Alvar Aalto Wohnhaus und Atelier

Am nächsten Morgen ging es zu Alvar Aaltos Haus und Atelier in Helsinki. Nach seinem Umzug von Turku nach Helsinki im Jahr 1935 plante der finnische Architekt diese Architekturikone für sich und seine Familie im Stadtteil Munkkiniemi. Nur 400 Meter weiter befindet sich auch das ca. 20 Jahre später entstandene Atelier.

Beide Gebäude befinden sich fast im Originalzustand – auch die Inneneinrichtung ist fast unverändert und überrascht Design- und Kunstliebhaber mit zahlreichen Schätzen, wovon wir einige Details hier vorstellen.

Das Wohnhaus und Atelier von Alvar Aalto

Beide Gebäude befinden sich heute im Besitz der Alvar Aalto Gesellschaft, im Rahmen von Führungen ist eine Besichtigung möglich und für Architekturfans und Designinteressierte sehr empfehlenswert.

Die Häuser enthalten zahlreiche Originalmöbel von Alvar Aalto wie einen Couchtisch aus den 1920er Jahren, wovon nur zwei Exemplare bekannt sind. Ergänzt wird die Möblierung durch Arbeiten von Alexander Calder, Le Corbusier oder Fernand Leger, die Aalto meist von den befreundeten Künstlern als Geschenk erhielt. Auch verschiedene Arbeiten von Alvar Aaltos Ehefrauen finden sich in dem Wohnhaus.

Seltener Couchtisch von Alvar Aalto

Spektakulär war die Terrasse des Wohnhauses mit den organisch geformten Blumenkübeln (die uns an seine Savoy Vase von Iittala erinnern) und Alvar Aaltos Turnstange für seine Sportübungen.

Blumenkübel auf der Terrasse des Aalto Hauses

In dem um 1955 entstandenen Atelier (das heute von der Alvar Aalto Gesellschaft als Büro genutzt wird) ist auch die Zeit fast stehen geblieben. Dabei lädt der große Atelierraum immer noch zum Arbeiten ein.

Atelierraum von Alvar Aalto mit dem Modell des Hochhauses Neue Fahr in Bremen

Sowohl im Wohnhaus wie im Atelier befinden sich zahlreiche Leuchtenentwürfe von Aalto, wovon selbst wir einige Modelle noch nicht kannten. Abgerundet wird die Innengestaltung durch dekorative Elemente wie Aaltos Wandskulpturen aus geformtem Birkenholz.

Pendelleuchten von Alvar Aalto im Atelier

Nach dem Besuch dieser ikonischen Orte (weitere Informationen auch auf der empfehlenswerten Website www.iconichouses.org) ging es dann wieder in die Innenstadt von Helsinki. Und wie könnte es passender sein – mit einem Besuch des legendären Savoy Restaurant auf Helsinkis Prachtstraße Esplanade. Die Inneneinrichtung des Restaurants wurde in den 1930er Jahren von Aino Aalto und Alvar Aalto als Gesamtkunstwerk geplant und befindet sich heute fast im Originalzustand. Für das Savoy entwarf Alvar Aalto die Pendelleuchte Golden Bell, die sich heute immer noch großer Beliebtheit erfreut.

Das Restaurant Savoy in Helsinki

Anschließend ging es zum Artek Second Cycle, wo eine große Auswahl von Vintage-Möbeln auf Liebhaber finnischen Designs warten. In dem Bereich der unverkäuflichen Sammlung konnten wir dabei sogar den original Ovalette Tisch von Ilmari Tapiovaara wieder finden, den Markanto 2004 an Aero Design lieferte und der die Grundlage für die Reedition der beiden Couchtische von Tapiovaara bildete.

Abgerundet wurde der Tag dann durch den Besuch des sehr schönen Vitra Showrooms im ehemaligen Ladenlokal von Aero (zum Hintergrund: die Tapivaara Kollektion von Aero wurde 2010 auch bedingt durch ein tragisches Ereignis von Artek übernommen, Artek zählt heute zur Vitra Gruppe, Markanto war damals der Vertrieb der Ilmari Tapiovaara Kollektion von Aero in Deutschland).

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