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        <name>Markanto</name>
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    <updated>2026-04-16T11:49:47+02:00</updated>
    
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            <title type="text">60 Jahre Cassina x Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand</title>
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                                            Im Jahr 1964 erwarb Cassina die Rechte an den vier ikonischen Möbelentwürfen von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand, die ab 1965 in Serienproduktion gingen. Sechs Jahrzehnte später würdigt das italienische Unternehmen das Jubiläum mit einer limitierten Sonde...
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                 2025 blickt das italienische Unternehmen Cassina auf ein bedeutendes Kapitel seiner Firmengeschichte zurück: die Aufnahme der Serienproduktion von vier Möbelentwürfen von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand vor 60 Jahren. Dieses Jubiläum nimmt Cassina zum Anlass, eine Sonderedition der mittlerweile ikonischen Kollektion aufzulegen. 
 Zum 60jährigen Jubiläum erscheinen die vier Modelle, mit denen die sogenannte ”Le Corbusier-Edition” damals begann – der Sessel LC1 „ Fauteuil dossier basculant “, der Sessel LC2 „ Fauteuil Grand Confort, petit modèle “, der Sessel LC3 „ Fauteuil Grand Confort, grand modèle “ sowie die Ruheliege LC4 „ Chaise Longue à réglage continu “ Alle vier Sitzmöbel zeichnen sich durch drei exklusive Farbvarianten aus. Die beiden LC2 und LC3 Sessel sind mit einem Mohair-Samtstoff bezogen, die Ruheliege und der LC1 Sessel mit hochwertigem Sattelleder. Die Gestelle sind dazu farblich passend Ton in Ton farbig verchromt. Diese Edition ist nur für eine begrenzte Zeit erhältlich und unterstreicht die Verbindung von Tradition und Innovation, für die Cassina und das Designer-Trio stehen. Anzumerken ist, dass die ursprünglichen Produktnamen LC1, LC2, LC3 und LC4 von Cassina eliminiert wurden, da das Kürzel LC nur für Le Corbuier steht. Da mittlerweile bekannt ist, dass viele der Entwürfe primär durch Charlotte Perriand erfolgten, wurden von zwei Jahren die alten französischen Produktnamen aus den 1920er bzw. 30er Jahren wieder eingeführt. 
 Ursprünglich wurden die Möbel im Jahr 1929 auf dem Pariser  Salon d’Automne  im Rahmen der Ausstellung  L’Équipement intérieur d’une habitation  erstmalig vorgestellt. Diese Inszenierung verstand sich als programmatischer Ausdruck einer neuen, funktional orientierten Wohnkultur – ein bewusster Bruch mit den dekorativen Konventionen der Zeit zugunsten technischer Rationalität, klarer Formen und modularer Gestaltung. Die Entwürfe entstanden in enger Zusammenarbeit der drei Gestaltern im Pariser Architekturbüro, das Le Corbusier 1923 gemeinsam mit seinem Cousin Pierre Jeanneret gegründet hatte. Anfangs lag der Schwerpunkt auf avantgardistischen Bauprojekten, doch mit dem Eintritt von Charlotte Perriand im Jahr 1927 begann eine neue gestalterische Phase: In intensivem Austausch entwickelte das Trio eine visionäre Möbelkollektion, die heute zu den bedeutendsten Designklassikern des 20. Jahrhunderts zählt. In den 1920er und 30er- Jahren wurden erste Modelle in kleinen Auflagen durch Hersteller wie Thonet produziert. In den 1950er Jahren setzte Le Corbusiers Galeristin Heidi Weber in der Schweiz eine limitierte Edition um, bis Cassina 1964 die Rechte der Möbelstücke erwarb. 
 Die Aufnahme der Serienfertigung im Jahr 1965 wurde angestoßen durch den Designer und Unternehmer Dino Gavina, der Cesare Cassina mit der Schweizer Galeristin und Sammlerin Heidi Weber zusammenbrachte. Letztere verfügte über die Rechte zur Produktion der sogenannten Le-Corbusier-Möbel. Aus dieser Begegnung entstand eine enge Zusammenarbeit, die sich durch höchste Sorgfalt und Respekt gegenüber Originalkonzepten und -materialien auszeichnete. 
 Cassina näherte sich diesen Entwürfen mit wissenschaftlicher Präzision: Historische Zeichnungen wurden gemeinsam mit Kunsthistorikern und Spezialisten analysiert und für eine zeitgemäße industrielle Produktion adaptiert. So begann die sorgfältige Reedition – ein Prozess, der das Erbe der Moderne nicht nur bewahrte, sondern neu interpretierte. In den vergangenen sechs Jahrzehnten hat Cassina die Kollektion – teilweise noch in enger Abstimmung Charlotte Perriand - stetig weiterentwickelt und dabei ihre kulturelle wie gestalterische Bedeutung gefestigt. Die nun veröffentlichte Jubiläumsedition richtet den Blick erneut auf die Anfänge und betont zugleich den fortwährenden Einfluss dieser Möbel auf die internationale Designlandschaft. 
 Cassina wurde 1927 von den Brüdern Cesare und Umberto Cassina im norditalienischen Meda gegründet – einem Ort, der bis heute Sitz des Unternehmens ist. Anfangs auf die Produktion von Holztischen spezialisiert, erweiterte Cassina sein Sortiment bald um Polstermöbel. Der entscheidende Impuls zur internationalen Bekanntheit erfolgte in den 1950er -Jahren: Der Architekt Gio Ponti vermittelte Cassina den prestigeträchtigen Auftrag zur Ausstattung des Passagierschiffs  Andrea Doria . Dieses Projekt markierte den Beginn einer langjährigen, prägenden Zusammenarbeit zwischen Ponti und Cassina – und zugleich den Aufbruch in eine neue Ära des italienischen Designs 
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                            <updated>2025-05-20T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Somestimes I lie: Die Zusammenarbeit von Cassina und ​Pietro Terzini</title>
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                                            Viel beachtet wurde während der Milano Design Week die erste Zusammenarbeit von Cassina und ​dem italienischen Künstler Pietro Terzini. Das Ergebnis sind drei Spiegel mit seinen typisch sarkastischen Aussagen. Während ein Spiegel bei Cassina als Serienprodukt angedacht ist, wa...
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                 Zur Möbelmesse 2025 in Mailand präsentierte Cassina eine vielbeachtete Kooperation mit dem italienischen Künstlers Pietro Terzini, der mit seinem Crossover aus Kunst, Design und Mode aktuell sehr viel Beachtung erzielt. Alleine bei Instagram hat sein Profil über 650.000 Follower. Aus der Kooperation entstanden drei Spiegel mit seinen typischen plakativen Aussagen, wobei das Motiv  „We see what we want to see ” als Serienprodukt erscheint. Die beiden anderen Spiegel  „I love you”  und  „Sometimes I lie”  sind in nur ganz kleinen Editionen von 100 Exemplaren erhältlich, die schon während der Messe ausverkauft waren. Markanto ist es gelungen sich je einen der Editions-Spiegel zu sichern. Die ovale Form stammt des Spiegels ist übrigens von dem berühmten Spiegel „ Les grands trans-Parents” &amp;nbsp;von May Ray abgeleitet. 
 ​Pietro Terzini ist ein italienischer Künstler, der für seine Werke bekannt ist, die sich mit Konsumkultur, Markenidentität und der Rolle der Liebe im digitalen Zeitalter auseinandersetzen. Geboren 1990 in Lodi, Italien, absolvierte er ein Architekturstudium am Politecnico di Milano und erwarb anschließend einen Master in Marketing an der Bocconi-Universität. Nach einigen Jahren in der Design- und Modebranche widmete er sich vollständig der Kunst und arbeitete mit renommierten Marken wie Stella McCartney, Moncler, Tiffany &amp;amp; Co., Valentino, Tod&#039;s, Nike und Vogue zusammen. ​Seine&amp;nbsp;Kunst ist geprägt von einer Mischung aus Street Art, digitaler Meme-Kultur und konzeptueller Pop-Art. Er nutzt Verpackungen und Materialien von Luxusmarken, um darauf ironische und nachdenkliche Botschaften zu platzieren. Ein Beispiel hierfür ist seine Ausstellung &quot;(TRA)SH&quot; in der Kromya Art Gallery in Lugano, wo er Verpackungen von Luxusmarken wie Louis Vuitton und Hermès in Kunstwerke verwandelte, um die Konsumkultur und Markenverehrung zu hinterfragen. ​Ein weiteres bemerkenswertes Projekt war die Installation &quot;I WANT IT WOW&quot; während der Milan Design Week 2023, bei der Terzini mit dem Natursteinunternehmen Antolini zusammenarbeitete. Hier wurden seine Botschaften in Naturstein eingraviert und mit LED-Lichtern hervorgehoben, um eine Verbindung zwischen traditioneller Handwerkskunst und moderner Kunst herzustellen. ​ 
 Terzini nutzt auch digitale Plattformen, insbesondere Instagram, um seine Kunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Er betrachtet seine Arbeiten als eine Form der &quot;Meme-Art&quot;, bei der physische Werke fotografiert und online geteilt werden, um Gedanken und Emotionen zu vermitteln. Seine Arbeitensind ein Spiegelbild unserer Zeit, in der Konsum, Markenidentität und digitale Kommunikation zentrale Rollen spielen. Durch seine Werke lädt er das Publikum ein, über diese Themen nachzudenken und die Welt aus einer neuen Perspektive zu betrachten. 
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                            <updated>2025-04-25T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Gio Pontis Klassiker im Vergleich: Leggera versus Superleggera</title>
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                                            In den 1950er Jahren entwarf der italienische Architekt Gio Ponti seine berühmten Sitzmöbel Leggera und Superleggera, die heute immer noch von Cassina in Meda hergestellt werden. Aber wo genau ist der Unterschied?
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                 Beeinflusst von traditionellen italienischen Stühlen, wie sie seit Jahrhunderten in der Hafenstadt Chiavari in der Nähe von Genua hergestellt werden, entwarf der italienische Architekt Gio Ponti im Jahr 1951 eine moderne Version. Der sogenannte  Leggera  Stuhl darf den Zeitgeist der 1950er Jahre und wurde schnell bei dem Hersteller Cassina zu einem erfolgreichen Stuhl. Gefertigt aus Esche ist er als Modell 646 mit einem Seilgeflecht oder mit seiner Sitzpolsterung erhältlich. Zusätzlich bietet Cassina den Leggera auch als Armlehnstuhl an. Mit einem attraktiven Basispreis von aktuell EURO 865,00 ist das Sitzmöbel ein Klassiker, der relativ preiswert ist und lange Freude macht. 
 Bei der aktuellen Version des Leggeras hat Cassina die Proportionen an die Körpergröße heutiger Kunden angepasst, der Stuhl hat nun eine Sitzhöhe von 46 cm. Dadurch wirkt der Stuhl auf dem unteren Foto im Vergleich zum Superleggera nicht nur ein wenig größer, er ist es auch. Ein großer Unterschied ist hingegen das Holz. Beim Leggera besteht aus rund geformten Holzelementen, der Superleggera hingegen aus dünneren dreieckig geformten Holzelementen. 
   
  Leggera und Superleggera (rechts)&amp;nbsp; im Vergleich  
 Hintergrund ist, dass Gio Ponti das Vorgängermodell Leggera im Jahr 1957 nochmals verfeinerte und reduzierte. Das Ergebnis war der leichteste Stuhl der Welt mit einem Gewicht von nur 1.700 Gramm. Der  Superleggera  oder Modell 699 war dabei so leicht, dass ein Junge ihn mit einem Finger hochheben konnte. Erst um 2015 gelang es dem polnischen Designer Oskar Zięta einen noch etwas leichteren Stuhl zu entwickeln, der aber auch nur 40 Gramm weniger wiegt als der Klassiker aus Italien. Trotz seiner Leichtigkeit ist der Superleggera erstaunlich robust. Bei einem Test in der Cassina-Produktion wurden die Superleggera Stühle vom Dach de Manufaktur geworfen, kein Stuhl brach auseinander, alle Stühle konnten weiter verwendet werden.Wie kaum ein anderes Möbel impliziert der Superleggera die italienische „Leichtigkeit des Seins” 
 Ein besonders Augenmerk verdient zusätzlich das sogenannte spanische Rohrgeflecht beim Superleggera. Das sehr feine Geflecht wird in stundenlanger Handarbeit in Bergdörfern bei Genua aufwendig geflochten, wodurch sich auch der hohe Preis des Meisterwerks von Gio Ponti erklärt. 
 Ob Leggera oder Superleggera, man hat die Qual der Wahl. Während beim Leggera der Preis häufig bei unseren Kunden im Fokus steht, ist es beim Superleggera die einzigartige Verarbeitung. Für weitere Fragen zu den Gio Ponti Sitzmöbeln stehen wir gerne zur Verfügung. 
   
  Auf die Detilas kommt es an: Leggera und Superleggera (rechts)&amp;nbsp;&amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2024-12-11T00:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Markanto gets Rimini Blu</title>
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                                            Auf nur 15 Exemplare limitiert ist unsere neue Edition der Rimini Blu Deckeldose 2830 nach einem Entwurf von Aldo Londi aus dem Jahr 1964, die wir zusammen mit Bitossi in Italien realisiert haben.
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                 Im Jahr 2004 entdeckten wir während einer Reise nach Mallorca in einem Ramschladen verschiedene Vasen von Bitossi. Diese waren uns damals schon von Anikmärkten und Trödelmärkten in Deutschland wohlbekannt, waren sie doch ein beliebtes&amp;nbsp;Souvenir aus dem Italien-Urlaub der 1960er Jahre. Im Gespräch mit dem&amp;nbsp;mallorquinischen Händler stellte sich heraus, dass diese Keramiken, ddie Serie hieß Rimini Blu, alle neu waren und immer noch von Keramikmanufaktur Bitossi in der Nähe von Florenz produziert werden.&amp;nbsp;Nach dem Urlaub nahmen wir direkt Kontakt mit Bitossi auf und fingen an, die Keramiken von Bitossi wieder nach Deutschland zu bringen. Die Fotografieren ließen wir damals selbst erstellen, denn die&amp;nbsp;Keramikmanufaktur G. Bitossi &amp;amp; Figli.&amp;nbsp;hatte zu dem Zeitpunkt selbst kein Bildmaterial. Unsere Wiederentdeckung stellten wir in Deutschland in der Fachpresse vor - sie stieg auf begeisterte Resonanz. Der Entwerfer hieß übrigens Aldo Londi, der mit seinem Eintritt bei Bitossi als künstlerischer Leiter fungierte und im Laufe seines Lebens Hunderte an Keramiken entwarf.&amp;nbsp;Sein bekanntester Entwurf wurde aber die Kollektion&amp;nbsp; Rimini Blu , die zwischen 1957 und 1965 entstand, allen Entwürfen gemein ist das charakteristische Muster und die blaue Farbe.&amp;nbsp; 
 Im umfangreichen Bitossi Archiv (oder Museum) entdeckten wir die&amp;nbsp;Deckeldose 2830 von Aldo Londi in der&amp;nbsp;Rimini Blu Version. Hintergrund war, dass diese Keramik von Bitossi selbst schon in einer cremefarbigen Edition mit einer Auflage von 399 Exemplaren realisiert wurde. Vorsichtig fragten wir bei Bitossi an, ob wir eventuell die Deckeldose in der ursprünglichen blauen Rimini Blu Version als kleine Edition umsetzen können. Unsere Idee stieß direkt auf Zustimmung und wurde nun in einer ganz kleinen Auflage von nur 15 Exemplaren realisiert. Jede Keramik ist nummeriert (die Nummer 1 behalten wir selbst!) und mit Bitossi und Markanto signiert. Der Markanto Schriftzug ist übrigens von der Typografie nach historischen Bitossi-Keramiken gestaltet, wie die Vasen früher signiert wurden. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung! 
 Einige Jahre nach unserer Wiederentdeckung fand bei Bitossi ein Generationenwechsel und eine Neustrukturierung der Firma statt. Bitossi legte neben zahlreichen Aldo Londi, Piero Fornasetti und Ettore Sottsass Entwürfen aktuelle Designs von Entwerfern wie&amp;nbsp;Ronan &amp;amp; Erwan Bouroullec,&amp;nbsp;Benjamin Hubert, Dimorestudio, Nathalie Du Pasquier, Formafantasma oder Bethan Laura Wood auf und ist seitdem wider ein Vorreiter für innovatives Design. Über unsere Kontakte zu Bitossi wurden wir übrigens später aus Empfehlung Fachhändler von Fornasetti in Mailand. 
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                            <updated>2024-10-08T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Innovativ seit über 75 Jahren: Die flexiblen Einrichtungsgegenstände von Arflex</title>
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                                            Neu bei Markanto sind die Möbel des Herstellers Arflex. Einen Schwerpunkt im Sortiment dieses italienischen Unternehmens bilden dabei innovative Polstermöbel.
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                 Gegründet wurde Arflex im Jahr 1947 von Carlo Barassi, Renato Teani, Pio Reggiani und Aldo Bai. Die beiden erstgenannten hatten zuvor beim Mailänder Reifenhersteller Pirelli gearbeitet; Barassi als Ingenieur und Teani in der Verwaltung. Seinen Sitz bezog das Unternehmen zunächst ebenfalls in Mailand und firmierte anfangs noch unter „Ar-flex“, einer Verkürzung von „arredamento flessibile“, also etwa „flexible Einrichtung“. In den ersten Jahren konzentrierte sich die Firma auf die Entwicklungsarbeit und experimentierte gemeinsam mit dem Architekten und Designer Marco Zanuso an Polsterungen mit Polyurethanschaum und elastischen Bändern. 
 Die Ergebnisse dieser Experimente wurden im Jahr 1951 – also vier Jahre nach Firmengründung – im Rahmen der IX. Mailänder Triennale erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der dort gezeigte Sessel Lady und das Sofa Sleep-o-matic, beide nach Entwurf von Marco Zanuso, wurden auf Anhieb mit Goldmedaillen ausgezeichnet und bestimmen bis heute die DNA des Unternehmens Arflex. Die Produkte bauen auf gründlicher Entwicklungsarbeit auf und zeichnen sich durch ein hohes technisches und ästhetisches Niveau aus. In den folgenden Jahren legte Arflex weitere erfolgreiche Entwürfe von Marco Zanuso, aber auch von anderen Designern nach. So etwa im Jahr 1952 den Sessel Fiorenza nach Entwurf von Franco Albini (Abbildung oben), den Sessel Delfino nach Entwurf von Erberto Carboni oder die Sitzmöbel Elettra und Neptunia nach Entwürfen von Studio BBPR. Diese Modelle sind auch heute noch Bestandteil des Programms von Arflex und überzeugen neben der erwähnten Polsterungstechnik auch mit einem ästhetisch anspruchsvollen Erscheinungsbild. So kontrastiert der Sessel Fiorenza die Polsterelemente in reizvoller Weise mit einem hölzernen Untergestell in Scherenkonstruktion, der Sessel Delfino weist dezente optische Anleihen an den Körper eines Delfins auf und die Stühle und Sessel der Serien Elettra und Neptunia verwenden interessante Untergestelle aus Stahlrohr, wobei die die Rückenlehne tragenden Rohre sich unter der Sitzfläche fortsetzen und kreuzen. 
