Astep Design und die Markenentwicklung
Die Gründung von Astep fällt in eine Phase, in der sich das zeitgenössische Leuchtendesign verstärkt mit dem eigenen Erbe auseinandersetzt. Anders als viele junge Marken, die sich primär über formale Neuheit definieren, knüpft Astep bewusst an die Geschichte der italienischen Moderne des 20. Jahrhunderts an. Diese Epoche war geprägt von technologischen Experimenten, neuen Materialien und einer engen Verbindung zwischen Ingenieursdenken und Gestaltung. Im Fokus stehen dabei die Lichtklassiker von Alessandro Sarfattis Großvater Gino Sarfatti und des italienischen Architekten Vittoriano Viganò aus den 1950er und 60er Jahren. Abgerundet wird das Sortiment durch aktuelle Entwürfe von Alfredo Häberli oder Francisco Gomez Paz. Gefertigt werden die Leuchten in Mailand (die Sarfatti Leuchten werden teilweise von Flos für Astep produziert), der Firmensitz selbst befindet sich die Dänemark, dem heutigen Wohnort von Alessandro Sarfatti. Astep positioniert sich damit als Vermittler zwischen unterschiedlichen Designkulturen und Zeiträumen.
Astep Design – Designphilosophie und gestalterische Haltung
Die gestalterische Haltung von Astep basiert auf der Überzeugung, dass gutes Design langlebig, verständlich und technisch durchdacht sein muss. Leuchten werden nicht als schnelllebige Trendprodukte konzipiert, sondern als langfristige Begleiter im architektonischen Raum. Charakteristisch für Astep Leuchten ist eine klare, reduzierte Formensprache, die konstruktive Elemente sichtbar macht, ohne sie zu inszenieren. Bezüge zur klassischen Moderne, zum Mid-Century-Design und zum skandinavischen Funktionalismus sind bewusst gesetzt, werden jedoch nicht nostalgisch reproduziert. Stattdessen übersetzt Astep historische Prinzipien in zeitgemäße technische Lösungen, etwa durch den Einsatz moderner LED-Technologie oder digitaler Steuerungssysteme.

Zeitlos und innovativ: Stehleuchte Modell 1095 von Gino SarfatI
Astep: Wichtige Designer und historische Bezugspersonen
Auch wenn Alessandro Sarfatti die kreative und strategische Leitung von Astep innehat, spielt die Zusammenarbeit mit historischen italienischen Design eine zentrale Rolle. Die Entwürfe von Gino Sarfatti oder Vittoriano Viganò werden nicht als museale Reeditionen verstanden, sondern als lebendige Beiträge zur aktuellen Designpraxis. Gino Sarfatti gilt als einer der einflussreichsten Leuchtendesigner des 20. Jahrhunderts. Sein experimenteller Umgang mit neuen Lichtquellen und Materialien bildet einen wichtigen Referenzpunkt für Astep. Die Marke versteht sich dabei weniger als Hommage, sondern als Weiterführung einer offenen, forschenden Haltung gegenüber Licht und Technik.