. 1968 entwickelte Piet Hein gemeinsam mit den Designern Bruno Mathsson und Arne Jacobsen daraus für Fritz Hansen den Superellipse Tisch. Während Piet Hein die Plattenform beisteuerte, zeichneten Mathsson und Jacobsen für das grazile Gestell aus verchromtem, abnehmbarem Spannbeinen verantwortlich. 
 Das Ergebnis ist bis heute ein &quot;demokratischer&quot; Tisch: Die geschlossene, endlose Kurve der Platte schafft gleichwertige Plätze rundum, ganz ohne Kopfende. Genau diese Eigenschaft hat die Superellipse Tische zu einem festen Bestandteil des skandinavischen Design-Kanons gemacht (und natürlich die praktischen, schnell abnehmbaren Spannbeine) und ihr über Jahrzehnte hinweg Relevanz in privaten Esszimmern ebenso wie in Konferenzräumen gesichert. 
 Neue Farben und Ausführungen zum Herbst 2026 
 Zur Herbstkollektion 2026 erweitert Fritz Hansen die&amp;nbsp;Super-Ellipse Tische um neue warme Laminatfarben. Diese Farben&amp;nbsp; sind in allen Standardvarianten der Tische erhältlich, sodass sich der Tisch weiterhin passgenau in unterschiedlichste Wohnkonzepte einfügen lässt.&amp;nbsp;Die Tischkollektion ist in zahlreichen Größen erhältlich, vom kompakten kleinen Tisch bis zur großen Tafel für gesellige Runden. Eine Auswahl der Tischmodelle von Fritz Hansen finden Sie hier: 
 
 
  Modell  Maße (B x L)  Sitzhöhe  
 
 
 
 B611 
 90 x 135 cm 
 70 oder 72 cm 
 
 
 B612 
 100 x 150 cm 
 70 oder 72 cm 
 
 
 B613 
 120 x 180 cm 
 70 oder 72 cm 
 
 
 B614 
 120 x 240 cm 
 70 oder 72 cm 
 
 
 B617 
 130 x 300 cm 
 70 oder 72 cm 
 
 
 B619 / B620 
 100–120 x 170–300 cm, ausziehbar 
 70 oder 72 cm 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Die beiden großen Superellipse Tiische B619 und B620 sind ausziehbar und eröffnen zusätzliche Flexibilität für Haushalte, die zwischen kompaktem Alltagstisch und großer Tafel für Gäste wechseln möchten. 
 Die Fritz Hansen Superellipse Kampagne bei Markanto 
 Passend zum Launch der neuen Farben bietet Fritz ahnsen bis zum 28. Februar 2027 eine Promotion-Kampagne mit attraktiven Preisen: Die Tische sind in diesem Zeitraum um ca. 20% unter der regulären Preisliste erhältlich – je nach Größe und Ausführung beginnend bei rund 1.759 € für den&amp;nbsp;Superellipse&amp;nbsp; Tisch Modell B611. Wer sich für einen der Tische interessiert, sollte angesichts einer Lieferzeit von rund acht Wochen nicht zu lange warten. 
 Ob als eleganter Esstisch für vier Personen oder als große, ausziehbare Tafel für den Konferenzraum: Die Superellipse ist&amp;nbsp; ein Beweis dafür, dass gute Formgebung selten altert. Bei Markanto, Fachhändler für Designklassiker seit 1999, beraten wir Sie gerne zu Größe, Farbe und Gestellvariante und begleiten Sie von der Auswahl bis zur Lieferung Ihres neuen Superellipse Tisches. 
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                            <updated>2026-09-11T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Das Zebra-Dekor von Artek: die Richtigstellung einer Designlegende</title>
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                                            Kaum ein Textildesign ist mit Artek und Alvar und Aino Aalto so eng verbunden wie das Zebra-Dekor, dass seit den 1930er Jahren immer wieder als Eyecatcher auf den Artek Möbeln wie dem Hocker 60 oder dem Sessel 400 „Tank Chair&quot; verwendet wurde. Lange Jahre wurde der Entwurf Ain...
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                <![CDATA[
                 Erstmalig wurde der Zebra-Textilstoff von den Aaltos Anfang der 1930er Jahre in der Schweiz verwendet. Hintergrund war damals, dass die Firma Wohnbedarf AG, Arteks Fachhändler für die Schweiz, den Stoff für die Möblierung des Corso Theaters in Zürich verwendete. Dort wurde der opulente Barbereich komplett von den Aaltos eingerichtet, als Stoffe wurde der Zebra-Stoff und ein Textilstoff der Bauhaus-Textilkünstlerin Otti Berger verwendet. Bereits in der Inventurliste 1933 findet sich bei Wohnbedarf ein Zebrastoff, auch verwendete die Schweizer Firma Embru im gleichen Jahr ebenso einen Zebra-Stoff für die Präsentation eines Lounge Chair aus Aluminium von Marcel Breuer in Paris. 
 Aber bereits Ende der 1920er Jahre verwendete der französische Art déco Designer Michel Dufet für seine Inneneinrichtungen einen Stoff mit einem Zebra-Dekor, wie uns später bei unserem Recherchen auch das Musée des Arts décoratifs im Louvre in Paris bestätigte. Denn dort findet sich das früheste Möbel - ein Sessel mit einem Polsterung mit einem Zebra-Stoff. Denn im französischen&amp;nbsp;Art déco wurden gerne exotische Dekore und Materialien wie Rochenhaut oder Tierfelle verwendet, selbst Le Corbusier und Charlotte Periand präsentierten die LC4 Liegen bei einer Ausstellung in Düsseldorf in den 1930er Jahren mit Leopardenfell. 
 Der exotischen Zebra-Stoff traf jedenfalls den Geschmack der Aaltos, die ihn dann immer wieder gerne für Polsterungen verwendeten (das erste Foto zeigt den Zebra-Stoff im ersten Artek Store 1936 in Helsinki). Vermutlich entdeckte Aino Aalto den Stoff erstmalig 1935 bei Styleclair, Arteks Fachhändler für Frankreich, in Paris, wo sie während einer Europareise anschließend später in Zürich auch wohl Otti Berger traf. Jedenfalls kam es hier auch zu einer Zusammenarbeit, Otti Berger Stoffe wurden auch in Finnland verwendet. 
 Im Laufe der Zeit wurde der Entwurf des Zebra-Stoffes dann lange Jahre Aino Aalto zugeordnet. Erst in den 2010er Jahren war klar, dass sie den Stoff während ihrer Europareisen nur entdeckt hatte. 2024 veröffentlichte dann ein norwegischer Wissenschaftler die These, das Zebra-Dekor stamme von der Bauhaus-Entwerferin Otti Berger. Sven Vorderstrase, Inhaber von Markanto, widersprach dieser Einordnung damals: Stoffe mit Tiermotiven dieser Art passten seiner Einschätzung nach eher in die Formensprache des französischen Art déco als in Bergers streng funktionalistisches, an Bauhaus-Prinzipien orientiertes Werk. Zudem war ihm das Zebra-Dekor bereits aus den Inneneinrichtungen des französischen Designers Michel Dufet bekannt, die schon in den 1920er-Jahren entstanden – deutlich früher, als Otti Berger für das Zebra-Muster überhaupt infrage kommen konnte. Dieser Einwand traf einen wichtigen Punkt. 
 Die Berliner Künstlerin und Otti-Berger-Forscherin Judith Raum, Autorin der ersten umfassenden Monografie zu Bergers Werk  „Otti Berger. Weaving for Modernist Architecture&quot;  (Hatje Cantz, 2024) ist in ihrer Recherche zur Herkunft des Zebra-Stoffs unabhängig zu demselben Ergebnis gekommen: Das Muster wurde bereits Ende der 1920er-Jahre in Frankreich gewoben und war Teil der zeitgenössischen Mode, exotische Tierfelle in Innenausstattung und Interieur zu verwenden. Michel Dufet zeigte bereits 1929 auf dem Pariser Salon d&#039;Automne gepolsterte Sessel mit Zebra-Bezug – Jahre bevor Otti Berger überhaupt für Wohnbedarf AG in Zürich tätig wurde. Vermutlich stand der von Michel Dufet verwendete Stoff in Lyon, wo in den 1920er Jahren die französische Textilindustrie zuhause war. Eine andere Theorie ist, dass der Stoff im familären Umfeld des Designers in der Bretagne erfunden wurde. 
   
