Serge Mouille (1922 - 1988)

Geboren 1922, besuchte Serge Mouille zunächst die Schule der Angewandten Künste (École des Arts Appliqués) in Paris. Anschließend lernte er bei dem Silberschmied und Bildhauer Gilbert LaCroix, wo er ab 1941 als Assistent tätig war. Während des Zweiten Weltkrieges schloß sich Mouille der französischen Widerstandsbewegung – der Résistance – an. 1945 eröffnete Serge Mouille sein eigenes Studio für Schmiedekunst, gleichzeitig begann er als Lehrer an der Schule der Angewandten Künste in Paris. Seine frühen Entwürfe sind dabei sehr vielfältig: Treppengeländer, Kronleuchter oder Wandleuchten – Ein besondere Aufmerksamkeit verdient dabei das futuristische Automobil Zèbre, das in Zusammenarbeit mit Pierre Pothier und Jean-Pierre Darnat 1952 entstand. Ein Jahr später wurde Serge Mouille von Jaques Adnet beauftragt, erste Leuchten für ein Kaufhaus-Projekt zu entwerfen. Die Kunst des Leuchtenbaus ließ ihn zeitlebens nicht mehr los.

Serge Mouille und die Serie Noir

Während der 1950er Jahre entwarf Serge Mouille dann seine außergewöhnlichen Wand-, Decken-, und Stehleuchten der „Serie Noir”. Die kinetische und skulpturale Formensprache seiner Leuchten zielte darauf ab, den Raum in Bewegung zu versetzen. Dabei ließ er sich auch von Natur und Erotik inspirieren, was man der berühmten Leuchtenserie  „Serie Noir” direkt ansieht. Der Reflektorschirm erinnert entfernt an den weiblichen Busen, auch gab Mouille dem Schirm den Namen „Tétine” (Zitze). Durch die Formgebung ist der Reflektor ideal für die Lichtreflexion und kann über den Gelenkkopf in praktisch jede Position eingestellt werden. Einige seiner berühmtesten Arbeiten der 1950er Jahre sind die Leuchten ´Oeil‘ (1953), ‘Flammes‘ (1954) und ‘Saturne‘ (1958) und natürlich die filigranen Stehleuchten. Seine Arbeiten wurden zu jener Zeit hauptsächlich in der Galerie Steph Simon in Paris gezeigt, wo auch die Entwürfe von Jean Prouvé, Isamu Noguchi oder Charlotte Perriand vertrieben wurden. Prouvé selbstverwendete die einarmige Stehleuchte darüber hinaus für sein Haus in Nancy. Die Leuchten von damals erzielen heute in Kunst- und Designauktionen immer wieder Höchstpreise.

 

 

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Exklusive Leuchtenentwürfe von Editions Serge Mouille

Ende der 1950er Jahre begann Serge Mouille damit, eher architektonische Leuchten zu entwerfen. Dabei realisierte er auch mehrere Großprojekte wie die Beleuchtung der Universität Antony, Schulen in Strasbourg oder Marseille sowie für die Kathedrale in Bizerte. Inspiriert von der Einführung der Neonröhre, entwickelte Mouille nur verschiedene Tisch- und Stehleuchten (Collonnes- oder Totem-Kollektion). Sie gehören zu seinen bekanntesten Spätwerken. Bereits 1963 beendete er seine Tätigkeit als Leuchtenentwerfer und konzentrierte sich fortan voll und ganz auf die Lehre.

Für sein Lebenswerk als Metallschmied und Designer bekam er 1976 die Ehrenauszeichnung der Stadt Paris. Serge Mouille wurde übrigens an einem 24. Dezember geboren – und starb auch 66 Jahren später an einem Heiligabend. Wer weiß, was er noch alles erschaffen hätte, wenn er nicht jahrelang an Tuberkulose gelitten hätte. Die Behandlung erforderte, dass er seine geliebte Arbeit irgendwann ruhen lassen musste.

Heute werden die Leuchten von Nachfahren der Familie Mouille (Editions Serge Mouille) hergestellt und in Europa von ESM Vertrieb (Martin Nerbel) vertrieben. Dabei wird jede Leuchte mit Zertifikat, eingeprägtem Herstellungsjahr und Seriennummer geliefert. Martin Nerbel lernte die Familie Mouille im Rahmen eines Schüleraustausches in den 1970ern kennen – woraus sich eine enge Freundschaft und Zusammenarbeit ergab.