 Eine besondere Kuriosität im Arflex Sortiment der frühen 1950er Jahre stellen die Autositze MilleMiglia und Sedile Lettino nach Entwürfen von Carlo Barassi dar. Sie waren passend für den Fiat Topolino konzipiert und zeichneten sich aufgrund der erwähnten Polsterungstechnik gegenüber den Seriensitzen durch höheren Sitzkomfort aus. Darüber hinaus wiesen sie abziehbare Bezüge und – damals noch nicht selbstverständlich – kippbare Rückenlehnen auf. 
 Für die Ausstellung „Colori e forme della casa d’oggi“, also etwa „Farben und Formen des Hauses von Heute“, in Como im Jahr 1957 produzierte Arflex den von den Castiglioni-Brüdern entworfenen Sessel Cubo, der jedoch nur als Prototyp und nie in Serie gefertigt wurde. Ab 1955 expandierte Arflex mit Tochtergesellschaften ins europäische Ausland und arbeitete mit weiteren namhaften Designern, wie etwa Joe Colombo oder Cini Boeri zusammen. In den ohnehin experimentierfreudigen 1960er Jahren spielte Arflex seine Innovationskraft voll aus und präsentierte unkonventionelle und neuartige Möbel, wie etwa den Sessel Gaia, nach Entwurf von Carlo Bartoli aus glasfaserverstärktem Polyesterharz gefertigt, den Sessel Bobo nach Entwurf von Cini Boeri, der ohne innere Struktur aus einem einzigen Stück Polyurethanschaum bestand, oder – ebenfalls von Cini Boeri – dem spektakulären Sitzobjekt Serpentone . 
     
  Einfach endlos: Serpentone&amp;nbsp;von Cini Boeri&amp;nbsp;  
 Der Name – übersetzt etwa „Riesenschlange“ – verrät bereits die Form: es handelt sich um ein schlängelnd gewundenes Endlossofa, das insbesondere in großen öffentlichen Räumen hervorragend zur Geltung kommt. Wiederum von Cini Beoeri folgte im Jahr 1972 das Sofa Strips, das 1979 mit dem renommierten Designpreis Compasso d’Oro ausgezeichnet wurde. Ebenfalls nach Entwurf von Cini Boeri wurde im Jahr 1973 die Botolo Serie eingeführt, die auch heute noch erhältlich ist. Die kompakten Sessel und Stühle ruhen jeweils auf drei Metallrohren mit großzügigen Durchmessern. Die Länge dieser Beine entscheidet dabei über die Art des Möbelstücks: Lange Beine für einen Esstischstuhl oder kurze Beine für einen bodennahen Sessel. 
 Etwa zur gleichen Zeit, nämlich im Jahr 1966, gründete Arflex gemeinsam mit Cassina, Tecno und Bernini die Zeitschrift Ottagono, die sich zu einer der wichtigsten Zeitschriften für &amp;nbsp;Architektur und Design in Italien entwickelte. Im Jahr 1969 folgte der Bau einer neuen Fertigungsstätte in Limbiate bei Mailand. Auch in den folgenden Jahrzehnten blieb Arflex innovativ und&amp;nbsp; kooperierte weiterhin mit einigen der namhaftesten Designer der jeweiligen Zeit, so etwa mit Luca Meda, Michele De Lucchi, dem Studio Sottsass, Isao Hosoe oder Hannes Wettstein. 
 Seit 2005 ist der Architekt und Designer Carlo Colombo künstlerischer Leiter von Arflex. Von ihm stammen nicht nur mehrere Möbelentwürfe im Sortiment des Unternehmens, sondern auch der Entwurf für den aktuellen Firmensitz in Giussano zwischen Mailand und Como, in dessen Räumlichkeiten sowohl die Fertigung als auch die Verwaltung des Unternehmens Platz finden. Produkte von Arflex sind heute in den Sammlungen zahlreicher renommierter Museen vertreten, etwa im Museum of Modern Art in New York oder im Museum der Mailänder Triennale.&amp;nbsp; 
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                            <updated>2024-07-01T00:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Ein Leben im Zeichen der Innovation: Gaetano Pesce ist tot.</title>
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                                            Heute, am 4. April 2024, starb der italienische Architekt und Designer Gaetano Pesce im Alter von 84 Jahren. Er zählt zu den einflussreichsten Vertretern des italienischen Designs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist insbesondere für experimentelle und innovative...
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                 Der 1939 im ligurischen Küstenort La Spezia geborene Gaetano Pesce studierte von 1958 bis 1963 Architektur am Istituto Universitario di Architettura in Venedig, wo unter anderen Carlo Scarpa zu seinen Lehrern zählte. Nachdem er zunächst als freier Künstler und als Architekt arbeitete, begab er sich 1969 mit dem Entwurf des aufblasbaren Sessels Up erstmals in die Welt des Möbeldesigns. Dieses innovative Möbelstück erregte auch die Aufmerksamkeit von Cassina. Als das Unternehmen im Jahr 1972 den Ableger Bracciodiferro für experimentelles Design gründete, übertrug es Pesce die Leitung. Dort machte er unter anderem Versuche mit kunstharzgetränkten Textilien. So entstand der Sessel Golgotha Chair, der aus einem Tuch besteht, das mittels Kunstharz zum Sitz versteift wird. Aufbauend auf dieser Idee folgte Ende der 1980er Jahre – wieder für Cassina – die Serie I Feltri; Möbel, deren Rahmenstruktur von kunstharzgetränkten Filzstücken gebildet wird. 
 Neben seiner Tätigkeit für Bracciodiferro lehrte Gaetano Pesce am Institut d’Árchitecture et d’Etudes Urbaines in Strasbourg und der Domus Academy in Mailand, bevor er 1980 nach New York City zog. Dort entstand die Serie Tramonto a New York, die sich die Skyline der Metropole am Hudson zum Vorbild nimmt. 1994 gründete er das Unternehmen Fish Design mit Sitz in Mailand und New York. 
 Das architektonische Werk von Gaetano Pesce besteht überwiegend aus konzeptionell anspruchsvollen, jedoch nicht auf eine tatsächliche Umsetzung hin geplanten Entwürfen, die entsprechend auch nicht realisiert wurden. So legte er etwa 1980 – Jahrzehnte nach der Ausschreibung – einen Beitrag zum architekturhistorisch bedeutsamen Wettbewerb für den Chicago Tribune Tower vor. Tatsächlich gebaut wurden hingegen sein Orcanic Building in Osaka, das sich durch eine markante, mit Pflanzen begrünte Fassade auszeichnet, sowie das Bahia House, eine Strandvilla in Brasilien, die in expressiver Weise mit bunten Schindeln verkleidet ist. 
 Im Jahr 2019 sorgte Gaetano Pesce auf der Mailänder Möbelmesse für Aufsehen. Sein Kunstwerk Maestà Sofferente (Leidende Majestät) eine acht Meter hohe Skulptur eines Sessels, die gleichermaßen an einen Frauenkörper sowie an seinen früheren Sesselentwurf La Mamma erinnert, wurde vor dem Mailänder Dom ausgestellt. Das Objekt, das mittel seiner Farbgebung Assoziationen an nackte Haut weckte, war von zahlreichen Pfeilen durchbohrt und von Darstellungen diverser Raubtierköpfe umringt, womit es sexuelle Gewalt gegen Frauen thematisierte. 
 Die Mailänder Triennale ehrte Gaetano Pesce im Jahr 2005 mit einer umfangreichen Retrospektive, die anschließend im Vitra Design Museum gezeigt wurde. Seine Arbeiten sind Bestandteil der Sammlungen zahlreicher namhafter Museen, wie etwa des Museum of Modern Art in New York und des Victoria and Albert Museum in London. Gaetano die Pesce starb am Morgen des 4. April 2024 im Alter von 84 Jahren. 
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            <title type="text">Neues aus Italien: Codiceicona</title>
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                                            Codiceicona mit Sitz in Verona hat sich zur Aufgabe gemacht, klassische Entwürfe des italienischen Designs neu zu beleben. Das Portfolio umfasst Klassiker von Franco Albini, Joe Colombo, Luciano Baldessari oder Alessandro Mendini, ab jetzt erstmalig in Deutschland bei Markanto!
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                 Das italienische Design des 20. Jahrhunderts stellt eine derart reiche Tradition dar, dass es neben den absoluten Ikonen, die sich nicht selten bei großen Herstellern wie Cassina, Flos, Poltronova oder Zanotta in kontinuierlicher Produktion befinden, eine wahre Fülle hervorragender und unvergessener Entwürfe gibt, die zwar nicht ganz so bekannt, jedoch nicht minder reizvoll sind. Aus diesem Reichtum hochkarätiger, nicht mehr produzierter Entwürfe schöpft die Marke Codiceicona aus Verona ihr Portfolio und hat es sich zur Aufgabe gemacht, klassische Entwürfe des italienischen Designs neu zu beleben und wieder verfügbar zu machen. Ein achtköpfiges Komitee wählt dazu geeignete Entwürfe aus, die dann in kleinen Stückzahlen handwerklich gefertigt werden. Neben dem Vorsitzenden und der Vizepräsidentin von Codiceicona umfasst das Komitee auch Nachkommen von Designern, deren Entwürfe sich im Portfolio der Firma befinden, sowie mit Walter de Silva einen prominenten Entwerfer. 
 Der primär als Autodesigner bekannte&amp;nbsp;Walter de Silva&amp;nbsp; begann seine Karriere 1972 bei Fiat, wandte sich aber später dem Möbeldesign zu. Bekanntheit erlangte er 1996 durch den von ihm entworfenen Alfa-Romeo 156. Von 2001 bis 2015 arbeitete de Silva als Designer im VW-Konzern; ab 2007 als Designchef der Marke Volkswagen. Obwohl seit 2015 offiziell im Ruhestand, bleibt er der Welt des Designs verbunden. Neben seiner Tätigkeit für Codiceicona entwarf er im Jahr 2021 etwa eine Nudelsorte für Barilla. 
 Eine vergessene Ikone von&amp;nbsp;Codiceicona ist exemplarisch der futuristische Deckenstrahler Luminator Barcellona des&amp;nbsp;italienischen Architekten, Malers und Designers Luciano Baldessari für die Weltausstellung 1929. Die Abbildung oben rechts zeigt den&amp;nbsp;rationalistischen Künstler mit seinem Entwurf aus den 1920er Jahren. 
 Mitunter finden sich im Portfolio von Codiceicona auch Entwürfe, die in unmittelbarem Zusammenhang mit wesentlich bekannteren Designs stehen. So ist die von Zanotta produzierte Garderobe Sciangai von Studio DDL eine absolute Ikone der 1970er Jahre und wird bis heute angeboten. Doch in den 1990er Jahren entwarfen Gionatan de Pas, Donato d’Urbino und Paolo Lomazzi, die Designer hinter Studio DDL erneut eine Garderobe, die große Ähnlichkeit mit ihrem früheren Entwurf aufweist. Beide Garderoben setzen sich zusammen aus acht Stäben, deren untere Enden die Füße der Garderobe bilden. Die Stäbe sind jeweils etwa auf zwei Dritteln ihrer Höhe in einer Rotationsbewegung miteinander verbunden; ihre oberen Enden fungieren als Kleiderhaken. Doch während Sciangai von geraden Eschenholzstäben gebildet wird, verwendet der spätere, von Codiceicona wiederaufgelegte Entwurf Octopus stattdessen Stahlrohr, das naturgemäß eine stärkere Verformung zulässt, von der die Designer bei der Kurvenreichen, an einen Tintenfisch erinnernden, Formgebung reichlich Gebrauch gemacht haben. Lediglich an den Enden der Stäbe, erinnern Buchenholzknäufe an die Materialität des berühmteren Vorgängers. 
 Ähnlich verhält es sich mit dem Carello Musica, einem Rollcontainer, den Joe Colombo im Jahr 1968 anlässlich eines Wettbewerbs entwarf. Das kleine Möbelstück mit zahlreichen Ablagebrettern aus dünnwandigem, jedoch starkem HPL – einem laminierten Werkstoff aus unter hohem Druck laminierten Papierschichten – dient der mobilen Unterbringung eines Plattenspielers samt Verstärker und Lautsprechern. Zusätzlich bietet es Platz für eine Auswahl von Vinylplatten, sowie beispielsweise eine Tasse Kaffee und einen Teller Plätzchen. Mit diesem Entwurf nahm Joe Colombo einige Aspekte seines weitaus bekannteren Rollcontainers Boby von 1970 vorweg. 
 Des Weiteren bietet Codiceicona die Tischserie Badano an, die der Architekt und Designer Franco Albini Mitte der 1950er Jahre entwarf und die sich durch markante, aus profilierten Platten gefügte, sternförmige Beine auszeichnet. Komplettiert wird das Portfolio durch Entwürfe von Francesco Trabucco und Marcello Vecchi, Giuseppe Cormio, Alessandro Mendini, Constantino Corsini und Giorgio Wiskemann, sowie des Japaners Shigeaki Asahara, der jedoch vorwiegend in Italien arbeitete. 
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                            <updated>2023-10-18T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Neu von Gubi: Modell 597 von Gianfranco Frattini </title>
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                                            Mit ihren Nylonschnüren ist die Leuchte 597 von Gianfranco Frattini für Arteluce eine unserer erklärten Lieblingsleuchten, nun hat Gubi den italienischen Lichtklassiker als Tisch- und als Bodenleuchte neu aufgelegt.
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                 Ursprünglich wurde die Fransenleuchte 597 aus dem Jahr 1961 von Arteluce hergestellt, der Leuchtenmanufaktur von Gino Sarfatti, woher auch der Name stammt (597 war die damalige Modellnummer von Arteluce). Gianfranco Frattini ließ sich bei den Nylonfäden von der Modewelt als auch von Fransenvorhängen inspirieren, wie sie in den späten 1950er Jahren in italienischen Bars und Geschäften üblich waren. Mit dieser ungewöhnlichen Materiallösung aus Aluminium und&amp;nbsp;Nylonfäden wurde dieser italienische Lichtklassiker zu einer Designikone. 
 Arteluce wurde 1939 von&amp;nbsp;Gino Sarfatti gegründet, der auch die meisten der Leuchten für seine Firma selbst entwarf. Nur wenige Leuchten wurde durch andere Designer oder Architekten entworfen, wie die&amp;nbsp;Cinquanta Leuchtenserie von Vittoriano Vigano, das Model 2050 von Franco Albini (heute bei astep in Produktion) oder halt das Modell 597 von&amp;nbsp;Gianfranco Frattini. Sarfatti fand übrigens die Idee mit den&amp;nbsp;Nylonfäden so gut, dass er diese noch weiterentwickelte und eine Deckenleuchte aus dem Material entwarf. 
 Heute werden die original&amp;nbsp;Arteluce-Leuchten in Designauktionen großer Nachfrage, je nach Modell erzielen sie Preise von 2.000 bis 50.000 EURO. Denn die&amp;nbsp;Arteluce-Leuchten waren häufig Vorreiter in der Formgebung oder dem Material. Sarfatti verkaufte Anfang der 1970er Jahre seine Firma an Flos, die die Marke bis Ende der 19990er Jahre noch weiter verkauften. Heute werden noch einige der Artelulce Leuchten von astep in Dänemark produziert, diese Firma wird&amp;nbsp;Alessandro Sarfatti, dem Sohn von Riccardo Sarfatti und Enkel von&amp;nbsp;Gino Sarfatti, geführt. 
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                            <updated>2023-09-21T01:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Die Lido Kollektion von Cappellini</title>
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                                            Zur Möbelmesse in Mailand präsentierte die italienische Designschmiede die LIDO-Kollektion für den Gartenbereich in drei identischen drei Grundfarben.... Die Kollektion umfasst auch die neuen Entwürfe aus Aluminium des schwedischen Designers Jangir Maddadi.
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                 Laut Wikipedia steht Lido in Italien für&amp;nbsp;den  Lido di Venezia , der mittlere, Venedig vorgelagerte Teil einer Nehrung, die von Chioggia bis Jesolo reicht und die Lagune von Venedig von der offenen Adria trennt. Die Gegend entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum mondänen Seebad mit luxuriösen Hotels. Davon abgeleitet ist der Name der neuen Cappellini-Gartenkollektion, die sich i n den drei Grundfarben Weiß (RAL 9010), Violettblau (RAL 5000) und Oxidrot (RAL 3009) präsentiert. Die Kollektion umfasst eine neue Outdoor-Version des Thinking Man&#039;s Chair von Jasper Morrison in einer etwas preiswerteren Variante aus pulverbeschichtetem Edelstahl (Abbildung oben). Insgesamt beinhaltet Lido verschiedene Klassiker aus dem&amp;nbsp;Cappellini Sortiment, die sich alle in den drei neuen identischen Farben präsentieren wie die Bong und Gong Tische von&amp;nbsp;Giulio Cappellini selbst.  
  Neu hingegen sind die wunderbaren Aluminiummöbel des&amp;nbsp;schwedischen Designer mit kurdischen Wurzeln Jangir Maddadi. Die&amp;nbsp;Vendicari Serie besteht aus Sessel, Tisch und Stuhl in den drei Lido-Farben. Zusätzlich legte Cappellini den&amp;nbsp;Vendicari Sessel in einer SILVER-Edition bestehend aus nur neun Exemplaren für Sammler auf, wir freuen uns auf Ihre Anfrage!  
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                            <updated>2023-06-14T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Möbelstück und Skulptur zugleich: die Mangiarotti Collection von Agapecasa</title>
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                                            Angelo Mangiarotti zählt zu den bedeutendsten italienischen Designern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bei Markanto erhalten Sie bereits einige Objekte aus seiner Feder; und ab sofort die Mangiarotti Collection des Herstellers Agapecasa, die vorrangig seine skulpturale...
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                 Der 1921 in Mailand geborene Angelo Mangiarotti studierte Architektur am dortigen Politecnico di Milano. Er unterbrach das Studium im Jahr 1943 und floh vor dem faschistischen Regime in die Schweiz, wo er Max Bill kennenlernte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Mangiarotti zunächst nach Mailand zurück. Dort setzte er sein Studium fort und schloss es im Jahr 1948 ab. 
 Auf Vermittlung von Max Bill ging Mangiarotti 1953 in die USA, wo er als Gastprofessor am ITT Institute of Design in Chicago lehrte, einem von László Moholy-Nagy gegründeten Nachfolgeinstituts des Bauhauses, das zahlreiche Auswanderer zu seinen Lehrkräften zählte. Das Institut ist am Illinois Institute of Technology angesiedelt, wo zeitgleich Ludwig Mies van der Rohe die Architekturschule leitete. Neben Mies van der Rohe tauschte sich Mangiarotti in Chicago auch mit Frank Lloyd Wright und Walter Gropius aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Auswanderern, die Europa auf der Flucht vor den Nationalsozialisten in Deutschland oder den Faschisten in Italien verlassen hatten, währte Angelo Mangiarottis Aufenthalt in den USA jedoch nicht lange. Bereits 1955 kehrte er nach Mailand zurück, wo er gemeinsam mit Bruno Morassutti ein Studio gründete, das er ab 1960 alleine führte. 
 Mangiarottis Werk umspannt vielfältige Objekte und reicht von ganzen Bauwerken über Skulpturen für den öffentlichen Raum bis hin zu Möbeln und Gebrauchsgegenständen. So entwarf er etwa ein Wohnhaus in der Mailänder Via Quadronno, eine Kirche in Branzate, mehrere Bahnhöfe, eine Lagerhalle für Splügen Bräu und einen Ausstellungspavillon. Das von ihm geschaffene Mahnmal in Stazzema erinnert an das dort während des Zweiten Weltkriegs von der Waffen-SS verübte Sant‘Anna Massaker. 