  Zwei Hocker 60: links mit dem berühmten Zebra-Dekor, rechts mit einem rekonstruierten Stoff von Otti Berger&amp;nbsp;  
  Wie es zur Verwechslung kam  
 Die Verwechslung hat eine nachvollziehbare Ursache: Ab Mitte 1933 entwickelte Otti Berger im Auftrag von Wohnbedarf AG eine eigene Kollektion aus Vorhang-, Wand- und Polsterstoffen, die zeitgleich mit dem Zebra-Dekor in den Verkaufsräumen und Werbematerialien der Schweizer Firma auftauchte. Auch der Reisenotiz, in der Aino Aalto das Zebra-Dekor 1935 erstmals festhielt, folgt in derselben Aufzeichnung ein Hinweis auf Bergers Stoffe – zwei getrennte Beobachtungen, die im Rückblick leicht zu einem einzigen Fund verschmolzen wurden. Otti Bergers eigene Formensprache folgte jedoch einem anderen Prinzip: zurückhaltende, aus der Materialbeschaffenheit entwickelte Strukturen statt grafisch auffälliger Kontrastmuster – dem Zebra-Dekor damit denkbar unähnlich. 
  Otti Bergers tatsächlicher Beitrag: die Wohnbedarf-Kollektion  
 Statt des Zebra-Musters entwarf Otti Berger nach ihrer Flucht aus Deutschland für Wohnbedarf AG verschiedene eigene Stoffe wie das hochtechnische Sirius-Dekor und das sogenannte Windmühlen-Dekor, gewebt aus grobem, kostengünstigem Werg-Garn, ergänzt um Varianten in Naturtönen und einem kräftigen Orange-Rot. Im Vergleich zum Zebra-Dekor sind Bergers Arbeiten technisch deutlich anspruchsvoller und typisch für ihren funktionalen, materialgetriebenen Ansatz. Gleichzeitig sind diese Entwürfe der 1944 in Auschwitz ermordeten Jüdin in wichtiger Bindeglied zwischen dem deutschen Bauhaus-Design und dem organischen finnischen Design der Aaltos. 
  Die Markanto Edition: eine Hommage an Otti Berger  
 Zusammen mit Artek und der Otti-Berger-Forscherin Judith Raum ist daher die Idee entstanden, einen originalen Otti Berger-Stoff als Hommage an ihr Werk und tragisches Leben als kleine Edition neu aufzulegen. Umgesetzt und rekonstruiert wurde der Stoff von der vielfach ausgezeichneten Weberin Katja Stelz, die bereits auch Judith Raum tatkräftig bei ihren Forschungen zu Otti Berger unterstützte. Als Würdigung einer Künstlerin, deren Werk lange im Schatten falscher Zuschreibungen stand, soll diese Edition im Frühjahr 2027 realisiert werden. Aktuell wurde dafür bereits der Windmühlenstoff von Otti Berger in verschiedenen Farben rekosntruiert, auch ein erster Stool 60 wurde in dem historischen Stoff gepolstert. Erhältlich sein wird sie voraussichtlich bei Markanto in Köln sowie bei Artek in Helsinki und Tokio. 
 Zum Vergleich: Das heutige Zebra-Dekor auf dem Hocker 60 wird seit 1996 vom deutschen Textilhersteller Krall+Roth produziert – mit zweifarbigem Kettgarn und einem Wollanteil, der die Tiefe des historischen Vorbilds nachbildet, ohne eine exakte Reproduktion zu sein. Wie bereits bei der limitierten Artek Moomin-Edition zeigt sich: Solche Sonderauflagen des Hocker 60 verbinden Designgeschichte mit handwerklicher Neuinterpretation – und sind meist nur in kleiner Stückzahl erhältlich. 
   Häufige Fragen zu Otti Berger und dem Zebra-Stoff   
  Stammt der Artek Zebra-Stoff von Otti Berger?  
 Nein. Der Stoff wurde bereits Ende der 1920er Jahre in Frankreich gewoben und lässt sich bis zu Michel Dufets Entwürfen von 1929 zurückverfolgen – mehrere Jahre bevor Otti Berger für Wohnbedarf AG tätig wurde. 
  Wer hat das Zebra-Muster tatsächlich entworfen?  
 Der Hersteller und ursprüngliche Gestalter des Stoffs sind bis heute nicht eindeutig belegt. Der französische Designer Michel Dufet zeigte das Muster 1929 erstmals öffentlich in Paris; vermutlich stammt das Design aus einer Lyoner Jacquard-Weberei. 
  Was hat Otti Berger dann mit Wohnbedarf AG und Artek zu tun?  
 Otti Berger entwarf ab 1933 im Auftrag von Wohnbedarf AG eine eigene Kollektion aus Vorhang-, Wand- und Polsterstoffen – darunter einen eigenständigen, schwarz-weiß kontrastierten Bezugsstoff aus Werg-Garn, der die Grundlage der kommenden Markanto Edition bildet. Aino und Alvar Aalto verwendeten verschiedene Stoffe von Otto Berger bereits in den 1930er Jahren. 
  Was ist die Markanto Edition zu Otti Berger?  
 Eine in Zusammenarbeit mit Textildesignerin Katja Stelz und Forscherin Judith Raum entwickelte Sonderedition des Artek Hocker 60, die Otti Bergers eigenen, bislang wenig bekannten Stoffentwurf für Wohnbedarf AG neu interpretiert. Die Realisierung ist für Frühjahr 2027 geplant. 
  Wo wird die Otti-Berger-Edition erhältlich sein?  
 Voraussichtlich bei Markanto in Köln sowie bei Artek in Helsinki und Tokio, in kleiner Auflage. 
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                            <updated>2026-09-08T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Panton Cubes: Verner Pantons verspielte Designikonen feiern ihr Comeback</title>
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                                            Zum 100 Geburtstag von Verner Panton legt Vita die Panton Cubes aus den 1970er Jahren in vier verschiedenen Formen und in zwei Farben auf.
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                 Mitte der 1970er Jahre entwarf Verner Panton für den Schweizer Spielzeughersteller Naef eine Serie modularer Tierfiguren aus geometrischen Grundformen – die  Panton Cubes . Giraffe, Katze oder Flamingo im&amp;nbsp;Baukastenprinzip&amp;nbsp; bringen genau jene spielerische, farbenfrohe Formsprache auf den Punkt, für die Verner Panton bis heute gefeiert wird.&amp;nbsp;Zum 100jährigen Geburtstag von Panton legt Vitra die Panton Cubes nun in vier verschiedenen Versionen und in zwei Farben auf. 
  Was die Panton Cubes so besonders macht  
 Verner Panton war nie an geraden Linien oder klassischen Proportionen interessiert. Mit den Panton Cubes übertrug er sein Baukastenprinzip vom Möbeldesign auf ein Spielobjekt: einfache geometrische Körper, die sich zu Tierfiguren zusammensetzen lassen, gefertigt aus glänzendem, farbigem Kunststoff. Genau diese Lust am Experiment mit neuen Materialien und an klaren, verspielten Formen prägte Pantons gesamtes Werk – von den psychedelischen Rauminstallationen Visiona für die Bayer AG 1968 und 1970 bis zu Klassikern wie dem Panton Chair und dem sogenannten Eistütenstuhl.&amp;nbsp;Weil die originalen Panton Cubes aus den 1970er Jahren von Naef nie in großer Stückzahl produziert wurden, gehören sie heute zu den seltenen Fundstücken des Designklassiker-Marktes. Auf internationalen Vintage-Plattformen wie 1stDibs werden einzelne Exemplare mitunter für bis zu 5.000 US-Dollar gehandelt. 
  Unser Panton Cubes Prototyp: eine Giraffe mit eigener Geschichte  
 Ein kleines Kapitel der Panton Cubes können wir mit einem Objekt aus unserem Vintage-Bereich erzählen: Diese kleine Giraffe entstand um die Jahrtausendwende und war der Prototyp einer geplanten Reedition durch Naef oder einen anderen Hersteller – ein Vorhaben, das allerdings nie umgesetzt wurde, wie uns&amp;nbsp;Carin Panton von Halem, die Tochter von Verner Panton,&amp;nbsp;und verschiedene Panton-Sammler bestätigten. Aus dieser Edition sind heute nur sehr wenige Prototypen bekannt, was unsere Giraffe zu einer echten Rarität für Sammler macht.&amp;nbsp;Die 20 cm hohe Giraffe besteht aus Kunststoff und ruht auf einer Bodenplatte aus Metall mit eingeprägtem Verner-Panton-Schriftzug; sie ist mit vier Inbusschrauben befestigt und kann einfach gelöst werden. Dieser Prototyp hat auch bereits eine längere Reise hinter sich: er fungierte als unser Fotomodell während der diesjährigen  3 Days of Design  in Kopenhagen und durfte im Vitra-Showroom im Nordhafen die ersten neuen Cubes der neuen Edition begrüßen.... 
  Vitra legt die Panton Cubes 2026 neu auf  
 Denn 2026 markiert den 100. Geburtstag von Verner Panton, und Vitra widmet dem dänischen Ausnahmedesigner gemeinsam mit dem Vitra Design Museum und der Familie Panton ein ganzes Jubiläumsjahr mit Ausstellungen, limitierten Editionen und Neuauflagen. Ein zentrales Element dieses Programms ist die offizielle Wiederauflage der Panton Cubes, erstmalig in Kopenhagen zu den&amp;nbsp; 3 Days of Design  im Vitra Showroom vorgestellt.&amp;nbsp; Zeitgleich sind archivarische Originale der Panton Cubes in der Ausstellung „ Verner Panton: Form, Colour, Space&quot;  im Schaudepot des Vitra Design Museums in Weil am Rhein sehen. 
 Für Sammler und Liebhaber von Designklassikern ergibt sich damit ein reizvoller Moment: Während Vitra die Formensprache der Panton Cubes einem neuen Publikum zugänglich macht, bleibt ein Original oder ein früher Prototyp wie unsere Giraffe ein Stück gelebter Designgeschichte – handgefertigt, limitiert und mit einer Herkunft, die sich nicht reproduzieren lässt. Wer sich für die aktuelle Interpretation interessiert, findet mit den vier Panton Cubes die neuen Editionen von Vitra in unserem Internetshop. Gefertigt aus&amp;nbsp;recyceltem ABS-Kunststoff sind die&amp;nbsp;Panton Cubes als modulare Bausätze in je zwei Farben (verchromt oder zweifarbig) und vier Formen ( Ente, Flamingo, Giraffe und Katze) erhältlich. Jeder dieser Bausätze enthält die Elemente, mit denen die jeweilige Tierfigur erschaffen werden kann – der Fantasie sind aber keine Grenzen gesetzt und es lassen sich unzählige weitere Ideen umsetzen.  
  Häufige Fragen zu den Panton Cubes 
   Wann und für wen entwarf Verner Panton die Panton Cubes?  
 Verner Panton entwarf die Panton Cubes 1975 für einen Schweizer Spielzeughersteller. Zur Serie gehörten unter anderem eine Giraffe, ein Huhn und ein Kamel aus geometrischen Grundformen. 
  Was ist an der Markanto-Giraffe ein „Prototyp&quot;?  
 Unsere Giraffe enstand um 2000 und war ein Prototyp für eine geplante, aber nie realisierte Reedition der Panton Cubes durch Naef oder einen anderen Hersteller. Nur wenige Exemplare dieser Prototyp-Serie sind heute bekannt. 
  Legt Vitra die Panton Cubes offiziell neu auf?  
 Ja. Anlässlich von Verner Pantons 100. Geburtstag bringt Vitra die Panton Cubes 2026 neu heraus; die erste Präsenation fand im Juni in Kopenhagen im Vitra-Showroom statt. 
  Sind Original-Panton-Cubes aus den 1970err Jahren von Naef noch erhältlich?  
 Originale aus den 1970er Jahren sind sehr selten und werden auf dem internationalen Vintage-Markt, etwa bei 1stDibs, bereits für mehrere Tausend US-Dollar gehandelt. 
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                            <updated>2026-09-05T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Pressglas neu betrachtet: Bölgeblick von Aino Aalto und Heilbronn von Wilhelm...</title>
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                                            In unserer neuen Ausstellung zeigen wir ab September ikonische Glasarbeiten von Aino Aalto und Wilhelm Wagenfeld aus den 1930er Jahren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Markanto Depot.
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                 Zwei Rillendekore, ein Werkstoff, zwei völlig unterschiedliche Beweggründe: Ab dem 5. September 2026 zeigen wir in unserem Showroom in Köln eine neue Ausstellung, die sich dem europäischen Pressglas der frühen 1930er Jahre widmet – mit der Bölgeblick Serie von Aino Aalto für die finnischen Karhula-Iittala Glaswerke und der Serie Heilbronn von Wilhelm Wagenfeld für die Vereinigten Lausitzer Glaswerke (VLG). Beide Entwürfe tragen ein geripptes Dekor, beide entstanden fast zeitgleich – und doch verfolgten die beiden Gestalter mit ihren Rillen gegensätzliche Ziele. 
  Was ist Pressglas?  
 Pressglas entsteht, indem flüssige Glasmasse in eine Form gepresst statt frei geblasen wird. Das Verfahren machte Glas ab dem 19. Jahrhundert industriell in großen Stückzahlen herstellbar und damit erschwinglich – ein Gegenentwurf zum handwerklich mundgeblasenen Luxusglas. Der Preis dieser Effizienz waren jedoch häufige Produktionsmängel: Luftblasen, ungleichmäßige Wandstärken und sichtbare Pressnähte galten lange als hinnehmbare Schwächen eines „billigen&quot; Materials. Genau an diesem Punkt setzen die beiden Entwürfe unserer Ausstellung an – wenn auch mit sehr unterschiedlichen Antworten. 
  Die Ausstellung ab 5. September im Markanto Depot in der Kölner Südstadt  
 In unserem Kölner Showroom in der Südstadt (Mainzer Straße 26, 50678 Köln) stellen wir ab dem 5. September ausgewählte Originale beider Serien aus den 1930er Jahren nebeneinander aus: Gläser, Teller oder Schalen, die trotz ihrer nüchternen Alltagsbestimmung zu Ikonen des europäischen Glasdesigns wurden. Als Fachhändler für Designklassiker seit 1999 ordnen wir die Stücke dabei bewusst in ihren historischen Entstehungskontext ein – die frühen 1930er Jahre, eine Zeit, in der Funktionalismus und wirtschaftliche Not das Gestalten von Gebrauchsglas gleichermaßen prägten. Zur Eröffnung am Samstag, den 5. September, erwarten Sie der erste Federweißer der Saison, wir freuen uns auf Ihren Besuch. 
  Bölgeblick von Aino Aalto: Rillen als Kaschierung  
 1932 entwarf Aino Aalto, Ehefrau und Geschäftspartnerin von Alvar Aalto sowie spätere Geschäftsführerin von Artek, ihre berühmte Glasserie Bölgeblick für einen von den Karhula-iittala Glaswerken ausgeschriebenen Designwettbewerb. Der Name bedeutet sinngemäß „Wellenblick&quot; und bezieht sich auf die konzentrischen, treppenartig abgestuften Rillen, die an die Ringe erinnern, die ein ins Wasser geworfener Stein erzeugt. Diese Optik war jedoch kein reiner Selbstzweck. Das Pressglas jener Zeit enthielt häufig Luftbläschen, die bei einer glatten, transparenten Oberfläche sofort ins Auge gefallen wären. Aaltos Rillenstruktur bricht das Licht so, dass genau diese Unregelmäßigkeiten optisch verschwinden – ein pragmatischer Kniff, der aus einem Produktionsmangel ein gestalterisches Markenzeichen macht. Der Entwurf belegte beim Wettbewerb 1932 den zweiten Platz, ging 1934 in Serie und wurde 1936 auf der Triennale in Mailand mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Bis heute produziert Iittala die Serie – ein seltener Fall, in dem aus einer technischen Notlösung ein zeitloser Klassiker wurde. 
  Heilbronn von Wilhelm Wagenfeld: Rillen als reines Gestaltungsmittel  
 Auf den ersten Blick wirkt die Serie Heilbronn, die Wilhelm Wagenfeld Anfang der 1930er Jahre für die Vereinigten Lausitzer Glaswerke in Weißwasser entwarf, wie eine deutsche Antwort auf Bölgeblick: gepresstes Glas, konzentrisch gerillte Wandungen, gedacht für den täglichen Gebrauch. Wagenfeld war ab 1931 zunächst als freier Gestalter, ab 1935 dann als künstlerischer Leiter für die VLG tätig und machte es sich dort zur Aufgabe, ausgerechnet das als „Billigmaterial&quot; verachtete Pressglas aufzuwerten – unter dem programmatischen Motto, dass auch das allereinfachste Glas schön sein könne. Aber bereits 1932 entwarf auch Wilhelm Wagenfeld schon Pressglas mit einem Rippendekor für die Jenaer Glaswerke, ein früher Teller ist ebenso Exponat unserer Ausstellung. Das Rippendekor oder gerillte Dekor lag damals in der Luft, so setzte es die Bauhäuslerin Marguerite Friedlaender bereits als Dekor für ihre Prozellanserie Burg Giebichenstein um 1930 ein. 
 Der entscheidende Unterschied der Serie Heilbronn von Wilhelm Wagenfeld zur Serie Bölgeblick von Aino Aalto liegt jedoch im technischen Anspruch: Wagenfeld ging es nicht darum, Fehler zu verstecken, sondern darum, sie von vornherein zu vermeiden. Er ließ die Glasmasse so gründlich durchmischen und die Pressnähte gezielt an den oberen Rand der Gefäße legen, wo sie durch Feuerpolitur – also nachträgliches Überschmelzen – vollständig verschwanden. Bei der Serie Heilbronn ist die Rillung deshalb tatsächlich freie gestalterische Entscheidung: ein rhythmisches, dekoratives Element, das die Form gliedert und Licht einfängt, ohne dass die Technik dahinter etwas zu kaschieren hätte. 
 Der Vergleich zeigt, wie unterschiedlich zwei Gestalter im selben Jahrzehnt auf dieselbe Materialfrage reagierten. Aino Aalto machte aus einer Schwäche der Pressglastechnik eine Tugend, während Wilhelm Wagenfeld die Technik selbst weiterentwickelte, um sich vom Dekor als Kaschierungsmittel unabhängig zu machen – und die Rille stattdessen frei als Formsprache einsetzen konnte. 
  Warum Pressglas heute wieder aktuell ist  
 Gerade weil beide Serien einst für den einfachen Alltagsgebrauch gedacht waren, sind Originale aus dieser Zeit heute begehrte Sammlerstücke: erschwinglich in der Anschaffung im Vergleich zu mundgeblasenem Glas jener Epoche, aber mit einer klaren, nachvollziehbaren Designgeschichte. Wer die feinen Unterschiede in Rillentiefe, Glasfarbe und Verarbeitung mit eigenen Augen sehen möchte, ist herzlich eingeladen, sich die Gegenüberstellung ab dem 1. August in unserem Showroom in Köln anzusehen. Abgerundet wird die Ausstellung natürlich auch durch Bölgeblick Glasobjekte aus der aktuellen iittala-Produktion. 
 Wir bedanken uns bei dem Wagenfeld-Experten Christoph Wowarra für seine Unterstützung. 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2026-09-03T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Die Carl Hansen Masterpieces von Hans Wegner zum Aktionspreis</title>
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                                            Im Rahmen der Masterpieces-Kampagne von Carl Hansen sind fünf der wichtigsten Sitzmöbel von Hans Wegner in geölter Eiche bis zum 31. Dezember 2026 um ca. 20% reduziert, wir freuen uns auf Ihre Bestellung. 
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                <![CDATA[
                 Mit der Kampagne „Masterpieces&quot; würdigt&amp;nbsp;Carl Hansen &amp;amp; Søn fünf Meisterwerke von Hans J. Wegner. Dabei handelt es sich um die ersten Sitzmöbel, welche Wegner für die dänische Manufaktur&amp;nbsp;Carl Hansen &amp;amp; Søn entwarf. Jedes einzelne&amp;nbsp;Sitzmöbel verkörpert auf ganz eigene, skulpturale Weise Wegners außergewöhnliche Handwerkskunst und sein tiefes Verständnis für das Zusammenspiel von Form und Komfort. 
 An der Masterpieces-Kampagne nehmen nur wenige ausgewählte Carl Hansen Fachhändler teil, sie&amp;nbsp;umfasst folgende drei Stühle: CH23 Chair, CH24 Wishbone Chair, CH26 Chair sowie die beiden Sessel CH22 und CH25. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung.&amp;nbsp; 
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                            <updated>2026-09-01T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">An important update for our EU customers </title>
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                                            Ab dem 12. August 2026 sind Online-Händler gemäß der neuen Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) gesetzlich verpflichtet, in jedem EU-Land, in das sie liefern, einen Bevollmächtigten zu benennen. Dadurch können wir leider nur noch in wenige EU-Länder liefern.
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                <![CDATA[
                 Gemäß der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) ist der Handel ab dem 12. August 2026 gesetzlich verpflichtet, in jedem EU-Land, in das Lieferungen erfolgen, einen Bevollmächtigten zu benennen. Für kleinere Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeiter:innen oder einem Umsatz von bis zu zwei Millionen Euro sind die dabei entstehenden Kosten nicht tragbar. Denn pro EU-Land entstehen bei einem Bevollmächtigten Verwaltungskosten zwischen 100,00 und 500,00 Euro. Hinzu kommt der sehr umfangreiche Verwaltungsaufwand für die erforderlichen Mengenmeldungen. Da wir beispielsweise nach Portugal nur drei bis fünf Sendungen pro Jahr verschicken, rechnet sich das für uns - wie auch für viele andere Kleinunternehmen - nicht. 
  Gut gedacht, schlecht gemacht:  Eigentlich sind wir große Anhänger der Europäischen Union und versuchen seit Jahren, Verpackungsmüll zu reduzieren (z. B. durch die mehrfache Verwendung von Verpackungen). Die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung sorgt jedoch dafür, dass der Handel in Europa nur noch sehr reglementiert wird bzw. für kleine Firmen oder Online-Händler unwirtschaftlich ist. Gewinner werden wohl die großen Global Player wie Amazon oder Zalando sein. Hinzu kommt, dass die Verordnungen in Europa je nach Land ganz anders umgesetzt bzw. gelebt werden. Ein Beispiel ist die WEEE-Richtlinie (Waste Electrical and Electronic Equipment) zur Vermeidung, Sammlung und zum Recycling von Elektro- und Elektronik-Altgeräten. In Deutschland wird aufgrund der Abmahnindustrie und drakonischer Strafandrohungen seitens des Bundesumweltministeriums penibel auf die Umsetzung geachtet, während unsere Geschäftspartner in Südeuropa teilweise bis heute nichts von dieser WEEE-Verordnung gehört haben.&amp;nbsp; 
