Charles Eames (1907 - 1978), Ray Eames (1912 - 1988)

Das Künstlerehepaar Charles und Ray Eames zählt zu den prägenden Designern des Mid-century Modern und zu den bedeutendsten Entwerfern des 20. Jahrhunderts. Neben ihrem Tätigkeitsschwerpunkt, dem Möbeldesign, waren Sie auch als Architekten und Grafiker tätig und produzierten darüber hinaus Filme.

Der 1907 in St. Louis geborene Charles Eames studierte an der dortigen Washington University Architektur. 1929 heiratete er Catherine Woermann, mit der er 1930 die Tochter Lucia bekam. Im gleichen Jahr eröffnete er sein Architekturbüro. 1938 wurde ihm ein Stipendium an der Cranbrook Academy of Art, einer der renommiertesten Kunsthochschulen Amerikas, gewährt. Dort beschäftigte er sich neben der Architektur auch mit Design, und wurde selbst zum Dozenten und zum Leiter der Abteilung Industrial Design. Der Campus der Akademie wurde von Eliel Saarinen entworfen; sein Sohn Eero Saarinen wuchs auf dem Campus auf und besuchte später ebenfalls die Akademie. An der Cranbrook Academy schloss Charles Eames Freundschaft mit Eero Saarinen und begann, mit ihm zusammenzuarbeiten. Gemeinsam gewannen Eames und Saarinen 1941 den Wettbewerb Organic Design in Home Furnishings des Museum of Modern Art in New York, wo sie den organischen Lesesessel Organic Chair präsentierten.

1941 ließ sich Charles Eames scheiden und heiratete eine seiner Kolleginnen von der Cranbrook Academy: die Künstlerin Bernice Kaiser, deren Spitzname Ray lautete und die mit der Hochzeit den Nachnamen Eames nahm. Das Paar zog zunächst nach Los Angeles; 1949 wurde das von ihnen entworfene sogenannte Eames House im Villenvorort Pacific Palisades fertiggestellt, das sie für den Rest ihres Lebens bewohnten. Das Eames House war gleichzeitig eines der Case Study Houses, jener Häuser, die – publiziert von der Zeitschrift Arts & Architecture – das Wohnen in modernen Häusern einer breiten Öffentlichkeit näherbringen sollte. Das angeschlossene Studio dient dem Eames Office, das den Nachlass von Charles und Ray Eames verwaltet, bis heute als Arbeitsort.

 

 

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Charles Eames (1907 - 1978), Ray Eames (1912 - 1988)

Das Künstlerehepaar Charles und Ray Eames zählt zu den prägenden Designern des Mid-century Modern... mehr erfahren »

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Charles Eames (1907 - 1978), Ray Eames (1912 - 1988)

Das Künstlerehepaar Charles und Ray Eames zählt zu den prägenden Designern des Mid-century Modern und zu den bedeutendsten Entwerfern des 20. Jahrhunderts. Neben ihrem Tätigkeitsschwerpunkt, dem Möbeldesign, waren Sie auch als Architekten und Grafiker tätig und produzierten darüber hinaus Filme.

Der 1907 in St. Louis geborene Charles Eames studierte an der dortigen Washington University Architektur. 1929 heiratete er Catherine Woermann, mit der er 1930 die Tochter Lucia bekam. Im gleichen Jahr eröffnete er sein Architekturbüro. 1938 wurde ihm ein Stipendium an der Cranbrook Academy of Art, einer der renommiertesten Kunsthochschulen Amerikas, gewährt. Dort beschäftigte er sich neben der Architektur auch mit Design, und wurde selbst zum Dozenten und zum Leiter der Abteilung Industrial Design. Der Campus der Akademie wurde von Eliel Saarinen entworfen; sein Sohn Eero Saarinen wuchs auf dem Campus auf und besuchte später ebenfalls die Akademie. An der Cranbrook Academy schloss Charles Eames Freundschaft mit Eero Saarinen und begann, mit ihm zusammenzuarbeiten. Gemeinsam gewannen Eames und Saarinen 1941 den Wettbewerb Organic Design in Home Furnishings des Museum of Modern Art in New York, wo sie den organischen Lesesessel Organic Chair präsentierten.

1941 ließ sich Charles Eames scheiden und heiratete eine seiner Kolleginnen von der Cranbrook Academy: die Künstlerin Bernice Kaiser, deren Spitzname Ray lautete und die mit der Hochzeit den Nachnamen Eames nahm. Das Paar zog zunächst nach Los Angeles; 1949 wurde das von ihnen entworfene sogenannte Eames House im Villenvorort Pacific Palisades fertiggestellt, das sie für den Rest ihres Lebens bewohnten. Das Eames House war gleichzeitig eines der Case Study Houses, jener Häuser, die – publiziert von der Zeitschrift Arts & Architecture – das Wohnen in modernen Häusern einer breiten Öffentlichkeit näherbringen sollte. Das angeschlossene Studio dient dem Eames Office, das den Nachlass von Charles und Ray Eames verwaltet, bis heute als Arbeitsort.

 

 

Während des Zweiten Weltkriegs experimentierten Charles und Ray Eames mit dem formverleimten Schichtholz, das ihnen zahlreiche gestalterische Möglichkeiten eröffnete. Zu einem der ersten Anwendungsfälle zählte eine im Auftrag der US-Navy entwickelte Beinschiene (Leg Splint), die vielfach hergestellt und im Zweiten Weltkrieg zur Behandlung und zum Transport verletzter Soldaten eingesetzt wurde. Die von den Eames entwickelten Plywood-Modelle waren dabei den zuvor eingesetzten Beinschienen aus Metall weit überlegen, denn diese hatten durch Vibrationen beim Transport der Verwundeten deren Verletzungen oft noch verschlimmert. Später setzten die Eames den neuen Werkstoff auch für Möbel ein, etwa für einen ihrer ikonischsten Entwürfe, den Eames Lounge Chair.