 Ab Mitte der 1960er Jahre war Angelo Mangiarotti vermehrt als Produktdesigner tätig und kooperierte mit namhaften Herstellern, wie etwa Knoll, Cassina oder Artemide. Die Designobjekte nach seinen Entwürfen zeichnen sich durch expressive Formen und skulpturale Anmutungen aus. Zu seinen bekanntesten Entwürfen zählen die Leuchten aus Muranoglas, die er für Artemide ersann – etwa das Modell Lesbo.&amp;nbsp; 
 Am klarsten zeigen sich die skulpturalen Qualitäten seiner Entwürfe jedoch bei den zahlreichen aus Marmor gefertigten Objekten, die heute von AgapeCasa angeboten werden. Dazu zählen Tische, wie das ikonische Modell Eccentrico von 1979 (Abbildung oben). Seine runde Tischplatte wird getragen von einem einzigen Bein, das außermittig mit der Tischplatte verbunden ist und schräg steht. In seiner Gesamterscheinung wirkt der Tisch fast unwirklich, da er auf unmögliche Weise der Schwerkraft zu trotzen scheint. Mangiarottis Marmorhocker Clizia spielt auf ähnliche Weise mit unseren Sehgewohnheiten. Durch seine freischwingerartige Kurvierung scheint er die Zugbelastung des spröden Materials Marmor überzustrapazieren. Tatsächlich ist das bestens für den Außenbereich geeignete Sitzmöbel den auftretenden Kräften natürlich mehr als gewachsen. Alternativ ist der Hocker auch in Beton erhältlich. 
 Der Schweiz, die ihm während des Zweiten Weltkriegs Asyl gewährte, blieb Angelo Mangiarotti lebenslang verbunden. So lehrte er ab 1974 als Professor an der École Polytechnique Fédérale in Lausanne. Mangiarotti erhielt Ehrendoktorwürden von der TU München und von seiner Alma Mater, dem Politecnico di Milano. Im Jahr 1994 erhielt er den renommierten italienischen Designpreis Compasso d’Oro für sein Lebenswerk. 2002 ehrte ihn die Mailänder Triennale mit einer Retrospektive. Mangiarotti starb im Jahr 2012 in seiner Heimatstadt Mailand. 
 Eine Auswahl seiner Arbeiten finden Sie in der Designpost in Köln (nur 2 km Luftlinie vom Markanto Büro entfernt) und bald bei uns im Markanto Depot in der Kölner Südstadt. 
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                            <updated>2023-05-19T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Memphis Again: Objekte von Memphis Milano bei Markanto</title>
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                                            Seit über 20 Jahren arbeiten wir mit Memphis zusammen und haben in den ganzen Jahren auf Wunsch des Herstellers immer nur eine ganz kleine Auswahl der italienischen Designklassiker aus den 1980er Jahren gezeigt. Dies hat sich nun geändert.
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                 „Memphis Again” lautete der Titel der großen Ausstellung im Triennale Museum im Jahr 2022 über die Designgruppe aus Mailand, die das Design der 1980er Jahre prägte wie sonst niemand. Gegründet 1981 durch Ettore Sottsass, schuf Memphis mit&amp;nbsp;grellen, farbfrohen Entwürfen, die oftmals kegel-, kugel-, pyramiden- und würfelförmigen Elemente vereinen, Designgeschichte. Anfangs eher kritisch hinterfragt und kommerziell nicht sehr erfolgreich, gilt Memphis nun als eine der wichtigsten Designströmungen des 20. Jahrhunderts, die gefühlt alle drei Jahren von den Medien zum neuen Mode- und Livestyle-Trend wieder ausgerufen wird. 
 Seit über 20 Jahren arbeitet Markanto nun mit Memphis Milano zusammen. Nachdem wir auf Wunsch von Memphis in den zwei Jahrzehnten immer nur eine ganz kleine Auswahl der Objekte im Internet präsentierten, änderte sich dies mit der Übernahme von Memphis durch Gufram. Hintergrund war, dass Dr. Alberto Bianchi Albrici, unser langjähriger Ansprechpartner und Leiter bei Memphis in den verdienten Ruhestand ging. Der ehemalige etwas abgelegene Showroom von Memphis in der Via Olivetti wurde geschlossen, Gufram eröffnete dafür in der angesagten Via Solferino im Standteil Brera einen neuen Showroom. Als Memphis und Gufram Fachhändler bieten wir Ihnen ab sofort alle Objekte von Memphis an, wir freuen uns auf Ihre Bestellung oder Anfrage! 
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                            <updated>2023-05-15T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Lichtklassiker aus Italien von Osvaldo Borsani und Gino Sarfatti</title>
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                                            In Mailand präsentierte astep zahlreiche Neuheiten des italienischen Lichtdesigns - darunter eine Einspannleuchte des Architekten Osvaldo Borsani aus den 1950er Jahren. Und natürlich wurde die astep Kollektion um weitere Entwürfe von Gino Sarfatti ergänzt...
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                 Bei Besuch des Messestandes von astep auf der Euroluce waren wir direkt von der neuen Einspannleuchte des Architekten Osvaldo Borsani begeistert. Dieser Entwurf war uns bis dato unbekannt, zuerst haben wir das Design Gino Sarfatti, dem Großvater von dem astep Gründer,&amp;nbsp; Alessandro Sarfatti, zugeschrieben. Es stellte sich natürlich schnell heraus, dass aber die Leuchte von Osvaldo Borsani stammt, dem Gründer der Firma Tecno. Seine Möbelentwürfe lieben wir schon sehr lange, aktuell findet sich bei uns im Vintage-Bereich auch ein&amp;nbsp;Borsani-Sofa. Leider steht aber die Firma Tecno dem Verkauf von Möbeln im Internet nach wie vor skeptisch gegenüber, dass ist der Grund warum wir die Marke leider nicht bei Markanto anbieten.  
  Zur&amp;nbsp;  Einspannleuchte LT8 : Diese Leuchte entwarf Osvaldo Borsani ursprünglich 1954 für Tecno, sie wurde erstmalig auf der X Triennale in Mailand präsentiert. Es war wohl die erste Einspannleuchte ihrer Art, Borsani nutzte das Konzept später auch für eine Garderobe, die baenso zwischen Decke und Boden eingespannt werden kann. Die&amp;nbsp;Lampe für eine direkte oder indirekte Beleuchtung ist nun bei astep in zwei Höhen erhältlich: 230 bis 290 cm und 290 bis 350 cm.&amp;nbsp;   „Die&amp;nbsp;LT8 ist ein bahnbrechendes Objekt. Als einer der ersten Hybridleuchten ihrer Art wird sie zwischen Decke und Boden eingespannt. Sie war revolutionär zu ihrer Zeit und ebnete den Weg für spätere ikonische hängende Lichtdesigns” , so Alessandro Sarfatti. 
 Weitere Neuheiten von astep ist die Ergänzung der berühmten&amp;nbsp;Le Sfere-Glaskugelleuchtenserie um das Modell&amp;nbsp; Le Sfere 2042/9  mit neun Glaskugeln. Zusätzlich sind nun auch alle Leuchten der&amp;nbsp;Le Sfere-Serie wieder&amp;nbsp;mit transparenten Glaskugeln erhältlich, was Gino Sarfattis Entwurf ganz andern wirken lässt (siehe Abbildung oben). Hintergrund zu der Leuchtenkollektion ist Sarfattis Liebe zum Mond. Das perfekte Licht des Mondes faszinierte den Designer, und der leuchtende Satellit mit seiner natürlichen Poesie war die wichtigste Inspirationsquelle für die Le Sfere Glaskugeln. Im Laufe der Jahre präsentierte sich das Design mit einer Vielzahl von Kombinationen und Lichtfunktionen.&amp;nbsp; 
 Zusätzlich legte astep zwei Stehleuchten von Gino Sarfatti auf - die Modelle 1081 und 1095, die bereits vor einigen Jahren von Flos produziert wurde. Ergänzt wurden diese italienischen Klassiker und eine Leuchtenkollektion des dänischen Entwerfers&amp;nbsp;David Thulstrup (dazu muss man wissen, dass astep Chef&amp;nbsp;Alessandro Sarfatti in Kopenhagen lebt). 
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                            <updated>2023-05-09T10:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Es wird bunt: 50 Jahre Sciangai von Zanotta</title>
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                                            Dieses Jahr überraschten unsere Hersteller zur Mailänder Möbelmesse mit einer Vielzahl an spannenden Neuheiten und Editionen wie Zanotta mit der Jubiläumsedition des Sciangai Kleiderständers in einer farbenfrohen Variante. Darüberhinaus wurde die Quaderna Kollektion von Supers...
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                 1973 entwarfen die drei Mailänder Architekten&amp;nbsp;Gionatan de Pas, Donato d’Urbino und Paolo Lomazzi (auch als Studio DDL bekannt) für Zanotta einen Italienischen Designklassiker: die faltbare Garderobe&amp;nbsp;Sciangai, die entfernt an ein Mikadospiel erinnert. Der Entwurf wurde schnell zu einer Ikone der 1970er Jahre.&amp;nbsp;Zum 50jährigen Entwurfsjubiläum legt Zanotta nun den Sciangai Kleiderständer in einer farbenfrohen, nummerierten Version auf. Diese Edition ist nur bis zum Jahresende erhältlich, jeder Zanotta Fachhändler erhält maximal zwei Exemplare der Edition, die allerdings auch EURO 1.190,00 (ein Exemplar ist bei uns schon verkauft). Eine weitere Neuheit von&amp;nbsp;De Pas, D’Urbino und Lomazzi ist der&amp;nbsp;Multifunktionssessel&amp;nbsp; Galeotta , den Zanotta&amp;nbsp;in Zusammenarbeit mit Paolo Lomazzi in zeitgenössischen Materialien und veränderten Abmessungen neu präsentierte.&amp;nbsp;1968 entwarfen die drei Designer De Pas, D’Urbino und Lomazzi den Multifunktionssessel&amp;nbsp; Galeotta , 2023 wurde der Entwurf von Zanotta in Zusammenarbeit mit Paolo Lomazzi in zeitgenössischen Materialien und veränderten Abmessungen neu aufgelegt.&amp;nbsp; Galeotta besteht aus drei geometrischen Blöcken, die verschiedene Konfigurationen für eine sitzende oder halbliegende Haltung ermöglichen. Der Entwurf aus dem Jahr 1968&amp;nbsp;verkörpert das Prinzip des revolutionäres Designs, welche eine Veränderung des Lebensstils herbeiführen sollte, indem es das Designkonzept mit traditionellen Sesseln brach und revolutionierte. 
 Zusätzlich ergänzte Zanotta die&amp;nbsp; Quaderna Serie&amp;nbsp; von Superstudio um drei weitere Objekte.&amp;nbsp; Charakteristisches Merkmal der Serie aus den 1960er Kahren war ein Karomuster, womit die Entwerfer von Superstudio alle Möbel überzogen. Diese grafische Lösung fand damals sehr viel Beachtung. Unser Liebling der drei neuen Möbel ist das 200 cm lange kubische Quaderna Sideboard, bald im Markanto Depot zu entdecken! 
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                            <updated>2023-05-08T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Neues aus Italien: Acerbis legt zwei italienische Designikonen auf</title>
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                                            Zum Salone Del Mobile in Mailand präsentierte die MDF-Tochter zwei vergessene Klassiker den Sessel Due Più Sessel von Nanda Vigo und die opulente Sitzlandschaft Free System von Claudio Salocchi
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                 Wir waren völlig überrascht, der Messestand von acerbis auf dem Salone Del Mobile 2023 entpuppte sich als absoluter Publikumsmagnet. Grund dafür waren zwei italiensche Designklassiker, die von den zahlreichen Besuchern begeistert aufgenommen wurden. Der ungewöhnliche Sessel  Due Più  (Abbildung) stammt von der Zero-Künstlerin Nanda Vigo, deren Arbeiten 2014/2015 anlässlich einer Retroperspektive der Zero Bewegung im Guggenheim Museum in New York und im Martin-Gropius-Bau in Berlin ausgestellt wurde. Gedacht ist&amp;nbsp;Due Più als Stuhl oder Sessel, erlaubt doch die Polsterung aus&amp;nbsp;aus mongolischem Ziegenfell zahlreiche Sitzmöglichkeiten. Das sahen auch die Besucher so, zahlreiche Influrencer nutzten den Entwurf des Art-Designs für ihre Photoaufnahmen.... 
 Das zweite Highlight war die opulente Sitzlandschaft&amp;nbsp;Free System von Claudio Salocchi aus dem Jahr 1973, welche auch begeistert aufgenommen wurde und ausgiebig getestet wurde. Zum Betreten der Landschaft mussten sich die Besucher bei acerbis allerdings Überzieher über ihre Schuhe stecken, denn sonst wäre sicherlich die Stoffpolsterung nach der Messe zu sehr ramponiert worden. Hintergrund des Entwurfes ist, dass&amp;nbsp; sich in den 1960er und 70er Jahren verschiedene Architekten und Designer mit neuen Formen Sitzens beschäftigten. Sitzlandschaften ermöglichten ein sehr unkonventionelles Sitzen und können darüberhinaus immer wieder neu umgestellt und&amp;nbsp;arrangiert werden.  
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                            <updated>2023-04-28T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Italienische Designklassiker: Anonima Castelli bei Markanto</title>
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                                            Neu im Sortiment von Markanto sind Möbel des italienischen Herstellers Anonima Castelli. Das in Bologna beheimatete Unternehmen ist heute untrennbar verbunden mit den klassischen Entwürfen, die Giancarlo Piretti in den 1960er Jahren als Leiter der Entwicklungsabteilung bei Ano...
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                 Gegründet wurde das Unternehmen Castelli bereits 1877 von Ettore Castelli als kleine Werkstatt in Bologna. Bis heute erinnert das Firmenlogo – eine stilisierte Burg – an den Nachnamen des Gründers: Castelli bedeutet im Italienischen so viel wie Burgen. 1939 erfolgte mit einer Änderung der Gesellschaftsform auch die Umbenennung zu Anonima Castelli. In der Folgezeit machte sich das Unternehmen unter dem Namen Castelli als Hersteller von Büromöbeln. Der internationale Durchbruch gelang Castelli jedoch in den 1960er Jahren unter der gestalterischen Leitung von Giancarlo Piretti. 
 Der 1940 in Bologna geborene Giancarlo Piretti machte am Istituto Statale d’Arte eine Ausbildung zum Zeichenlehrer und studierte anschließend ab 1960 an der Accademia di Belle Arti di Bologna, bevor er wieder an das Istituto Statale d’Arte zurückkehrte. Dort lehrte er sieben Jahre lang Innenarchitektur. Parallel zu diesen Tätigkeiten arbeitete Piretti ab 1960 als Chefkonstrukteur und Entwicklungsleiter für Anonima Castelli. Mit seinen teils klassisch modernen, teils dem verspielten Zeitgeist folgenden Entwürfen, führte Piretti in seiner zwölf Jahre währenden Zeit bei Anonima Castelli das Unternehmen zu internationalem Erfolg. 
 In der Folgezeit entwarfen zahlreiche weitere namhafte Designer für die Firma – unter ihnen etwa Enzo Mari, Michele De Lucchi, Richard Sapper und Charles Pollock. 1992 wurde Castelli zunächst an den US-amerikanischen Möbelhersteller Haworth verkauft und ging 2015 an die italienische Familie Pavan über. Mit neuem Firmensitz in Pordenone bei Venedig leitet heute Enrico Pavan die Geschicke von Anonima Castelli. Seit 2019 konzentriert sich das Unternehmen auf behutsam überarbeitete Neuauflagen der Klassiker aus dem eigenen Katalog. Unter Federführung der künstlerischen Leiterin Simona Franci werden die ikonischen Entwürfe aus der Vergangenheit insbesondere in Hinblick auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit optimiert. 
 Der von Giancarlo Piretti entworfene Klappstuhl Plia wurde 1967 auf der Mailänder Möbelmesse der Öffentlichkeit vorgestellt. Er setzt sich aus drei Komponenten zusammen, die durch Scharniere miteinander verbunden sind. Das größte Teil bildet einen rechteckigen Stahlrohrrahmen mit abgerundeten Ecken. Ihm ist an seiner Oberkante eine schmale Rückenlehne eingeschrieben, die fest mit dem Rahmen verbunden ist. Seine untere Hälfte bildet im ausgeklappten Zustand die vorderen Stuhlbeine. Innerhalb dieses Rahmens befindet sich ein unterer Halbrahmen, der im ausgeklappten Zustand die hinteren Beine bildet. Als letztes folgt die Sitzfläche, die im ausgeklappten Zustand eine horizontale Position annimmt. Dabei ist – wie bei einer Matroschka-Puppe – jedes der drei Teile etwas kleiner als das vorangegangene, so dass sie nicht nebeneinander, sondern ineinander zusammenfalten, wodurch der Stuhl im zusammengeklappten Zustand insgesamt nur eine Breite von 5,4 cm aufweist. Besonders schön gestaltet ist mit dem auf eine zylindrische Form reduzierten Scharnier der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Konstruktion. Plia ist in verschiedenen Varianten, etwa mit Sitzfläche und Rückenlehne aus transparentem Kunststoff oder aus Wiener Geflecht, sowie mit verchromtem oder farbig lackiertem Gestell verfügbar. Der Entwurf erhielt den Designpreis Gute Form und war Bestandteil der stilprägenden Ausstellung „Italy: The New Domestic Landscape“ im New Yorker Museum of Modern Art. Mit bis heute über vier Millionen verkauften Exemplaren ist Plia außerdem ein absoluter Bestseller. 
 Unser absoluter Liebling aus dem Castelli Sortiment ist aber der Klappsessel Plona (siehe Abbildung oben), den&amp;nbsp;Giancarlo Piretti kurze Zeit später basierend auf dem Plia entwarf. Ursprüpnglich war zu dem Sessel auch ein kleiner klappbarer Schreibtisch erhältlich – das perfekte Pop Art Ensemble für das Home Office! 
 Der 1969 ebenfalls von Giancarlo Piretti entworfene Sessel Alky weist eine zeittypische organische Form auf. Fußend auf zwei verchromten, in Längsrichtung orientierten Metallleisten, erwächst die bandartige Form des Sessels zunächst senkrecht nach oben, bevor sich aus ihr Sitzfläche und Rückenlehne mit fließendem Übergang herausbilden. Auf Armlehnen wird zugunsten der visuellen Klarheit verzichtet. Alky wird mit verschiedenen Bezugstoffen angeboten. 
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                            <updated>2023-03-16T00:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Sika Design erweitert die Franco Albini Kollektion</title>
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                                            Der italienische Architekt Franco Albini zählt bekanntlich zu unseren Lieblingsentwerfern. Nun erweitert Sika Design die Kollektion seiner Möbelentwürfe aus Rattan.
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                 Bereits seit einigen Jahren bietet Sika Design das Belladonna Sofa und die runden Rattanhocker von&amp;nbsp;Franco Albini und&amp;nbsp;Franca Helg an, die in den 1950er Jahren ursprünglich von Bonacina in Italien hergestellt wurden. Der italienische Architekt nutzte seit Ende der 1940er Jahren das nachhaltige Naturmaterial für seine Entwürfe. Mitte des 20. Jahrhunderts erfreute sich Rattan großer Beliebtheit, auch zahlreiche weitere Designer und Architekten wie Gio Ponti, Tito Agnoli und Egon Eiermann arbeiteten mit Rattan. 