  Ab dem 12. August können wir daher nur noch nach Deutschland, Österreich, Belgienund in die Niederlande liefern.  Wir bitten um Verständnis. 
 Sollte Ihnen diese Regelung nicht gefallen, können Sie Ihre Meinung gerne unter dem folgenden Link der Europäischen Union mitteilen:&amp;nbsp; https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/15352-Packaging-and-packaging-waste-rules-on-national-registers-of-producers_en &amp;nbsp;Wir hoffen, dass die&amp;nbsp;Europäische Union diese Regelung noch einmal überdenkt. In ihrer jetzigen Form besteht die Gefahr, dass kleine, unabhängige Händler vollständig aus dem grenzüberschreitenden Handel verdrängt werden. 
 Ein Hinweis für gewerbliche EU-Kunden: Wir beliefern Sie gerne weiter, sofern die bestellten Objekte für den Weiterverkauf bestimmt sind. Senden Sie uns dazu bitte eine Anfrage per E-Mail. 
  From 12 August 2026, EU law requires online retailers to appoint an authorised representative in every EU country they ship to, under the new Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR).&amp;nbsp;  For a small business like ours, that cost simply doesn&#039;t add up. From 12 August, we can only continue shipping to Austria, Belgium, Italy and the Netherlands.&amp;nbsp;  We hope the EU reconsiders this rule. As it stands, it risks pushing small, independent retailers out of cross-border trade entirely.  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
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            <title type="text">Zwei Lido Liegen am Haus Auerbach: Wenn Bauhaus auf Schweizer Design trifft</title>
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                                            Die vom Bauhaus-Gründer Walter Gropius und Adolf Meyer entworfene Villa Haus Auerbach in Jena gilt als eine der wichtigsten Bauten im Bauhaus-Umfeld, ist es doch das erste von Gropius geplante Privathaus überhaupt. Wir freuen uns, den Außenbereich dieser Architekturikone mit z...
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                 Manchmal erzählt ein Möbelstück am eindrücklichsten von sich, wenn es vor der richtigen Architektur steht. Für ein aktuelles Referenzprojekt haben wir zwei  Lido Liegen  von wbform an das Haus Auerbach in Jena geliefert – eines der bedeutendsten Wohnhäuser des frühen Bauhaus-Umfelds. Zwei Designklassiker, die rund ein Jahrzehnt und einige hundert Kilometer trennen, treffen hier auf denkbar stimmige Weise aufeinander. 
 Das Haus Auerbach – Architekturikone der Moderne 
 1924 errichteten Walter Gropius und Adolf Meyer im Jenaer Westviertel das Haus Auerbach für denjüdischen Physikprofessor Felix Auerbach und seine Frau Anna. Es war das erste private Wohnhaus, in dem der damalige Bauhausdirektor sein „Baukastenprinzip&quot; umsetzte: zwei ineinander verschränkte Kuben unterschiedlicher Höhe, klare Kubatur statt Erker und Türmchen, wie sie die gründerzeitliche Nachbarschaft prägten. Die farbige Innenraumgestaltung nach Entwürfen von Alfred Arndt in rund 37 Pastelltönen wurde erst bei der Restaurierung 1994/95 durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wiederentdeckt. Bis heute gilt das Haus Auerbach als eines der authentischsten erhaltenen Gropius-Bauten überhaupt – ein Ort, an dem sich die Prinzipien des Bauhaus unmittelbar ablesen lassen. 
 Die Lido Liege – ein Schweizer Klassiker seit 1936 
 Rund zwölf Jahre nach dem Bau des Hauses entwarf der gelernte Schlosser Battista Giudici gemeinsam mit seinem Bruder Guido die Lido Liege für das gleichnamige Lido von Locarno am Lago Maggiore. Das verzinkte Stahlrohrgestell macht die Liege wetterfest und robust, die Stoffbahn lässt sich von der Sitz- in eine Liegeposition umhängen, und ohne Bezug stapeln sich die Gestelle platzsparend ineinander.  wbform  aus Zürich fertigt die Lido Liege bis heute nach dem Originalentwurf, ergänzt um eine Fußstütze und witterungsbeständigere PVC-Schnüre an den Armlehnen. Damit steht sie in einer Reihe mit anderen Stahlrohrikonen jener Jahre, etwa den  Entwürfen von Marcel Breuer,  die das Material zur gleichen Zeit für den Innen- wie Außenraum neu dachten. 
 Zwei Klassiker, ein gemeinsames Anliegen 
 Was die Lido Liege und das Haus Auerbach verbindet, ist mehr als ein Zufall der Fotografie: Beide stehen für eine Designhaltung der 1920er und 30er Jahre, die Funktion, Material und Fertigung radikal neu dachte – das Bauhaus in der Architektur, die Tessiner Werkstätten im Möbelbau. Vor der klaren, kubischen Fassade des Hauses Auerbach entfaltet die rote Stoffbahn der Lido Liege genau jene Wirkung, für die Klassiker wie sie geschätzt werden: zeitlos, aber nie museal. 
 Als Fachhändler für Designklassiker begleiten wir solche Projekte seit 1999 – von der Beratung bis zur Auslieferung. Wer selbst mit dem Gedanken spielt, Terrasse oder Wintergarten mit einem Stück Designgeschichte auszustatten, findet die Lido Liege sowie weitere  Gartenmöbel -Klassiker im Markanto Shop. 
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                            <updated>2026-08-03T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Der Markanto Katalog 2026 ist da!</title>
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                                            Heute erhielten wir von der Druckerei den neuen Markanto Katalog. Das Cover zeigt zum 100jährigen Jubiläum von Verner Panton passend seine Sitzlandschaft Living Tower. Sortiert ist der Katalog wieder nach der Entwurfsepoche, von Jugendstil, Bauhaus, Mid-Century Modern bis hin ...
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                 Neben Designern und Architekten wie Alvar Aalto, Marcel Breuer, Charles und Ray Eames, Le Corbusier, Eero Saarinen oder Ettore Sottsass zählt Verner Panton zu den wesentlichen Entwerfern des 20. Jahrhunderts. Am 13. Februar 2026 wäre der dänische Architekt und Designer (1926–1998) 100 Jahre alt geworden.&amp;nbsp;Seinen radikalsten Ausdruck fand sein Denken in den begehbaren Wohnlandschaften: Auf der Visiona-II-Ausstellung der Kölner Möbelmesse 1970 inszenierte er mit der „Fantasy Landscape” eine höhlenartige, durchgehend farbige Welt, in der Boden, Wand und Decke zu einer einzigen organischen Form verschmolzen. Bereits ein Jahr vorher entwarf Panton mit dem Living Tower eine zweiteilige Möbelskulptur, welche konsequent die Dreidimensionalität des Raums nutzte. Der Living Tower, heute hergestellt von Vitra, schmückt daher die Titelseite unseres neuen Katalogs. 
 Der Markanto Katalog 20256 enthält 52 Seiten und ist wie immer nach der Entwurfsepoche (Jugendstil, Bauhaus und Moderne, Art Déco, Mid-Century, Pop-Space-Design, Memphis...) angeordnet. Gerne senden wir Ihnen den Katalog postalisch zu, bitte senden Sie uns dazu eine E-Mail mit Ihrer Anschrift.&amp;nbsp;Selbstverständlich können Sie sich den Katalog auch auf unserer Internetseite als pdf-Datei herunterladen, der Link lautet: 
  www.markanto.de/media/pdf/07/e1/63/Markanto-Katalog-2026.pdf  
  Wir bedanken uns bei Verner Panton Design AG für die historische Abbildung der Panton Chairs im Katalog.  
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                            <updated>2026-07-06T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Die Trissen Kollektion von Nanna Ditzel - jetzt bei Fredericia</title>
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                                            Die Trissen Kollektion von Nanna Ditzel wird ab sofort von Fredericia vertrieben. Damit ziehen einige der charmantesten dänischen Entwürfe der 1960er Jahre zu jener Manufaktur, mit der die Designerin über Jahrzehnte eng verbunden war. Die spulenförmigen Möbel bekommen eine neu...
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                 1962 entwarf Nanna Ditzel die Serie Trissen, deren Name sich vom dänischen Wort für eine Webspule ableitet. Ursprünglich waren die Möbel als Kindermöbel gedacht, inspiriert von einer schlichten Beobachtung: Kinder sitzen keine zwei Minuten still. Sie stehen auf, klettern hinauf, kippen das Möbel um. Statt dagegen anzukämpfen, machte Ditzel die Bewegung zum Prinzip. Der Trissen Hocker lässt sich drehen, auf die Seite legen und rollen, stapeln und mühelos durch den Raum tragen. 
 Aus diesem ersten Entwurf wuchs über die Jahre eine ganze Familie: niedrige Kinderhocker und höhere Sitzhocker, dazu die passenden Tische in unterschiedlichen Höhen und Durchmessern. Bis 2004 wurde die Kollektion weiterentwickelt und ist längst zum Klassiker geworden. Ihr Reiz liegt in der Doppelnatur - die Trissen-Möbel sind Sitzmöbel und Spielzeug zugleich, ebenso passend im Kinderzimmer wie als Beistellhocker neben dem Lesesessel oder als kleiner Tisch im Wohnraum. Wie konsequent Ditzel ihre gedrechselte Formensprache durch die ganze Serie geführt hat, zeigt etwa der Trissen Esstisch ND107, der die Sprache der Hocker auf Tischhöhe übersetzt. 
  Nanna Ditzel&amp;nbsp;- Strenge und Spielfreude  
 Nanna Ditzel (1923–2005) gehört zu den prägenden Persönlichkeiten des dänischen Designs. Sie absolvierte zunächst eine Schreinerlehre, bevor sie an der Kopenhagener Kunstgewerbeschule und an der Königlich Dänischen Kunstakademie bei Kaare Klint studierte. Diese handwerkliche Schule ist ihren Möbeln bis heute anzumerken: Die Trissen-Serie kommt ganz ohne sichtbare Mechanik aus. Ihre Beweglichkeit steckt allein in Proportion, Balance und der präzise gedrechselten Form. 
 Charakteristisch für Nanna Ditzel war, dass sie die Regeln der dänischen Moderne kannte – und sie immer wieder dehnte. Sie experimentierte früh mit Glasfaser und Schaumstoff, entwarf Textilien und Schmuck und blieb bis ins hohe Alter neugierig. Ihre enge Verbindung zu  Fredericia  begann 1989 mit der Bænk for to; mit dem Trinidad Stuhl von 1993 schuf sie einen ihrer größten Erfolge und wurde nach Børge Mogensen zur zweiten Hausgestalterin der Manufaktur. Mehr über ihr Werk lesen Sie in unserem Designerporträt zu  Nanna Ditzel.  
  Von Snedkergaarden zu Fredericia  
 Lange wurde die Trissen Kollektion von der dänischen Manufaktur Snedkergaarden gefertigt. In diesem Jahr ist die Werkstatt von Fredericia übernommen worden und so kehren Hocker und Tische zu dem Haus zurück, dem Ditzel als Designerin am engsten verbunden war. Für Fredericia ist das mehr als eine Sortimentserweiterung: Mit der eigenen Tischlerei gewinnt die seit 1911 bestehende Manufaktur die volle Kontrolle über Handwerk und Fertigung und führt Ditzels Erbe an einem Ort zusammen. 
 In der Neuauflage zeigt sich Trissen in massiver Eiche, wahlweise geölt oder geräuchert. Geblieben ist alles, was die Entwürfe ausmacht: die gedrechselte Form aus Sockel und Platte, die weichen Profile, die unmittelbare Einladung, die Möbel zu drehen, zu rollen und zu stapeln. Eine Kollektion, die die Hände wechselt, ohne sich zu verändern. 
  Die Trissen Kollektion bei Markanto  
 Als Fachhändler für Designklassiker begleiten wir die Möbel von Nanna Ditzel seit vielen Jahren - von den Trissen-Hockern und -Tischen bis zum Trinidad Stuhl. Aktuell haben wir noch zwei Trissen Hocker aus der Snedkergaarden-Fertigung vorrätig. Ein letzter Moment also, ein Stück aus der bisherigen Produktion zu sichern, bevor die Kollektion vollständig unter dem Namen Fredericia weiterläuft. 
 Ob als bespielbares Möbel fürs Kinderzimmer, als wandelbarer Beistellhocker oder als kleiner Tisch mit Designgeschichte: Trissen bleibt, was Nanna Ditzel vor über sechzig Jahren angelegt hat, eine Kollektion, die sich nicht festlegen lässt. 
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                            <updated>2026-07-01T00:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">100 Jahre Kurt Naef</title>
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                                            Der Gründer des Schweizer Spielzeugherstellers Naef wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Zur Feier legt die Manufaktur sein Naef-Spiel aus dem Jahr 1956 als limitierte Edition neu auf und das Schweizer Kindermuseum in Baden widmet seinem Werk eine eigene Ausstellung. Ein g...
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                 Naturverbundenheit, die Liebe zum Handwerk und zum Material Holz waren wegleitend für Kurt Naefs beruflichen Werdegang. Geboren 1926, verbrachte er seine Kindheit in Eptingen und Trimbach, absolvierte von 1942 bis 1945 eine Schreinerlehre in Olten und sammelte anschließend praktische Erfahrung, unter anderem in einem Betrieb für Holzwaren. 1951 schloss er sein Studium an den Kunstgewerbeschulen in Basel und Amsterdam mit dem Diplom als Innenarchitekt ab und entwarf erste Möbel. 1954 eröffnete er gemeinsam mit seiner ersten Frau Alice in Basel ein Geschäft für Innenarchitektur und Kunstgewerbe, in dem ausgesuchte Möbel und Accessoires in moderner Formensprache sowie ab 1956&amp;nbsp; Kunsthandwerk aus Dänemark verkauft wurden. 
 Es war die Nachfrage seiner Kundschaft nach qualitativ hochstehendem Spielzeug, die  Naef  zu eigenen Entwürfen inspirierte. 1956 erfand er den  „Naef-Stein“ , einen Würfel mit diagonalen Einschnitten, die weit raffiniertere Konstruktionen erlaubten als der herkömmliche Bauklotz: Die Würfel lassen sich nicht nur stapeln und aneinanderreihen, sondern auch ineinander verkeilen, sodass auskragende, filigrane, scheinbar schwebende Türme entstehen. Das Naef-Spiel war geboren – und wird seither ohne Unterbrechung produziert. 1960 erhielt es die Auszeichnung „Die gute Form“. Mit dem „Kauring“ gelang Naef 1958 ein erstes Spielzeug für die Allerkleinsten, das ebenfalls bis heute zum Sortiment gehört. 
 Aus dem Gestalter wurde nach und nach ein Unternehmer. Ab 1967 ließ Naef sein Spielzeug serienmäßig in der neuen Produktionsstätte im aargauischen Zeiningen fertigen und handelte zugleich mit ausgesuchten Designobjekten aus aller Welt. Er führte sein Geschäft mit Herzblut und verstand es, seine Kundschaft mit Begeisterung zu gewinnen. Immer auf der Suche nach Neuem bereiste er die Welt und knüpfte Kontakte zu kreativen Menschen – die Begegnung und Zusammenarbeit mit dem Künstler Peer Clahsen und vielen weiteren Gestaltern war für die Entwicklung des Unternehmens prägend. Im Lauf der Jahre wirkten über hundert Gestalterinnen und Gestalter aus aller Welt an der Naef-Produktpalette mit, darunter auch  Verner Panton . Besonders in Japan wurde die Marke ab den 1970er-Jahren erfolgreich, wo gutes pädagogisches Spielzeug und hohe ästhetische Ansprüche zusammenfinden. 
 Über 60 Produkte für Kinder hat Kurt Naef im Lauf der Zeit entworfen, viele davon werden bis heute hergestellt. Topqualität war für ihn oberstes Gebot: Schön sollten seine Spiele aussehen, in harmonischen Farben und Formen, angenehm in der Hand liegen und zum Experimentieren einladen. Als gelernter Schreiner und diplomierter Innenarchitekt lag ihm das Material Holz dabei naheliegend nahe. Den oft intensiven Gebrauch sieht man seinen Objekten selten an – seit drei Generationen finden sie sich in Kinderzimmern, in Babybetten, auf Regalen und Schreibtischen. 
 Genau hier knüpft die Jubiläumsausgabe an. Zum hundertsten Geburtstag des Firmengründers erscheint die  Naef Spiel Signature Edition : nummeriert und auf 200 Exemplare limitiert, mit einer Farbanmutung, die sich an den historischen Farben der ersten Naef-Spiele der späten 1950er- und 1960er-Jahre orientiert. Die Edition umfasst 15 Naef-Spiel-Würfel und 8 Mini-Würfel aus farbigem Ahornholz, geliefert mit Booklet und Einlageblatt im Format 20 × 20 × 5 cm. Jedes Holzelement greift exakt ineinander – ein haptisches Erlebnis, das sich ebenso als kreatives Werkzeug auf dem Schreibtisch wie als minimalistischer Eyecatcher im Regal eignet. Als Sammlerstück ist sie zugleich ein schöner Einstieg in die Geschichte von Naef; bei Markanto erhalten Sie die Edition wahlweise online oder in unserem  Showroom in Köln . 
 1992 zog sich Kurt Naef aus dem Berufsleben zurück, blieb aber kreativ und tüftelte weiter in seiner Werkstatt, zunächst in Frankreich, später in Zofingen. Bereits 2006 zeigte das Kindermuseum in Baden eine erste Werkschau, in deren Zentrum auch das Buch  „Kurt Naef – Der Spielzeugmacher / The Toymaker“  stand. Dass der endgültige Abschied kurz bevorstand, ahnte damals niemand: Im selben Jahr starb Naef im Alter von 80 Jahren. Zu seinen Ehren ist nun, 20Jahre später, am selben Ort erneut eine Ausstellung zu sehen – und mit der Signature Edition lässt sich sein wohl bekanntester Entwurf neu erleben. 
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                            <updated>2026-06-29T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Zur Geschichte des Hauses Melchior</title>
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                                            Das Markanto-Büro befindet sich in den ehemaligen Räumen einer Glasmalerei im Haus Melchior im Zentrum von Köln. Ein Kellerfund brachte nun Erstaunliches zutage.
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                 Unser Büro befindet sich im Kölner Kunibertsviertel in direkter Nähe zur Musikhochschule und zur Basilika St. Kunibert, die zu den zwölf romanischen Kirchen Kölns zählt. Das Haus wurde 1960 erbaut und hat eine Fassade im Stil der 1950er Jahre mit einem spektakulären Bleiglasfenster im Treppenhaus. 
 Die drei Krönchen über dem historischen Schild mit dem Markanto-Schriftzug weisen einerseits auf die drei heiligen Könige Kaspar, David und Melchior hin, deren Gebeine sich im Kölner Dom befinden sollen. Gleichzeitig war Melchior auch der Name der Glasmalerei, die früher in unseren Räumen ihren Sitz hatte. 
 1961 zog die Glasmalerei Franz Melchior von der ursprünglichen Adresse „Im Klapperhof” in den Neubau „An der Linde&quot;. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs benötigten viele Kirchen in Köln und im Umland neue Kirchenfenster, die im Haus Melchior ausgeführt wurden. Zu diesem Zweck befand sich an der Nordseite zum Innenhof ein rund sechs Meter hohes Fenster, in dem die Bleiglasfenster zur Probe gehängt wurden. Die dazu notwendige Konstruktion kann man noch heute in unserem Büro begutachten, ebenso wie verschiedene Bleiglasfenster in unserem Garten. 
 Die Glasmalerei Franz Melchior blickt auf eine erstaunliche Vergangenheit zurück, denn sie ist Kölns älteste Kunstglasmalerei und Kunstglaserei. Das Unternehmen wurde im Jahr 1853 unter dem Namen „Glasmalerei Friedrich Baudri” gegründet. Dort absolvierte der junge Jacob Melchior von 1858 bis 1862 seine Ausbildung. Rund zehn Jahre später übernahm er die Firma zusammen mit seinem Bruder und führte sie unter dem Namen „Jacob &amp;amp; Carl Leop. Melchior, Fr. Baudris Nachfolger” in der Follerstraße 43 weiter. Die Manufaktur war recht erfolgreich und wurde mehrfach auf Handwerksmessen in Köln und München ausgezeichnet. 1880 erfolgte daher ein weiterer Umzug in die Zeughausstraße 13. Die Firma befand sich nun im historischen Römerturm. 
 Bedingt durch einen Brand erfolgte 1895 der nächste Umzug in die St.-Apern-Straße 35. Zwei Jahre später übernahm Sophia Melchior nach dem Tod ihres Mannes Jacob die Firma und führte sie unter dem Namen „Rheinische Kunstglasmalerei und Kunstglaserei Jacob Melchior, Ww” weiter. Gleichzeitig stieg der erst 15-jährige Franz Melchior in den Familienbetrieb ein. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1916 führte er den Betrieb weiter. Die Firma hieß nun „Rheinische Glasmalerei Melchior &amp;amp; Co.” und hatte ihren Sitz im Klapperhof 18. 
 Ende der 1960er Jahre starb Franz Melchior, sein Bruder Jakob Melchior wurde daraufhin Geschäftsführer. 1984 erfolgte die Übernahme durch Hermann Josef Nettekoven, der mit der Enkelin von Franz Melchior verheiratet war. In den 1980er und 1990er Jahren schrumpfte jedoch der Markt für Bleiglasfenster immer weiter, sodass die Glasmalerei Melchior GmbH 1996/97 endgültig geschlossen wurde. Anschließend wurden die Räume von einem Verlag genutzt. Seit 2016 befindet sich das Büro von Markanto in den historischen Räumen. 
 Im Keller wurden zahlreiche Entwurfszeichnungen aus der Zeit von Jakob Melchior und Hanns Kirchner gefunden (siehe Abbildung). Besonders die Entwürfe von Jakob Melchior im Stil der 1950er Jahre sind künstlerisch sehr gelungen. Auf der Internetseite der  Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e. V.  konnten wir zahlreiche der Entwürfe in der Umsetzung als Kirchenfenster entdecken. Die Entwurfszeichnungen werden voraussichtlich von einem Kölner Museum übernommen, entweder vom Stadtmuseum oder vom Historischen Archiv des Erzbistums Köln. 
   
