Ilmari Tapiovaara (1914 - 1999)

Tapiovaara stammt aus einer finnischen Großfamilie mit elf Kindern (u. a. waren seine Brüder der Maler Tapio Tapiovaara und der Regisseur Nyrki Tapiovaara). Geboren 1914 zählt er zur gleichen Generation wie z B. Charles Eames (1907) oder Hans Wegner (1914), die das Design des 20. Jahrhunderts prägen sollten.

Nach Absolvierung der Kunsthochschule in Helsinki 1934 - 37 assistierte Tapiovaara in den Büros von Alvar Aalto in London und Le Corbusier in Paris (zu seinen Shülern sollten dafür später Eero Aarnio und Yjrö Kukkapuro zählen). Bereits 1938 wurde er künstlerischer Leiter des finnischen Möbelherstellers Asko. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg wurde er nach dem Überfall der Sowjetunion Offizier an der finnisch-russischen Front, wo er zahlreiche Wohnhäuser inklusive der Möblierung entwarf. Nach Beendigung des Krieges beteiligte Tapiovaara sich 1948 am Low-Cost Furniture Design Competition des MOMA (Museum of Modern Art) in New York, für den er einen international beachteten Sessel entwarf.

Zusammen mit seiner Frau Annikki gründete Tapiovaara 1951 ein gemeinsames Büro, wo er zahlreiche Möbel für Hersteller wie Asko, Knoll oder Thonet entwickelte. Darüber hinaus arbeitete er aber auch weiter als Architekt, Künstler und Grafik-Designer. Zusätzlich lehrte er am Illinois Institute of Design in Chicago und an der Hochschule für Kunst und Design in Helsinki. Während seiner Zeit in Chicago arbeitete er auch eng mit dem ehemaligen Leiter des Bauhaus, Ludwig Mies van der Rohe, zusammen. Überhaupt waren Auslandsaufenthalte wie in Paraguay oder Mauritius für ihn sehr wichtig – wozu er einmal bemerkte: „Einen Designer kann man in gewisser Weise mit einem Arzt vergleichen. Sobald man seinen Beruf beherrscht, kann man ihn überall ausüben. Wenn man seine Arbeit gut macht, wird sie überall gleich gut sein." Dies stellen nicht zuletzt seine zahlreichen Auszeichnungen und Preise unter Beweis. 1950 erhielt er den Good Design Award Chicago, in der Zeit von 1951 bis 1960 erhielt er sechs Goldmedaillen der Mailänder Triennale, es folgt der finnische Staatspreis für Design und eine Auszeichnung der Finnischen Stiftung für Kultur.

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Ilmari Tapiovaara (1914 - 1999)

Tapiovaara stammt aus einer finnischen Großfamilie mit elf Kindern (u. a. waren seine Brüder der Maler Tapio Tapiovaara und der Regisseur... mehr erfahren »

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Ilmari Tapiovaara (1914 - 1999)

Tapiovaara stammt aus einer finnischen Großfamilie mit elf Kindern (u. a. waren seine Brüder der Maler Tapio Tapiovaara und der Regisseur Nyrki Tapiovaara). Geboren 1914 zählt er zur gleichen Generation wie z B. Charles Eames (1907) oder Hans Wegner (1914), die das Design des 20. Jahrhunderts prägen sollten.

Nach Absolvierung der Kunsthochschule in Helsinki 1934 - 37 assistierte Tapiovaara in den Büros von Alvar Aalto in London und Le Corbusier in Paris (zu seinen Shülern sollten dafür später Eero Aarnio und Yjrö Kukkapuro zählen). Bereits 1938 wurde er künstlerischer Leiter des finnischen Möbelherstellers Asko. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg wurde er nach dem Überfall der Sowjetunion Offizier an der finnisch-russischen Front, wo er zahlreiche Wohnhäuser inklusive der Möblierung entwarf. Nach Beendigung des Krieges beteiligte Tapiovaara sich 1948 am Low-Cost Furniture Design Competition des MOMA (Museum of Modern Art) in New York, für den er einen international beachteten Sessel entwarf.

Zusammen mit seiner Frau Annikki gründete Tapiovaara 1951 ein gemeinsames Büro, wo er zahlreiche Möbel für Hersteller wie Asko, Knoll oder Thonet entwickelte. Darüber hinaus arbeitete er aber auch weiter als Architekt, Künstler und Grafik-Designer. Zusätzlich lehrte er am Illinois Institute of Design in Chicago und an der Hochschule für Kunst und Design in Helsinki. Während seiner Zeit in Chicago arbeitete er auch eng mit dem ehemaligen Leiter des Bauhaus, Ludwig Mies van der Rohe, zusammen. Überhaupt waren Auslandsaufenthalte wie in Paraguay oder Mauritius für ihn sehr wichtig – wozu er einmal bemerkte: „Einen Designer kann man in gewisser Weise mit einem Arzt vergleichen. Sobald man seinen Beruf beherrscht, kann man ihn überall ausüben. Wenn man seine Arbeit gut macht, wird sie überall gleich gut sein." Dies stellen nicht zuletzt seine zahlreichen Auszeichnungen und Preise unter Beweis. 1950 erhielt er den Good Design Award Chicago, in der Zeit von 1951 bis 1960 erhielt er sechs Goldmedaillen der Mailänder Triennale, es folgt der finnische Staatspreis für Design und eine Auszeichnung der Finnischen Stiftung für Kultur.