 Während damals die Herstellung noch in Europa erfolgte, ist dies heute kaum noch möglich, da die Kosten für das zeitaufwendige Handwerk in Europa unerschwinglich geworden sind. Sika Design lässt daher die Möbel in Südostasien fertigen und kombiniert bei manchen Designs das Rattan mit einem langlebigen&amp;nbsp;ArtFibre Kunststoff für den Außenbereich. 
 Die Neuheiten der Kollektion umfassen eine fast französisch anmutende Bistrokollektion des Architekten für den Außenbereich, einen Servierwagen, den Spiegel Luella und den opulenten Sessel Luna für den Indoorbereich.&amp;nbsp; 
 Zusätzlich hat&amp;nbsp;Sika Design einen französischen Rattanklassiker aufgelegt: den&amp;nbsp;Relaxation Chair von Michel Buffet aus dem Jahr 1954. Der französische Designer und Innenarchitekt wurde später vor allem durch die Inneneinrichtung der Concorde Flugzeuge und seine Leuchtenentwürfe aus den 1950erJahren bekannt, die heute von Editions Serge Mouille produziert und unter dem Label „Lignes de Démarcation” vertrieben werden. 
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                            <updated>2023-02-28T00:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Neu bei Markanto: Acerbis</title>
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                                            Als sicherlich einer der ältesten italienischen Möbelhersteller steht die Marke Acerbis für italienisches Design, mit dem Ziel, Avantgarde und Funktionalität miteinander zu verbinden. 
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                 Gegründet wurde  Acerbis  bereits im Jahr 1870 von Benvenuto Acerbis in der Provinz Bergamo. Im Laufe der Zeit wandte sich das Familienunternehmen der Moderne zu und arbeitete vor allem ab den 1960er Jahren des 20. Jahrhunderts mit namhaften Designern und Designerinnen wie Giotto Stoppino, Massimo und Lella Vignelli, Vico Magistretti, Roberto Monsani und Nanda Vigo zusammen. Heute zählt Acerbis zur MDF Italia-Gruppe, aber die Marke wird dabei immer noch von der Familie vertreten, so arbeitet Enrico Acerbis Acerbis, der Ururenkel des Firmengründers als &amp;nbsp;”Acerbis Botschafter“. Bei seinem Besuch in Köln konnte er uns zahlreiche Anekdoten aus der Firmenhistorie erzählen. 
 International bekannt wurde Acerbis in der Designwelt vor allem im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts durch die Zusammenarbeit des damaligen Firmeninhabers Lodovico Acerbis mit verschiedenen Architekten und Designern. Anfang der 1970er Jahre entwarf der italienische Architekt&amp;nbsp;Roberto Monsani seine viel beachteten Life-Möbel und 1977 Giotto Stoppino das Sideboard Sheraton, welches durch seine schlichte, aber doch eleganten geometrischen Form in Kombination mit hochglänzendem Lack 1979 den Compasso d’Oro Designpreis erhalten konnte. 1985 hatte eine Kooperation mit Vignelli Architects den Tisch Serenissimo hervorgebracht, der seine bis zu 3 Meter lange Glasplatte durch seine massiven Tischbeine kontrastiert und so zu einer besonderen Zeitlosigkeit verhilft. 
 Ein weiteres Highlight der Kollektion sind die Storet Kommoden der italienischen Künstlerin Nanda Vigo aus den 1990er Jahren. Deswegen ist es umso weniger verwunderlich, dass Acerbis einer der wenigen Firmen ist, die kontinuierlich seit 1965 bei dem Salon del Mobile in Mailand teilnimmt. 
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                            <updated>2023-01-05T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Die Sache mit den Punkten: Princex Vase von Adam Nathaniel Furman</title>
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                                            In den 1970er Jahren entwickelte der italienische Keramiker Alvino Bagni eine Handwerkstechnik, wo mittels vieler kleiner Punkte Keramiken dreidimensional dekoriert werden. 2022 wurde diese Technik durch die Töpferei Nuove Forme wieder neu aufgelegt, den Entwurf lieferte dazu ...
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                <![CDATA[
                 Anfang der 1970er entwickelte der italienische Keramiker&amp;nbsp;Alvino Bagni eine Dekorationstechnik zur Verzierung seiner Keramiken. Dabei werden mit einer Art Sahnespritze einzelne Punkte aus Ton auf die Keramik per Hand aufgetragen, das Ergebnis ist das besondere Dekor seiner&amp;nbsp;Vase Riccio (siehe Abbildung unten). Diese&amp;nbsp;Riccio-Technik wurde von der Keramikmanufaktur&amp;nbsp;Nuove Forme erneut ins Leben gerufen, dabei wurden verschiedene Designer und Künstler um eine Neuinterpretation dieser Tontechnik gebeten. Zur Möbelmesse&amp;nbsp;Salone del Mobile 2022 in Mailand stellte&amp;nbsp;Nuove Forme die erste Interpretation vor – die bunte 45 cm hohe Vase&amp;nbsp;Princex von Adam Nathaniel Furman. Der Name leitet sich übrigens von dem Deckel in Form einer Krone ab, jede Vase wird dabei mit zwei Deckeln (einmal in Geld und einmal in Hellblau) geliefert. 
 Adam Nathaniel Furman ist ein in London ansässiger Designer und Künstler argentinischer und japanischer Herkunft, dessen Wirkungskreis von Architektur und Innenausstattung bis hin zu Skulptur, Installation und Produktdesign reicht. Seine farbenfrohen Entwürfe und Installationen befinden sich bereits in zahlreichen Sammlungen wie im Sir John Soane Museum, im Design Museum London, im Abet Museum, im britischen Victoria Museum oder im Carnegie Museum of Art. Sehr empfehlenswert ist auch seine Internetseite&amp;nbsp; adamnathanielfurman.com  
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                            <updated>2022-10-17T01:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Italienisches Design zu Gast in New York: Jubiläum einer richtungsweisenden A...</title>
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                                            Vor 50 Jahren fand im New Yorker Museum of Modern Art die Ausstellung „Italy: The New Domestic Landscape“ statt. Die einflussreiche Schau, die italienische Entwürfe der vorangegangenen zehn Jahre zeigte, wirkt bis heute nach. Sie bildete einen wichtigen Kristallisationspunkt f...
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                 Die vom 26. Mai bis 11. September 1972 sowohl in den Innenräumen als auch im Garten des MoMa Museum of Modern Art in New York präsentierte Ausstellung  „Italy: The New Domestic Landscape“  wurde von Emilio Ambasz kuratiert und erhielt finanzielle Unterstützung sowohl von der italienischen Regierung als auch von einem italienischen Außenhandelsverband und Unternehmen wie Olivetti, Fiat oder Allitalia. Sie umfasste neben 180 Möbeln und Gebrauchsgegenständen aus den 1960er und frühen 1970er Jahren auch zwölf sogenannte Environments – also etwa Rauminstallationen – die vom Museum beauftragt und speziell für die Ausstellung geschaffen wurden. Italien war zum damaligen Zeitpunkt bereits führend im Bereich des Produktdesigns und wurde vom Kurator Ambasz zugleich als Beispiel für eine Industrienation einschließlich ihrer typischen Probleme behandelt – Bevölkerungswachstum in den Städten, widerstreitende Arbeitshypothesen innerhalb des Designbetriebs und ein zunehmendes Misstrauen gegenüber ungebremstem Konsum. Hieraus erklärt sich der Untertitel der Ausstellung: „Achievements and Problems of Italian Design“. 
 Entsprechend vertraten fünf der zwölf Environments die Kontra-Design-Position. Sie gingen davon aus, dass die westliche Konsumwelt bereits so übervoll von Produkten ist, dass das Design neuer Dinge müßig ist und stattdessen soziale und politische Reformen nötig sind. So zeigten Superstudio in der Tradition ihrer sogenannten Istogrammi einen würfelförmigen Raum aus polarisiertem Spiegelglas mit Rastermotiv, der einen Bewohner mit Luft, Wasser und Nahrung versorgen, sowie mit Fernsehentertainment und einer simulierten Realität bei Laune halten würde. Archizoom präsentierte einen leeren Raum mit einer Klanginstallation in der zwei Stimmen um die Vorherrschaft rangen: während eine von der Zerstörung von Objekten und Gesellschaften berichtete, beschrieb die andere eine utopische Zukunft. Die Gruppo Strum, bestehend aus Piero Derossi, Giorgio Ceretti, Carlo Giammarco, Riccardo Rosso und Maurizio Vogliazzo, verzichtete gleich völlig auf einen physischen Beitrag zur Ausstellung und schrieb stattdessen drei Pamphlete. 
 Die übrigen Environments gingen hingegen von der entgegengesetzten Annahme aus, dass es gerade wohlgestaltete Objekte und Umgebungen sind, die die Lebensqualität zu steigern und gesellschaftliche Probleme zu überwinden vermögen. Sie richteten ihr Augenmerk auf die sich ändernden Lebensgewohnheiten und versuchten hierfür maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Hierzu zählten etwa Ettore Sottsass’ Kunststoffmöbel, die sich – auf Rollen gelagert – leicht neu arrangieren ließen oder Kunststoffelemente von Gae Aulenti, die zu multifunktionalen Raumausstattungen kombiniert werden konnten. Richard Sapper und Marco Zanuso präsentierten einen bewohnbaren Aluminiumcontainer, aus dem zwei Kunststoffschalen als zusätzliche Räume teleskopartig ausgeschoben werden konnten. Bei Mario Bellinis Beitrag „Kar-a-sutra“ handelte es sich um ein Auto, dessen großflächig verglaste Fahrgastzelle mit Ausnahme des Fahrersitzes zu einer einzigen Sitz- und Liegelandschaft und damit – daher der Name – potentiell zum Schauplatz einer rollenden Orgie umgestaltet werden konnte. 
 Die 180 ebenfalls für die Ausstellung ausgewählten Möbel und Gebrauchsgegenstände wurden vom Kurator in drei Gruppen kategorisiert: Objekte mit herausragenden technischen Aspekten oder ästhetischer Gestaltung, Objekte mit besonderen soziokulturellen Implikationen und Objekte für flexible und modulare Anwendungen. Unter den Objekten aller Kategorien finden sich zahlreiche bekannte Entwürfe, die in der Zwischenzeit zu Ikonen des italienischen Designs avanciert sind. 
 Zur ersten Kategorie zählt Emilio Ambasz etwa Joe Colombos Pokertisch von 1968, der über zusätzliche kleine Tischplatten verfügt, die sich an den vier Beinen ausfalten lassen und mit je einem Cupholder ausgestattet sind, den Stapelstuhl Selene von Vico Magistretti (1961) oder die bekannte Bogenleuchte Arco der Castiglioni-Brüder von 1962. Auch diese Objekte weisen bereits deutliche Abwandlungen gegenüber einem idealtypischen Vertreter des Typus Tisch, Stuhl beziehungsweise Leuchte auf, zur zweiten Kategorie zählt Ambasz jedoch nur solche Objekte, bei denen eine Verfremdung in satirischer, ironischer oder selbstreflexiver Weise erfolgt. Häufig ist das bei Entwürfen des Radical Design der Fall, etwa beim 1971 von Gionatan de Pas, Donato d’Urbino und Paolo Lomazzi entworfenen Sessel Joe in Form eines Baseballhandschuhs, oder bei dem unkonventionellen Liegemöbel Pratone, das Georgio Ceretti, Riccardo Derossi und Piero de Rossi 1972 entwarfen. Auch die Ready-mades der Castiglioni-Brüder – den Hocker Mezzadro und die Leuchte Toio – zählte Ambasz zur zweiten Kategorie. 
 In der dritten Kategorie der flexibel anwendbaren oder modularen Objekte fanden sich etwa der 1969 von Piero Gatti, Cesare Paolini und Franco Teodoro entworfene Sitzsack Sacco, Joe Colombos Tube Chair von 1969 oder Cini Boeris 1971 entworfene Endlos-Sitzbank Serpentone. 
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                            <updated>2022-10-05T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Fornasetti Kampagne „United for Peace“ zu Gunsten CBM Italia</title>
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                                            Mit drei zeitlich limitierten Wandtellern mit dem Friedenssymbol unterstützt das Mailänder Fornasetti Atelier Menschen mit Behinderungen in der Ukraine, die durch den Krieg betroffen sind. Der Fornasetti Gewinn geht dabei an die gemeinnützige Organisation CBM Italia.
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                 Die drei Fornasetti Wandteller „ United for Peace“  symbolisieren eine pazifistische Botschaft durch ein exklusives Dekor: Das Friedenssymbol umrahmt drei verschiedene Versionen des Gesichts von Lina Cavalieri und erweitert die Serie „Tema e Variazioni“. Dieser Aufruf zum Frieden wird mit einer karitativen Aktivität zur Unterstützung von CBM Italia verbunden, einer humanitären Organisation, die sich in der aktuellen Notlage in der Ukraine für die Wahrung der Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Durch die Edition trägt Fornasetti zur Kampagne „Ukraine Emergency“ bei, die von CBM Italia ins Leben gerufen wurde, um die am stärksten gefährdeten Menschen zu schützen, die von der humanitären Krise in der Ukraine betroffen sind, und spendet einen Teil des Erlöses von den Verkauf des Tellertrios &quot;Tema e Variazioni&quot;. Um die Initiative zu unterstützen, können die neuen Wandteller bis zum 31. Januar 2023 in den Fornasetti-Filialen in Mailand und London, auf  www.fornasetti.com  und weltweit bei autorisierten Einzelhändlern wie Markanto erworben werden. 
 Fornasetti und CBM Italia arbeiten bereits seit 2013 zusammen, das letzte Projekt war die Edition „United with the World“ 2020 zu Beginn der Covid-19 Pandemie im Jahr 2020, wo das Gesicht der Lina Cavalieri einen Mundschutz in den Farben der italienischen Nationalflagge erhielt. Das von CBM Italia eingerichtete Unterstützungsnetzwerk bringt konkrete Hilfe sowohl in die Ukraine – ein Land mit über zwei Millionen Menschen mit Behinderungen – als auch in die betroffenen Nachbarländer; wo zum Beispiel Notunterkünfte, die für Rollstühle nicht zugänglich sind, unterstützt werden. In Zusammenarbeit mit dem European Disability Forum, einer unabhängigen Organisation, die Vereinigungen von Menschen mit Behinderungen in ganz Europa zusammenbringt, arbeitet CBM Italia mit lokalen Organisationen zusammen, um die Bedürfnisse der Schwächsten zu identifizieren und darauf zu reagieren und sicherzustellen, dass Evakuierungspläne, Unterkünfte, Transport, Nahrung und medizinische Versorgung sind für sie zugänglich. Durch den Erwerb einen der neuen Wandteller „Tema e Variazioni“ tragen Sie dazu bei, die Schwächsten in der Gesellschaft zu schützen. 
  „Alles bei Fornasetti, vom Design von Objekten bis zur Entwicklung kultureller Aktivitäten, beginnt mit dem Wunsch nach einer breiteren Wirkung auf das soziale Umfeld.. Mit diesem Projekt und der Kampagne UNITED FOR PEACE verpflichten wir uns, die Aktivitäten von CBM Italia im Namen der am stärksten vom Konflikt in der Ukraine betroffenen Menschen zu unterstützen und eine ausdrückliche Friedensbotschaft zu verbreiten. Mit Hilfe der Unterstützer, die die drei neuen Wandteller der Serie „Tema e Variazioni“ erwerben, können wir unseren Wunsch zum Frieden greifbar und bedeutsam machen.“  so Barnaba Fornasetti über das Projekt. 
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                            <updated>2022-09-30T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Neue Kollektion bei Knoll: Antonio Citterio mit antiker Inspiration</title>
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                                            Der bekannte und erfolgreiche Designer Antonio Citterio arbeitet erstmals in seiner langen Karriere mit Knoll International zusammen. Kernstück seiner nun vorgestellten Kollektion für Knoll ist der Stuhl Klismos, der von einem antiken Vorbild inspiriert ist.
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                 Der 1950 in Meda in der Lombardei geborene Antonio Citterio zählt zu den bedeutendsten italienischen Designern der letzten Jahrzehnte. Nach seinem Studium der Architektur am Politecnico di Milano, das er 1972 abschloss, arbeitete er als Architekt und Designer. Als Designer arbeitete Citterio stets von Architektur und Raum ausgehend. Seine Entwürfe konzentrieren sich entsprechend auf den Wohnbereich, sind aber nicht ausschließlich Möbel. So entwarf Citterio etwa auch Türgriffe und Wasserhähne. Dabei kooperierte er mit zahlreichen namhaften Herstellern. Zwei seiner Entwürfe wurden mit dem renommierten Designpreis Compasso d’Oro ausgezeichnet. Seit 1999 ist Citterio außerdem als Hochschullehrer tätig. Er lehrt an der Universität la Sapienza in Rom, an der Akademie für Architektur im schweizerischen Mendrisio und an der Domus Akademie in Mailand. 
 Eine zentrale Rolle in Antonio Citterios nun vorgestellter Möbelkollektion für Knoll International, spielt der Stuhl Klismos. Wie der Name zu erkennen gibt, orientiert sich dieser Entwurf an einem antiken Vorbild: Der κλισμός – translitteriert als „Klismos“ – ist ein seit dem fünften vorchristlichen Jahrhundert bekannter Stuhltypus, der sich durch eine konkav gebogene Rückenlehne und gebogene, nach außen weisende Beine auszeichnet. Der Klismos wurde im antiken Griechenland auch als Thron genutzt und ist häufig in Darstellungen von Heroen und Göttern zu sehen. Mit Ludwig Mies van der Rohes Barcelona Sessel weist bereits ein ikonisches Möbelstück der Moderne deutliche Ähnlichkeit zum Klismos auf. Nicht selten dienten die strengen Formen der griechischen Antike der Moderne als Inspirationsquelle. Insbesonders Mies van der Rohe griff gerne auf antike Vorbilder zurück: etwa auch bei der Anordnung stählerner Stützen in den Eckbereichen von Hochhausfassaden oder bei der Placierung seines deutschen Pavillons innerhalb des Ausstellungsgeländes der Weltausstellung 1929 in Barcelona. 
 Antonio Citterios Klismos Chair verwendet ein Gestell aus Eichenholz, dessen markante Form von zwei Seitenteilen bestimmt wird. Mit ihrem konvexen Schwung, lassen sie Sitzfläche und Rückenlehne fließend ineinander übergehen und folgen der Kontur des Sitzenden. Von den Seitenteilen gehen die insgesamt vier schräg nach vorne und hinten weisenden Beine des Stuhls aus. Dabei ist der Ansatzpunkt der vorderen Beine deutlich hinter die Vorderkante der Sitzfläche zurückversetzt, während die hinteren Beine im Übergangsbereich von Sitzfläche und Rückenlehne an die Seitenteile anschließen. Beide Seiten des Gestells sind an mehreren Stellen miteinander verbunden: an der Vorderkante der Sitzfläche und am oberen Abschluss der Rückenlehne, wo sich die Verbindung zu Stummelarmlehnen fortsetzt, sowie mit zwei Streben im Bereich der Beine. Dabei ist die Strebe zwischen den Vorderbeinen elegant profiliert und verjüngt sich zur Mitte hin, während die hintere Strebe in Form eines Kreissegments nach unten gebogen ist. Sitzfläche und Rückenlehne werden von einer geflechtartigen Bespannung aus Baumwollseil gebildet, wobei auch die Strebe zwischen den hinteren Beinen als Rahmen für die Bespannung dient. Optional sind passende Sitzkissen erhältlich; ebenfalls ist eine Variante mit hölzerner Rückenlehne verfügbar, bei der nur die Sitzfläche von Seilgeflecht gebildet wird. 
