Neues von der George Nelson Ball Clock

Der 1908 in Hartford, Connecticut geborene Architekt und Designer George Nelson war ein wahrer Tausendsassa. Neben seiner Tätigkeit als Architekt war er nicht nur Redaktionsmitglied der angesehenen Zeitschrift „Architectural Forum“, sondern fungierte auch als Designdirektor des Möbelherstellers Herman Miller und führte mit George Nelson Associates Inc. ein eigenes Gestaltungsbüro. Ende der 1940er Jahre entwarf das George Nelson Office im Auftrag von Howard Miller, einer Schwesterfirma von Herman Miller, eine Reihe von Wanduhren im Mid Century Design. Die meisten Entwürfe stammten dabei aus der Feder von Irving Harper, Nelsons wohl wichtigstem Mitarbeiter. Aber ausgerechnet die Entstehungsgeschichte der Ball Clock, dem bekanntesten Modell der Reihe, ist komplizierter: wer sie entwarf ist bis heute nicht geklärt. Die Idee für die Uhr entstand in einer feucht-fröhlichen Nacht. George Nelson und Irving Harper waren spät noch im Büro, als Isamu Noguchi und Richard Buckminster Fuller ihnen einen spontanen Besuch abstatteten.

In einem Interview mit Ralph Caplan im Jahr 1981 erinnerte sich George Nelson wie folgt: „Ein wirklich lustiger Abend! Noguchi und Bucky Fuller kamen vorbei. Bucky habe ich oft gesehen, in jenen Tagen. Und Noguchi, der seine Finger nicht von irgendetwas lassen kann – wissen Sie, es ist wunderbar, es juckt ihn einfach immer – sah, dass wir im Studio an Uhren arbeiteten und er begann, Kritzeleien zu machen. Dann schob Bucky Noguchi beiseite, sagte ‚Das ist ein guter Weg, um eine Uhr zu machen’ und zeichnete ein absolut absurdes Ding. Jetzt packte es uns alle und wir drängten uns gegenseitig weg, um Skizzen zeichnen zu können. Irgendwann gingen wir – wir waren plötzlich alle müde und hatten ein bisschen zu viel getrunken – und am nächsten Morgen kam ich zurück, und hier war diese Rolle Papier, und Irving und ich schauten sie durch, und irgendwo in der Rolle gab es eine Uhr mit Kugeln. Ich weiß bis heute nicht, wer sie entworfen hat. Ich weiß, dass ich es nicht war. Es könnte Irving gewesen sein, aber er widersprach. Wir beide ahnten, dass Isamu es wahrscheinlich getan hatte, weil er das Genie hatte, zwei dumme Dinge zu tun und aus der Kombination etwas Außergewöhnliches zu machen. Oder eins hatte zum andern geführt und es waren immer wieder Ergänzungen angebracht worden, aber egal, wir wussten es jedenfalls nicht.“

Obwohl die Howard Miller Uhren schon in den 1950er Jahren in einer kleinen Edition von der Firma Fehlbaum Brothers, einem Vorgänger von Vitra, in der Schweiz hergestellt wurde und somit auch in Europa erhältlich waren, verbreiteten sie sich hauptsächlich in den USA. Markanto führt schon seit 1999 die Ball Clock als Logo, wofür damals noch ein aus Amerika importiertes Vintage-Exemplar Modell stand. Zwei Jahre später erst legte Vitra die Wanduhrenkollektion von Howard Miller neu auf. Heute erfreuen sich die elegant verspielten Wanduhren auf beiden Seiten des Atlantiks großer Beliebtheit – allen voran natürlich die Ball Clock.

Genauso wie früher bei Howard Miller ist die Ball Clock bei Vitra in mehreren Farbvarianten erhältlich, aktuell die bunte Version, in einem 70er Jahre Orange, in amerikanischem Kirschholz, mit Messinggehäuse mit schwarzen Kugeln und mit weißem Gehäsue mit roten Kugeln oder Kugeln aus Buche. Bei Markanto haben wir fast alle Modelle des Mid Century Klassikers vorrätig...

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