Ready for Take-off: Verner Pantons Flying Chair startet durch.

Der dänische Designer Verner Panton gilt als Visionär und Utopist. In den 1960er und 70er Jahren schuf er zahlreiche Möbel und Interieurs in extravaganten organischen Formen. Mit modularen Systemen, knalligen Farben und psychedelischen Mustern machte Panton sich einen Namen als progressiver Designer, der den großen Effekt liebt. Auch was Fertigungstechnik und Materialien angeht, trieb Panton die Entwicklung voran. So zählt etwa der berühmte Panton Chair zu den frühesten vollständig aus Kunststoff gefertigten Stühlen, wobei seine spektakuläre Form einige statische und fertigungstechnische Schwierigkeiten bereithielt. Mit der Einrichtung der Kantine für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, schuf Panton 1969 ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk, das der Spiegel Verlag anlässlich seines Umzugs 2011 dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe schenkte.

Auch der Kölner Möbelmesse drückte Panton mehr als einmal mit spektakulären Ausstellungen seinen Stempel auf. 1968 schuf er für Bayer unter dem Titel Visiona ein beeindruckendes, von organischen Formen geprägtes, Interieur an Bord eines Schiffs auf dem Rhein, das die Möglichkeiten von Schaumstoffpolstern aufzeigen sollte. Doch schon zuvor hatte er in Köln Furore gemacht. Für den Möbelhersteller Kill International gestaltete er 1964 eine Ausstellung, in der tief hängende Pendelleuchten mit flachen gepolsterten Sitzschalen kombiniert wurden, die ebenfalls von der Decke hängend installiert waren. Diese Flying Chairs waren zwar der Star der Ausstellung, eine Serienproduktion war jedoch nie vorgesehen. Zwar wurden in den Jahren 1998 und 2000 nochmals einige wenige Exemplare für Ausstellungen im Trapholt Museum in Dänemark sowie im Vitra Design Museum angefertigt, eine Serienfertigung zogen jedoch auch diese Ausstellungen nicht nach sich.

Doch nun ist es soweit. Mehr als fünfzig Jahre nach dem Entwurf bringt das Unternehmen Verpan, das sich ganz dem Vermächtnis des dänischen Designers verschrieben hat, den Flying Chair endlich auf den Markt. Die erste Vorstellung erfolgte im Herbst auf der Messe Orgatec – wie im Jahr 1964 also wieder in Köln. Der Sessel besteht aus einer organisch geformten Sitzschale, die an vier Punkten an Nylonseilen aufgehängt ist. Alle vier Seile laufen an der Decke zu einem gemeinsamen Befestigungspunkt zusammen und weisen jeweils eine Möglichkeit zur Längenverstellung auf. Dadurch wird es nicht nur möglich, die Höhe des Sessels insgesamt zu verstellen, auch die Neigung der Sitzschale lässt sich auf diese Weise individuell anpassen. Die Sitzschale besteht im Kern aus formverleimtem Schichtholz, das mit Stahlverstärkungen versehen ist um den auftretenden Kräften gerecht zu werden. Diese tragende Struktur ist mit Schaumstoff gepolstert und rundum mit Stoff bezogen. Hierzu stehen zahlreiche Farben des hochwertigen Bezugsstoffs Tonus zur Wahl. Der Flying Chair ist ab sofort erhältlich. Heben Sie ab!

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