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Ganz schön würzig: valerie_objects präsentiert frische Ideen für Pfeffer und Salz

Da ist zunächst die von Maarten Baas entworfene Pfeffermühle, die mit einer Höhe von fast 30 cm zu einer imposanten Erscheinung auf dem Esstisch wird. Typisch für den niederländischen Designer, ist das Bestreben, dem Produkt den Charme einer spontanen Handskizze zu verleihen, der im industriellen Fertigungsprozess nur allzu oft verloren geht. Seine Pfeffermühle erinnert in ihrer Naivität an eine Kinderzeichnung, so klischeehaft setzt sie sich aus Körper, Kopf und Einstellmutter zusammen. Dabei sind alle drei Elemente ungefähr zylindrisch in ihrer Form. Eine gerade Linie oder ein exakter Kurvenradius findet sich jedoch an der ganzen Pfeffermühle nirgends – ihr gesamtes Erscheinungsbild ist behutsam gestaltete Unvollkommenheit. Baas gelingt so das Kunststück, einem industriell gefertigten Produkt mit einem Gehäuse aus ABS-Kunststoff, also einem für Massenprodukte typischen Material, den Anschein zu verleihen, es sei von Opa in der Scheune gebastelt worden. Der Funktion tut diese Gestalt keinen Abbruch – mit ihrem hochwertigen Mahlwerk aus Karbonstahl und mit verstellbarem Mahlgrad ist die Mühle jedem Pfefferkorn gewachsen.

Ebenfalls für das klassische Prinzip der Mühle hat sich das belgische Designduo Muller Van Severen bei seinem Projektbeitrag entschieden. Die Pfeffer- und Salzmühle der beiden Entwerfer, die für valerie_objects bereits eine umfangreiche Kollektion kreiert haben, stechen durch ihre ungewöhnliche Form und ihre skulpturale Qualität aus der Masse hervor. Die Mühlen setzen sich aus einem würfelförmigen Körper und einem darauf ruhenden kugelförmigen Knauf zusammen. Der Durchmesser der Kugel entspricht dabei der Seitenlänge des Würfels. Mit dieser Form weisen die Mühlen deutliche Ähnlichkeit zum sogenannten Stein des guten Glücks auf; einer von Johann Wolfgang von Goethe entworfenen Skulptur, die 1777 an seinem Gartenhaus im Weimarer Park an der Ilm aufgestellt wurde. Der Stein des guten Glücks gilt damit als früheste nicht-figürliche Skulptur in Deutschland. Seit jeher symbolisiert die Kugel das Schwankende, Unbeständige, während der Würfel für Beständigkeit, Festigkeit und Stabilität steht. Indem er beide Formen kombinierte, schuf Goethe eine spannungsreiche und deutungsoffene Skulptur. Muller Van Severen gehen mit ihren Pfeffer- und Salzmühlen noch einen Schritt weiter: die beiden Teile der Mühlen kontrastieren nicht nur in ihrer Form; auch die Materialität und Oberflächenbeschaffenheit könnte kaum verschiedener sein. Während die Knäufe aus hochglänzend vernickeltem Edelstahl gefertigt sind, bestehen die würfelförmigen Basen aus ABS-Kunststoff. Dabei gibt die Farbe der Basis – Weissgrau für Salz und Gelborange für Pfeffer – Auskunft über den Inhalt der Mühle. Die Pfeffermühle ist mit einem Mahlwerk aus Karbonstahl ausgestattet, während die Salzmühle, um den korrosiven Eigenschaften des Salzes zu begegnen, ein vollkommen rostbeständiges Keramikmahlwerk aufweist.

Nendo, das Studio des japanischen Designers Oki Sato, steuert den unkonventionellsten Entwurf zum Projekt von valerie_objects bei. Anstatt eines Salzstreuers oder einer Pfeffermühle, verwendet der Entwurf zwei torusförmige Flaschen aus Milchglas, die in passenden gläsernen Haltern aufrecht stehen. Mit Korken verschlossen, nehmen diese Flaschen ganze Pfefferkörner beziehungsweise grobe Salzkörner auf. Um diese zu zerkleinern, nimmt man die Flasche aus der Halterung und füllt die gewünschte Menge Pfeffer oder Salz in die Vertiefung der Flaschenhalterung. Diese fungiert dann als Mörser, während die Flasche selbst, deren Unterseite zu diesem Zweck Rillen aufweist, als Stößel verwendet werden kann. Nachdem man die so zerkleinerten Gewürze über das Essen gestreut hat, kann die Flasche in ihre Halterung zurückkehren. Damit wird die Nachwürzen bei Tisch zu einem spielerischen und fast schon absurden Ritual. Damit entspricht Nendos Entwurf ganz dem Gedanken, der dem valerie_objects Pepper & Salt Project zugrunde liegt. Ziel ist es schließlich, alltäglichen Objekten und Handlungen etwas Besonderes zu verleihen.

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