 Ergänzt wird der Klismos Chair durch eine Reihe weiterer Sitzmöbel aus der Antonio Citterio Collection, die eine deutliche Familienähnlichkeit aufweisen. Da ist zunächst der Klismos Lounge Chair, der sich durch eine entspanntere Sitzgeometrie auszeichnet. Ein Hocker und die in zwei Längen verfügbare Bank weisen eine leicht konkave Sitzfläche auf, eine Chaise Longue und ein Sofa ohne Rückenlehne, das an zwei gegenüberstehende Stühle erinnert, runden das Sortiment ab. All diesen Sitzmöbeln ist die gleiche Formensprache und Materialität gemein. Dabei sind die Eichenholzgestelle jeweils sowohl in ihrer natürlichen Farbigkeit als auch in schwarz erhältlich. Die Seilgeflechte sind jeweils Ton in Ton gehalten. 
 Darüber hinaus umfasst die Antonio Citterio Collection von Knoll eine Reihe von Ess-, Couch-, und Beistelltischen. Diese unterscheiden sich mit verchromten Stahlgestellen und Glas- oder Natursteinplatten jedoch deutlich von der Materialität der Sitzmöbel und bilden ihre eigene Familie. 
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                            <updated>2022-08-09T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Digital ist besser: Cassina Neuheiten 2022</title>
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                                            Zur Möbelmesse Salone del Mobile 2022 präsentierte Cassina zahlreiche Neuheiten. In einem spannenden digitalen Rundgang können Sie einen ersten Einblick über die Neuheiten im Cassina Showroom in der Via Durini in Mailand erhalten.
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                 Zur Mailänder Möbelmesse 2022 präsentierte Cassina im firmeneigenen Showroom in der Innenstadt zahlreiche Messe-Neuheiten. In einem spannenden digitalen Rundgang können Sie hier einen ersten Einblick über die Neuheiten: 
  https://my.matterport.com/show/?m=cd3w8jGqcSi&amp;amp;title=0&amp;amp;lang=en&amp;amp;back=1  
 Unsere Favoriten sind dabei der Paravent  Tramonto a New York  und das gleichnamige Sofa  Tramonto a New York  von Gaetano Pesce (siehe Abbildung). Der Entwurf des Sofas stammt bereits aus dem Jahr 1980 und wurde nun von Cassina in einer kleinen Edition von 50 Exemplaren neu aufgelegt. Die neue Edition ist dabei um 20% größer als das Original aus den 1980er Jahren. Ein weiteres Highlight ist die kleine Möbelserie Soft Corners der belgischen Designgruppe&amp;nbsp; Destroyers / Builders bzw. Linde Freya Tangelde. Diese Modularmöbel konnten wir schon bei Cassina in Meda dieses Jahr bewundern, sie können wahlweise als kleine Gruppe oder als Solitär Verwendung finden.  
  Zusätzlich präsentierte Cassina noch einen neuen Stuhl von&amp;nbsp;Pierre Jeanneret aus der&amp;nbsp; Chandigarh Serie, neue Teppiche von Charlotte Perriand und zahlreiche Accessoires von Entwerfern wie Tobia Scarpa, Formafantasma, Patricia Urquiola oder Bodo Kjaer, die wir demnächst hier vorstellen.   
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                            <updated>2022-06-28T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Zu Besuch bei Cassina</title>
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                                            Das letzte Wochenende durften wir als Gast von Cassina in Mailand verbringen. Die Mischung aus Mode, Design und Architektur macht die Hauptstadt der Lombardei immer wieder zu einem Erlebnis.
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                 Die Covid19 Pandemie hat eine Pause eingelegt und wir nutzten die Zeit für einen Ausflug nach Mailand. Neben kulturellen Aktivitäten wie den Besuch der Foundation Prada oder des neuen ADI Design Museums stand ein Werksbesuch bei Cassina in Media im Fokus. Spannend war hier eine erste Preview der Produktneuheiten, die offiziell erst während der Mailänder Möbelmesse im Juni, dem Salon del Mobile, präsentiert werden. Allerdings dürfen wir diese Neuheiten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht kommunizieren. 
 Interessant war natürlich auch die Führung durch das Werk von Cassina, wo die Vorprodukte wie Leder und Stoffe aufwändigst manuell oder mittels modernster Technik vorgeprüft werden. Das Highlight ist aber wieder die große Tischlerei, wo wir diesmal die Herstellung des Superleggera Stuhls von Gio Ponti begutachten konnten. Die Herstellung erfolgt dabei weitgehend in aufwendiger Handarbeit. Auch die Produktion der Cab Serie von Mario Bellini stand wieder auf dem Programm. Dabei wird das Rindkernleder aufwendig von Hand vernäht, ein Vorgang, wofür teilweise zwei Personen gleichzeitig nötig sind. 
 Am nächsten Tag ging es zum Cassina Showroom in die Hauptstadt der&amp;nbsp;Lombardei&amp;nbsp; und zu einem Besuch des Ateliers von Patricia Urquiola, der Art Direktorin von Cassina. Ein kleines zusätzliches Highlight war die Besichtigung des Palazzo Montecatini im Herzen von Mailand, einem Hauptwerk von Gio Ponti aus den 1930er Jahren (Abbildung rechts). 
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                            <updated>2022-05-12T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Erweiterung des Rasters: Zanotta ergänzt die Serie Quaderna um drei neue Objekte</title>
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                                            Schon seit 50 Jahren bietet Zanotta die Möbel der Serie Quaderna an. Die Entwürfe der Gruppe Superstudio sind Ikonen des Radical Design. Anlässlich des Jubiläums, werden nun drei neue Varianten vorgestellt, die ab sofort bei Markanto erhältlich sind.
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                 Die Gruppe Superstudio wurde 1966 von Adolfo Natalini und Cristiano Toraldo di Francia gegründet und bestand bis 1978. Im Laufe der Jahre traten außerdem Roberto und Alessandro Magris, Gian Piero Frassinelli und Alessandro Poli der Gruppe bei. Wie die beiden Gründungsmitglieder, waren sie allesamt Architekturabsolventen der Universität von Florenz. Prägend für die Arbeit der Gruppe wurden die sogenannten Istogrammi. Dabei handelt es sich um Graphiken eines isotropischen Quadratrasters, das zum Ausgangspunkt für verschiedene Überlegungen und Projekte der Gruppe wurde. Mit ihrem Konzept eines weltumspannenden Monuments, des sogenannten Monumento Continuo, schlugen Superstudio eine globale Megastruktur vor, deren weiße Oberfläche von einem gleichförmigen Raster überspannt sein und sonst keinerlei Merkmale aufweisen sollte. Mit dem Mittel der Übertreibung kritisierten Superstudio auf diese Weise einige Tendenzen der modernen Strömungen International Style und Funktionalismus: Die weltweite Gleichförmigkeit unter Missachtung lokaler Traditionen und Gegebenheiten, sowie die fast schon zum Selbstzweck betriebene Modularisierung und Rasterung der Entwürfe. 
     
  Alles gerastert: Superstudio (historische Aufnahme Zanotta)  
 Im Rahmen des Projekts Misura M, übertrugen Superstudio in der Zeit von 1969 bis 1972 das Konzept der Istogrammi auch in die Welt des Möbeldesigns. Die resultierenden Möbel werden seit 1972 unter der Bezeichnung Quaderna von Zanotta produziert und angeboten. Sie sind streng rechtwinklig aufgebaut und in ihren Dimensionen von dem Modulmaß 30 mm bestimmt; alle Abmessungen der Möbel sind also Vielfache von 30 mm. Zusätzlich wird das Modul in Form eines Quadratrasters auf allen Oberflächen der Möbel plakativ zur Schau gestellt. 
 Superstudio stellten erstmals gemeinsam mit Archizoom in Pistoia aus und waren im Jahr 1972 auch bei der einflussreichen Ausstellung  “Italy. The New Domestic Landscape”  im New Yorker Museum of Modern Art vertreten. Mit ihrer Kritik an der Moderne wurden sie zu richtungsweisenden Vertretern des Radical Design – einer Strömung, die auch für ihre farbenfrohen und verspielten Entwürfe bekannt ist, die letztlich ebenfalls eine Abkehr von der Moderne verkörpern. 
 Die Möbel sind als hohle Sperrholzkonstruktionen umgesetzt. Ihre Oberflächen werden mit einem Laminat versehen, das das Raster als Aufdruck trägt. Die passgenaue Anbringung des Laminats hat sich dabei als technische Herausforderung erwiesen, die nur in zeitaufwändiger Handarbeit gelöst werden kann. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Raster auch an den Kanten und Ecken der Möbel passgenau übereinstimmt. 
 Anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Quaderna-Kollektion, bietet Zanotta nun drei neue Objekte an: einen Schreibtisch, einen Couchtisch und einen Teppich. Die beiden Tische waren bereits in den Entwürfen der Misura M enthalten, wurden bislang jedoch nie von Zanotta gefertigt. Ein besonderes Highlight des Schreibtischs ist eine dezent in die Tischplatte integrierte Schublade. 
 Der Teppich – ein Sechseck mit ungleichen Seitenlängen – basiert auf einem der Istogrammi aus dem Archiv von Cristiano Toraldo di Francia. Es zeigt, wiederum in Rasterlinienform, die Isometrie eines der Quaderna Tische. Der Teppich wird aus neuseeländischer Wolle handgetuftet und ist in zwei verschiedenen Größen erhältlich. 
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                            <updated>2022-05-04T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Radical Design meets Pop Art: Gufram präsentiert den Cactus in drei Andy-Warh...</title>
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                                            Das fünfzigjährige Jubiläum der ikonischen Garderobe Cactus feiert der Hersteller Gufram mit drei Jubiläumseditionen des Kultmöbels. Hierzu kooperiert das piemontesische Unternehmen mit der Andy Warhol Foundation of Visual Arts und verleiht der stachligen Garderobe die unverwe...
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                 Bereits Anfang März hatten wir uns im Markanto-Blog anlässlich ihres fünfzigsten Jubiläums der Garderobe Cactus gewidmet. Dass  Gufram  im Jubiläumsjahr mit ganz besonderen Editionen aufwarten würde, hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon angekündigt. Jetzt können wir endlich verraten, dass es sich hierbei um drei Editionen handelt, die Andy Warhol gewidmet sind. 
 Die seit 1972 angebotene Garderobe Cactus nach Entwurf von Guido Drocco und Franco Mello ist eines der bekanntesten Designobjekte des Radical Design, einer Strömung, die ab Mitte der 1960er Jahre von Italien aus die Welt eroberte. Einen entscheidenden Beitrag zu diesem Stil lieferte die 1965 gegründete Möbelmanufaktur Gufram mit ihrer Entwicklung einer dauerelastischen Beschichtung für Objekte aus Polyurethanschaum. Dieser sogenannte Guflac macht die Objekte wasserabweisend, abwaschbar und robust. Mit dieser Innovation ermöglichte Gufram jene spektakulären Wohnobjekte in plakativer Optik, die zum Markenzeichen des Radical Design werden sollten. Man denke neben dem Cactus etwa auch an die riesenhafte Liegewiese Pratone oder an den Sessel Capitello, der dem Kapitell einer ionischen Säule nachempfunden ist. Die eigentliche Funktionalität als Möbelstück ist für die Entwürfe des Radical Design nachrangig. Vielmehr sind sie als seriell gefertigte Kunstobjekte zu verstehen. 
 Sowohl in diesem für die Stilrichtung zentralen Gedanken der Serialität, als auch in der bunten und plakativen Ästhetik bestehen deutliche Parallelen zwischen dem Radical Design und der Stilrichtung Pop Art, die etwa gleichzeitig die Welt der Bildkünste dominierte. Zu den bekanntesten Vertretern der Pop Art zählt zweifelsohne Andy Warhol. Die auf wenige, dafür umso grellere – Farben reduzierten Bilder des in Pittsburgh geborenen Künstlers, zeigen mit Vorliebe Stars der Popkultur oder massenhaft gefertigte Industrieprodukte. Auch die Kunstwerke selbst sind eine Anspielung auf die Produktmasse der industrialisierten Welt: In seinem – nicht von ungefähr als „The Factory“ bezeichneten – Atelier, entstanden diese vorwiegend in Siebdrucktechnik, also ebenfalls als Serienprodukt. 
 Angesichts der stilistischen Parallelen zwischen Radical Design und Pop Art, sind die nun vorgestellten Jubiläumseditionen als Hommage an Andy Warhol folgerichtig und sinnvoll. Die in Kooperation mit der Andy Warhol Foundation of Visual Arts entwickelten Editionen gehen von der Überlegung aus, Andy Warhol könnte den Cactus zum Motiv einer seiner Siebdrucke gemacht haben. Ausgehend von dieser Annahme übersetzte Gufram die unverkennbare Ästhetik von Warhols Siebdrucken in den dreidimensionalen Raum, nämlich auf die Oberfläche des Cactus selbst. In neonartiger Farbigkeit werden die Cactus-Rohlinge zunächst mit Guflac in Blau, Gelb oder Rosa lackiert. Anschließend werden in einem zweiten Arbeitsschritt die Spitzen der über 2.000 Kaktusstacheln mit schwarzer Farbe betont. Der entstehende Kontrast evoziert also Assoziationen mit Warhols Siebdrucken. Die drei Jubiläumseditionen Andy&#039;s Blue Cactus, Andy&#039;s Yellow Cactus und Andy&#039;s Pink Cactus sind dabei auf jeweils nur 99 Exemplare limitiert. 
  Abbildungen:&amp;nbsp;© / ® / TM The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc.  
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                            <updated>2022-04-21T00:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Fünfzig Jahre nach Entwurf: Gubi stellt Möbel von Gabriella Crespi erstmals i...</title>
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                                            Mit der Serie Bohemian 72 bietet Gubi ab sofort eine Reihe von Sitzmöbeln sowie eine Bodenleuchte an, die Gabriella Crespi 1972 entworfen hat. Die opulenten Rattanobjekte sind typische Beispiele für den extravaganten Stil der Italienerin.
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                 Gabriella Crespi wurde 1922 – also vor 100 Jahren – in Saronno bei Mailand geboren. Nach Studien am Politecnico di Milano und an der Accademia di belle arti di Brera – ebenfalls in Mailand, begann sie Ende der 1950er Jahre ihre Tätigkeit als Designerin. Mit ihrem Stil, der moderne Sachlichkeit und schwelgerische Opulenz gekonnt verschmelzen lässt, fand sie schon bald Anklang bei der internationalen High Society. Anfang der 1960er Jahre entwarf sie erstmals Einrichtungsobjekte und Dekorationsgegenstände für Dior Interieur und begann damit eine rund zwanzigjährige Zusammenarbeit mit dem berühmten Modehaus. 
 Crespis wohl produktivste Phase waren die 1970er Jahre. In dieser Zeit entstanden ihre bekanntesten Entwürfe: der Z-Tisch – benannt nach der charakteristischen Form seiner Beine – die pilzförmige, an Tiffanylampen erinnernde Leuchte Fungo, der altarartige Tisch Ara und der monolithische Messingschrank Menhir. Berühmt ist sie zudem für ihre vier sogenannten Plurimo Kollektionen, die zwischen 1970 und 1983 entstanden und für die Crespi teilweise mit ihrer Tochter Elisabetta zusammenarbeitete. Hergestellt wurden Crespis Entwürfe fast immer in handwerklich gefertigten Kleinserien. Hierfür kooperierte sie mit einer kleinen Anzahl ausgesuchter Kunsthandwerker. Zu den stolzen Besitzern ihrer glamourösen Objekte zählten unter anderen Grace Kelly, Audrey Hepburn und Gunter Sachs. 
 1987 setzte sich Gabriella Crespi zur Ruhe und begab sich auf eine spirituelle Reise, die sie in den indischen Teil des Himalaya führte. Dort folgte sie dem Guru Shri Muniraji und blieb fast zwanzig Jahre. Ihre Eindrücke und Erlebnisse aus Indien fasste sie in dem Buch  Ricerca di Infinito Himalaya  zusammen, das sie 2007 nach ihrer Rückkehr nach Italien veröffentlichte. 
 In der Folgezeit war Crespi – nun bereits deutlich über achtzig Jahre alt – wieder als Designerin tätig. So gestaltete sie 2008 in Kooperation mit Stella McCartney eine Schmuckkollektion und entwarf 2015 unter dem Titel  New Bronze Age  erneut eine Kollektion von Einrichtungsgegenständen. 2011 wurde im Mailänder Palazzo Reale eine Retrospektive ihres Werks gezeigt; im Folgejahr eröffnete – ebenfalls in Mailand – das von ihrer Tochter Elisabetta geführte Archiv ihrer Arbeiten. Gabriella Crespi starb 2017 in Mailand. 
 Die nun von Gubi angebotene Serie Bohemian 72 umfasst einen Sessel, ein dreisitziges Sofa und eine Ottomane sowie eine Bodenleuchte. Das dominierende Material dieser vier Objekte, die Gabriella Crespi allesamt 1972 entworfen hat, ist Rattan. Dieses Naturmaterial fügt sich besonders gut ein in den von Crespi angestrebten Ausdruck von Wärme und Natürlichkeit. Ihr Ziel war es mit ihren Einrichtungsobjekten ein „Haus der Sonne“ zu erschaffen, das von Licht und Wärme durchströmt ist und in dem Innen- und Außenraum fließend ineinander übergehen. Tatsächlich lässt das Material Rattan auch an Gartenmöbel denken und die Objekte der Serie Bohemian 72 eignen sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Dem Regen sollten sie allerdings nicht ausgesetzt werden. 
 Die drei Sitzmöbel ruhen jeweils auf Basen, die aus mehreren Ringen starker Rattantriebe gestapelt sind. Um diese Form zu erreichen, werden die Triebe mit Dampf behandelt und von Hand um eigens angefertigte Formen gebogen. Besonders elegant löste Crespi die Einbindung der Rückenlehnen bei Sessel und Sofa. Hierzu weist jede zweite Lage der Rattanbasis an der Rückenseite des Möbelstücks eine Ausformung auf. Diese Ausformungen bilden die Stütze für das Rückenpolster. Die Bodenleuchte ist hingegen aus schlankeren Rattantrieben gefertigt, die zudem überwiegend vertikal angeordnet sind. Einige wenige horizontale Ringe umfassen die Einschnürung der birnenförmigen Leuchte, die von einem Messingdeckel bekrönt wird. Ein besonderer Clou der Bodenleuchte ist das Lichtspiel, das das zwischen den einzelnen Rattantrieben hervordringende Licht auf den umgebenden Boden wirft und somit auch nach Einbruch der Dunkelheit an den lichtdurchfluteten Eindruck von Crespis „Haus der Sonne“ gemahnt. 
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                            <updated>2022-03-15T00:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Stachliges Jubiläum: Der Cactus wird fünfzig.</title>
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                                            Im Jahr 1972 stellte das Unternehmen Gufram die skulpturale Garderobe Cactus vor. Der Entwurf von Guido Drocco und Franco Mello zählt zu den Ikonen des Radical Design. Fünfzig Jahre später wartet Gufram mit einer Jubiläumsedition auf.
