Tief ins Glas geschaut: die Tischserie Alwa von Sebastian Herkner

Der Werkstoff Glas ist allgegenwärtig. Häufig begegnet er uns als sogenanntes Floatglas. Das 1902 patentierte Floatglasverfahren, bei dem in einem kontinuierlichen Fluss das heiße Glas zum Erstarren auf ein Bad aus flüssigem Zinn geleitet wird, ist heute das dominierende Verfahren zur Herstellung von Flachgläsern. Das Ergebnis sind ebenmäßig perfekte Scheiben in gleichbleibender Stärke und frei von jeglichen Einschlüssen. So genial und faszinierend das Verfahren ist, so beiläufig begegnen wir seinem Endprodukt. Großformatige und ebenmäßige Glasscheiben, wie sie das Floatglasverfahren erzeugen kann, sind uns heute selbstverständlich. Wie so viele industriell gefertigte Materialien und Objekte langweilen sie uns mitunter mit ihrer Gleichförmigkeit.

Ganz anders kommen hingegen die Tischplatten von Sebastian Herkners Beistelltischen Alwa daher. Das von Herkner ersonnene Fertigungsverfahren mutet im Vergleich als Low-Tech-Lösung an: Flüssiges Glas wird in eine Form aus Metall gegossen und erkaltet allmählich. Aufgrund der hohen Temperatur des flüssigen Glases und der Materialstärke von satten 50 Millimetern, dauert dieser Erkaltungsvorgang mehrere Tage.

Das Ergebnis ist eine schwere Glasplatte voller Charakter. Die Platten weisen Blasen, Streifen und andere Einschlüsse auf; ihre Struktur und ihr Erscheinungsbild erinnern an stehende Gewässer. Natürlich fällt diese Struktur bei jeder Platte etwas anders aus. Dazu kommen leichte Abweichungen in der Farbigkeit, so dass jede Platte ein Unikat ist.

Sebastian Herkner kombiniert die raue Ästhetik der gegossenen Glasplatten gekonnt und wirkungsvoll mit drei verschiedenen Tischgestellen, die jeweils einen viel klareren, geradlinigeren Charakter aufweisen. Bei Alwa One bildet ein im Sechzig-Grad-Winkel abgekantetes, pulverbeschichtetes Stahlblech auf seine Kante gestellt ein Tischgestell von kaum zu übertreffender Einfachheit. Konventioneller kommt hingegen das Gestell der Variante Alwa Two daher: ebenfalls aus pulverbeschichtetem Stahl gefertigt, verfügt es über drei zylindrische Beine. An zwei der drei resultierenden Gestellseiten bildet eine Blechstrebe einen zusätzlichen Akzent. Alwa Three schließlich, bietet den konzeptionell interessantesten Kontrast, denn anstatt aus Stahl besteht es – wie die Tischplatte – aus Glas. Anders als die gegossene Tischplatte, handelt es sich bei dem Gestell jedoch um einen dünnwandigen Zylinder aus geblasenem Glas, so dass hier derselbe Werkstoff in zwei vollkommen unterschiedlichen Anmutungen auftritt. Zusätzlichen optischen Reiz erhält die Konstruktion daraus, dass der stabile und tragfähige Glaszylinder sich seine Stärke kaum anmerken lässt. Ganz filigran und leicht trägt er die im Vergleich rustikal anmutende, massive Tischplatte.

Die drei Varianten des Tisches von Pulpo sind jeweils als schmaler, hoher Beistelltisch oder als flacher, breiter Couchtisch erhältlich. Darüber hinaus sind verschiedene Farben verfügbar.

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