40 Jahre Maralunga von Cassina

Seit 1974 ist das berühmte Maralunga Sofa von Vico Magistretti bei Cassina in Produktion. Zum Jubiläum präsentiert Cassina eine auf 40 Stück limitierte Sonderedition in einem futuristischen Silberton.

Das Maralunga Sofa

1973 entwarf Vico Magistretti das erste Sofa mit dem einem durchdachten Mechanismus. Die Besonderheit steckt dabei im Mechanismus: Vico Magistretti entwickelte gemeinsam mit Hersteller Cassina eine flexible Metallkonstruktion, die es erlaubt, die Arme und den Rücken selbst einzustellen. Zum Jubiläum ergatterte Markanto eines der 40 Exemplare der Sonderedition von Cassina in futuristischem Silber. Auch erscheint 2014 eine zeitgemäße Variante des Sofas, welche mit einer Kedernaht ausgestattet ist – das Maralunga 40.

Maralunga 40 mit Kedernaht

Selbstverständlich ist aber die alte Version des Maralungas bei Cassina nach wie vor erhältlich. Zudem nehmen wir das Jubeljahr zum Anlass, um den Entwerfer und architekten einmal genauer vorzustellen:

Über Vico Magistretti

Geboren am 6. Oktober 1920 und aufgewachsen in einer Architektenfamilie, zog es Vico Magistretti ab 1939 selbst zum Architekturstudium ins Politecnico di Milano. Jedoch bereits nach vier Jahren sah er sich gezwungen Italien in Richtung der Schweiz zu verlassen, um einer Deportation nach Deutschland zu entgehen. Dort besuchte er einige Kurse an der Champ Universitaire Italien in Lausanne und unterrichtete auch selbst. In der Schweiz lernte Vigo Magistretti dann Ernesto Nathan Rogers, Mitbegründer der rationalistischen Architektengruppe BBPR, kennen, der ebenfalls Zuflucht in der Schweiz suchte. Schnell wurde der Triester Architekt zu Magistrettis Mentor und Maestro.

Mit der Rückkehr nach Mailand 1945 schloss Vico Magistretti sein Studium aab und begann sofort mit dem Architekten Paolo Chessa in dessen Familienunternehmen zu arbeiten. In diesen Jahren schloss er lebenslange professionelle wie persönliche Bindungen. Nebenbei entwarf und realisierte er in den folgenden Jahren gemeinsam mit anderen Architekten die öffentliche Wohnanlagen INA-Casa für den Wiederaufbau Italiens.

1946 präsentierte Vico Magistretti zum ersten Mal eigene Möbelstücke auf der italienischen R.I.M.A. Möbelausstellung. Auch später nahm er gemeinsam mit Achille Castiglioni, Marco Zanuso oder Franco Albini und anderen an den von Fede Cheti, einem Möbelhersteller, organisierten Ausstellungen teil. In den 1950er Jahren verwirklichte der Architekt zudem viele Projekte und war bis in die 1960er Jahre am Bau von wichtigen Gebäuden vor allem in Mailand beteiligt, so wie an dem der Hochhäuser an der Piazzale Aquileia.

In den 1960er Jahren konzentrierte sich der Architekt dann fast ausschließlich auf Wohnbauten und setzte dort seine Ideen um. Gegen Ende des Jahrzehnts begann Vico Magistretti die Arbeit mit namhaften Herstellern, unter anderem Artemide, Cassina and Oluce. Dabei handelte es sich die Entwürfe von Objekten, die heute als Designklassiker gefeiert werden. In den folgenden Jahrzehnten wendete sich Vigo Magistretti dann fast ausschließlich seinen Aktivitäten als Designer zu. 

Seine Zusammenarbeit mit Cassina manifestierte sich in zahlreichen Polstermöbelentwürfen: Dem Carimate Chair, dem Maralunga Sofa (1973), für das er 1979 den Goldenen Kompass erhielt, dem Sindbad Sofa (1981) und dem Veranda Armchair (1983).

Eclisse von Vico Magistretti / Artemide

Für Artemide designte er unter anderem die berühmte Eclisse Nachtischleuchte (1967), für die er ebenfalls den Goldenen Kompass gewann. In seiner Tätigkeit als Art Director und Chefdesigner bei Oluce, entwarf Magistretti international bekannte Meisterwerke wie die Leuchten Snow (1974), Sonora (1976) und Atollo (1977), die 1976 den Goldenen Kompass Award gewann.

Atollo Lamp von Vico Magistretti / Oluce

Bereits in den späten 1970er Jahren begannen einige Lehrtätigkeiten Vigo Magistrettis. Unter anderem unterrichtete er im Royal College of Art in London. Die Arbeit als Gastdozent zog sich bis in die 80er Jahre und begleitete sein künstlerisches Schaffen. Dieses diversifizierte sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts merklich und Magistretti entwarf auch Betten und Kücheneinheiten. 1995 erhielt er den Goldenen Kompass als Auszeichnung für sein Lebenswerk. Gleichzeitig nährte sich der Endpunkt seiner Karriere. Die Kollektionen für den Herstellter Campeggi, für den er bereits Mitte der 90er Jahre zu arbeiten begann, zeigten einer seiner letzten Arbeiten. Die letzten Objekte waren der Estesa Armchair (2001) und das Fan Sofa (2005) bevor Vigo Magistretti 2006 starb.

Seine viel ausgezeichneten Arbeiten sind im Museum of Modern Art in der permanenten Ausstellung zu finden sowie im Victoria & Albert Museum in London, in der Neuen Sammlung in München und zahlreichen weiteren Kunstmuseen in Amerika und Europa.

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