Gunta Stölzl Teppicheditionen zum Bauhaus-Jubiläum

Das Unternehmen Christopher Farr Editions ist bekannt für kleine Auflagen und limitierte Editionen von Künstlerteppichen. Die Entwürfe stammen dabei sowohl von zeitgenössischen Künstlern als auch von namhaften Größen aus der Vergangenheit. In solchen Fällen kooperiert das Unternehmen jeweils mit den Erben oder Nachlassorganisationen der Künstler, um einerseits dem Urheberrecht genüge zu tun und andererseits sicherzugehen, dass die Teppiche den ursprünglichen Entwürfen so treu wie möglich bleiben. Das Bauhaus nimmt dabei eine wichtige Rolle im Portfolio von Christopher Farr Editions ein. Schon seit längerem sind neben Entwürfen von Gunta Stölzl auch mehrere Entwürfe von Josef Albers und Anni Albers erhältlich. Beide studierten und lehrten am Bauhaus.

Die Teppiche werden unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards aus reiner Wolle von Hand gefertigt. Die Herstellung erfolgt in traditionellen Knüpfzentren, etwa in Indien, Pakistan oder Nepal. Dabei legt Christopher Farr Editions größten Wert auf humane Produktionsbedingungen vor Ort und faire Bezahlung für die Teppichknüpfer. Im Rahmen der Initiative Care & Fair engagiert sich das Unternehmen gegen Kinderarbeit.

Die nun ausgewählten Motive von Gunta Stölzl stammen allesamt aus den 1920er Jahren und fallen damit genau in den Zeitraum, in dem Stölzl am Bauhaus aktiv war. Die Auswahl umfasst zwei Läufer im gestrecken Format von 77 x 303 cm, sowie zwei Teppiche mit gedrungenerem Seitenverhältnis, die etwa im Mittelpunkt eines Wohnzimmers eine hervorragende Figur machen. Allen Entwürfen ist gemein, dass sie bereits für textile Medien, wie etwa für einen Wandbehang, entstanden sind. Somit eignen sie sich bestens für die Adaption als Teppich. Ihre Motive sind komplexe Muster aus überlappend angeordneten und farblich aufeinander abgestimmten Rechtecken unterschiedlichster Größen und Seitenverhältnisse. Ohne dabei offensichtliche Symmetrien oder Wiederholungen herzustellen, sind sie doch geordnet und rapportartig rhythmisiert. Mit dieser Formensprache ordnen sich der Entwürfe klar in den Konstruktivismus ein, während die in Quer- und Längsrichtung wiederholt einander überlappenden Formen und Streifen auch Assoziationen an das Webereihandwerk selbst wecken.

Gunta Stölzl war Bauhaus-Studentin der ersten Stunde und prägte die dortige Webereiwerkstatt wie keine Andere. Als erste weibliche Bauhausmeisterin übernahm sie später auch die Leitung der Werkstatt und bewirkte eine Professionalisierung der Bauhaus-Weberei. Sie entwickelte funktionale Gewebe und führte die Weberei zu wirtschaftlichem Erfolg, ohne dabei die ästhetische Qualität der Stoffe aus den Augen zu verlieren. Vom aufkeimenden Nationalsozialismus gezwungen, das Land zu verlassen, fand sie in der Schweiz eine neue Heimat. Auch dort widmete sie sich wieder der Weberei und der Textilkunst.

Einziger Wermutstropfen ist, dass die neuen Gunta Stölzl Teppiche erst ab November 2018 erhältlich sind (wir erhalten aber im September schon vorabje einen Tepppich).

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