Alexander Girard Kollektion von Vitra

Nachdem Vitra bereits letztes Jahr Wolldecken mit Motiven von Alexander Girard auflegte, überraschte uns beim Besuch auf der Mailänder Möbelmesse Vitra mit einer umfangreichen Alexander Girard Kollektion.

Neue Alexander Girard Produkte von Vitra

Bekannt sind natürlich die sympathischen Wooden Dolls von Alexander Girard (die Markanto in den 22 Varianten fast auch immer alle vorrätig hat) sowie die Kissen Love und Old Sun aus dem graphischen Werk von Girard. Interessant ist dabei, dass diese Pop-Art Motive auch schon in den 1970er Jahren als Kissen produziert wurden und nicht, wie bei vielen anderen Textilentwürfen, erst später im Rahmen des Cross-Marketings als Kissen realisiert wurden.

Nun wurde die Kissenserie Graphic Print Pillows von Vitra um einige neue Motive nach Entwürfen von Alexander Girard aus den 1960er Jahren ergänzt. Besonders das Motiv Eye aus dem Jahr 1961 ist dabei sicherlich ein optisches Highlight.

Die großformatigen Wandpaneele Environmental Enrichment Panels

Ab 1971 entwickelte Alexander Girard basierend auf seinen Grafiken zahlreiche Stoff-Paneele für die Ausstattung von Büros: die Environmental Enrichment Panels. Hintergrund war dabei der Gedanke mit Hilfe dieser Paneele den Büroalltag emotionaler und lebenswerter zu gestalten. Dabei arbeitete Girard vorzugsweise entweder mit abstrakten grafischen Mustern oder aber mit figurativen Sujets, die Urmotive wie Liebe, Geborgenheit, Freiheit etc. thematisieren. Die grossflächigen Wandpaneele mit ihren vielfältigen, inspirierenden Motiven fanden häufig auch in privaten Einrichtungen. Vitra hat nun 12 dieser Environmental Enrichment Panels in unterschiedlichen Formaten aufgelegt, die Herstellung erfolgt dabei im aufwendigen Kunstsiebdruck (Lieferung ab ca. Juli 2014)

Möbelentwürfe von Alexander Girard

Alexander Girard steht zwar primär für sein graphisches Werk, aber der Amerikaner hat auch zahlreiche Möbel selbst entworfen. Bereits 1945 entwarf er für Knoll International einen abgewinkelten Couchtisch. Später entwickelte er für Herman Miller und die die amerikanische Fluglinie Braniff verschiedene Möbelserien, die nun zum Teil von Vitra wieder aufgelegt werden. Auch muss an dieser Stelle auch seine Zusammenarbeit mit Charles & Ray Eames erwähnt werden – für das von Alexander Girard geplante Restaurant La Fonda in New York entwickelte das amerikanische Ehepaar damals exklusiv die berühmten La Fonda Stühle.

Bei den neu aufgelegten Entwürfen fällt besonders das sogenannte Colour Wheel auf. Dieser runde Ottomane zählte ursprünglich zu der Möbelkollektion The Girard Group, die der Amerikaner für die Fluggesellschaft Braniff Airlines im Jahr 1967 entwickelte. Die heutige Version von Vitra hat wegen der Standsicherheit nun fünf Füße und ist in verschiedenen Farbkompositionen erhältlich.

Für die Fluggesellschaft entwarf Alexander Girard auch den sogenannten Hexagonal Table aus Aluminiumguss. Denn damals erhielt Girard den Auftrag für das komplette Corporate Design der Fluglinie – angefangen von den Visitenkarten über die ungewöhnliche Kleidung der Stewardessen bis hin zur Möblierung. Insgesamt entwickelte Alexander Girard dafür über 17.000 verschiedene Designs! Zahlreiche weitere Informationen (auch zu den lustigen Kleidungen für die Stewardessen) findet man dazu unter www.braniffpages.com

Über Alexander Sandro Girard

Geboren 1907 in New York, startete Alexander Girard 1949 seine Zusammenarbeit mit Herman Miller. Zusammen mit George Nelson und Charles und Ray Eames, mit denen er in enger freundschaftlicher Beziehung stand, zählt Giard zu den prägenden Persönlichkeiten der Firma und natürlich zu den wichtigsten Entwerfern des amerikanischen Designs der Nachkriegszeit. Der Schwerpunkt seines Schaffens war das Textildesign: Als Leiter der Textilabteilung von Herman Miller entwarf Girard eine Vielzahl von Textilien, die seine Vorliebe für fröhliche Farben und Muster widerspiegelten. Häufig ließ er sich dabei von mexikanischen und südamerikanischen Motiven inspirieren, Dabei favorisierte er abstrakte und geometrische Formen, die er in vielen und meist fröhlichen Farbkonstellationen gestaltete.

Alexander Girards schuf zahlreiche Inneneinrichtungen für Restaurants, Büros, Shops, Hotels oder Privathäuser. Zu seinem Hauptwerk zählen dabei:

– die Ausstattungen der Herman Miller Showrooms
– das Restaurant La Fonda
– die Einrichtungen und Designs für Brandiff Airlines

Dabei beschränkte sich sein Arbeitsfeld nicht auf die üblichen Tätigkeiten des Innenarchitekten: Alexander Girard entwarf häufig auch das zum Interieur passende Geschirr und die Dekoration. 1993 vermachte Girard seinen Nachlass der Sammlung des Vitra Design Museums.

Anzumerken ist noch, dass neben Vitra noch die Firmen Maximo und Columbia Forest Products Objekte von Alexander Girard herstellen. So bietet Markanto schon seit dem Jahr 2004 verschiedene weitere Kissenmotive für Sammler an oder die hübschen Holztafeln von Alexander Girard in Europa an.

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