  Konvolut von Entwurfszeichnungen für Kirchenfenster aus de 1950er Jahren nach dem Entwurf von&amp;nbsp;Jakob Melchior  
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                            <updated>2026-06-23T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">3 Days of Design 2026</title>
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                                            Zu den 3 Days of Design in Kopenhagen präsentierten unsere Hersteller wieder zahlreiche Neuheiten. Hier geben wir Ihnen einen ersten Einblick.
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                  Neuer Showroom vom Lange Production  
 Premiere hatte der neue Showroom von  Lange Production  (siehe oben) in der Innenstadt von Kopenhagen, wo Designlassiker von Grete Jalk, Fabricius &amp;amp; Kastholm und Horst Brüning präsentiert werden. Wir freuen uns besonders, dass der Barwagen HB128 von Brüning bei Markanto nun in einer exklusiven Sonderedition erhältlich ist (siehe unten). Die Idee dazu stammt von einem Kunden, ab sofort ist diese Edition mit der Kombination verchromtes Edelstahl und Nussbaum bei uns lieferbar. 
  Besuch bei PP Møbler  
 Der Showroom von PP Møbler liegt ein wenig ausserhalb des Zentrums auf dem historischen Gelände der Carlsberg Brauerei direkt am berühmten  Elefantentor   (dänisch:  Elefantporten  ) im heutigen Trendviertel.&amp;nbsp;Wie kaum eine andere Manufaktur steht  PP Møbler  für dänische Handwerkskunst. Im Fokus stehen dabei die Möbelentwürfe von Hans Wegner, mit dem die Manufaktur eng zusammenarbeitete, er entwarf z.B. auch das PP Signet und die damaligen Werbematerialien. Wir freuen uns, nun wieder eine Auswahl der Manufaktur anzubieten. 
   
