Jaques Adnet (1900 - 1984)

Der 1900 in Châtillon-Coligny im Departement Loiret geborene Innenarchitekt und Designer Jacques Adnet studierte an der École nationale superieure des beaux-arts in Paris. Im Anschluss gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Jean das Unternehmen JJ Adnet. Schon 1925 stellte er auf der berühmten Exposition internationale des Arts décoratifs aus, die dem Stil Art déco seinen Namen gab. Dort wurde er als vielversprechendes Nachwuchstalent ausgezeichnet.

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Jaques Adnet: Leder als Gestaltungsmerkmal

Stets auf der Höhe der Zeit, zählte Adnet sowohl zu den stilistisch progressivsten, als auch zu den technisch innovativsten Vertretern seiner Zunft. So verwendete er als einer der Ersten, Metall und Glas für strukturelle Bauteile von Möbeln. In den 1950er Jahren begann er, Möbelteile in Leder zu hüllen, die traditionell nicht auf diese Weise umhüllt werden. Findet man Leder traditionell bei Polsterungen, Sitzflächen und gelegentlich bei Schreibtischoberflächen, setzte Adnet es als dekoratives Element beispielsweise zum Beziehen von Möbelgestellen ein, oftmals kombinierte er diese Lederbezüge mit Beschlägen aus Messing. Diese Eigenart wurde stilprägend für den Franzosen, der wie kein Anderer die Formensprache der Moderne mit einem luxuriösen Flair und dezenten Art-déco-Anklängen zu vereinen vermochte.

In seiner Tätigkeit als Innenarchitekt konzentrierte er sich entsprechend auf prestigeträchtige Aufträge wie etwa die Einrichtung des Sitzungssaals im UNESCO Hauptquartier in Paris oder die Gestaltung der Privaträume des französischen Präsidenten Vincent Auriol im Elyséepalast. Von 1959 bis 1970 war Jacques Adnet Direktor der École nationale supérieure des arts décoratifs.