Ralph Rapson (1914 - 2008)

Der Architekt Ralph Rapson gilt als eine wichtige Persönlichkeit der amerikanischen Moderne. Erstmalig präsentiert nun Markanto seine Möbelentwürfe in Europa.

Bis in das hohe Alter von 93 Jahren arbeitete Ralph Rapson als Architekt, wobei er Zeit seines Lebens immer nur mit links zeichnete, da ihm der rechte Arm fehlte. Durch sein Talent wurde in den 1930er Jahren Eliel Saarinen auf ihn aufmerksam und Rapson erhielt ein Stipendium an der Cranbrook Academy (das amerikanische Pendant zum Bauhaus). Dort arbeitete er mit Eero Saarinen, Charles Eames, Harry Bertoia oder Florence Schust (Knoll) zusammen.

Möbel der amerikanischen Moderne

Nachdem Rapson von 1941 bis 1942 im Saarinen Architekturbüro arbeitete, lehrte er am Neuen Bauhaus Architektur. 1945 entwarf er dann sein erstes Meisterwerk: Das Case House Nr. 4 (oder Greenbelt House) im Rahmen des berühmten Wettbewerbs, wo u. a. auch Eames, Neutra und Saarinen teilnahmen. In den 1950er und 60er Jahren wirkte Raspon als Architekt, der auch in Europa z. B. die amerikanischen Botschaften in Dänemark und Schweden entwarf.

Für Knoll International entwarf Rapson zwischen 1945 und 1946 ein Möbelprogramm, dass von seiner Familie (als Firma Rapson Inc) als Kleinserienfertigung wieder aufgelegt wurde. Ähnlich wie bei den Möbeln von Jens Risom wurde auch hier die Sitzfläche mittels eines Gurtgeflechtes hergestellt.

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