Jubiläen 4: Isokon Donkey 2 von Ernest Race

Eine besondere Ikone ist sicherlich der berühmte Bücheresel von Isokon. Ursprünglich wurde der Isokon Penguin Donkey von Egon Riss 1939 entwickelt. Der jüdische Architekt Riss musste 1938 vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten aus Österreich fliehen und emigrierte nach England. Dort wurde er für die Firma Isokon tätig, die bereits für die experimentellen Schichtholzmöbel von Marcel Breuer bekannt geworden war. 

Für den englischen Buchverlag Penguin entwickelte Egon Riss dann im Auftrag von Isokon ein Werbedisplay, wobei er ähnlich wie Marcel Breuer zweidimensional geformtes Sperrholz als Material einsetzte. Damit wurde der Bücheresel eines der ersten Displays aus Schichtholz und überzeugte durch seine Funktion zur Aufnahme zahlreicher Taschenbücher. Gerade bei Endverbrauchern fand das Möbel damals sehr viel Anklang.

1963 wollte Isokon dann anscheinend an den großen Erfolg anknüpfen und beauftragte Ernest Race mit der Neugestaltung des Donkeys. Race galt zu der Zeit als einer der wichtigsten britischen Designer, der bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten hatte. Neben dem Penguin Donkey 2 ist besonders sein Gartenstuhl Antelope von 1951 mit den kugelförmigen Beinen zu loben. Der Stuhl Antelope wurde damals für die Bestuhlung der Royal Festival Hall beim Festival of Britain verwendet und direkt ein großer Verkaufsschlager.

Ernest Race griff die Grundform von Egon Riss’ Entwurf zwar auf, die Gestaltung aber ist im Gegensatz zum Penguin Donkey 1 viel kantiger. Durch die weiße Lackierung wirkte das neue Display moderner und entsprach mehr dem Zeitgeist der 1960er Jahre und dem damaligen Rationalismus.

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