Zur Geschichte von e15 Möbel: Von London nach Frankfurt
Benannt wurde die Marke nach der Postleitzahl des Stadtteils Hackney im Osten Londons, wo Philipp Mainzer zu dieser Zeit sein Studio unterhielt. Der Architekt, in Deutschland aufgewachsen, ausgebildet am Central Saint Martins College of Art and Design und an der Architectural Association in London, wollte einen Gegenpol zu den damals dominierenden kalten Aluminium- und Glasmaterialien schaffen. Mit einer Debutkollektion, die auf massive Holzformen setzte, beeinflusste e15 die Entwicklungsrichtung des zeitgenössischen Möbeldesigns nachhaltig. Parallel zur Gründung arbeitete Philipp Mainzer als Architektu in New York und kehrte 2001 nach Deutschland zurück. In Frankfurt, einer Stadt mit starken Wurzeln im Neuen Bauen der 1920e Jahre, fand e15 seinen heutigen Hauptsitz. 2008 erhielten Farah Ebrahimi und Philipp Mainzer den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland für das modulare Sofa Shiraz. Die DDC würdigte das Paar später mit einer Ehrenmitgliedschaft für ihr Lebenswerk, eine Auszeichnung, die zuvor Persönlichkeiten wie Dieter Rams und Jil Sander erhalten hatten.
e15: Designphilosophie
e15 folgt einer Haltung, die sich seit der Gründung 1995 nicht verändert hat: Materialien sprechen lassen, Formen auf das Notwendige reduzieren, Handwerk sichtbar machen. Kein Ornament, das ablenkt — stattdessen die ehrliche Oberfläche des Massivholzs, die Maserung, die Fugen, die Spuren der Verarbeitung. Was anderen als Unvollkommenheit gilt, ist bei e15 gestalterisches Programm.
Philipp Mainzer, ausgebildeter Architekt, bringt einen strukturellen Blick auf das Möbeldesign mit: Proportionen werden präzise abgewogen, Konstruktionen klar ablesbar gehalten. Farah Ebrahimi ergänzt diese Strenge mit einer sinnlichen Dimension — inspiriert von persischer Teekultur, Textilornamentik und Farbe. Aus diesem Zusammenspiel entsteht eine Designsprache, die kühl und warm zugleich ist. Für e15 ist Nachhaltigkeit keine Marketingformel, sondern eine Konsequenz der Materialwahl: Massivholz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft, Verarbeitung in Manufakturqualität, Entwürfe die auf Langlebigkeit statt auf Trends ausgelegt sind. Ein e15 Möbel soll nicht nach einer Saison überholt wirken — sondern mit dem Wohnraum und seinen Bewohnern wachsen.
e15: Produktübersicht & Kollektion
Das Herzstück des e15- Sortiments bilden Tische, Stühle und Sideboards aus hochwertigem Massivholz, ergänzt durch Marmor und Stahl. Die natürlichen Risse und Fugen im Material sind kein Fehler, sondern Absicht: Sie machen jedes e15-Möbel zum Unikat. Der Bigfoot Tisch von Philipp Mainzer ist das Flaggschiff der Marke – ein massiver Esstisch, dessen charakteristische Fugen an den Beinen die Naturhaftigkeit des Holzes bewusst inszenieren. Kaum weniger ikonisch ist der Backenzahn Hocker, ebenfalls von Mainzer entworfen: ein auf das Wesentliche reduzierter Massivholzblock, der trotz formaler Schlichtheit eine unverkennbare Präsenz entfaltet. Den Übergang zur weicheren Seite der Kollektion markiert der Enoki Beistelltisch – mit seiner pilzförmigen Silhouette und der feinen Verarbeitung ein Beispiel dafür, wie e15 organische Formen in die eigene Designsprache übersetzt.
Ergänzt wird das Sortiment durch Entwürfe bedeutender Architekten und Designer wie David Chipperfield sowie durch die Kramer Kollektion – Reeditionen des Frankfurter Architekten Ferdinand Kramer, dessen klare Nachkriegsformensprache nahtlos in die e15-Philosophie passt. Bei Markanto finden Sie auf unserer Internetseite eine kuratierte Auswahl der e15 Produkte. Selbstverständlich können wir Ihnen aber als e15 Fachhändler alle Produkte liefern.

Tisch Kazimir von Philipp Mainzer mit Typenstühlen von Ferdinand Kramer
Das untenstehende Video von DW-TV / Euromaxx ist zwar schon etwas älter, zeigt aber einen ersten interessanten Eindruck in die e15 Welt. Gezeigt wird auch die Entstehung des Houdini Stuhls von Stefan Diez und die Arbeitsweise von Philipp Mainzer.