  PP505 Cow Horn Chair von Hans Wegner im&amp;nbsp;Showroom von PP Møbler  
  Kunst bei House of Finn Juhl  
 Im Showroom von  House of Finn Juhl  stand dieses Jahr eine Kunstpräsentation im Fokus. Auf abstrakten Staffeleien wurden u.a. Originale des dänischen Malers Vilhelm Lundstrøm gezeigt. Abgerundet wurde die Präsenation durch die Edition eines Kabinetts für Silbergeschirr, welches Finn Juhl ursprünglich für Kay Bojesen entwarf. 
   
  Der historische Showroom von House of Finn Juhl 2026  
  Einer unserer Lieblingssessel bei Carl Hansen  
 Bei  Carl Hansen &amp;amp; Søn  feierte die neue Edition des Scimitar Chair von Fabricius &amp;amp; Kastholm Premiere, einer unserer Lieblingssessel. Der dänische Klassiker wurde vorher von Boex produziert und in Deutschland jahrelang exklusiv von Markanto vertrieben. Zusätzlich präsentierte der Hersteller erste Ausblicke auf spannende Herbstaktionen, bald dazu mehr! 
   
  Der&amp;nbsp;Scimitar Chair von Fabricius &amp;amp; Kastolm in einer Stoffversion von Zimmer &amp;amp; Rohde  
  Fritz Hansen und Technics  
 Eine besonders spannende Kooperation präsentierte dieses Jahr  Fritz Hansen . In Kombination mit der Kaiser Idell Luxus Tischleuchte von Christian Dell zeigte der dänische Hersteller einen Plattenspieler von Technics in der gleichen Farbanmutung. Passend dazu gab es verschiedene DJ-Sets und eine wunderbare Party. Die Edition ist voraussichtlich ab Herbst 2026 erhältlich. 
   
  Schallplattenspieler Technics SL-40CBTFH trifft deutsches Bauhaus-Design  
  100 Jahre Verner Panton im Dänischen Designmuseum  
 Das dänische Designmuseum präsentierte zusammen mit Verpan und Vitra eine spannende Sonderausstellung zum 100jährigen Geburtstag von Verner Panton. Zusätzlich zeigt das Museum in der permanenten Ausstellung eine umfassende Retroperspektive über Panton. 
 Passend zu den 3 Days of Design brachten wir übrigens unser Maskottchen und Fotomodell mit – den Prototyp der Panton Giraffe von Naef, wovon nur zwei Exemplare bekannt sind Die Erlebnisse unserer Giraffe finden Sie bei Instragram.&amp;nbsp;Im September bringt Vitra die Panton Cubes Tierfiguren als neue Edition heraus.   I    
   
  Unsere Panton Cubes Mini Giraffe trifft die neue Edition von Vitra im Designmuseum  
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                            <updated>2026-06-16T00:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Louis Poulsen kehrt nach Dänemark zurück!</title>
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                                            Es war das Thema während der 3 Days of Design: Die Leuchtenmarke Louis Poulsen wird von dem dänischen Investor Chr. Augustinus Fabrikker übernommen. Passend dazu das obere Bild aus der berühmten alternativen Wohnsiedlung Freistadt Christiania in Kopenhagen, auch dort finden si...
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                 Diese Neuigkeit verbreitete sich während der 3 Days of Design in Kopenhagen wie ein Lauffeuer:&amp;nbsp;Mit der Übernahme von&amp;nbsp; Louis Poulsen &amp;nbsp;wird Chr. Augustinus Fabrikker alleiniger Eigentümer einer der wichtigsten Designmarken Dänemarks. Zu dem Portfolio der dänischen&amp;nbsp;Treuhandgesellschaft zählt ebenso Fritz Hansen... 
 Seit 1874 steht Louis Poulsen für die Gestaltung von Licht. Verwurzelt im dänischen Designerbe und durch die Zusammenarbeit mit legendären Designern wie Poul Henningsen, Arne Jacobsen, Verner Panton, Finn Juhl und vielen anderen gilt Louis Poulsen als „The First House of Light“ mit einer starken globalen Präsenz.&amp;nbsp; „Louis Poulsen befindet sich in einer sehr positiven Entwicklung, und wir sehen große Chancen für das nächste Kapitel. Mit Chr. Augustinus Fabrikker gewinnen wir einen Eigentümer, der versteht, wie man unverwechselbare dänische Unternehmen weiterentwickelt und dabei das wertschätzt, was sie besonders macht. Dies bietet uns eine gute Ausgangsbasis, um unsere internationale Entwicklung fortzusetzen und unsere Position weiter zu stärken.“  so Søren Mygind Eskildsen, CEO von Louis Poulsen. 
 Chr. Augustinus Fabrikker ist eine Treuhandgesellschaft, deren Geschichte bis ins Jahr 1750 zurückreicht. Ihre Investitionen verteilen sich auf eine Reihe dänischer Unternehmen und Anlageformen, wobei der Schwerpunkt auf der Schaffung langfristigen Wachstums liegt, das nicht nur Renditen generiert, sondern diese auch zum Wohle der Gesellschaft erhält und weiterentwickelt.&amp;nbsp; „Louis Poulsen verbindet eine ikonische Stellung im dänischen Design mit einem gut geführten Unternehmen und erheblichem internationalem Wachstumspotenzial. Für Chr. Augustinus Fabrikker ist dies daher die richtige und eine sehr attraktive Investition, bei der eine starke Marke und ein starkes Unternehmen Hand in Hand gehen.“ &amp;nbsp;erläutert Claus Gregersen, CEO von Chr. Augustinus Fabrikker. 
 Seit 2018 befand sich Louis Poulsen im Besitz der Flos B&amp;amp;B Italia Group, eines italienischen Design-Konzerns. Mit der Übernahme durch Chr. Augustinus Fabrikker kehrt Louis Poulsen zu seinen dänischen Wurzeln zurück. Wir hoffen, dass damit auch eine Neuausrichtung der Preispolitik stattfindet, die leider in den letzten Jahren der bedeutenden Marke nicht gerecht wurde. 
  Abbildung:&amp;nbsp;die PH5 von Poul Henningsen findet man in Dänemark überall – selbst in der alternativen Wohnsiedlung Freistadt Christiania in Kopenhagen  
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                            <updated>2026-06-15T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">PP Møbler wieder bei Markanto: Hans Wegner Klassiker aus Allerød</title>
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                                            Wir freuen uns über eine Nachricht in eigener Sache: Markanto führt die Originale von PP Møbler ab sofort wieder im Sortiment. Die dänische Tischlerei aus Allerød nördlich von Kopenhagen zählt zu den letzten Werkstätten, die ihre Möbel nahezu vollständig im eigenen Haus fertig...
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                 Ab sofort finden Designinteressierte bei Markanto wiedereine kuratierte Auswahl der Manufaktur PP Møbler.&amp;nbsp;Die dänische Tischlerei zählt zu den letzten Werkstätten, die ihre Möbel nahezu vollständig im eigenen Haus fertigen, was man den Arbeiten direkt ansieht und fühlt. Unvergessen ist der tischler, der bei Markanto im Showroom fast zwei stunden die Herstellung und Verarbeitung des 501 THe Chair bewunderte undden Stuhl fast zärtlich streichelte.... 
 Geführt wird PP Møbler heute in dritter Generation von Tischlermeister Kasper Holst Pedersen, dem Enkel des Firmengründers Ejnar Pedersen. Als Fachhändler für Designklassiker zeigen wir die Wegner-Entwürfe aus Allerød in einer kuratierten Auswahl – vom Sessel bis zum Stuhl. Wer die skandinavischen Klassiker in Ruhe erleben möchte, ist in unserem Kölner Showroom willkommen; zu Holzart, Polsterung und Lieferzeiten beraten unsere Experten gern unter 0221/9723920. Dieses Jahr feiert PP Møbler übrigens zwei Jubiläen: 
  40 Jahre Circle Chair (PP130)  
 Der 1986 entworfene Circle Chair zählt zu den ungewöhnlichsten Entwürfen Wegners – ein nahezu kreisrunder Rahmen, in den eine Sitzfläche aus gespanntem Flechtwerk eingehängt ist. Seine technisch anspruchsvolle Fertigung wurde erst durch die enge Zusammenarbeit zwischen PP Møbler und Wegner möglich. Bis heute entsteht jedes Exemplar in Handarbeit in Allerød. 
  75 Jahre Papa Bear Chair (PP19)  
 Der Papa Bear Chair – im Dänischen liebevoll „Bamsestolen&quot; genannt – wurde 1951 entworfen und gilt bis heute als einer der bequemsten Sessel der dänischen Moderne. PP Møbler bietet ihn in verschiedenen Ausführungen an und hat den Textilbereich zuletzt deutlich erweitert: Eine neue Zusammenarbeit vergrößert die Auswahl an Bezugsstoffen.   
 Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. 
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                            <updated>2026-06-02T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">100 Jahre Gianfranco Frattini</title>
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                                            Der italienische Architekt und Designer Gianfranco Frattini wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Sein Werk, das vor allem in der Phase des kulturellen und wirtschaftlichen Aufbruchs nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, bewegt sich mit bemerkenswerter Selbstverständlichk...
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                 Gianfranco Frattini wurde 1926 in Padua geboren und studierte am Politecnico di Milano, wo er 1953 sein Architekturdiplom erwarb. Die Mailänder Ausbildung fiel in eine Phase, in der Architektur und Design als gesellschaftliche Disziplinen grundlegend neu verhandelt wurden und prägte Frattinis Denken nachhaltig. Er zählt zu jener Generation italienischer Architekten und Designer, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue gestalterische Ordnung zwischen Industrie, Handwerk und Alltag etablierten. Nach dem Abschluss eröffnete er ein eigenes Studio in Mailand und begann jene engen Arbeitsbeziehungen aufzubauen, die sein Werk bis in die 1980er-Jahre bestimmen sollten. Im Austausch mit Persönlichkeiten wie Gio Ponti und Franco Albini entwickelte er eine gestalterische Haltung, die Rationalität, Maß und menschliche Bedürfnisse konsequent in den Mittelpunkt stellte. Während das italienische Design der Nachkriegszeit international zunehmend durch expressive Formen Aufmerksamkeit erlangte, blieb Frattini einer stilleren, präzisen Sprache verpflichtet, einer Haltung, die sich von der expressiven Formensprache seiner Zeitgenossen bewusst absetzte. Seine Entwürfe verstehen sich weniger als Statements denn als durchdachte Werkzeuge für das Wohnen und Leben einer modernen Gesellschaft. 
 Ab den späten 1950er Jahren begann Frattini, mit führenden italienischen Herstellern zusammenzuarbeiten, darunter Cassina, Artemide und Bernini, Kooperationen, die ihn zu einem der produktivsten Gestalter seiner Generation machen sollten. Diese Haltung zeigt sich besonders deutlich in seinen Möbelentwürfen der 1960er- und 1970er-Jahre, die heute als Schlüsselwerke des italienischen Modernismus gelten. Für Cassina entwickelte er das modulare Regalsystem „597&quot;, ein flexibel kombinierbares Möbel, das sich an unterschiedliche Räume und Nutzungen anpassen lässt. Die klare Konstruktion, die sichtbare Logik der Verbindungselemente und die Zurückhaltung in der Form machen das System zu einem frühen Beispiel für funktionalen Minimalismus, der nicht asketisch wirkt, sondern warm und benutzerfreundlich bleibt. Das Sofa „Sesann&quot; von 1970, ebenfalls für Cassina, verbindet großzügige Polsterung mit klar konturierten Metallrahmen und zeigt Frattinis Fähigkeit, Eleganz nicht über Dekor, sondern über Proportion und Materialqualität zu definieren. Das Möbel steht exemplarisch für seine Überzeugung, Luxus nicht über Ornament, sondern über Proportion und Materialqualität zu formulieren. 
   
  Boalum Leuchte von&amp;nbsp;Gianfranco Frattini und&amp;nbsp;Livio Castiglioni&amp;nbsp;  
 1970 entstand in Zusammenarbeit mit Livio Castiglioni für Artemide die Leuchte „Boalum&quot;, heute sein bekanntester Entwurf. Der flexible, schlangenförmige Lichtkörper aus Kunststoff, frei im Raum positionierbar, stellt die traditionelle Vorstellung einer Leuchte radikal infrage und folgt dabei dennoch einer klaren funktionalen Idee: Licht als bewegliches, räumlich erfahrbares Element. Dass die Boalum noch im selben Jahr auf dem New Yorker Markt eingeführt wurde und internationale Aufmerksamkeit erlangte, spricht für die Reichweite, die Frattinis Arbeit trotz ihrer programmatischen Zurückhaltung entfaltete. Gerade dieses Spannungsverhältnis zwischen technischer Innovation und spielerischer Offenheit macht den Entwurf zu einem der eigenwilligsten Beiträge der italienischen Designgeschichte jener Dekade und erklärt seine anhaltende Präsenz in Sammlungen und Ausstellungen. 
 Parallel dazu entstanden für Bernini zahlreiche Tische, Sitzmöbel und Aufbewahrungssysteme, in denen Massivholz nicht als dekoratives Element, sondern als konstruktives Prinzip erscheint. Frattini, der zeitlebens auch als Architekt tätig blieb und Inneneinrichtungen sowie Ausstellungsgestaltungen verantwortete, verstand das Möbel stets im räumlichen Zusammenhang, als Teil einer umfassenderen gestalterischen Ordnung. Die sichtbaren Verbindungen, die präzise Verarbeitung und die ausgewogenen Proportionen verleihen diesen Möbeln eine zeitlose Qualität, die sie deutlich von kurzlebigen Designtrends abhebt. Frattinis Objekte wirken nie laut, sie entfalten ihre Wirkung im täglichen Gebrauch, in der Selbstverständlichkeit, mit der sie Teil eines Raumes werden. 
 Sein Vermächtnis besteht nicht in ikonischer Überzeichnung, sondern in einer stillen, rationalen Eleganz, die den Maßstäben des italienischen Modernismus in ihrer konsequentesten Form entspricht und die auch ein Jahrhundert nach seiner Geburt nichts von ihrer Überzeugungskraft verloren hat. 
   
