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Neue Leuchten von Anvia

Im Jahr 1933 gründete der aus Berlin geflohene, jüdische Unternehmer Max Liebert gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Fritz Kaufmann im niederländischen Almelo die Leuchtenmanufaktur Anvia. Der griffige Name Anvia setzt sich dabei aus den Anfangsbuchstaben seiner Langfassung zusammen: Algemeene Nederlandsche Verlichtings-Industrie Almelo. Doch auch in den Niederlanden war Max Liebert nicht vor den Nationalsozialisten sicher. Nach der Besetzung des Nachbarlands wurde er 1942 gezwungen, das Unternehmen zu verkaufen. Max, seine Frau Käte und sein Sohn Werner wurden deportiert und im Jahr 1943 in Konzentrationslagern ermordet. Einzig die Tochter Ilse mit ihrem Mann Fritz Kaufmann überlebten den Holocaust – versteckt bei der niederländischen Familie Norder in Vriezeveensewijk unweit der deutschen Grenze.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten Fritz und Ilse Kaufmann das Unternehmen Anvia wieder auf. Dabei spielte der aus Haarlem stammende Designer John Joseph Maria Hoogervorst, der meist einfach Jan genannt wurde, eine entscheidende Rolle. Ilse Kaufmann lernte Hoogervorst Anfang der 1950er Jahre in Utrecht kennen. In den Folgejahrzehnten entwarf Hoogervorst  zahlreiche Leuchtenkollektionen für Anvia und trug mit seinem gleichermaßen funktionalistischen wie eleganten Stil entscheidend zum Erfolg des Unternehmens in den ersten Nachkriegsjahrzehnten bei. Das Unternehmen entwickelte sich zum drittgrößten Leuchtenhersteller der Niederlande und zu einem der größten Arbeitgeber in Almelo. Mitte der 1980er Jahre wurde Anvia aufgekauft und die Marke kurz darauf eingestellt.

Im Jahr 2014 wurde Michel Klein, der als Manager bereits Erfahrung mit Lichttechnik gesammelt hat, zufällig auf die Marke Anvia aufmerksam und beschließt, das Unternehmen wieder aufleben zu lassen. Er nimmt Kontakt mit den drei Kindern von Ilse und Fritz Kaufmann, sowie mit dem Sohn von Jan Hoogervorst auf und stimmt mit ihnen das weitere Vorgehen ab. In der Nähe von Almelo findet er eine Produktionsstätte, die auch in der Vergangenheit bereits mit Anvia in Verbindung stand. Dort werden heute wieder die Leuchten der Marke Anvia gefertigt. Außerdem konnte der dortige Produktionsleiter den Kontakt zu den Nachfahren eines Anvia-Firmendirektors aus den 1970er Jahren herstellen und Produktionspläne aus dieser Zeit wiederbeschaffen.

Aus den unzähligen Entwürfen, die Jan Hoogervorst über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten für Anvia schuf, bietet das neu zum Leben erweckte Unternehmen heute eine kleine aber feine Auswahl an. 2019 wurde die Produktpalette von Anvia um zwei Modelle erweitert. Die Tischleuchte 1801 und die Stehleuchte 1802, die die Beinamen Little Marionette und Marionette tragen, verwenden dabei denselben charakteristischen Lampenschirm. Mit seiner schlanken Konusform und acht markanten Löchern entlang seines Rands, ist er ein besonders charmantes Beispiel für das niederländische Design der Nachkriegszeit.

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