Nach historischen Vorbild: Frankfurt Tisch von Ferdinand Kramer wieder in Seidengrau

Nach seiner Rückkehr aus der Immigration aus Amerika, wohin Ferdinand Kramer vor den Nationalsozialisten 1938 flüchtete, übernahm er in Frankfurt 1952 das Amt des Baudirektors der Johann Wolfgang Goethe-Universität, die im Zweiten Weltkrieg sehr zerstört wurde. Für die neue Universität entwarf der Architekt zahlreiche Bauten und die Inneneinrichtung, zu der auch der minimalistische Tisch „Frankfurt” zählte.

Nachdem e15 den Tisch vor einigen Jahren im Rahmen der „Ferdinand Kramer Kollektion” auflegte, erfolgte nun ein Farbupdate, welches sich an der Kramers Farbwelt der 1950er Jahre orientiert. Denn die originalen Tische aus der Johann Wolfgang Goethe-Universität waren in grau gehalten. Die neue Variante von e15 ersetzt die bisherigen Farben, das Stahlgestell ist einheitlich grau pulverbeschichtet, die MDF-Tischplatte ebenso. Auf Wunsch ist der Tisch zusätzlich noch mit einer Tischplatte aus Eiche-Furnier erhältlich.

Über Ferdinand Kramer

Geboren 1898 in Frankfurt am Main, studierte Ferdinand Kramer ab 1916 Architektur in München. 1919 geht er an das gerade gegründete Bauhaus nach Weimar, was er aber nach wenigen Monaten enttäuscht wieder verlässt. Hintergrund war die dort noch fehlende Architekturausbildung, in einem mehrseitigen handgeschriebenen Brief bedauerte Walter Gropius seinen Entschluß. Ferdinand Kramer geht zurück nach München, wo er sein Studium 1922 abschließt. 

Ab 1925 ist Ferdinand Kramer als Architekt beim Städtischen Hochbauamt Frankfurt tätig, wo er zahlreiche Möbel und Gebrauchsgegenstände für die Ernst May Siedlungsbauten des „Neuen Frankfurt“ entwirft, aber auch an der Planung der Laubenganghäuser der Siedlung „Westhausen“ beteiligt ist. Daneben entwirft er vielbeachtete Bugholzmöbel für Thonet. 1930 macht sich Ferdinand Kramer in Frankfurt als Architekt selbständig, allerdings kann er nur bis 1933 in dem Beruf arbeiten. Denn wegen der Modernität seiner Entwürfe und wegen seiner jüdischen Ehefrau wird er von den Nationalsozialisten aus der „Reichskammer der bildenden Künste“ ausgeschlossen und mit Berufsverbot belegt. 1938 folgt Ferdinand Kramer seiner Ehefrau in die Vereinigten Staaten, wo er zusammen mit Walter Theodor Adorno und Max Horkheimer eine freundschaftliche Gemeinschaft bildet.

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