  Gianfranco Frattini Satztische für Cassina (heute bei Karakter)  
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2026-05-29T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Neue Knoll Tischkollektion von Dozie Kanu</title>
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                                            Zur Mailänder Möbelmesse 2026 stellte Knoll International eine erste Kollektion des Künstlers und Bildhauers Dozie Kanu vor. Auch ein Klassiker wurde wieder agezeigt - der sogenannte Morrison-Hannah-Stuhl aus dem Jahr 1973, der nun auch wieder in Europa erhältlich ist.
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  Die erste Kollektion des Künstlers und Bildhauers Dozie Kanu für Knoll, eine raffinierte Tischserie, stand im Mittelpunkt der Präsentation von&amp;nbsp; Knoll International  auf dem Salone del Mobile 2026.&amp;nbsp;Dozie Kanu Designansatz bringt einen Hauch zeitgenössischer Kultur in Wohnräume und verwandelt mit dem Konsolen-, Couchtisch und Beistelltisch ein typischerweise statisches Objekt in ein lebendiges Erlebnis.&amp;nbsp; Stahlstangen treffen auf glattes, straff gespanntes Leder und frei hängende Quasten, die sich bei der kleinsten Berührung verführerisch und ausdrucksstark in Bewegung setzen. So entstehen flüchtige Einblicke auf Objekte darunter oder daneben. Die straff gespannte Lederplatte, die herabhängenden Quasten und die Bindungen spiegeln eine taktile Sprache wider.  „Es ist keine Dekoration“,  sagt Dozie Kanu.  „Es ist ein formaler Ausdruck von Erkundung und Sehnsucht.“ Seine&amp;nbsp; &amp;nbsp;Arbeit vereint Einflüsse aus seinen nigerianischen Wurzeln, seiner Kindheit in Texas und seinem derzeitigen Wohn- und Atelierort in Santarem, Portugal. Die Lederplatte erinnert an eine&amp;nbsp;afrikanische Trommel aus der Sammlung von Dozie Kanu, während der Fransenrock afrikanische Zeremonienkleidung und die texanische Cowboy-Kultur miteinander verbindet. Die Kollektion ist wahlweise in Bronze- oder Mangan-Metallic-Lackierung und Leder erhältlich. 
 
 
 
 
 
 
   „Getreu den Designprinzipien von Knoll bringt Dozie in seinen Arbeiten eine einzigartige kulturelle Perspektive zum Ausdruck, die unverkennbar zeitgenössisch wirkt. Indem er sich auf vielfältige Einflüsse stützt – von der texanischen Cowboy-Kultur bis hin zu afrikanischen Maskenritualen –, verwandelt er diese Referenzen in eine Art künstlerische Alchemie. Durch seine skulpturale Herangehensweise an das Design verleihen seine Entwürfe für Knoll dem Raum eine unverwechselbare Ausstrahlung, bleiben dabei jedoch in Struktur und Funktion klar und direkt“,  erklärt Jonathan Olivares, Creative Director bei Knoll.  
  Die Neuauflage des Morrison-Hannah-Stuhls  
 Im Rampenlicht stand auch die Neuauflage des Morrison-Hannah-Stuhls, der bereits von Knoll 2024 in Nordamerika wieder auf den Markt gebracht wurde und nun in diesem Jahr auch in Europa wieder lieferbar&amp;nbsp; ist. Entworfen von Bruce Hannah und Andrew Morrison im Jahr 1973, wurde der Stuhl von Knoll als „einfach herzustellen, einfach zu leben und einfach zu lieben“ vorgestellt.&amp;nbsp;Durch ein aktualisiertes Design mit einfachen Einstellmöglichkeiten und ganzheitlicher Ergonomie wurde der Morrison Hannah Chair zu einem neu belebten, innovativen Design mit komfortablerem Schaumstoff und einem größeren Neigungsbereich – und sich intuitiv an jeden Sitzenden anpasst. Der Stuhl eignet sich ideal für den hybriden Einsatz und bringt wohnlichen&amp;nbsp;Komfort in eine Vielzahl von Arbeits- und Gastronomiebereichen – ein sympathischer Ansatz, der den Arbeitsstuhl neu dachte und sich nun selbstverständlich ins Wohnambiente einfügt. 
 
 
 
  Lella und Massimo Vignelli Ausstellung&amp;nbsp;im&amp;nbsp;Triennale&amp;nbsp;Museum in Mailand  
 
 
 
 Bis zum&amp;nbsp;6. September 2026 findet&amp;nbsp;in der Triennale Milano die Ausstellung über&amp;nbsp;Lella und Massimo Vignelli statt. Die große Retrospektive beleuchtet den weitreichenden Einfluss der Vignellis auf das Design des 20. Jahrhunderts, der sich über grafische Systeme, Produktdesign, Innenarchitektur und Ausstellungen erstreckt. Gezeigt werden dabei auch zahlreiche Arbeiten aus dem grafischen Werk wie das Knoll Logo der Vignellis oder die Unterlagen der umfangreichen&amp;nbsp;Ausstellung „Knoll au Louvre“ im Jahr 1972 sowie die Knoll Entwürfe Handkerchief Chair und der PaperClip Table.&amp;nbsp;„ Die Vignellis haben Knoll in einer entscheidenden Phase seiner internationalen Expansion eine außergewöhnliche Klarheit verliehen“, s agte Amy Auscherman, Leiterin des Bereichs Archive &amp;amp; Brand Heritage bei MillerKnoll.  „Sie entwickelten die Identität des Unternehmens zu einem kohärenten System, das weltweit funktionieren konnte und sich von Typografie und Ausstellungen bis hin zu Produkten und Umgebung erstreckte.“  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
 
 
 
