Markanto on Tour: Kölner Kirchen der Moderne

Erste Station der Führung war dabei die evangelische Pfarrkirche Melanchthon in Köln Zollstock von Theodor Merrill im Stil des Neuen Bauens der 1920er Jahre. Beeindruckend war nicht nur die Bestuhlung mit über 350 Eiermann SE 18 Kirchenstühlen, sondern die Tatsache, dass die Kirche ursprünglich gleichzeitig als Gemeindezentrum fungierte und Merrill damals eine dreigeschossige Kirche mit einem Sportraum (!) im Untergeschoß plante.

Ganz viele Egon Eiermann Stühle in der  Kölner Pfarrkirche Melanchthon...

Kunsthistorikerin Ira Scheibe bei ihrem Vortrag über die Melanchthon Kirche und das in der Weimarer Republik geplante Wohnviertel in Köll-Zollstock.

Ein absolutes Highlight war der Besuch der Kirche der katholischen Hochschulgemeinde Köln Johannes XXIII. Die Fassade des Meisterwerk des Brutalismus wurde bereits vielfach publiziert – besonders interessant ist aber der Innenraum mit den fantastischen Fensterbändern aus Bleiglas. Der Entwurf stammt von dem Bildhauer Josef Rikus und dem Architekt Hans Buchmann.

Bleiglasfenster in der Kirche Johannes XXIII mit Betonwand. Die Stühle sind dabei auch Entwürfe von Josef Rikus.

Nüchtern und überwältigend war das Innere von St. Mechtern in Köln-Ehrenfeld. Mit fast 20 Meter hohen Decken und der durchdachten, leichten Fenstergestaltung schuf Rudolf Schwarz ein Meisterwerk, dass uns fast an Arbeiten von Gio Ponti erinnerte.

Brutalismus pur ist dagegen St. Gertrud von Gottfried Böhm – hier einer der beiden Beichtstühle aus Sichtbeton. Heute wird die Kirche mit ihrer beeindruckenden Akustik häufig für Kulturveranstaltungen genutzt.

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