Licht für die dunkle Jahreszeit: Neuheiten von Astep

Der nahezu endlose Fundus an Leuchtenentwürfen von Gino Sarfatti bildet den Kern der Produktpalette von Astep. Der Designer und Unternehmer schuf von 1939 bis 1973 über 300 Leuchten, die von seinem Unternehmen Arteluce produziert wurden. Sarfatti war dabei nicht nur an ästhetisch ansprechenden Leuchten interessiert, sondern trieb auch die technische Entwicklung voran – sowohl was die Fertigung, als auch was die verbaute Lichttechnik betrifft. Als Sarfatti sich in den 1970er Jahren zur Ruhe setzte, verkaufte er Arteluce mitsamt der Rechte an seinen Entwürfen an das Unternehmen Flos, das die Produktion der Sarfatti-Leuchten bald darauf einstellte.

Nun jedoch hat es sich das 2016 von Ginos Enkel Alessandro Sarfatti gegründete Unternehmen Astep zur Aufgabe gemacht, ausgewählte Entwürfe des Großvaters in Kooperation mit Flos erneut anzubieten. Einen wichtigen Bestandteil der Kollektion Flos with Sarfatti bildet dabei die Serie Le Sfere. Charakteristisches Element dieser Leuchtenserie sind kugelförmige Leuchtkörper aus mundgeblasenem Opalglas. Zu dieser gleichermaßen einfachen wie poetischen Form, wurde Gino Sarfatti vom Anblick des Vollmonds inspiriert. Gehalten werden die leuchtenden Kugeln von ebenso minimalistischen Aufnahmen aus lackiertem Aluminium. Die Serie umfasst mehrere Modelle, die von einer Wandleuchte mit einer einzigen Kugel bis hin zum Kronleuchter mit 24 Kugeln reichen. Nun erhält die Serie mit der Neuauflage des Modells 2042/3 Zuwachs. Dabei handelt es sich um eine Deckenleuchte mit drei leuchtenden Opalglaskugeln.

Ebenfalls neu aufgelegt wird Gino Sarfattis Tischleuchte Modell 566 (Abbildung oben). Der teknoide Entwurf setzt sich in klar ablesbarer Addition aus wenigen Bauteilen in einfachen geometrischen Formen zusammen: Die Leuchte ruht auf einem gusseisernen Fuß, der mit seinem Gewicht für die nötige Standfestigkeit sorgt. Er nimmt Netzkabel und Schalter auf und dient als Basis für ein geneigtes, 50 Zentimeter langes Stahlrohr. Das schlanke Rohr ist dabei gerade dick genug, dass das Netzkabel durch sein Inneres geführt werden kann. Beweglich auf dem Rohr gelagert ist eine zylindrische Lampenfassung aus poliertem oder schwarz lackiertem Aluminium. Mit ihrem deutlich größeren Durchmesser und ihrer genau horizontalen Orientierung bildet sie einen Kontrast zum schlanken, diagonal ausgerichteten Stahlrohr. Die Höhe der Lampenfassung kann vom Nutzer denkbar einfach justiert werden: Ein O-Ring aus Gummi sitzt auf dem Rohr und verhindert ein Abrutschen der Fassung nach unten. Somit lässt sich durch einfaches Verschieben dieses Gummis, die Höhe der Fassung verändern. Aufgelockert wird das Erscheinungsbild der Leuchte durch das Netzkabel, das dem oberen Ende des Stahlrohrs entspringt und in einer lockeren Schlaufe zur Lampenfassung geführt wird.

Das Modell 566 war die erste Leuchte, die vom Leuchtmittel Cornalux Gebrauch machte. Diese legendäre Glühlampe zeichnete sich durch einen engen Abstrahlwinkel aus, der sich für Tischleuchten hervorragend eignet. Die Neuauflage des Modells 566 wird mit einer Nachbildung der Cornalux-Glühlampe ausgeliefert, die in äußerer Form und Abstrahlverhalten dem historischen Vorbild sehr nahekommt, jedoch mit LED ausgestattet und somit sehr viel energieeffizienter ist.

Mit Pepa präsentiert Astep diesen Herbst aber auch einen neuen Entwurf. Die kompakte und portable LED-Leuchte mit Akkuversorgung wurde von Francesco Faccin für Astep entworfen. Der 1977 geborene Mailänder, der schon mit Enzo Mari und Michele de Lucchi arbeitete, legt bei seinen Entwürfen großen Wert auf Nachhaltigkeit. So besteht die von einer Pfeffermühle inspirierte Leuchte überwiegend aus Eschenholz, einem Material, das nicht nur eine angenehm natürliche Anmutung besitzt, sondern tatsächlich auch sehr ressourcenschonend ist. Die geometrisch additive Formgebung lässt dabei fast an Gino Sarfatti denken, denn der Körper der Leuchte setzt sich zusammen aus einem Kegel und zwei Zylindern unterschiedlicher Durchmesser. Besonderes Augenmerk legte Faccin auf die Reparaturfreundlichkeit seines Entwurfs. Die Leuchte lässt sich vom Nutzer wenn nötig äußerst einfach in ihre Einzelteile zerlegen. Anstatt eines integrierten Spezialakkus verwendet Pepa gängige Nickel-Metallhydrid-Akkus im AA-Format, die in fast jedem Supermarkt erhältlich sind und am Ende ihrer Lebensdauer problemlos ausgetauscht werden können.

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