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                 Die 1965 gegründete Möbelmanufaktur Gufram mit Sitz im Piemont ist eng verknüpft mit der Strömung des Radical Design. Die als Tochterunternehmen der Firma Gugliermetto Fratelli entstandene Manufaktur ist bekannt für Einrichtungsobjekte aus Polyurethanschaum, die mit einer speziellen Beschichtung – dem sogenannten Guflac – versiegelt sind. Diese von Gufram entwickelte und perfektionierte Fertigungsweise eignet sich bestens für die plakative und farbenfrohe Ästhetik, die das Radical Design anstrebte. So finden sich im Portfolio von Gufram neben dem Cactus noch weitere Inkunabeln dieser Strömung, etwa das einer Wiese nachempfundene Sitz- und Liegemöbel Pratone nach einem Entwurf von Georgio Ceretti, Riccardo Derossi und Piero de Rossi, oder die Sitzmöbel Bocca und Capitello nach Entwürfen von Studio 65, die in Form eines Munds beziehungsweise eines ionischen Kapitells gestaltet sind. 
 Die Garderobe Cactus, die unabhängig von ihrer tatsächlichen Funktionalität als Kleiderständer, primär als Skulptur und seriell gefertigtes Kunstobjekt zu betrachten ist, zählt dabei zu den populärsten Entwürfen und befindet sich in den Sammlungen zahlreicher namhafter Museen, etwa des Barbican Centre in London oder des Triennale Design Museums in Mailand. Mit seiner stattlichen Höhe von 170 cm, vier Armen und 2.165 stachelartigen Spitzen, entspricht das phallische Objekt dem comichaften Idealbild eines Kaktus. 
 Nachdem der Entwurf von Guido Drocco und Franco Mello ab 1972 zunächst in einer Auflage von 2.000 Exemplaren in grüner Farbe hergestellt wurde, war Cactus zwischenzeitlich nicht erhältlich. Erst seit 2007 wird die Garderobe – wie von den Designern – vorgesehen in verschiedenen limitierten Editionen in jeweils anderen Lackierungen wieder angeboten. Neben Ausführungen in Weiß, Rot oder Schwarz, finden sich darunter auch Kooperationen mit bekannten Künstlern wie etwa Paul Smith oder der Gruppe Toiletpaper bestehend aus Maurizio Cattelan und Pierpaolo Ferrari. Sie ergänzten im Jahr 2013 für die auf 100 Exemplare limitierte Edition Cactus God den Kaktus um zwei große Eier und verstärkten somit den phallischen Eindruck der Wüstenpflanze. Aktuell ist Cactus in Schwarz und Rot, sowie in der Edition Metacactus erhältlich, für die ein weitgehend hellgrüner Kaktus mit rötlichen Spitzen versehen wird. Außerdem bietet Gufram die Editionen Another Green und Another White an – weiße und grüne Ausführungen der Garderobe, die sich in ihrem Farbton jedoch merklich von den früheren Editionen in diesen Farben unterscheiden. 
 Hergestellt werden die Schaumstoffrohlinge für all diese Editionen bis heute unverändert in der Originalform von 1972. Anschließend wird der Rohling von Hand nachbearbeitet, da insbesondere die 2.165 Spitzen für Schwierigkeiten im Schäumprozess sorgen. Auch die abschließende Lackierung mit Guflac erfolgt weitgehend von Hand. 
 Dieses Jahr wird es anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums des Entwurfs erneut eine Sonderedition des Cactus geben. Hierfür wird Gufram wieder mit einem Künstler kooperieren. Um wen es sich dabei handelt, und welche Besonderheiten die Jubiläumsedition aufweisen wird, ist aber noch nicht bekannt. Seien Sie gespannt! 
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                            <updated>2022-03-04T00:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Zwei neue Editionen von Flos zum Jahresanfang</title>
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                                            Mit der Parentesi Edition Anniversary von Achille Castiglioni und Pio Manzù und der 265 Chromatica von Paolo Rizzatto legte Flos zwei ursprüngliche Farbkompositionen der italienischen Lichtklassiker neu auf.
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                 Zum 50jährigen Entwurfsjubiläum der Parentesi legte Flos den ungewöhnlichen Klassiker in den Originalfarben der 1970er Jahre und in einem Reprint der Originalverpackung wieder auf. Zuerst wurde die ungewöhnliche Leuchte von Arteluce produziert, der Firma des italienischen Leuchtendesigners Gino Sarfatti. 1973 verkaufte Sarfatti die Firma aus Altersgründen an Flos, wo sie seitdem in Produktion ist. 
 Die  Parentesi  basiert auf dem Konzept von&amp;nbsp;Pio Manzù aus den 1960er Jahren.&amp;nbsp;Der Sohn des italienischen Bildhauers Giacomo Manzù studierte an der hfg Hochschule für Gestaltung in Ulm und wirkte als Architekt und Designer. Leider starb Pio Manzù bereits 1969, so dass Achille Castiglioni den Entwurf fortführte und für Arteluce zur Serienreife entwickelte. Die Parentesi fungiert gleichzeitig als Decken- sowie als Wandleuchte mit einer ungewöhnlichen Konstruktion: An dem bis zu 400 cm langen Stahldraht befindet sich ein gebogenes Metallrohr mit der Lampenfassung, welches vertikal beliebig verstellt werden kann. Die gebogene Halterung schwingt seitlich aus, unterbricht den gespannten Stahldraht und hält dadurch die Spannung. Gehalten wird die Konstruktion durch ein rundes Metallelement an der Decke. Das Gegengewicht schwebt dagegen leicht über dem Boden. Dieser verblüffende optische Effekt gibt der Leuchte ihren Namen:  Parentesi  ist die italienische Bezeichnung für die als Satzzeichen verwendeten Klammern. Die Halterungen lassen sich entlang des Seils verschieben und nehmen eine widerum verstellbare Lampenfassung auf. 
 Auch die 240 cm lange und schwenkbare&amp;nbsp; 265 &amp;nbsp; Wandleuchte  entstand u rsprünglich im Jahr 1973 für Arteluce. Die neue Edition Chromatica der &amp;nbsp;Wandleuchte besteht dabei aus der ursprünglichen ikonischen Farbkomposition von Paolo Rizzatto.   
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2022-01-17T00:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Auferstanden zu altem Glanz: Stilnovo</title>
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                                            Die Marke Stilnovo zählt zu den großen Namen des italienischen Leuchtendesigns. Das Sortiment umfasst spielerisch-elegante Entwürfe der 1950er Jahre und progressive Designs der 1960er und 70er Jahre. Nachdem das Unternehmen Ende der 1980er Jahre seine Geschäftstätigkeit einste...
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                 Der 1946 von Bruno Gatta gegründete Leuchtenhersteller Stilnovo hob sich von Beginn an durch anspruchsvolles Design von der Konkurrenz ab. So nahm das Unternehmen bereits 1947 erstmals an der Mailänder Triennale teil. Nachdem 1949 auch Brunos Bruder Paolo Gatta in die Firmenleitung eintrat, markierten die 1950er Jahre eine erste Blütezeit für Stilnovo. Das Unternehmen bediente die Aufbruchsstimmung und den Optimismus dieser Dekade mit eleganten Entwürfen im Stil des Mid Century Modern. Diese stammten vielfach von dem Designer Gaetano Sciolari, oder es handelte sich um Werksentwürfe, an denen Bruno Gatta selbst mitwirkte. 
 Legendäre Stilnovo-Leuchten dieser Periode sind etwa der Kronleuchter Sputnik, mit seinen schlanken, kegelförmigen Lampenschirmen in verschiedenen Farben, oder die Serie Megafono, deren charakteristischer – dem namensgebenden Megaphon ähnelnder – Lampenschirm sich aus zwei unterschiedlich großen, mit den Spitzen gegeneinander gerichteten Kegeln zusammensetzt, die von einer zylindrischen Fassung gehalten werden. 
 Gegen Ende des Jahrzehnts arbeitete Stilnovo vermehrt mit Vertretern progressiver Designkonzepte zusammen. So stellte das Unternehmen die Pendelleuchte Saliscendi nach Entwurf der Gebrüder Castiglioni her. Diese Leuchte diente ursprünglich zur Ausstattung des ebenfalls von den Castiglionis entworfenen Neubaus der Mailänder Handelskammer. In der Folge entwarfen zahlreiche namhafte Vertreter der Strömungen Radical Design und Anti-Design Leuchten für Stilnovo. Darunter waren etwa Joe Colombo (Abbildung oben die Minitopo), Gae Aulenti, Cini Boeri, Ettore Sottsass und das Trio De Pas, D’Urbino, Lomazzi. 1972 war Stilnovo in der legendären Ausstellung  „Italy: The New Domestic Landscape”  im New Yorker Museum of Modern Art vertreten. Die Schau präsentierte insbesondere Entwürfe des Radical Design, prägte aber auch darüber hinaus die international anerkannte Sonderrolle des italienischen Designs, eines Begriffs, der heute fast wie ein Markenname funktioniert. 
 Exemplarisch für diese Zeit sind Leuchten wie die 1965 von Luigi Gorgoni entworfene Buonanotte mit ihrem kugelförmigen Körper, deren Lichtabstrahlung sich durch zwei um die Kugel rotierbare Blenden anpassen lässt. Die 1977 von Ettore Sottsass entworfene Tischleuchte Valigia – italienisch für Koffer – &amp;nbsp;  lässt schon deutlich ironische Züge erkennen, wie sie einige Jahre später für die Gruppe Memphis typisch werden sollten: zwei rote, aus Stahlrohr gefertigte Bögen formen – auf wülstigen Basen ruhend – zwei Bögen, die durch einen schwarzen Lampenschirm arkadenartig verbunden sind. Ein weiteres neckisches Detail bildet ein roter Henkel, der dazu einlädt, die Leuchte wie einen Aktenkoffer zu tragen. Die 1978 von Jonathan De Pas, Donato D’Urbino und Paolo Lomazzi entworfene Leuchte Fante, verzaubert mit ihrer anthropomorphen Anmutung: Auf einer kegelförmigen Basis ist ein kugelförmiges Leuchtmittel montiert. Die Ergänzung eines lose aufliegenden Reflektors, der an eine Hutkrempe erinnert, verleiht der gesamten Leuchte die Anmutung eines kleinen Männleins. 
 Nachdem Stilnovo im Jahr 1988 seinen Betrieb eingestellt hat, ist die Marke nun unter dem Dach der Linea Light Group, einem führenden Anbieter von LED-Leuchten, etwa als Straßenlaternen – wieder auferstanden. Im Sortiment von Stilnovo finden sich viele der ikonischen Entwürfe aus der Vergangenheit, die Sie nun natürlich auch bei Markanto erhalten. 
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                            <updated>2021-12-15T00:45:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Forschung im Auftrag des guten Geschmacks: Zwei Sondereditionen aus dem Aless...</title>
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                                            Schon seit Mai feiert Alessi sein hundertjähriges Jubiläum: ein Jahr lang stellt das Unternehmen jeden Monat im Rahmen der Alessi 100 Values Collection neue Sondereditionen vor, die jeweils auf ikonischen Produkten des Sortiments beruhen. Für jeden Monat gibt dabei ein zentral...
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                 Hervorragender Espresso ist in Italien für wenig Geld an fast jeder Straßenecke erhältlich. Daher haben sich hochwertige Siebträgermaschinen für den Hausgebrauch, wie sie im Rest der Welt immer beliebter werden, im Mutterland des Espressos kaum durchgesetzt. Warum einen solchen Aufwand treiben, wenn man den besten Kaffee ohnehin in der Bar trinkt? Für das Kaffeetrinken zu Hause – mit Gästen oder unmittelbar nach dem Aufstehen etwa – hat sich in Italien ein anderes Utensil etabliert: die Herdkanne, die heißes Wasser mittels Dampfdruck durch Kaffeepulver presst. Entgegen einer in Deutschland weit verbreiteten Annahme, handelt es sich bei dem auf diese Weise gebrühten Kaffee nicht um Espresso. Während eine Espressomaschine mit einer Temperatur von rund 93° C und einem Druck von etwa neun Bar brüht, passiert das Wasser in einer Herdkanne das Kaffeepulver mit nur circa einem Bar Druck, und einer Temperatur von rund 100° C. Die höhere Temperatur und der niedrigere Druck bringen besonders die süßlichen und schokoladigen Aromen des Kaffees zur Geltung. In Italien wird der auf diese Weise zubereitete Kaffee als Moka bezeichnet. 
 Der im Piemont gelegene Ort Omegna ist in besonderer Weise mit dieser Herdkanne verbunden, denn hier erfand 1933 Alfonso Bialetti die erste Kanne dieser Art, die von dem von ihm gegründeten Unternehmen Bialetti bis heute unter dem Namen Moka-Express vermarktet wird. Omegna, ein traditionelles Zentrum der Metallindustrie, ist außerdem auch Sitz von Alessi. Beide Firmen sind bis heute in Familienbesitz; die Familien Alessi und Bialetti sogar untereinander verschwägert. Nur folgerichtig ist es da, dass sich auch im Sortiment von Alessi einige Herdkannen nach Art der Moka-Express finden. Zwei davon sind wahre Designklassiker und werden nun mit Sondereditionen besonders geehrt: das&amp;nbsp; Modell 9090 &amp;nbsp;von Richard Sapper (Abbildung links) und das Modell&amp;nbsp; La Conica  von Aldo Rossi (Abbildung rechts). 
 Die Herdkanne La Conica – auch bekannt als Modell 90002 – lässt mit ihrer architektonischen Anmutung die Profession ihres Entwerfers Aldo Rossi erkennen. Dieser zählt zu den prägenden Architekten der Postmoderne und ist etwa für das Bonnefantenmuseum in Maastricht oder das Quartier Schützenstraße in Berlin bekannt. 1990 erhielt er als erster Italiener den renommierten Pritzker-Preis, der als wichtigste Auszeichnung für Architekten gilt. Die aus Edelstahl gefertigte Herdkanne La Conica mutet durch ihre schlanke Form wie ein Türmchen an. Sie setzt sich aus einfachen geometrischen Formen zusammen: Ein flacher Zylinder aus Kupfer bildet die Basis und dient der besseren Wärmeleitung. Ein hoher Zylinder bildet den Körper der Kanne, ein Kegel fungiert als Deckel und erinnert an ein Dach, eine Kugel als Knauf bekrönt die Kanne. In ihrer seit 1989 produzierten Variante, verwendet die Kanne einen zurückhaltenden Edelstahlgriff, der im oberen Bereich der Kanne ansetzt, rechtwinklig abgewinkelt ist und parallel zur Seitenwand der Kanne nach unten reicht. 
 Aldo Rossi hatte jedoch bei der Entwicklung der Kanne noch weitere Varianten in Betracht gezogen und erprobt. Die nun erstmals produzierte La Conica manico lungo, verfügt über einen langen Griff, der rechtwinklig von der Kanne absteht und sich konisch verjüngt. Er setzt am Körper der Kanne als Edelstahlmuffe an, in die der eigentliche Griff aus hellblauem, hitzebeständigem Kunststoff eingefügt ist. Korrespondierend mit dem Griff ist bei dieser Variante auch der sonst aus Edelstahl bestehende, kugelförmige Knauf auf dem Deckel aus hellblauem Kunststoff gefertigt. 
 Mit ihrer markanten Griffform ist die La Conica manico lungo eine Hommage an einen Kaffeekannentypus, der für Neapel typisch ist und als Vorläufer der Moka-Express gelten kann: die Cuccuma. Auch sie verfügt über ein oberes und ein unteres Reservoir, zwischen denen sich ein Filterelement befindet, das das Kaffeepulver aufnimmt. Bei der Cuccuma wird zunächst heißes Wasser in eines der Reservoirs gefüllt, dann das Filterelement und das zweite Reservoir aufgeschraubt. Nun dient der lange Griff dazu, die gesamte Kanne umzudrehen, sodass das heiße Wasser – ohne zusätzlichen Druck oder äußere Wärmequellen – durch das Kaffeepulver in das nun unten angeordnete Reservoir sickert. Bei der La conica manico lungo erfüllt der namensgebende lange Griff, neben der Ehrerweisung an die Cuccuma außerdem einen praktischen Zweck: er hält die Hände des Nutzers in gebührendem Sicherheitsabstand zur heißen Kanne. 
 Die von Richard Sapper 1979 entworfene Herdkanne 9090 ist in ihrer Formgebung und Materialität&amp;nbsp; stark von funktionalen Überlegungen geprägt. Schon zehn Jahre vor der La Conica wählte der aus München stammende Designer Richard Sapper anstelle des traditionell verwendeten Aluminiums den langlebigeren und gesundheitlich unbedenklicheren Edelstahl als Material für diese Herdkanne. Auch der sonst meist aus Kunststoff gefertigte Griff wurde aus Stahl gefertigt, um eine lange Lebensdauer der Kanne zu erzielen. Die Art der Anbringung des Griffs und seine Form, die bei geringer Materialstärke eine große Oberfläche aufweist, sorgen dafür, dass der Griff nicht zu heiß wird. Seine Oberfläche ist brüniert, also mit einer künstlich erzeugten Oxidschicht versehen, die eine charakteristische dunkelbraune Farbe aufweist und vor Korrosion schützt. Ein zusätzliches Bedienelement am Deckel ermöglicht es, diesen einhändig zu öffnen. Die breite Basis der Kanne nimmt die Hitze des Herds optimal auf; nach oben hin verjüngt sie sich zwei Mal konisch. Ein Reduzierstück im Filterelement erlaubt wahlweise die Zubereitung kleinerer Kaffeemengen. Der plastisch aus dem Körper der Kanne emporwachsende, dreiecksförmige Ausguss unterstreicht den teknoiden Maschinencharakter des Entwurfs. Die Herdkanne 9090 wurde mit dem renommierten Designpreis Compasso d’Oro ausgezeichnet und findet sich heute in den Sammlungen zahlreicher Designmuseen. 
 Doch wie so oft in der Produktentwicklung, gingen auch hier dem schlussendlich ausgewählten Entwurf zahlreiche andere Varianten voraus, die erprobt und schließlich verworfen wurden. Die nun erstmals angebotene Variante 9090 manico forato verwendet – wie der Namenszusatz verrät -&amp;nbsp; einen perforierten Griff. Die in Längsrichtung angeordneten Löcher sollten die Masse des Griffs verringern und seine Oberfläche vergrößern, um zusätzlich dazu beizutragen, dass sich dieser nicht zu stark aufheizt. Zwar hat sich diese Maßnahme im Versuch als unnötig erwiesen und wurde daher von Sapper verworfen, ästhetisch reizvoll ist sie dennoch. Ein weiterer Unterschied zum regulären Modell ist auch die Farbe des stählernen Griffs. Dieser ist bei der 9090 manico forato nicht brüniert, sondern rot lackiert. Neben den natürlichen Oberflächenfarben der verwendeten Materialien, sowie verschiedenen von Schwarz bis Weiß reichenden Grauwerten, die vielfach nicht als Farben klassifiziert werden, verwendete Sapper Rot als einzige Farbe und nutzte sie, um Bedienelemente, bewegliche oder wichtige Teile hervorzuheben. Man denke etwa an den roten Schalter der Schreibtischleuchte Tizio oder an den roten Trackpoint des von Sapper entworfenen IBM ThinkPads. Dieses Designdetail hat sich auch Jahrzehnte nach Sappers Entwurf, nach unzähligen neuen Versionen und nach Übernahme der Marke ThinkPad durch Lenovo als Charakteristikum dieser Notebooks erhalten. 
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                            <updated>2021-12-09T00:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Das zweite Highlight aus Mailand: SUPER PRATONE von Gufram</title>
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                                            Zur Feier des 50jährigen Entwurf des Pratone Sofas von Georgio Ceretti, Riccardo Derossi und Piero de Rossi präsentiert Gufram dieses Jahr eine fast sechs Meter hohe Hommage an den Klassiker des Radical Designs...