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                            <updated>2026-05-13T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Lumina feiert das 50-jährige Jubiläum der Daphine</title>
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                                            Zum 50jährigen Entwurfsjubiläum der Daphine Leuchtenserie aus dem Jahr 1976 legt Lumina den Lichtklassiker in drei passenden Farben aus den 1970er Jahren auf. 
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                <![CDATA[
                 Die Daphine Tischleuchte und Stehleuchte wurde 1976 von Tommaso Cimini, dem Gründer von  Lumina , entworfen und verkörpert perfekt sein Leitprinzip: „Viel Licht, wenig Leuchte“. Dank ihrer zeitlosen Ästhetik und Funktionalität gilt die Daphine als italienische Designikone. Ihr Erfolg liegt in ihrer Reduktion, die sich in Minimalismus und Eleganz widerspiegelt - Eigenschaften, die für Luminas Designansatz charakteristisch sind. Eine Philosophie, die dauerhafte Qualität und Zweckmäßigkeit über Trends stellt, hat es der Daphine ermöglicht, auch fünf Jahrzehnte später noch eine sehr erfolgreiche Leuchte zu sein. Die Leuchte ist heute in vielen internationalen Museen auf der ganzen Welt zu sehen und wird von Tausenden von Kunden geschätzt. Produziert wird der Klassiker noch heute im Lumina-Werk in Arluno, Italien, wahlweise als klassische Halogen-Version oder als zeitgemäße, aber teurere LED-Version. 
 Anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums bringt Lumina neue Varianten der Daphine mit farbenfrohen Details und einem Jubiläumslogo auf den Markt. Diese verleihen der Kollektion einen frischen, neuen Farbstil. Die Farbwahl (Grün, Orange und Senfgelb) ist von dem Jahrzehnt inspiriert, in dem die Daphine entstand – den 1970er Jahren.&amp;nbsp;Am Fuß der Leuchte steht auf einer Seite die große Jahreszahl des Jubiläums. 
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                            <updated>2026-05-08T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Das Archiv von Carlo Mollino </title>
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                                            Zur Mailänder Möbelmesse legte Zanotta einen bisher noch nie industriell produzierten Tisch von Carlo Mollino auf. Gleichzeitig verkündigte die italienische Marke, dass sie sich die Exklusivrechte zur Produktion einer Reihe von weiteren Entwürfen des italienischen Allrounders ...
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                 Das Archiv von Carlo Mollino umfasst rund 17.000 grafische Vorlagen, technische Zeichnungen und Skizzen. Darunter befinden sich etwa 15.000 Fotografien, über 70 handschriftliche und maschinengeschriebene Dokumente sowie eine umfangreiche Sammlung persönlicher und beruflicher Korrespondenz. Es wird aktuell an der Fakultät für Architektur der Polytechnischen Universität Turin aufbewahrt, an der Mollino als Professor für Architektur tätig war. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung des italienischen Staates wurde Zanotta nun die Lizenz erteilt, weitere Entwürfe aus diesem bedeutenden Archiv zu editieren. Dieser Schritt baut auf der langjährigen Beziehung (seit 1981) zwischen Zanotta und dem Nachlass sowie dem Archiv von Mollino auf. Durch sorgfältig recherchierte Neuauflagen hat die Marke den Nachlass über mehrere Jahrzehnte hinweg einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nun wird erstmals ein größerer Teil seiner für die industrielle Produktion bestimmten Entwürfe unter einer einzigen Lizenz entwickelt und hergestellt. 
 Den Anfang macht der Tisch „Vertebra” aus dem Jahr 1950, der eher ein Kunstwerk als ein Möbelstück ist. Durch seine skelettartige Struktur und die fließenden Linien wird deutlich, wie Carlo Mollino Möbel als Erweiterung des menschlichen Körpers betrachtete – ein Interesse, das durch seine parallelen Aktivitäten als Skifahrer, Rennfahrer und Luftfahrtenthusiast geprägt war. Von dem Tisch wurden in den 1950er Jahren nur zwei Exemplare hergestellt, die 2020 bei Designauktionen für jeweils über sechs Millionen Euro verkauft wurden. 
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            <title type="text">Vom Monoblock zur Designikone: Der Z. Stuhl von Ernst Moeckl</title>
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                                            Der Z. Stuhl gehört zu jenen Entwürfen, die weniger laut als selbstverständlich Geschichte geschrieben haben: entstanden an der Schnittstelle von industriellem Fortschrittsglauben, neuen Materialien und einer Gestaltergeneration, die Form nicht als Stil, sondern als Haltung ve...
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                 Mit dem Revival des Z. Stuhls zur Milan Design Week 2026 setzte  Richard Lampert  ein Zeichen gegen die Kurzlebigkeit des Zeitgeists und für die nachhaltige Kraft guter Gestaltung.Die Inszenierung im Showroom in Bera folgte dabei einem erzählerischen Ansatz: Zwischen Mimosengelb und Stahlblau, zwischen Monoblock und final lackierter Form entfaltet sich die Geschichte eines Stuhls, der wie kaum ein anderer für die gestalterischen, technologischen und gesellschaftlichen Umbrüche der frühen 1970er Jahre steht. 
 Der Z.Stuhl geht auf einen Entwurf von Ernst Moeckl zurück, der 1971 als Gebrauchsmuster eingetragen wurde und 1972 auf der Kölner Möbelmesse erstmals einer breiten Öffentlichkeit begegnete. Ernst Moeckl, Absolvent der hfg Hochschule für Gestaltung Ulm, war geprägt von jener rationalen, systematischen Entwurfshaltung, die die hfg als geistige Nachfolgerin von Bauhaus und Werkbund auszeichnete. Gleichzeitig fiel sein Schaffen in eine Zeit, in der neue Kunststoffe, allen voran Polyurethan, das formale Repertoire des Möbeldesigns radikal erweiterten. Inspiriert von Raumfahrtästhetik und Science-Fiction-Narrativen entstanden Möbel, die sich bewusst von traditionellen Konstruktionsprinzipien lösten. Der Z.Stuhl ist ein Kind dieser Epoche: ein Freischwinger aus einem einzigen gegossenen Kunststoffblock, bei dem Rückenlehne, Sitzfläche und Beine eine untrennbare Einheit bilden. 
 Formal zeichnet der Stuhl eine gespannte, fast abstrakte Silhouette, deren Konstruktion sich aus einer gespiegelten Z-Form ableitet. Die Rückenlehne fließt in die Sitzfläche über, diese knickt spitzwinklig ab und führt in die markanten, nach hinten gezogenen Beine, die schließlich als Kufenfüße wieder nach vorne verlaufen. Diese Form ist nicht dekorativ, sondern funktional gedacht: Sie erzeugt jene federnde Bewegung, die dem Stuhl zeitweise auch den Namen „Federnder Stuhl“ einbrachte. Dass der Entwurf unter verschiedenen Bezeichnungen wie „Hockender Mann“, „Känguru-Stuhl“ oder schlicht „Z-Stuhl“ bekannt wurde, verweist auf seine starke ikonografische Präsenz im kollektiven Gedächtnis. 
 Eine Besonderheit des Z.Stuhls liegt in seiner deutsch-deutschen Geschichte. Parallel zur westdeutschen Produktion der Horn Collection wurde der Entwurf ab 1974 auch in der DDR gefertigt, dort im Rahmen eines staatlichen Wohnungsbauprogramms im VEB Petrolchemisches Kombinat Schwedt. Als „Stuhl Schwedt 1“ hielt er Einzug in private Haushalte ebenso wie in öffentliche Räume und wurde zu einem selbstverständlichen Alltagsobjekt. In beiden deutschen Staaten verband der Stuhl industrielle Fertigung mit einem modernen, progressiven Formverständnis, ein seltener Fall gestalterischer Kontinuität über politische Systeme hinweg. Er war stapelbar, robust, für den Innen- und Außenbereich geeignet und in unterschiedlichen Farben erhältlich, von zurückhaltenden Tönen bis zu kräftigen Akzenten. 
 Nach der Wiedervereinigung verschwand der Z.Stuhl zunächst weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein, bis seine Geschichte eine unerwartete Wendung nahm. In Chemnitz entdeckte der Unternehmer Pestel bei der Aufarbeitung stillgelegter Maschinen einen originalen Formträger des Stuhls, auf dem sich noch ein Exemplar befand. Diese Entdeckung wurde zum Ausgangspunkt einer intensiven Recherche, die schließlich zur Wiederauflage des Entwurfs führte. In Zusammenarbeit mit den Erben von Ernst Moeckl und auf Basis des überlieferten technischen Know-hows gelang es, den Stuhl ab 2022 in einer Kleinserie erneut zu produzieren, leicht skaliert auf heutige Proportionen, aber der ursprünglichen Form und Idee verpflichtet. 
 Mit der Aufnahme des Z.Stuhls in seine Kollektion führt Richard Lampert diese Geschichte nun konsequent weiter. Das Stuttgarter Unternehmen ist bekannt für seine präzise kuratierte Auswahl an Möbeln, die gestalterische Klarheit, handwerkliche Qualität und historische Relevanz verbinden. Neben Entwürfen von Egon Eiermann, Herbert Hirche oder Paul Schneider-Esleben markiert der Z.Stuhl den ersten Kunststoffklassiker im Programm und erweitert das Spektrum um ein Objekt, das industrielle Innovation und kulturelle Bedeutung in besonderer Weise vereint. Gefertigt wird der Stuhl weiterhin bei Pestel PUR-Kunststofftechnik aus einem Monoblock und in Handarbeit lackiert, was den Anspruch „Made in Germany“ nicht als Marketingformel, sondern als gelebte Praxis verstehen lässt. 
 Die Präsentation in Mailand übersetzt diese vielschichtige Historie in eine räumliche Erzählung. Gestapelte Stühle im Schaufenster machen die Produktionsschritte sichtbar, von der rohen Form bis zur finalen Oberfläche. Eine Videoinstallation in Gestalt eines historischen Fernsehgeräts verweist auf die industrielle Herkunft des Entwurfs und verbindet Vergangenheit und Gegenwart. Die Farbwahl – allen voran das leuchtende Mimosengelb – verleiht dem Objekt eine zeitgenössische Präsenz, während schokoladenbraune Elemente bewusst an Farbcodes des DDR-Designs erinnern und die historische Dimension subtil mitführen. 
 Der Z.Stuhl erscheint so nicht als nostalgisches Relikt, sondern als zeitloses Gebrauchsmöbel, das auch heutigen Wohn- und Arbeitswelten gerecht wird. Mit und ohne Armlehne, stapelbar, pflegeleicht und für den Innen- wie Außenbereich geeignet, erfüllt er weiterhin jene funktionalen Anforderungen, die bereits seine frühe Verbreitung begünstigten. In seiner Wiederauflage zeigt sich, dass gute Gestaltung nicht an eine Epoche gebunden ist, sondern sich immer wieder neu behaupten kann, wenn sie aus einer klaren Idee heraus entstanden ist. 
 Das Revival des Z.Stuhls zur Milan Design Week 2026 ist damit mehr als die Rückkehr eines einzelnen Produkts. Es ist ein Statement für den bewussten Umgang mit Designgeschichte und für die Überzeugung, dass manche Dinge ein Comeback verdienen nicht aus Sentimentalität, sondern weil sie auch heute noch etwas zu erzählen haben. 
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                            <updated>2026-05-04T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Keramiken von Barbara und Gisbert Haberland</title>
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                                            In einer kleinen Ausstellung zeigen wir aktuell im Markanto Depot die brutalistischen Keramiken des Berliner Ehepaars Barbara und Gisbert Haberland aus den 1960er und 70er Jahren.
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                 In den 1960er und 70er Jahren schuf das Ehepaar Barbara und Gisbert Haberland in Berlin außergewöhnliche Keramiken im Stil des Brutalismus, die aktuell wiederentdeckt werden. Sowohl Barbara wie Gisbert Haberland studierten an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, wo sie sich vermutlich kennenlernten. 1961 eröffneten sie die gemeinsame Keramikwerkstatt in Berlin. 
 Ihre Arbeiten sind häufig sehr dunkel glasiert und wirken durch die bewusst eingearbeiteten Strukturen – Kreise, Spiralen, Stacheln – gleichzeitig futuristisch und geheimnisvoll. So erinnern die organisch geformten Keramiken zum Teil an den Science Fiction-Universum von HR Giger, dem Erfinder der Alien-Filmwelten. Durch die tiefdunkle, fast schwarze Oberfläche treten die Strukturen subtil hervor und verleihen den Keramiken Tiefe. Unterseitig sind die Arbeiten zumeist mit einem handschriftlichen, schwarzen H signiert, welches im Kontrast zum verwendeten roten Ton steht. 
 Aktuell zeigen wir im Markanto Depot in der Kölner Südstadt eine Auswahl ihrer Arbeiten, wir freuen uns auf Ihren Besuch. 
  Leider liegen aktuell wenige Informationen über die Künstler vor, nur ihre Lebensläufe sind uns bekannt (vielen Dank an&amp;nbsp;Dr. Walter Lokau). Über weitere Informationen würden wir uns sehr freuen!    
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                            <updated>2026-04-23T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Nun bei Gubi: die ikonischen Rattanmöbel von Tito Agnoli</title>
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                                            In den 1960er Jahren entwarf der italienische Designer Tito Agnoli für Bonacina 1889 den P3 Lounge Chair und die P3S Chaise Longue aus Rattan. Nun wurdn diese Designklassiker durch eine Outdoor-Version ergänzt, der Vertrieb erfolgt exklusiv durch Gubi.
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                 1964 entwarf Tito Agnoli die beiden ikinoschen Rattanmöbel P3 Lounge Chair und die P3S Chaise Longue. Tito Agnoli, bekannt für seine raffinierte modernistische Sensibilität und sein Materialverständnis, arbeitete bei der Entwicklung damals eng mit Bonacina 1889 zusammen, welche die Möbel über Jahrzehnte herstellten und auch vertrieben.&amp;nbsp;Mit ihrer linearen und zugleich organischen Formensprache zählen die beiden Sitzmöbel zu den herausragendsten Mid Century Beispielen für Design aus Rattan. 
 Mehr als 60 Jahre nach ihrer Premiere bei Bonacina 1889 bringt  Gubi  diese skulpturalen Möbelstücke wieder auf den Markt – originalgetreu gefertigt in Zusammenarbeit mit den ursprünglichen Rattan-Meistern und erstmals für den Außenbereich angepasst. 
  Die Kunst des Webens  
 Handgewebtes Rattan prägt das Design der Agnoli Entwürfe. Die Fertigstellung jedes P3 Sessels oder der P3S Ruheliege dauert mehrere Tage, wobei der Großteil dieser Zeit darauf verwendet wird, die durchgehende Oberfläche von Hand zu weben. In jeden P3 Lounge Chair werden rund 200 Meter gespaltenes Rattan eingewebt – bei der Ruheliege ist es fast doppelt so viel. Kein Stück gleicht dem anderen; ihre subtilen Variationen offenbaren den Rhythmus menschlicher Handwerkskunst.&amp;nbsp;Die Webtechnik verleiht jeder Oberfläche ihre Festigkeit, Flexibilität und ihren Charakter und sorgt dafür, dass jedes Stück Jahrzehnte überdauert und über Generationen hinweg repariert, restauriert und geschätzt werden kann. 
 Für die Indoor-Edition verwenden die Handwerker gespaltenes Naturrattan, das mit einer hellen, honigfarbenen Beize veredelt ist, die mit der Zeit eine wunderschöne Tiefe entwickelt. Für die Outdoor-Edition setzt Gubi&amp;nbsp;synthetisches Rattan ein – eine extrudierte Polyethylenfaser, die die Wärme und Textur von Naturrattan nachahmt und gleichzeitig außergewöhnliche Haltbarkeit im Außenbereich bietet. Beide Materialien gewährleisten ergonomischen Komfort und sanfte Lendenwirbelstütze. 
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                            <updated>2026-04-21T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Der Domus Chair von Artek als Beauty Version</title>
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                                            Einer unserer erklärten Lieblingsstühle ist der Domus Stuhl von Ilmari Tapiovaara. Zu 80-jährigen Entwurfsjubiläum legt Artek den finnischen Designerklassiker in ausgewählten farblich, abgestimmten Versionen auf.
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                 Entworfen wurde der Domus Chair ursprünglich 1946 vom finnischen Designer  Ilmari Tapiovaara  für das Studentenwohnheim Domus Academica in Helsinki. Was den Entwurf besonders macht, war die präzise Verbindung von Ergonomie und Zurückhaltung. Die leicht geschwungene Sitz- und Rückenfläche aus formgepresstem Holz folgt dem Körper auf eine überraschend bequeme Weise, ohne weich oder überinszeniert zu wirken. Charakteristisch für den Domus Stuhl sind vor allem die verkürzten Armlehnen: Sie geben Halt, ohne den Stuhl schwer erscheinen zu lassen, und erlauben es zugleich, ihn nah an einen Tisch zu ziehen. Genau dieses Detail zeigt, wie sorgfältig Tapiovaara Nutzung, Bewegung und Raum zusammengedacht hat. 
 ormal wirkt der Domus Chair fast selbstverständlich – und genau darin liegt seine Qualität. Der Domus Chair braucht keine dekorative Geste, um Präsenz zu haben. Seine Form ist klar, ruhig und konstruktiv, aber nie kalt. Er steht exemplarisch für einen nordischen Modernismus, der nicht nur ästhetisch reduziert ist, sondern vor allem auf Alltagstauglichkeit, Materialehrlichkeit und soziale Zugänglichkeit setzt. Damit verkörpert er ein Designverständnis, bei dem Gestaltung nicht Luxus ist, sondern eine Verbesserung des täglichen Lebens. 
 Dies alles macht den stapelbaren Domus Chair zu einem unserer Lieblingsstühle überhaupt, Markanto-Gründer Sven Vorderstrase nutzt den Domus Stuhl seit Jahren am Esstisch zuhause. Dabei hat er noch Stühle von der Edition von Aero Design, die vor Artek den finnischen Klassiker produzierten und Markanto für den deutschsprachigen Raum als Exklusivpartner hatten. 
 Seinen Durchbruch hat der Entwurf im Jahr 1947, als Knoll International den Stuhl in sein Sortiment aufnahm und anfing ihn unter dem Namen „Finn Chair“ in Pennsylvania in den Vereinigten Staaten zu produzieren (wir haben einen ganzen frühen Stuhl aus dieser Produktion in unserer Sammlung). Dass ein ursprünglich für studentisches Wohnen entwickelter Stuhl später in Bibliotheken, Cafés, Universitäten und privaten Esszimmern auf der ganzen Welt eingesetzt wurde, zeigt seine außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit. 
 Heute wirkt der Domus Chair aktueller denn je. In einer Zeit, in der viele Möbel zwischen dekorativem Objekt und schnelllebigem Konsumprodukt schwanken, erinnert er daran, dass Langlebigkeit, Klarheit und Nutzungsintelligenz zeitlos sind. Der Stuhl ist nicht laut, aber präzise. Nicht spektakulär, aber dauerhaft relevant. Gerade deshalb ist er ein Möbel, das man nicht nur betrachtet, sondern versteht. 
 Zum Jubiläum legt  Artek  den Stuhl nun in verschiedenen abgestimmten Beauty Versionen in Stoff oder Leder auf, die sich zusätzlich über einen umlaufenden Keder bei der Rückenlehne ausweichen. Das Gestell ist dazu abgestimmt in gebeizter Birke oder in Eiche. Eine umfangreiche Auswahl der Edition finden Sie im Markanto Showroom in der Kölner Südstadt. 
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                            <updated>2026-04-13T01:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">100 Jahre PH-System von Poul Henningsen: das Drei-Schirme-System</title>
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                                            Anlässlich des 100-jährigen Entwurfjubiläums des von Poul Henningsen entwickeltem PH-Systems bringt Louis Poulsen eine neue Centenary Edition, bestehend aus dem PH 1/1 Kronleuchter, der PH 3/2 Tischleuchte und 3½-2½ Stehleuchte, heraus. 
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                 Vor 100 Jahren, im Jahr 1926, entwickelte der dänische Designer  Poul Henningsen  basierend auf seiner gestalterischen und wissenschaftlichen Denkweise das PH-System für durchdachte Lichtlösungen.&amp;nbsp;Elektrisches Licht war zwar längst verfügbar, doch es war selten angenehm. Unkontrollierte Helligkeit, harte Kontraste, sichtbar glühende Birnen und blendende Kegel bestimmten das Alltagsleben. Poul Henningsen, der sich intensiv mit Physik, Architektur, Licht und menschlicher Wahrnehmung beschäftigte, war überzeugt, dass Licht weit über reine Funktion hinausgeht. Er verstand es als kulturelles Medium, das unseren Umgang miteinander, unseren Wohnkomfort und unsere Wahrnehmung von Räumen prägt. Sein Drei-Schirme-System war das Ergebnis jahrelanger Forschung mit Zeichnungen, Modellen und Messungen, die darauf abzielten, Licht in Schichten zu brechen und so zu verteilen, dass es weich, gleichmäßig und blendfrei erscheint. 
 Zentral für dieses System ist die logarithmische Spirale, eine Form, die sich in der Natur häufig findet und durch ihre gleichmäßige Ausweitung besonders geeignet ist, Licht zu führen und Streuwinkel kontrolliert zu gestalten. Die Schirme der PH-Leuchten wurden so proportioniert, dass der obere Schirm den intensivsten Lichtanteil lenkt, der mittlere Schirm ihn bricht und weiterleitet, und der untere Schirm schließlich als Schutz vor direkter Blendung fungiert. Durch diese abgestufte Lichtführung entstand ein Licht, das in seiner Natürlichkeit an Tageslicht erinnerte und dennoch die intime Wärme traditioneller Lichtquellen bewahrte. Diese Mischung aus wissenschaftlicher Präzision und kultureller Sensibilität machte Henningsens Entwürfe bereits zu Lebzeiten zu einem Meilenstein der Moderne und später zu Klassikern des internationalen Designs. 
 Ein besonderes Merkmal des PH-Systems ist das klare Nummerierungsschema, das bis heute jede Leuchte eindeutig charakterisiert. Modellbezeichnungen wie PH 4/3 oder PH 4/4 bestehen aus zwei Zahlen, die sowohl Proportion als auch visuellen Ausdruck definieren. Die erste Ziffer gibt den Durchmesser des Oberschirms in Dezimetern an – eine „4“ entspricht etwa 40 Zentimetern. Die zweite Ziffer zeigt an, zu welcher Größenfamilie die unteren Schirme gehören. Bei Modellen, deren Ziffern identisch sind, wie PH 3/3 oder PH 4/4, stammen alle drei Schirme aus einem konsistenten Größenverhältnis. Bei Varianten wie PH 3/2 oder PH 4/3 wird der größere obere Schirm mit unteren Schirmen einer kleineren Leuchte kombiniert, was zu einem leichteren Ausdruck und einer stärkeren Lichtlenkung nach unten führt. Diese Variationen waren insbesondere für Tisch- und Arbeitsplatzbeleuchtungen von Bedeutung, da sie Henningsens Vision eines blendfreien, funktionalen und gleichzeitig atmosphärischen Lichtes besonders wirkungsvoll umsetzen. 
 Die sogenannte  Centenary Edition  von  Louis Poulsen  greift die diese historische Systematik auf und spannt so einen Bogen über ein ganzes Jahrhundert Lichtdesign. Sie zeigt, wie konsequent und zugleich flexibel das PH-System ist – ein Entwurf, der in den 1920er Jahren auf wissenschaftlicher Neugier, technischer Präzision und einer zutiefst menschlichen Lichtauffassung beruhte und bis heute in zeitgenössischen Räumen eine unvergleichliche Wirkung entfaltet. Die neue Edition feiert nicht nur ein Jubiläum, sondern eine Idee, die Generationen von Designerin und Architekten bis heute inspiriert. 
 &amp;nbsp;Die PH-Edition umfasst ausgewählte historische Modelle, die in einer zeitgemäßen Materialisierung wiederaufleben: brüniertes, lackiertes Messing, opale Glasoberflächen und farbige Glasvarianten verleihen den ikonischen Formen eine frisch interpretierte Präsenz. Besonders hervortritt der  PH 1/1 Kronleuchter , der als limitierte Edition gefertigt wird und die feine Proportionierung der kleinsten PH-Schirme in einem beinahe schwebenden, skulpturalen Objekt vereint. Die Centenary Edition ist weniger eine nostalgische Rückschau als eine präzise kuratierte Hommage an ein Lichtsystem, das auch im Zeitalter von LED-Technologie, Smart-HomeS-teuerungen und digitaler Lichtgestaltung nichts von seiner Gültigkeit verloren hat. Die Edition zeigt, wie aktuell Henningsens Grundidee noch immer ist: blendfreies, harmonisches, atmosphärisch geschichtetes Licht, das dem Menschen dient und den Raum strukturiert und beruhigt beleuchtet. 
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                            <updated>2026-04-07T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Nur für kurze Zeit: Vitra 3+1 Aktion</title>
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                                            Beim Kauf von drei gepolsterten Dining-Stühlen von Vitra erhalten Sie den vierten Stuhl ohne Berechnung, was rund 25% Rabatt entspricht. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung.
                                        ]]>
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                <![CDATA[
                 Schöner Sitzen:&amp;nbsp;Bis zum 30. Juni 2026 erhalten Sie beim Kauf von vier gepolsterten Vitra Stühlen rund 25% Rabatt auf ausgewählte Dining Chairs von Vitra in den gepolsterten Varianten. Dazu zählen folgende Stuhlmodelle: 
 
