Töpferei Girmscheid, Deutschland

Die Töpferei Girmscheid mit Sitz in Höhr-Grenzhausen blickt auf eine alte Töpfer-Tradition zurück. Denn im Westerwald wurde seit Alters her Steinzeug angefertigt, die Blütezeit war dabei zu Beginn des 20 Jahrhunderts mit dem sogenannten Westerwälder Steinzeug. Jugendstilentwerfer wie Peter Behrens, Richard Riemerschmid, Albin Müller, Paul Wyland oder Henry van de Velde entwarfen zahlreiche Objekte aus Steinzeug. Ein Produktionsschwerpunkt war neben Jugendstilvasen die damals wohl recht populären Bierseidel. Interessierten sei dazu das Buch „Die neue Ära – Jugendstil und Werkbund” von Jürgen Erlebach und Jürgen Schimanski als Basisliteratur empfohlen.

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Girmscheid-Merkelbach-Bierseidel-1728-Richard-Riemerschmid
Bierseidel 1728
von Richard Riemerschmid
€ 135,00 *
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Girmscheid-Merkelbach-Bierseidel-1757-Richard-Riemerschmid
Bierseidel 1757
von Richard Riemerschmid
€ 245,00 *
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Girmscheid-Merkelbach-Bierseidel-1770-Richard-Riemerschmid
Bierseidel 1770
von Richard Riemerschmid
€ 120,00 *
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Girmscheid-dose-albin-müller
Deckeldose 2144
von Albin Müller
€ 145,00 *
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Girmscheid-Merkelbach-Kanne-1758-Richard-Riemerschmid
Kanne 1758
von Richard Riemerschmid
€ 335,00 *
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Girmscheid-Merkelbach-Kanne-2179-Paul-Wyland
Kanne 2179
von Paul Wyland
€ 275,00 *
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Merkelbach und die Töpferei Girmscheid

Einer der wichtigsten Steinzeug-Hersteller war damals die Manufaktur Reinhold Merkelbach in Höhr-Grenzhausen. Nachdem die Manufaktur schloss, übernahm die bereits 1884 von Matthias Girmscheid gegründete Töpferei die Rechte an den Merkelbach Keramiken und produziert diese als Editionen weiter.

Dabei wird für das Steinzeug eine sogenannte Salzglasur verwendet, die heute wie vor über hundert Jahren in speziellen Öfen gebrannt wird. Bei über 1.200 °Celsius entsteht diese äußerst robuste und widerstandsfähige Glasur. Dabei muss der Ofen mit einer offenen Flamme befeuert werden, beim Erreichen der Höchsttemperatur von 1.220 °Celsius wird reines Kochsalz durch Öffnungen in der Ofendecke geblasen. Die Salzkristalle verdampfen direkt und verbinden sich mit dem Ton. So entsteht auf der Oberfläche eine Schmelze, welche den Steinzeug-Keramiken ein unverwechselbares, charakteristisches Aussehen verleiht. Diese orangenhautähnliche Oberfläche macht jedes Stück unverwechselbar und zum Unikat.

Diese aufwendige Brenntechnik wird heute nur noch von wenigen Töpfereien betrieben. Die Steinzeug-Keramiken der Töpferei Girmscheid sind lebensmittelecht und frei von Zusätzen. Weitere Vorteile ist ihre Geschmacksneutralität und Beständigkeit gegenüber Laugen oder Säuren. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.girmscheid.de