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                 Auf einem der zentralsten Plätze Mailands, dem Piazza San Fedele, präsentiert Gufram dieses Jahr nur wenige Schritte vom Dom, der Galleria Vittorio Emanuele und der Scala entfernt SUPER PRATONE. Dabei handelt es sich um riesiges aufblasbares PRATONE Sofa in der typischen grünen Farbe, wird sich inmitten der manieristischen Architektur erhebt. 
 Die Hommage SUPER PRATONE soll laut Gufram eine visionäre Erweiterung des klassischen PRATONE Sofas, da es die Farbe, die Proportionen und die traditionelle &quot;Weichheit&quot; des Kunststoffs beibehält. Die Maße sind dabei beachtlich: der quadratische Fuße hat die Größe von 8 x 8 Meter, die einzelnen Grashalme sind 5,30 hoch. So entsteht auf dem Piazza San Fedele eine gigantische Wiese... 
 Das sehr ungewöhnliche PRATONE Sofa wurde 1971 von den drei Italienern Georgio Ceretti, Riccardo Derossi und Piero de Rossi&amp;nbsp; konzipiert, die Idee war Lichtjahre von den üblichen bürgerlichen Möbeln entfernt. Als einzigartige und unkonventionelle Chaiselongue ist PRATONE zu einem Maßstab in der Designgeschichte geworden, seit es damals für das Titelseite der Ausstellung  „Italy: The New Domestic Landscape“  des Museum of Modern Art in New York ausgewählt wurde. 
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                            <updated>2021-09-07T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Das 45. Jubiläum einer Ikone: Lumina editiert die Daphine Tischleuchte als kl...</title>
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                                            45 Jahre nach der ersten Präsentation der Daphine von Tommaso Cimini im Jahr 1974 bietet Lumina dieses Jahr eine kleine Sonderedition des Lichtklassikers in LED-Technik an. Jede dieser 226 Daphine Anniversary Leuchten ist mit einer Metallplakette versehen, auf der die individu...
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                 Mit ihrer grauen Lackierung ist die  Daphine Anniversary  in genau der Ausführung produziert, wie sie bereits 1991 zu ihrem 15. Entwurfsjubiläum produziert wurde. Während die damalige Edition noch mit einem Halogenleuchtmittel ausgestattet war, strahlt die Sonderedition 2021 mittels modernster LED-Technik. Im Gegensatz zu der Edition aus dem Jahr 1991, die damals von Lumina an treue Kunden verschenkt wurde, ist die neue LED-Edition käuflich erwerbar. Insgesamt wurden nur 226 Leuchten der Edition produziert, Markanto konnte sich zwei Exemplare sichern. 
 Die Tischleuchte Daphine ist ein Entwurf von 1976 und war so erfolgreich, dass ihr Schöpfer Tommaso Cimini&amp;nbsp;1980 in Italien die Leuchtenmanufaktur Lumina gründete und um die Leuchte herum aufbaute.  „Wenig Lampe, viel Licht“  war der Leitsatz Tommaso Ciminis. So ist auch das Design der Daphine sehr minimalistisch und zurückhaltend gestaltet. Noch heute ist die Daphine das meistverkaufte Produkt von Lumina. 
 Wie auch Richard Sappers Tizio Tischleuchte ist die Daphine dem in den 1970er Jahren aufkommenden Hightech Design zuzurechnen. Charakteristisch für diese Designströmung sind neben der minimalistischen Formgebung auch die Zurschaustellung der verwendeten Technik, sowie die Verwendung von Materialien, die sonst eher in der Industrie zum Einsatz kamen. Gerne wurden gestanzte Metallbleche und Aluminium verwendet, es kamen jedoch auch Panzerglas und verschiedene Kunststoffe zum Einsatz. Bezeichnend an der Daphine sind der unverkleidete Trafo und die damals hochtechnologische Beleuchtung mittels Halogen-Niedervolt-Technik, bei der der Strom direkt über die Lampenarme geleitet wird. 
 Die italienische Leuchtenmanufaktur Lumina befindet sich auch nach über 40 Jahren noch in Familienbesitz und wird heute von Ettore Cimini, dem Sohn ihres Gründers, geleitet. Die Leuchten von Lumina zeichnen sich durch ihre hochtechnologisierten Entwürfe und den hohen Qualitätsanspruch aus.  &quot;Lumina-Lampen sind ikonisch: Sie entspringen unserer Arbeitsethik und sind ein getreues Abbild unserer Produktionsfähigkeit.“  so Tommaso Cimini, der Gründer von Lumina. Noch heute werden die neuen Entwürfe bei Lumina an diesem Standard gemessen. 
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                            <updated>2021-08-03T01:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Stille Eleganz : Die Bitossi Vasenkollektion „Equilibri“ von Dimorestudio</title>
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                                            Die mehrfach prämierten Mailänder Innenarchitekten Dimorestudio entwarfen für Bitossi acht Keramiken, die jetzt bei Markanto erhältlich sind. Die Equilibri-Serie kombiniert dabei Keramik und Messing.
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                 Bereits 2003 gründeten die beiden Innenarchitekten und Designer Britt Moran und Emiliano Salci in Mailand das Designbüro Dimorestudio. Seitdem konnten die beiden Designer bereits mit großen Projekten auf sich aufmerksam machen. So statteten sie nicht nur die Aesop Stores in Paris und Mailand aus, sondern gestalteten ebenso die Lobby und Bar des geschichtsträchtigen „Grand Hotel de Milan“ in Mailand, in dem bereits Prominenz wie Ernest Hemingway und Marcello Mastroianni residierten. Neben ihren vielfach ausgezeichneten Inneneinrichtungen, die sich besonders durch die Ambivalenz zwischen alten und neuen Stilen auszeichnet, entwerfen&amp;nbsp;Britt Moran und Emiliano Salci mittlerweile auch Möbel und verschiedene Accessoires. „ Dimore Studio interprets memories and creates dreams. Dimore Studio crosses the boundaries between art and design, fashion and architecture. “ so das AD Magazin über&amp;nbsp;Dimorestudio. 
 2016 entstand eine Kooperation von&amp;nbsp;Dimorestudio und der Keramikmanufaktur Bitossi, das Ergebnis war die Vasenkollektion  Equilibri . Diese hoch- und querformatigen Keramiken bestechen sowohl durch ihre zurückhaltend, elegante Farbgebung, als auch durch ihre auffälligen Messingapplikationen. Dabei wird durch die farbige Glasur und das unbehandelte Messing eine für Dimorestudio typische Spannung erzeugt. Durch diese durchdachte Materialkombination lassen die Vasen sich nicht nur für die Inszenierung von Blumenensembles verwenden, sondern ermöglichen auch die Präsentation als einzigartige Key-Pieces. 
 Die 1921 gegründete Manufaktur Bitossi mit Sitz in Montelupo&amp;nbsp;der Nähe von Florenz, ging in den 1950er Jahren mit dem Eintritt von Aldo Londi neue Wege. Aldo Londi als Art Director&amp;nbsp;entwarf zahlreiche Keramiken im Stil der Moderne wie die ikonische Rimini Blu Serie. Zusätzlich entstand in den 1950er Jahren eine Zusammenarbeit mit Ettore Sottsass, der mit Aldo Londi eng befreundet war. Zusätzlich produzierte Bitossi zahlreiche Keramiken für Piero Fornasetti. Ab den 2000er Jahren begann die Keramikmanufaktur eine Zusammenarbeit mit aktuellen Entwerfern wie&amp;nbsp; Ronan und Erwan Bouroullec , Bethan Laura Wood, Arik Levy oder dem&amp;nbsp;Dimorestudio. 
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                            <updated>2021-07-16T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">100 Jahre Alessi: Vase Proust von Alessandro Mendini</title>
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                                            Zur Feier des 100jährigen Jubiläums legt Alessi die vergoldete Vase Proust nach einem Entwurf von Alessandro Mendini als limitierte Edition von 999 Exemplaren auf. Gedacht ist die Vase als Kunstobjekt für Sammler des italienischen Designs.
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                 1992 fand in Bonn die vielbeachtete Ausstellung „Italien-Deutschland 4-3 – Fünfzig Jahre Italienisches und Deutsches Design“ statt. Dazu entstand das von&amp;nbsp;Alessandro Mendini koordinierte Projekt &quot;100% make-up&quot;, wo&amp;nbsp;100 Autoren aus verschiedenen künstlerischen und kreativen Disziplinen teilnahmen.&amp;nbsp;Die Aufgabe war, ein Dekor für die Vase zu kreieren, die von Mendini selbst entworfen wurde. Er selbst entwarf die hier abgebildete Version mit einer Vergoldung, die aber zur Ausstellung nur in einer Stückzahl von zwei Exemplaren bei Alessi angefertigt wurde. 
 Zum 100jährigen Jubiläums legt Alessi nun die vergoldete Vase Proust erstmals als limitierte Edition von 999 Exemplaren auf. Gedacht ist die Vase als Kunstobjekt für Sammler des italienischen Designs Das Dekor der Vase soll an den französischen Autor Marcel Proust erinnern und ist von Plätzen inspiriert, an denen Alessandro Mendini eine Verbindung zwischen dem Schriftsteller und den Pariser Pointillisten spürte. Das Konzept findet sich auch bei seinem Sitzklassiker Proust wieder, der damals auch Exponat der Ausstellung in Bonn war .&amp;nbsp;&quot;Dekore sind wie Fische im Meer, sie existieren, auch wenn man sie nicht sieht. Das Ornament ist positiv, weil es das erzählerische Element ist, das das kalte und tautologische Objekt belebt.&quot;&amp;nbsp; so Alessandro Mendini über das Konzept. 
 
 
 
  Die auf 999 Exemplare limitierte und vergoldete Proust Vase besteht aus aus weißem Porzellan, der an der Spitze durch einen zapfenförmigen Deckel geschlossen wird. Der Scherben wird durch das Einbrennen eines farbechten Abziehbildes dekoriert. Deckel und Basis werden mit handaufgelegtem Echt-Gold verziert, anschließend gebrannt und danach kalt gebürstet.&amp;nbsp;Die Verpackung wurde speziell für die 100 jährige Jubiläumsfeier von Alessi entworfen.  
  Alessandro Mendini wurde 1931 in Mailand geboren und gilt einer der wichtigsten Innovatoren des italienischen Designs der 1980er Jahre. Als Architekt, Künstler, Designer, Designmanager und Theoretiker war er international bekannt. Alessandro Mendini leitete gleichzeitig wichtige Magazine der Projektkultur und verkündete dort seine Ansichten über die Erneuerung des Designs. Mit Alessi verband ihn eine lange und vielfältige Zusammenarbeit: offizieller Historiograph, Designer von ikonischen Objekten wie dem Korkenzieher Anna G., Architekt des Alessi-Museums und der Erweiterungen oder als Kurator verschiedenener Wanderausstellungen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;  
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                            <updated>2021-05-25T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Ein Klassiker des italienischen Designs: Soriana is Back</title>
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                                            Cassina hat gerade einen absoluten Designklassiker wieder aufgelegt: Das Sitzmöbelprogramm Soriana von Afra und Tobia Scarpa aus dem Jahr 1969.
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                 1969 entwickelte das&amp;nbsp;Architektenehepaar Afra und Tobia Scarpa das&amp;nbsp;Sitzmöbelprogramm Soriana, der Entwurf zeichnet sich durch die opulente Polsterung aus, die vorne und hinten von Metallbügeln fixiert wird. Der Entwurf wurde ein Jahr später direkt mit dem&amp;nbsp;Compasso d’Oro Preis ausgezeichnet. Ein sehr ähnliches Sitzmöbelsystem entwickelte kurze Zeit später auch Mario Bellini für C&amp;amp;B Italia - daher werden die beiden Entwürfe Soriana und&amp;nbsp;Camaleonda machmal miteinander verwechselt. 
 Die obere Abbildung zeigt die erste Präsentation der Neuauflage im Cassina Showroom&amp;nbsp;in der Via Durini in Mailand, hier in Kombination mit dem&amp;nbsp;Accordo Couchtisch von Charlotte Perriand. Erhältlich ist Soriana wahlweise als Sessel,&amp;nbsp;Chaiselongue, Sofa (in den zwei Längen 175 und 250 cm) sowie als Hocker. Cassina bietet die Neuauflage in zwei Polsterungen an - wahlweise aus&amp;nbsp; Polyesterwatte oder aus 100%&amp;nbsp;recyceltem Polyethylen. Selbstverständlich ist das&amp;nbsp;Sitzmöbelprogramm in zahlreichen Stoffen und in Leder lieferbar.  
  Das italienische Architektenehepaar Afra und Tobia Scarpa entwarf ab den 1960er Jahren moderne Möbel und Leuchten nach dem Prinzip von Le Corbusier für Hersteller wie Cassina, Flos oder Gavina SpA. Ihren Durchbruch hatten sie 1964 mit dem Entwurf der ersten Fabrik des Textilkonzerns Benetton, Tobia Scarpa ist der Sohn des bekannten italienischen Architekten Carlo Scarpa.&amp;nbsp;  
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                            <updated>2021-05-20T01:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Klassiker im Kleinformat: Oluce präsentiert die Tischleuchte Mini Coupé</title>
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                                            Die zur Designikone avancierte Tischleuchte Coupé nach einem Entwurf von Joe Colombo wurde in der nun vorgestellten Minivariante um 15 Prozent geschrumpft. Sie wird in vier zeitgemäßen Farbvarianten angeboten und ist deutlich erschwinglicher als ihr klassisches Vorbild.
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                 Joe Colombo, der nach einem Studium der Architektur im Jahr 1962 ein Designbüro in Mailand eröffnete, zählt zu den prägenden Designern im Italien der 1960er Jahre. Bevor er 1971 im Alter von nur vierzig Jahren an einem Herzinfarkt starb, schuf er zahlreiche Entwürfe, die geprägt sind vom technikbegeisterten und progressiven Geist dieser Zeit. So arbeitete Colombo häufig mit dem Material Kunststoff – etwa beim Rollcontainer Boby. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Leuchtenentwürfe, die vielfach für den ebenfalls in Mailand beheimateten Hersteller  Oluce  entstanden. 
 Zu den bedeutendsten Leuchtenserien von Joe Colombo zählt die Serie Spider, die seit 1965 von Oluce angeboten wird. Das charakteristischste Merkmal dieses als Tisch- und Stehleuchte erhältlichen Modells ist der Reflektor, der passend zum Cornalux-Leuchtmittel entworfen wurde. Dieses Bauteil kann auch deswegen so spektakulär in Erscheinung treten, weil Colombo die restlichen Bestandteile der Leuchte in zurückhaltender aber raffinierter Weise entworfen hat: Aus einem flachen runden Fuß erwächst mittig ein senkrecht stehendes, hochglänzendes Metallrohr. Dieses ist so dimensioniert, dass es in seinem Inneren das Stromkabel der Leuchte aufnehmen kann. Am Rohr befestigt ist der Reflektor. Das Kabel tritt am oberen Ende des Rohrs aus und wird von dort offen in den Reflektor geführt, wo sich die Fassung für das Leuchtmittel befindet. 
 Diese gleichermaßen einfache und elegante Konstruktion behielt Colombo einfach bei, als er zwei Jahre darauf mit Coupé den nächsten großen Wurf für Oluce lieferte. Diesmal wählte er für den Reflektor eine zylindrische Form mit abgerundeter Oberkante. Als besonderes Merkmal fügte er einen schlanken Schlitz hinzu, der die Oberseite des Reflektors außermittig durchzieht und der bei eingeschalteter Leuchte ein reizvolles Akzentlicht an die Decke des Raums wirft. Dieser Einschnitt erklärt auch den Namen der Leuchte: Einerseits bedeutet das französische Wort „coupé“ geschnitten, andererseits wurde der Name in Anlehnung an die vorherige Serie Spider gewählt, denn genau wie Spider ist Coupé natürlich auch eine Bezeichnung für eine Bauform von Automobilen. Die Serie umfasst neben Tisch- und Stehleuchte auch Wand- und Bogenleuchten. Diese sind teilweise mit halbkugelförmigen Reflektoren ausgestattet – aber immer mit Schlitz. 
 Mit der nun vorgestellten Minivariante sorgt Oluce für eine willkommene Auffrischung. Sie ist mit einer Höhe von 34 cm etwas kleiner als das weiterhin erhältliche Original mit 40 cm. Während dieses nur in klassischen Lackierungen in den Farben Schwarz oder Weiß erhältlich ist, wird die Mini Coupé neben Schwarz auch in warmen Gelb- und Rottönen, sowie mit einer bronzefarbenen Anodisierung angeboten. Nicht zuletzt kann die kleine Coupé-Tischleuchte auch mit ihrem attraktiven Preis punkten. 
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                            <updated>2021-05-11T00:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">100 Jahre in zwölf Monaten: Alessi feiert Jubiläum</title>
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                                            Vor 100 Jahren wurde im Norden Italiens das Unternehmen Alessi gegründet. Dieses Jubiläum feiert das für hochwertige Haushaltswaren und Designobjekte bekannte Familienunternehmen mit der Values Collection. Jedes für diese Kollektion ausgewählte Produkt stellt einen der zentral...
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                 Im Jahr 1921 gründete Giovanni Alessi im piemontesischen Ort Omegna das Unternehmen Fratelli Alessi Omegna – oder kurz: FAO. Der unweit des Lago Maggiore gelegene Ort ist traditionell vom Handwerk geprägt und entwickelte sich im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert zu einem Zentrum der Metallwarenindustrie. So hatte bereits drei Jahre zuvor der mit der Alessi-Familie verschwägerte Alfonso Bialetti dort eine Fabrik zur Herstellung der von ihm erfundenen Espressobereiter gegründet. Alessi konzentrierte sich in den Anfangsjahren auf die Produktion von Messingknäufen und erweiterte das Sortiment bald auf Kannen, Nussknacker, Tabletts, Teesiebe, Zuckerdosen und ähnliche Objekte aus Messing, Kupfer und Neusilber. Teils wurden diese außerdem mit Nickel, Chrom oder Silber beschichtet. 
 Mitte der 1930er Jahre trat – nach einer Ausbildung als Industriedesigner – Giovannis Sohn Carlo in das Unternehmen ein. Er prägt das Unternehmen als Designer und war an zahlreichen Werksentwürfen beteiligt, die teilweise zu wahren Klassikern geworden sind – man denke etwa an den Drahtkorb 826. 
 Im zweiten Weltkrieg produzierte  Alessi  zunächst Motorenbauteile für den Flugzeughersteller Savoia Marchetti und Uniformabzeichen. Gegen Ende des Krieges belieferte das Unternehmen die amerikanische Armee mit einer großen Menge Suppenkellen. Zu dieser Zeit erahnte Carlo Alessi die zukünftige Dominanz von Edelstahl. Mit seiner Investition in neue Produktionsmaschinen, bewies er gutes Gespür, denn tatsächlich sollte Edelstahl in den folgenden Jahren im Bereich der Haushaltswaren verchromte oder versilberte Objekte weitgehend ablösen. 