 Eames Plastic Side Chair und Arm Chair Chair von Charles &amp;amp; Ray Eames   
 Eames Wire Chair&amp;nbsp;von Charles &amp;amp; Ray Eames   
 Softshell Side Chair und Arm Chair von Ronan und Erwan Bouroullec   
 Mikado Side Chair und Arm Chair&amp;nbsp;von Barber Osgerby   
 Fauteuil Direction Armlehnstuhl von Jean Prouvé 
 
 &amp;nbsp; 
 Da wir bei Markanto primär die Eames Stühle mit der Vollpolsterung anbieten, bitte ggf. weitere Varianten mit dem integrierten Sitzpolster per E-Mail anfragen (gilt auch für die Eames Fiberglass Chairs). Bitte beachten Sie bei Ihrer Bestellung auch, dass der angezeigte Preis pro Stuhl ist. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung. 
 &amp;nbsp; 
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            <title type="text">Fritz Hansen und Verner Panton: Eine vergessene Partnerschaft </title>
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                                            Zum 100. Geburtstag von Verner Panton legt Fritz Hansen mit der 3107 Panton Edition eine Hommage aufs, die zugleich an eine außergewöhnliche, heute fast vergessene Zusammenarbeit anknüpft.
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                 Zum 100. Geburtstag von Verner Panton hat  Fritz Hansen  eine besondere Hommage geschaffen: die 3107 Panton Edition - vier leuchtende Farben aus Pantons ikonischer Farbpalette aus dem Jahr 1972, exklusiv für das Jahr 2026 neu aufgelegt. Diese Sonderedition erinnert nicht nur an das visionäre Werk Pantons, sondern auch an eine jahrzehntelange Zusammenarbeit, die heute fast in Vergessenheit geraten ist. Denn, obwohl die Möbel von Verner Panton heute meist mit anderen Herstellern verbunden werden, war Fritz Hansen einer seiner wichtigsten frühen Partner des Designers – und einer der wenigen, die seinen Mut zu Farbe, Experiment und radikaler Formensprache bereits in den 1950er‑ und 60er Jahren unterstützten. 
 Als&amp;nbsp;Verner Panton in den frühen 1950er Jahren im Büro von Arne Jacobsen seine Laufbahn startete, befand sich die dänische Moderne im Aufbruch. Während Jacobsen die Ästhetik des rationalen Funktionalismus verkörperte, begann Panton schon damals, sich davon zu lösen. Seine spätere Zusammenarbeit mit Fritz Hansen fällt genau in diese Phase - eine Zeit, in der das moderne Wohnen neu gedacht wurde und Möbel zunehmend zu Experimentierfeldern des gesellschaftlichen Wandels wurden. Fritz Hansen erkannte früh das Potenzial dieses jungen Gestalters, der sich nicht mit einer Fortsetzung des Modernismus zufriedengab, sondern dessen Grenzen radikal überschritt. 
 Der  Bachelor Chair , Mitte der 1950er Jahre als erstes gemeinsames Projekt gefertigt, zeigt dies eindrücklich: ein unkompliziertes, flach verpackbares Sitzmöbel, das entsprechend dem Zeitgeist einer jungen, mobilen Bevölkerung entsprach. Dass dieses Modell fast zwei Jahrzehnte im Programm blieb, unterstreicht die Rolle Fritz Hansens als Ermöglicher von Pantons frühen Erfolgen. 
 Nur wenig später folgte die  Tivoli‑Stuhlserie , deren Stahlrohrkonstruktion dieselbe leichte Robustheit aufwies, die auch Pantons Bachelor Chair ausgezeichnet hatte. Für Fritz Hansen waren diese Entwürfe nicht bloß Produkte, sondern Zeichen einer Verschiebung im dänischen Design - hin zu einer gestalterischen Sprache, die Farbe, Atmosphäre und räumliche Wirkung als wesentliche Kategorien verstand. Diese Entwicklung kulminierte in den 1970er‑Jahren in Projekten wie  Pantonova , einer modulartigen Drahtserie, die im Restaurant Varna in Aarhus erstmals öffentlich sichtbar wurde. Die visuelle Leichtigkeit des Drahtgeflechts, kombiniert mit kräftigen Polsterfarben und den unendlichen Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Module, spiegelten Pantons gesamträumliches Denken wider. Dass Fritz Hansen dieses ambitionierte System auf den Markt brachte, zeigt seine Bereitschaft, über traditionelle Möbelproduktion hinauszugehen und Räume als harmonische Gesamtsysteme zu verstehen. 
 Auch experimentelle Großformen wie der berühmte&amp;nbsp; Living Tower  oder das&amp;nbsp;&amp;nbsp; Cloverleaf‑Sofa  fanden ihren Weg in die Fertigung von Fritz Hansen. Diese Arbeiten, die in Visiona II 1970 ihren Höhepunkt erreichten, waren weniger Möbel als vielmehr organische Landschaften, die soziale Interaktion bewusst neu inszenierten. Dass Fritz Hansen sich auf derartige radikale Konzepte einließ, macht die Zusammenarbeit so einzigartig. Sie zeugt von einem Unternehmen, das zu jener Zeit nicht nur hochwertige Möbel fertigte, sondern aktiv an der Zukunft des Wohnens mitgestaltete. Selbst spätere Projekte wie das  System 1‑2‑3  oder der  Wire Cone Chair  von 1988 zeigen das fortgesetzte Vertrauen zwischen Gestalter und Hersteller. Hier wurde industrielle Fertigung durch neue Methoden optimiert, ohne Pantons charakteristische Formensprache zu verwässern. Ein Beleg dafür, wie sehr die gegenseitige Wertschätzung den langen Zeitraum der Kooperation prägte. Heute sind viele dieser Entwürfe nicht mehr bei Fritz Hansen im Programm, und im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit wird Panton stärker mit anderen Marken verbunden. Doch gerade deshalb ist die 3107 Panton Edition so bedeutend: Sie bringt eine historische Beziehung zurück ins Licht, die wesentlich zur Entfaltung einer der wichtigsten Designerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts beigetragen hat. Als Verner Panton 1972 zum 100‑jährigen Jubiläum von Fritz Hansen eine kühne Farbpalette für die Series 7™ entwickelte, verband er erstmals Jacobsens ikonische Form mit seiner eigenen farbintensiven Gestaltungssprache. Dass ausgerechnet diese vier Farben – Gelb, Orange, Rot und Braun – nun im Jahr 2026 erneut erscheinen, verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf eine Weise, die kaum symbolträchtiger sein könnte. 
 So schließt sich der Kreis: Die exklusive 3107 Panton Edition führt die Geschichte einer Kooperation fort, die einst zu den progressivsten des skandinavischen Designs gehörte. Sie erinnert daran, wie bedeutend der Beitrag von Fritz Hansen zur Entwicklung Pantons war, und zugleich daran, wie relevant Pantons Denken für die Gegenwart geblieben ist. Man sitzt, wie Panton sagte, immer am bequemsten auf einer Farbe, die man mag – und diese Edition lässt uns spüren, wie kraftvoll seine Farben noch immer wirken. 
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            <title type="text">15% Rabatt auf Saarinen-TIsche</title>
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                                            Bis zum 31. März 2026 erhalten Sie 15% Rabatt auf die berühmten Saarinen-Tische von Knoll International in der Variante mit weißer Laminat- oder schwarzer Fenix-Tischplatte. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung! 
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                 Um 1956 entwarf der amerikanische Architekt Eero Saarinen für Knoll International die Tische der „ Pedestal Collection ”. Basierend auf dem Konzept des ersten einbeinigen Stuhls entstand damals eine ganze Serie verschiedener runder und ovaler einbeiniger Tuliptische.&amp;nbsp;Bis zum 31. März 2026 erhalten Sie. nun 15% Rabatt auf die berühmten Saarinen-Tische von Knoll International in der Variante mit weißer Laminat- oder schwarzer Fenix-Tischplatte. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung! 
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            <title type="text">100 Jahre Arne Vodder</title>
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                                            Dieses Jahr wäre nicht nur Verner Panton 100 Jahre alt geworden, ebenso ein Landsmann Arne Vodder feiert dieses Jahr sein Jubiläum. Zeit für eine kleine Würdigung...
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                 Im Jahr seines 100. Geburtstags bietet sich die Gelegenheit, Arne Vodders Werk nicht nur als ästhetisches Phänomen des Mid Century Modern zu würdigen, sondern es als Beitrag zu einer spezifischen Form von Ordnungsdenken im Möbeldesign zu untersuchen.&amp;nbsp;Arne Vodder gehört zu jener Generation dänischer Gestalter, die zwischen handwerklicher Tradition und industrieller Moderne vermittelten – jedoch mit einer bemerkenswert eigenständigen formalen und konstruktiven Haltung. 
 Arne Vodder studierte zuerst an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen unter Finn Juhl. Während Juhl für seine skulpturale, teils expressive Formensprache bekannt wurde, entwickelte Vodder eine diszipliniertere, strukturell argumentierende Gestaltung.Sein Werk lässt sich im Spannungsfeld zwischen organischer Moderne und funktionalistischer Systematik verorten. Anders als die radikal rationalistische Linie des Bauhauses zielt Vodders Arbeit nicht auf Reduktion im Sinne geometrischer Strenge, sondern auf eine kontrollierte Weichheit: Radien, Fasen, leicht konvexe Flächen und subtile Materialübergänge erzeugen eine visuelle wie haptische Kohärenz. 
 Besonders deutlich wird Arne Vodders Beitrag im Bereich der Aufbewahrungsmöbel – Sideboards, Highboards, Schreibtische. Diese Objekte sind keine bloßen Stauraumlösungen, sondern räumliche Ordnungssysteme. Besinders hervorzuheben ist das sogenannte Vodder Sideboard, ausgezeichnet auf der Tiennale in Mailand, (Abbildung oben), mit dem typischen Farbverlauf, den Vodder wohl von Finn Juhl übernommen hatte.&amp;nbsp;Seine Möbelentwürfe, meist produziert von Sibast Furniture, folgen einer klaren konstruktiven Logik. Die Fronten erscheinen geschlossen und ruhig, während das Innere differenziert organisiert ist. Dieses Wechselspiel zwischen äußerer Reduktion und innerer Komplexität verweist auf ein zentrales Motiv: Ordnung als kulturelle Praxis, nicht als visuelle Strenge.&amp;nbsp;Arne Vodder&amp;nbsp;gestaltet Möbel, die Verhalten strukturieren. Schubladenhöhen, Fachteilungen und Proportionen sind so angelegt, dass sie bestimmte Formen der Nutzung nahelegen. Ordnung wird hier nicht moralisch eingefordert, sondern konstruktiv vorbereitet.&amp;nbsp;Die häufig weich auslaufenden Kanten seiner Arbeiten reduzieren nicht allein Verletzungsgefahr oder visuelle Härte, sondern erzeugen eine kontinuierliche Lichtbrechung. Dadurch verlieren die Möbel ihre Massivität; sie erscheinen leichter, beinahe schwebend.&amp;nbsp;Diese subtile Bearbeitung lässt sich als Form taktiler Intelligenz verstehen: Die Möbel adressieren nicht nur den Blick, sondern die Hand. In einer Zeit zunehmender Industrialisierung bleibt bei Vodder das haptische Erlebnis integraler Bestandteil der Gestaltung. 
 Arne Vodder Arbeiten&amp;nbsp;fanden in den 1950er und 60er Jahren internationale Verbreitung, insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt. Sie wurden unter anderem in diplomatischen und politischen Kontexten eingesetzt – unter der Präsidentschaft von Jimmy Carter befanden sich seine Entwürfe&amp;nbsp; im Weißen Haus. 
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