Organic Conference Chair von Charles Eames und Eero Saarinen

Eine Ikone des Designs ist der Organic Chair von Charles Eames und Eero Saarinen. Entworfen 1940 für einen Wettbewerb des Museum of Modern Art in New York war dieser Entwurf seiner Zeit weit voraus und ist sicherlich mit das wichtigste Sitzmöbel des 20. Jahrhunderts. Nun bietet Vitra auf vielfachen Wunsch den Organic Chair auch als Esstischstuhl bzw. Konferenzstuhl an.

Über den Organic Chair

Der Organic Chair wurde ursprünglich 1940 gemeinsam von Charles Eames und Eero Saarinen als Lesesessel entworfen. Heute zählt er zu den großen Klassikern des 20. Jahrhunderts. 

Kennengelernt hatten sich Charles Eames und Eero Saarinen wohl an der Cranbrook Academy in Michigan (die amerikanische Antwort auf das Bauhaus), wo Eames als Dozent unter der Leitung von Eeros Vater Eliel Saarinen wirkte. Zusammen reichten die beiden das erste Modell für den Ausstellungswettbewerb „Organic Design in Home Furnishings” ein. Ausrichter dieses Wettbewerbs von 1941 war das New Yorker Museum of Modern Art. Der Kurator Elliot Noyes definierte Organic Design als eine “harmonische Organisation der Teile innerhalb des Ganzen unter Beachtung von Struktur, Material und Zweckbestimmung.”.

Die Jury war vom Organic Chair sofort begeistert und aus dem Wettbewerb ging er als der große Gewinner hervor. Der ausgeschriebene Preis war ein Vertrag über die Produktion und den Vertrieb über ein großes amerikanisches Warenhaus. Allerdings wurden durch den Kriegseinbruch der USA nur wenige Exemplare hergestellt, für einen Originalstuhl aus der ersten Serie von 1941 werden daher heute in Designauktionen über dreißigtausend Dollar bezahlt.

Nach dem Krieg war der Organic Chair die gestalterische Vorlage für zahlreiche ähnliche Stühle und Sessel der 1950er Jahre. Neben  der klassischen Version gab es auch damals schon die Highback Version (Hochlehner). Auf Wunsch zahlreicher Kunden schuf Vitra 2012 eine Version als Conference Chair – für das Büro oder als normalen Esszimmerstuhl. Der Original-Lesesessel von Eames und Saarinen war als Stuhl zu niedrig.

Der Organic Chair prägte auch weitere Entwürfe von Eames und Saarinen: Womb Chair, Chairs Nr. 71 und 71 oder auch die Eames Fiberglass Chairs waren alle noch von der Formgebung des Organic Chair beeinflusst.

 Eero Saarinen hatte in Paris Bildhauerei studiert, bevor er zu Architektur und Design fand. Auch sein “Tulpenstuhl” mit dem breiten, kreisrunden Standfuß hat die Gestaltung von Möbeln maßgeblich beeinflusst. Von dem drei Jahre älteren Charles Eames kennt man die Stühle aus unter Dampf gebogenem Schichtholz, darunter besonders den Lounge Chair. Saarinen wurde auch als Architekt berühmt. Eames arbeitete zeitlebens gemeinsam mit seiner Ehefrau Ray. Während des Zweiten Weltkriegs entwarfen sie Flugzeugteile, Beinschienen und Tragbahren aus verformtem Sperrholz.

 Der Organic Chair gilt bis heute als eine große Vermittlungsleistung zwischen Mechanischem und Natürlichem. In ihm finden das Neutrale der Ökonomie und das tiefer gehende der menschlichen Bedürfnisse zu einer einmaligen Synthese. Das maschinelle Produkt erhält menschlich geschwungene Formen. Der Begriff der “Ergonomie”, der Gesetzmäßigkeit menschlicher Arbeit, war seinerzeit noch nicht im heutigen Sinn geprägt.

Der Organic Chair erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Eine größere Bestätigung ist wohl kaum denkbar.

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