 1945 trat auch Carlos elf Jahre jüngerer Bruder Ettore in das Unternehmen ein, das ab 1947 als Alfra firmierte – ein Kürzel für ALessi FRAtelli. Als technischer Direktor begründete Ettore im Jahr 1955 eine Tradition, die für die Zukunft des Unternehmens prägend war: Nachdem Carlo den Vater als Generaldirektor abgelöst hatte, zog er sich aus der Entwurfstätigkeit zurück. Ettore füllte diese Lücke, indem er mit externen Designern zusammenarbeitete. Den Anfang machten Kännchen und Schalen für den Hotelbedarf, die von den Architekten Carlo Mazzeri, Luigi Massoni und Anselmo Vitale entworfen wurden. Die externen Entwerfer wurden jeweils auch öffentlich genannt – so wurde Alessi zu einem Pionier des Autorendesigns. 
 Im Jahr 1970 begann Carlos ältester Sohn Alberto seine Karriere bei Alessi. Noch heute leitet er – gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern – die Firma. 1971 – also zum fünfzigjährigen Jubiläum – wurde der Name des Unternehmens erneut geändert. Seither firmiert es einfach unter Alessi. Ab den 1970er Jahren wird auch die Zusammenarbeit mit externen Designern immer wichtiger und die Designer werden prominenter. Besonders bedeutend waren dabei Achille Castiglioni, Ettore Sottsass, Richard Sapper und Alessandro Mendini. Castiglioni lieferte mit seinem 1970 entworfenen Aschenbecher ein Objekt, das ganz in der Tradition der klassischen Metallgegenstände von Alessi steht. Ein Detail jedoch ist raffiniert: als Zigarettenhalter fungiert eine Spiralfeder. Das ist einerseits praktisch zur Reinigung, andererseits ist es ein Beispiel der für Castiglioni typischen Readymades. Ähnlich geht auch Sapper vor, der für Alessi unter Anderem einen Wasserkessel entwarf. Die Besonderheit hierbei ist die Verwendung einer Stimmpfeife mit metallenen Stimmzungen, die – sobald das Wasser kocht – anstatt eines schrillen Pfeiftons einen angenehmen Zweiklang ertönen lässt. 
 Ettore Sottsass, der ab 1972 Entwürfe für Alessi lieferte ist genau wie Alessandro Mendini, der ab 1979 nicht nur als Designer sondern auch als Berater für das Unternehmen fungierte, Vertreter des Radical Design. Mendini prägte Alessi dadurch wie kein anderer externer Designer. Unter seiner Regie entstand eine Reihe von Haushaltsgräten, die Alessi gemeinsam mit Philips auf den Markt brachte. Außerdem lieferte er den Entwurf für den antropomorphen Korkenzieher Anna G, dem mittlerweile eine ganze Produktfamilie zur Seite gestellt wurde, und der sich zum Maskottchen des Unternehmens entwickelt hat. Auch als Architekt war Mendini für Alessi tätig und entwarf neben dem Mitte der 1990er Jahre gebauten Unternehmenssitz auch Verkaufsfilialen und Messestände. 
 Ab Ende der 1980er Jahre waren mit Aldo Rossi und Michael Graves zwei der bedeutendsten Architekten der Postmoderne als Designer für Alessi tätig. In jüngerer Zeit folgten Stararchitekten wie Zaha Hadid oder David Chipperfield. Abgerundet wird das Sortiment durch Neuauflagen historischer Entwürfe, etwa von der Bauhaus-Absolventin Marianne Brandt. 
 Zum 100. Jubiläum präsentiert Alessi nun die  Values Collection , eine Sammlung von Neu- und Sondereditionen wichtiger Entwürfe aus der Unternehmensgeschichte. Beginnend im Mai 2021 wird ein Jahr lang jeden Monat ein weiterer Teil dieser Kollektion vorgestellt, wobei jeweils ein zentraler Wert von Alessi das Thema vorgibt. Gleich zu Anfang geht es dabei weit zurück, sogar bis vor die eigentliche Unternehmensgründung. Denn noch bevor Giovanni Alessi seine eigene Werkstatt aufmachte, war er als Drechsler tätig. Das Drechseln ist ein in der Region um Omegna verbreitetes Handwerk, und hat für die heute dort vorherrschende Metallindustrie den Grundstein gelegt. Schließlich ist das Fertigen von Metallteilen auf der Drehbank, dem Drechseln eng verwandt. So kam auch die in der Holzbearbeitung gewonnene Erfahrung Giovanni Alessi beim Drehen seiner ersten Messingknäufe zu Gute. 
 Um die Drechseltradition der Region neu zu beleben, kaufte Alessi im Jahr 1988 die Werkstatt Battista Piazza, deren Wurzeln bis ins Jahr 1865 zurückreichen und die damit die älteste Firma der Region ist. In der Folge entstand die Kollektion  Twergi , für die Designer wie Andrea Branzi, Ico Migliore, Mara Servetto und Kuno Prey Holzobjekte entwarfen. Der Name Twergi – das deutsche Wort Zwerg ist mit etwas Phantasie herauszulesen – geht auf eine lokale Legende zurück. Demnach sind die Twergi kleine im Wald lebende Kobolde, die den Menschen entweder Streiche spielen oder ihnen heimlich behilflich sind. Milton Glaser lieferte mit dem Entwurf für die hölzerne Statuette eines solchen Zwergs ein Maskottchen für die Kollektion. 
 Das unbestrittene Highlight der Kollektion Twergi sind jedoch die Tischobjekte nach Entwürfen von Ettore Sottsass, die nun als Teil der Values Collection in veränderter Farbigkeit neu aufgelegt wurden. Centerpiece, Salz- und Pfeffermühle, Vorratsdose und Korkenzieher kommen in verspielten wulstigen Formen daher, die sich aus jeweils unterschiedlich lackierten Segmenten additiv zusammensetzen. Dominierten in der ursprünglichen Version warme Rot- und Gelbtöne, sind die Neuauflagen für die Values Collection vorwiegend in Gelb als Akzentfarben gehalten. Wir sind gespannt auf die weiteren Produkte der Alessi 100 Values Collection, die in den kommenden Monaten vorgestellt werden sollen. 
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                            <updated>2021-05-06T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Das Gio-Ponti-Komplettpaket vom Taschen Verlag: Bildband in limitierter Aufla...</title>
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                                            Gio Ponti zählt zu den prägenden Architekten und Designern des 20. Jahrhunderts. Nun widmet ihm der Taschen Verlag einen umfangreichen Bildband. In einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren, wird das Buch zusammen mit vier Kunstdrucken von Entwurfszeichnungen Pontis, sowi...
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                 Im Englischen hat sich für hochwertige und großformatige Bildbände der Begriff &amp;nbsp;„Coffee Table Book“ etabliert. Schließlich liegen sie meist dekorativ auf einem Beistelltisch und laden dazu ein, gelegentlich darin zu blättern. Der für Bücher dieser Art bekannte Taschen Verlag ist dazu übergegangen, bei besonders exklusiven Veröffentlichungen, den Tisch gleich mitzuliefern. Diese Tradition begründete der Kölner Verlag mit dem im Jahr 1999 vorgestellten Bildband „Sumo“ des Photographen Helmut Newton. Das aufgrund seiner enormen Ausmaße benannte Buch, brachte mit knapp 500 Seiten und einem Format von 50 x 70 cm rund 35 kg auf die Waage. Der auf 10.000 Exemplare limitierte Bildband wurde mit einem maßgeschneiderten Pult nach Entwurf von Philippe Starck ausgeliefert und war bei einem Einzelpreis von 1.500 US-Dollar innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Heute werden Exemplare dieses Buchs für 20.000 Euro gehandelt. Ein Exemplar, das von achtzig der im Bildband portraitierten Prominenten signiert ist, brachte es bei einer Auktion im Jahr 2000 sogar auf einen Preis von 620.000 DM. Damit ist Sumo nicht nur das größte und schwerste, sondern auch das teuerste im 20. Jahrhundert produzierte Buch. 
 Der 1891 in Mailand geborene Gio Ponti ist einer der wichtigsten Architekten und Designer des zwanzigsten Jahrhunderts und die zentrale Figur der italienischen Moderne. Zu seinen bekanntesten Werken zählen der superleichte Stuhl Superleggera für Cassina, die von La Pavoni hergestellte Espressomaschine La Cornuta und das 1958 fertiggestellte Pirelli-Hochhaus in Mailand, das er gemeinsam mit dem Bauingenieur Pier Luigi Nervi entwarf. Doch als wäre dieses Werk nicht schon vielseitig genug, war der umtriebige Lombarde außerdem jahrzehntelang Herausgeber der gemeinsam mit Gianni Mazzocchi gegründeten Zeitschrift Domus, einer bis heute tonangebenden Veröffentlichung in Sachen Architektur und Design und lehrte von 1936 bis 1961 als Professor am Politecnico di Milano. 
 Für den nun erschienenen umfangreichen Bildband mit 572 Seiten im Format 36 x 36 cm, hat der Taschen Verlag mit dem Gio-Ponti-Archiv zusammengearbeitet – einer dem Nachlass von Gio Ponti verpflichteten Organisation mit Sitz in dessen Heimatstadt Mailand. Das Archiv wurde 1996 von Pontis Enkel Savatore Licitra (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Tenor) gegründet, der es bis heute leitet. Es hat seinen Sitz in der Casa Ponti, einem Haus in der Via Dezza, das Gio Ponti 1926 gemeinsam mit Emilio Lancia entwarf und das exemplarisch für die von ihm vertretene Architekturauffassung steht. Es diente Ponti bis zu seinem Tod als Arbeitsort und Wohnhaus und ist weiterhin im Besitz der Familie. 
 Das in brillanter Qualität gedruckte Buch zeigt umfangreiches Bildmaterial, das teilweise bislang unveröffentlicht war. Darunter finden sich Entwurfszeichnungen, neue und alte Photographien von Pontis Werken und auch private Schnappschüsse. In der auf tausend Exemplare limitierten Art Edition erscheint der Bildband als Paket gemeinsam mit vier Kunstdrucken, dem Arlecchino Coffee Table und einem von Salvatore Licitra signierten Zertifikat. Die vier Kunstdrucke zeigen Entwürfe Pontis für die Interieurs der Passagierschiffe Conte Grande und Conte Biancamano, die in den 1950er Jahren von der Reederei Finmare im Transatlantikverkehr eingesetzt wurden. 
 Den Arlecchino Coffee Table entwarf  Gio Ponti  ursprünglich im Jahr 1954 als Einrichtungsgegenstand für die Villa Planchart in Caracas. Die Bauherren, das Ehepaar Anala und Armando Planchart, beauftragte Ponti nicht nur mit dem Entwurf, sondern gleich auch mit der Einrichtung der Villa, die von ihrem Standort auf einem Hügel aus einen atemberaubenden Blick über die venezolanische Hauptstadt bietet. Zentrales Element des nun von Molteni eigens für die Buchveröffentlichung hergestellten Beistelltischs, ist ein quadratisches Metallgitter, das sich rasterartig in neun Felder gliedert und als Auflagefläche für eine gläserne Tischplatte dient. Das Gitter weist eine Höhe von mehreren Zentimetern auf, was für die optische Wirkung des Tischs entscheidend ist. Es ist überwiegend in weißer Farbe lackiert, jedoch sind einige Innenflächen des Rasters in blauer oder gelber Farbe gehalten. So tritt der Tisch – abhängig von Augenhöhe und Blickrichtung des Betrachters – jeweils anders in Erscheinung und erinnert an die Ästhetik der Gemälde von Piet Mondrian. Diese verspielte und farbenfrohe Gestaltung erklärt auch den Namen des Tischs: „Arlecchino“ ist das italienische Wort für „Harlekin“. Kontrastiert wird der plakative Charakter des Metallgitters von vier eleganten Holzbeinen, die sich nach unten elegant verjüngen. Sie sind am Gitter befestigt, befinden sich jedoch nicht an den Eckpunkten des Tischs, sondern außermittig an den vier Seiten. Dort sind sie jeweils in der Mitte eines der äußeren Rasterfelder positioniert, und lockern das Erscheinungsbild des Tischs durch diese ungewöhnliche Konfiguration zusätzlich auf. Basierend auf der gleichen Konstruktionsweise entwarf Gio Ponti ungefähr zur selben Zeit auch den Couchtisch D.551.1. Dieser unterscheidet sich durch seine kreisrunde Grundrissfigur und eine andere Farbgebung des Metallgitters, und ist ebenfalls von Molteni erhältlich. 
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                            <updated>2021-04-23T00:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Homerun für Poltronova: Der Joe Baseball-Sessel</title>
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                                            Der Sessel Joe, entworfen von Studio DDL, ist eine Ikone des Radical Design. Zu seinem 50. Jubiläum präsentiert Poltronova nun einen passenden Pouf, der den Sessel so sinnfällig ergänzt, dass wir uns fragen, warum wir solange darauf warten mussten.
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                 Das Radical Design ist eine postmoderne Designströmung, die in den 1960er Jahren in Italien aufkam. Gelangweilt von der Strenge und Gleichförmigkeit moderner Entwürfe wünschten sich die Architekten und Designer des Radical Design einen Neuanfang. Die funktionalistisch geprägte Moderne hatte die Form eines Produkts oder eines Bauwerks – entsprechend Louis Henry Sullivans berühmtem Zitat „form follows function“ – stets aus seiner Funktion herzuleiten versucht. Diese Vorgehensweise war dabei oft verknüpft mit der Vorstellung, dass es für jede Anwendung genau eine folgerichtige Form gebe. Die Aufgabe des Designers wurde also als ein vernunftgeprägter Suchvorgang aufgefasst. Designer wie die Gebrüder Castigioni, Joe Colombo oder Studio 65 plädierten hingegen für eine kreativere Herangehensweise und nahmen sich die entsprechenden gestalterischen Freiheiten. Dass ihre expressiven und ironischen Objekte dabei gewisse funktionale Einschränkungen aufwiesen, nahmen die Protagonisten des Radical Design nicht nur billigend in Kauf, teilweise bestand genau darin der entscheidende Punkt des ganzen Entwurfs. Mit der vielbeachteten Ausstellung „Italy: The New Domestic Landscape“ im New Yorker Museum of Modern Art erhielt die Strömung eine internationale Bühne. Die Gedanken des Radical Design wurden in den späten 1970er Jahren fortgeführt vom Studio Alchimia, das ab 1980 in die Gruppe Memphis überging; bedeutende Vertreter dieser Gruppen sind Ettore Sottsass und Michele de Lucchi. Auch wenn heutige Entwürfe aus Italien – teils noch von den selben Designern – wieder größeren Wert auf Funktionalität legen, wirkt die spielerische Leichtigkeit des Radical Design bis heute nach und prägt unser Bild des italienischen Designs. 
 Zu den bedeutendsten Vertretern des Radical Design zählen auch Gionatan De Pas, Donato D&#039;Urbino und Paolo Lomazzi, die 1966 in Mailand das nach den Initialen ihrer Nachnamen benannte Studio DDL gründeten. 1968 präsentierte das Trio mit dem aufblasbaren Sessel Blow ein programmatisches Möbelstück, das mit der traditionellen Vorstellung eines repräsentativen Sessels brach und den Anspruch der drei Entwerfer verdeutlichte. 1971 folgte mit Joe erneut ein vollkommen neuartiger Sessel. Das Möbelstück, das sich zur Ikone der 1970er Jahre entwickelte, ist inspiriert von der Form eines Baseballhandschuhs. Sein Name ist passend dazu eine Anspielung auf den legendären Baseballspieler Joe DiMaggio. Die Vorgehensweise, eine wiedererkennbare Form in einen anderen Kontext zu übertragen und dabei den Maßstab zu verändern, ist typisch für die Postmoderne – man denke etwa an Philip Johnsons AT&amp;amp;T Building, einen Wolkenkratzer, der an eine Chippendale Kommode erinnert. Schon deutlich zurückhaltender, aber immer noch assoziationsreich, kommt Sciangai daher; ein 1973 von Studio DDL entworfener Kleiderständer, der an aufgefächerte Spaghetti oder Mikadostäbchen erinnert. Für diesen Entwurf erhielten De Pas, D’Urbino und Lomazzi den renommierten Designpreis Compasso d’Oro. Nach dem Tod von Gionatan De Pas im Jahr 1991 firmierte das auch in den Bereichen Architektur und Städtebau aktive Büro unter dem Namen Studio D’Urbino Lomazzi. 
 Zum fünfzigjährigen Jubiläum des ikonischen Sessels Joe präsentiert der Hersteller  Poltronova , der diesen von Beginn an produzierte, nun auch einen passenden Pouf, der sowohl als Fußhocker als auch als separate Sitzgelegenheit dienen kann. Am Entwurf beteiligt war wieder Paolo Lumazzi, der inzwischen über achtzig Jahre alt ist. Die Idee für die Formgebung ist dabei so naheliegend, dass man sich fragen muss, warum sie nicht schon lange umgesetzt wurde: Ein Baseball ist die schlüssige Ergänzung zum Baseballhandschuh. Beiden Objekten gemein ist die von ihren Vorbildern übernommene Ausführung in Leder mit groben Ziernähten. Um dem Maßstabssprung gerecht zu werden, sind diese Nähte bei Sessel und Pouf mit Lederbändern ausgeführt, die durch Metallösen geschnürt sind. Im Zusammenspiel beider Objekte wird die Illusion der Maßstabsveränderung umso überzeugender. So wirken Sessel und Pouf als habe ein Riese achtlos seine Baseballutensilien zurückgelassen. 
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            <title type="text">Fornasetti Wandteller 398: United with the World</title>
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                                            Im Frühjahr präsentierte Fornasetti in den sozialen Medien den Wandteller 98 als vielbeachtete Collage mit der italienischen Trikolore. Nun wurde das Motiv realisiert, der Fornasetti Gewinn geht dabei an das „Covid-19 Emergency”-Programm von CBM Italia.
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                 Kaum ein Land war von der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 so betroffen wie Italien, die Bilder aus Bergamo werden wir alle nicht vergessen. Als Zeichen der Solidarität veröffentlichte Fornasetti damals eine Colage des Wandteller 98 aus der Serie „Tema e Variazioni“, der die Opernsängerin Lina Cavalieri mit einer Gesichtsmaske zeigt in Kombination mit der italienischen Trikolore. Das Motiv erhielt in den sozialen Medien sehr viel Zustimmung. 
 Nun wurde der Wandteller mit dem Gesicht von Piero Gesichts von Fornasettis Muse tatsächlich umgesetzt – da Nr. 398 „United with the World”.&amp;nbsp;Der&amp;nbsp;Erlös wird von Fornasetti an das internationale „Covid-19 Emergency”-Programm von CBM Italia gespendet. Diese gemeinnützige, humanitäre Organisation innerhalb von CBM International setzt sich für Gesundheit ein und finanziert so soziale Projekte zur Unterstützung der am stärksten gefährdeten Risikiogruppen des Covid19-Virus in Italien. 
  „Diese Krise, in die wir heute alle verwickelt sind, kann nur gemeinsam gelöst werden, über Grenzen hinweg, vereint”  so Piero Fornasettis Sohn Barnaba Fornasetti (Abbildung oben) über das soziale Projekt. Seine Idee war es, ein ausdrucksstarkes Motiv zu schaffen, das eine Botschaft vermittelt, die eindeutig mit unserer Zeit verbunden ist: das ikonische Gesicht der Opernsängerin, bedeckt von einer Maske in den italienischen Nationalfarben. Der Ursprung dieses handgefertigten und handdekorierten Wandtellers ist natürlich die Fornasetti Serie „Tema e Variazioni“, die mittlerweile 400 verschiedene künstlerische Varianten des Gesichts von&amp;nbsp;Lina Cavalieri enthält. Diese symbolische Botschaft erhält nun eine konkrete Bedeutung als Zeichen der Solidarität in der Corona-Krise:  United with the World . 
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