Das Experimentieren mit neuen Materialien und die Entwicklung entsprechender Fertigunsverfahren war eine entscheidende Triebfeder im Werk von Charles und Ray Eames. Wie zuvor mit dem Material Plywood, experimentierten sie ab den späten 1940er Jahren auch mit Kunststoff als Material für Möbel und insbesondere für Stühle. Für die Eames, deren erklärtes Ziel es war, gutes Design so preisgünstig wie möglich einem großen Verbraucherkreis zugänglich zu machen, versprach dieses Material vor allem eine Reduktion der Produktionskosten. Unter Verwendung des kurz zuvor vom US-Militär entwickelten Verfahrens, in Gussformen hergestellte Bauteile aus Polyester durch eine Beimengung von Glasfasern zu verstärken, konnten sie Sitzschalen aus Kunststoff entwickeln, die den statischen Anforderungen ihres Einsatzzwecks gewachsen waren. Damit gelten Charles und Ray Eames als Entwickler des ersten Stuhls aus Kunststoff. Ab 1950 wurden die Eames Plastic Chairs in verschiedenen Varianten von dem Unternehmen Zenith hergestellt und von dem Möbelhersteller Herman Miller vertrieben. Im gleichen Jahr wurden sie bereits im Museum of Modern Arts ausgestellt, das mit der Ausschreibung der International Competition for Low-Cost Furniture Design den Eames zuvor den Impuls zur Entwicklung des Plastic Chair gegeben hatte.

1978 erhielten Charles und Ray Eames für das Eames House den Twenty-five Year Award des American Institute of Architects – einen Preis, der frühestens 25 Jahre nach der Fertigstellung eines Bauwerks vergeben wird, wenn sich seine Gestaltung nach dieser Zeitspanne als richtungsweisend und zeitlos herausgestellt hat. Charles Eames starb im selben Jahr. Im Folgejahr zeichnete das Royal Institute of British Architects das Ehepaar mit einer Goldmedaille aus. 1985 ehrte die Industrial Designers Society of America Charles und Ray Eames als einflussreichste Designer des Zwanzigsten Jahrhunderts. Ray Eames starb 1988 – zehn Jahre nach ihrem Mann.

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Classic Tray Dot Pattern
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DCM Chair
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Eames Plastic Chair DAR
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Während des Zweiten Weltkriegs experimentierten Charles und Ray Eames mit dem formverleimten Schichtholz, das ihnen zahlreiche gestalterische Möglichkeiten eröffnete. Zu einem der ersten Anwendungsfälle zählte eine im Auftrag der US-Navy entwickelte Beinschiene (Leg Splint), die vielfach hergestellt und im Zweiten Weltkrieg zur Behandlung und zum Transport verletzter Soldaten eingesetzt wurde. Die von den Eames entwickelten Plywood-Modelle waren dabei den zuvor eingesetzten Beinschienen aus Metall weit überlegen, denn diese hatten durch Vibrationen beim Transport der Verwundeten deren Verletzungen oft noch verschlimmert. Später setzten die Eames den neuen Werkstoff auch für Möbel ein, etwa für einen ihrer ikonischsten Entwürfe, den Eames Lounge Chair.

Das Experimentieren mit neuen Materialien und die Entwicklung entsprechender Fertigunsverfahren war eine entscheidende Triebfeder im Werk von Charles und Ray Eames. Wie zuvor mit dem Material Plywood, experimentierten sie ab den späten 1940er Jahren auch mit Kunststoff als Material für Möbel und insbesondere für Stühle. Für die Eames, deren erklärtes Ziel es war, gutes Design so preisgünstig wie möglich einem großen Verbraucherkreis zugänglich zu machen, versprach dieses Material vor allem eine Reduktion der Produktionskosten. Unter Verwendung des kurz zuvor vom US-Militär entwickelten Verfahrens, in Gussformen hergestellte Bauteile aus Polyester durch eine Beimengung von Glasfasern zu verstärken, konnten sie Sitzschalen aus Kunststoff entwickeln, die den statischen Anforderungen ihres Einsatzzwecks gewachsen waren. Damit gelten Charles und Ray Eames als Entwickler des ersten Stuhls aus Kunststoff. Ab 1950 wurden die Eames Plastic Chairs in verschiedenen Varianten von dem Unternehmen Zenith hergestellt und von dem Möbelhersteller Herman Miller vertrieben. Im gleichen Jahr wurden sie bereits im Museum of Modern Arts ausgestellt, das mit der Ausschreibung der International Competition for Low-Cost Furniture Design den Eames zuvor den Impuls zur Entwicklung des Plastic Chair gegeben hatte.

1978 erhielten Charles und Ray Eames für das Eames House den Twenty-five Year Award des American Institute of Architects – einen Preis, der frühestens 25 Jahre nach der Fertigstellung eines Bauwerks vergeben wird, wenn sich seine Gestaltung nach dieser Zeitspanne als richtungsweisend und zeitlos herausgestellt hat. Charles Eames starb im selben Jahr. Im Folgejahr zeichnete das Royal Institute of British Architects das Ehepaar mit einer Goldmedaille aus. 1985 ehrte die Industrial Designers Society of America Charles und Ray Eames als einflussreichste Designer des Zwanzigsten Jahrhunderts. Ray Eames starb 1988 – zehn Jahre nach ihrem Mann.

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