Tapiovaaras künstlerisches Schaffen ist einerseits geprägt von der Entwicklung des perfekten Mehrzweckstuhls, andererseits von der Interpretation klassischer Möbel in die Moderne wie beispielsweise bei dem Pirkka-Programm. Auch beeinflusst durch seine vielen Reisen, beschäftigte sich der Funktionalist Tapiovaara damit, kostengünstige Möbel zu entwerfen, die sich leicht zerlegen  lassen und somit einfach in die ganze Welt verschickt werden können. Diese Funktionalität zeigt sich z. B. auch in seinem Entwurf des Stuhls Lukki, bei dem er die Armlehnen mit Kunststoffschnur umwickelte – einerseits um mehr Komfort zu bieten und andererseits um den Stuhl vor Schäden beim Stapeln zu schützen. Neben seinen rationalen Möbelentwürfen betätigte sich der vielseitige Tapiovaara auch als  Gestalter von Leuchten, Glaswaren, Tapeten bis hin zu Kinderspielzeug.

Zu Tapiovaaras wichtigsten Werken zählen der Domus Stuhl (ursprünglich von Knoll International hergestellt), die Pirkka Sitzgruppe, der Tale Hocker oder der Mademoiselle Sessel (früher von Laukaan Puu und Asko produziert). Dabei war Tapiovaara Zeit seines Lebens immer auf der Suche nach dem besten Mehrzweckstuhl. Der Finne arbeitete aber nicht nur als Möbel- oder Leuchtenentwerfer, sein Tätigkeitsgebiet lag auch in der Graphik, der Fotographie, der Inneneinrichtung und der Architektur.

Im Jahr 2006 legte die finnische Firma Aero Design eine umfassende Tapiovaara-Kollektion auf. Markanto wurde dabei der einzige Fachhändler in Deutschland und organisierte damals den Vertrieb im deutschsprachigen Raum. Zu diesem Zweck besuchten wir mehrfach die finnische Hauptstadt Helsiniki – denn wir lieben das finnische Design. Später übernahm dann Artek die Produktionsrechte an seinen Möbelentwürfen.

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Tapiovaaras künstlerisches Schaffen ist einerseits geprägt von der Entwicklung des perfekten Mehrzweckstuhls, andererseits von der Interpretation klassischer Möbel in die Moderne wie beispielsweise bei dem Pirkka-Programm. Auch beeinflusst durch seine vielen Reisen, beschäftigte sich der Funktionalist Tapiovaara damit, kostengünstige Möbel zu entwerfen, die sich leicht zerlegen  lassen und somit einfach in die ganze Welt verschickt werden können. Diese Funktionalität zeigt sich z. B. auch in seinem Entwurf des Stuhls Lukki, bei dem er die Armlehnen mit Kunststoffschnur umwickelte – einerseits um mehr Komfort zu bieten und andererseits um den Stuhl vor Schäden beim Stapeln zu schützen. Neben seinen rationalen Möbelentwürfen betätigte sich der vielseitige Tapiovaara auch als  Gestalter von Leuchten, Glaswaren, Tapeten bis hin zu Kinderspielzeug.

Zu Tapiovaaras wichtigsten Werken zählen der Domus Stuhl (ursprünglich von Knoll International hergestellt), die Pirkka Sitzgruppe, der Tale Hocker oder der Mademoiselle Sessel (früher von Laukaan Puu und Asko produziert). Dabei war Tapiovaara Zeit seines Lebens immer auf der Suche nach dem besten Mehrzweckstuhl. Der Finne arbeitete aber nicht nur als Möbel- oder Leuchtenentwerfer, sein Tätigkeitsgebiet lag auch in der Graphik, der Fotographie, der Inneneinrichtung und der Architektur.

Im Jahr 2006 legte die finnische Firma Aero Design eine umfassende Tapiovaara-Kollektion auf. Markanto wurde dabei der einzige Fachhändler in Deutschland und organisierte damals den Vertrieb im deutschsprachigen Raum. Zu diesem Zweck besuchten wir mehrfach die finnische Hauptstadt Helsiniki – denn wir lieben das finnische Design. Später übernahm dann Artek die Produktionsrechte an seinen Möbelentwürfen.