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Eames Wire Chair mit Ahorngestell

Schon seit Jahren haben wir bei Vitra immer wieder nach einer Neuauflage der Wire Chairs mit Ahorngestell (die sogenannte Wire Chair Dowel Legged Version) gefragt. Nun wurde dies von Vitra realisiert – die Wire Chairs von Charles und Ray Eames sind ab sofort nicht nur mit schwarzem Drahtgestell und dem Ahorn-Untergestell lieferbar, sondern auch als Vitra Standards mit einer erheblichen Preisreduzierung erhältlich.

Besonders schön ist dabei unserer Meinung nach die Version des Wire Chairs DKW-2 mit dem Bikini-Bezug in Leder (auf der Markanto Seite kann zur Zeit nur die Hopsak-Version konfiguriert werden, bitte die Leder-Version einfach per E-Mail bei uns anfragen – der Aufpreis beträgt nur ca. EURO 38,00 inkl. MwSt). In ca. zwei Wochen kann man die Wire Chairs auch im Markanto Showroom in der Kölner Südstadt besichtigen.

Über den Eames Wire Chair

Nachdem das Ehepaar Charles und Ray Eames um 1950 mit den Eames Plastic Chairs aus Fiberglas die ersten Kunststoffstühle der Welt entwickelt hatte, wurden kurze Zeit später die Wire Chairs konzipiert. Dafür griffen die Eames nicht nur die organisch geformte Sitzschale des Plastic Chairs auf, auch das System mit der möglichen Kombination verschiedener Untergestellen wurde übernommen. Bei der Formgebung nutzten die Eames Stahldraht als Material und erreichten so Transparenz und eine hohe Technizität. Ab 1951 erfolgte dann bei Herman Miller die Produktion dieser heutigen Designklassiker.

Die Eames Wire Chairs und der Harry Bertoia Chair

Immer wieder werden wir in dem Kontext gefragt, ob nicht der Bertoia Stuhl 420 vor den Wire Chairs entworfen wurde. Denn der Metallkünstler Harry Bertoia schuf ja mit seinen Drahtgitterstühlen für Knoll International auch Designklassiker, die durch das verwendete Material ähnlich sind. Nach unseren Informationen hat sich damals folgendes ereignet:

Charles Eames und Harry Bertoia kannten sich bereits in den 1930er Jahren von der Cranbook Acadamy of Art. Die Hochschule war quasi das amerikanische Pendant zum Bauhaus und wurde nach Plänen des finnischen Architekten Eliel Saarinen, dem Vater von Eero Saarinen, errichtet. Eliel Saarinen war dann auch der erste Direktor der Hochschule in Bloomfield Hills, einem Vorort von Detroit. An der Cranbook Acadamy lehrten oder studierten nicht nur Eames und Bertoia, sondern auch Jack Lennor Larsen, Florence Knoll und viele weitere amerikanische Entwerfer.

Nachdem das Ehepaar Eames um 1940 nach Kalifornieren ging, kam auch kurze Zeit später Harry Bertoia nach, um im Eames Atelier in Venice zu arbeiten. So war Harry Bertoia auch an den Schichtholzexperimenten der Plywood Chairs beteiligt. Die Eames und Bertoia waren zu dieser Zeit eng befreundet – so gestaltete Harry Bertoia sogar den Hochzeitsring für die Eames. Allerdings forderte er wohl bei den Wire Chairs einen Anteil am Entwurfsrecht, was ihm die Eames verweigerten. Das Ganze endete vor Gericht, wo das Urheberrecht alleine den Eames zugesprochen wurde.

Damit war die enge Freundschaft zerstört. Harry Bertoia erreichte aber zu der Zeit ein Brief von Florence und Hans Knoll, die auf der Suche nach neuen Entwürfen für Knoll International waren. „Arbeite an was Du willst. Sollte dabei ein Möbel entstehen – um so besser”. Ohne irgendwelche Einschränkungen in Budget und Zeit bekam Bertoia so die Möglichkeit, seine eigene Idee eines Drahtgitterstuhles umzusetzen. Neben dem Stuhl 420 entwarf er auch direkt die Sessel Diamond und den Bird Chair (historische Abbildung oben). Die gesamte Bertoia Serie wurde ein großer Erfolg für Knoll und ermöglichte es Harry Bertoia sich ganz auf seine künstlerische Tätigkeit zu konzentrieren.

Auch gingen die beiden Hersteller Herman Miller (Eames Wire Chair) und Knoll International (Bertoia Chair) wohl damals zuerst gegeneinander vor. Denn beide Möbelhersteller standen für das moderne, amerikanische Design und betrachteten ihre Konkurrenz zu der Zeit argwöhnisch. So hatte die erste produzierte Serie des Bertoia Chairs nach unseren Informationen an den Seiten einen doppelten Stahldraht wie bei den Eames Wire Chairs, der dann aber wohl von Knoll nicht mehr in dieser Form produziert werden durfte.

Aus heutiger Sicht sind natürlich beide Entwürfe gleichwertig anzusetzen und man kann nicht sagen, welcher Drahtgitterstuhl nun das bessere Design hat… Wir können nur beide Designklassiker empfehlen!

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