Farbharmonie zum Quadrat: zwei neue „Homage to the Square“ Teppiche

Der 1888 in Bottrop geborene Künstler und Pädagoge Josef Albers besuchte ab 1920 das Bauhaus, zählte also zu den ersten Studenten der 1919 gegründeten Hochschule, deren hundertjähriges Jubiläum im Jahr 2019 gefeiert wird. Bereits ab 1923 lehrte er am Bauhaus – zunächst als Jungmeister und später als Meister. Im Jahr 1925 heiratete er die Bauhausstudentin Annelise Fleischmann, die ab 1931 die Weberei des Bauhauses leitete und unter dem Namen Anni Albers als Textilkünstlerin erfolgreich war. Josef und Anni Albers blieben dem Bauhaus über diverse Ortswechsel und interne Querelen hinweg treu und lehrten dort bis zur Schließung der Hochschule durch die Nazionalsozialisten im Jahr 1933.

Noch im selben Jahr emigrierte das Ehepaar in die USA. Dabei war ihnen niemand geringerer als Philip Johnson behilflich. Der Architekt und einflussreiche Architekturkritiker prägte mit einer Ausstellung am New Yorker Museum of Modern Art den Begriff „International Style“, schuf mit dem Seagram Building gemeinsam mit Ludwig Mies van der Rohe eine Ikone der Moderne und zählte später zu den Protagonisten der Postmoderne. Das Ehepaar Albers vermittelte der gut vernetzte Architekt an das neugegründete Black Mountain College in North Carolina, eine interdisziplinäre Hochschule mit Fokus auf künstlerischen Fachrichtungen. Ab 1950 leitete Josef Albers das Art Department der Yale University.

Das künstlerische Werk von Josef Albers wird der konkreten Kunst, teils auch spezifischer der Op-Art und der Stilrichtung Hard Edge zugerechnet. Zu seinen zentralen Themen zählen Fragen der subjektiven Wahrnehmung und der kognitiven Psychologie. Getreu seinem Motto „Nur der Schein trügt nicht.“ beschäftigte Albers sich mit der kontextabhängigen Wahrnehmung von Farben und Formen. Seine ab 1950 über viele Jahre fortgesetzte Bildserie „Homage to the Square“ bringt diese Überlegungen perfekt auf den Punkt: Teils als Gemälde, teils als Druck, und in ganz unterschiedlichen Größen, wiederholte Albers dabei stets dasselbe Motiv: Eine Schachtelung von drei bis vier Quadraten abnehmender Größe. So repetitiv die grafische Figur, so abwechslungsreich ist die farbliche Gestaltung. Albers variierte die verwendeten Farben immer wieder aufs neue und wählte teils Ton-in-Ton Kompositionen, teils stark kontrastierende Farben. Mit der Bildserie beabsichtigte Albers die Abhängigkeit der individuellen Wahrnehmung einer Farbe von ihrer Umgebung zu erforschen und zu demonstrieren.

Die aus Wolle handgetufteten Teppiche von Christopher Farr Editions sind – dem Motiv entsprechend – quadratisch und weisen eine Kantenlänge von 175 cm auf.  Sie zeigen jeweils drei geschachtelte Quadrate, von denen das größte formatfüllend ist. Die inneren beiden Quadrate sind bei beiden Teppichen in Farben des Rotspektrums gehalten, wobei das innerste Quadrat jeweils die intensivere Farbe aufweist. Das größte der Quadrate ist bei beiden Teppichen in einer stärker kontrastierenden Farbe gehalten, nämlich in einem hellen Braun beziehungsweise einem Mittelblau. Beide Teppiche sind auf jeweils 150 Exemplare limitiert.

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