Markanto zur Museumsnacht Köln: 100 Jahre Bauhaus

Dieses Jahr wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Im Rahmen des Jubiläumsjahrs finden in ganz Deutschland zahlreiche Ausstellungen statt. Markanto erzählt an Hand von Originalobjekten, was die 1919 von Walter Gropius gegründete Schule so besonders macht.

Die Bauhaus-Lampe von Wilhelm Wagenfeld und den Clubsessel Wassily von Marcel Breuer kennt heute fast jeder. Diese Objekte sind zu Inkunabeln der gutbürgerlichen Einrichtung geworden. Aber kennen Sie das Bauhaus-Billy oder das Bauhaus-Telefon? Im Rahmen der Kölner Museumsnacht zeigt Markanto Objekte, die bisher nur wenig Aufmerksamkeit erfahren haben. Verbunden mit spannenden Kurzgeschichten zu der Historie, den Künstlern und ihren Schicksalen.

Die Ausstellung findet in der Galerie 0, Mainzer Straße 37, 50678 Köln statt, die Öffnungszeiten sind wie folgt:

Freitag, 1. November von 14.00 bis 19.00 Uhr
Samstag, 2. November von 14.00 bis 24.00 Uhr (im Rahmen der Museumsnacht Köln, Besuch nur gegen Eintritt möglich)
Sonntag, 3. November von 14.00 bis 19.00 Uhr
Montag, 4. November von 14.00 bis 19.00 Uhr
Dienstag, 4. November von 14.00 bis 19.00 Uhr

Exemplarische Objekte der Ausstellung sind:

Bauhaus-Billy: 1927 entwarf Marcel Breuer die Wohnungseinrichtung für Prof. Ludwig Grote in Dessau. Hintergrund war, dass Grote damals als Landeskonservator von Anhalt maßgeblich den Umzug des Bauhaus von Weimar nach Dessau mit organisiert hatte. Wohl als Dankeschön erfolgte dann dieser Regalentwurf, der anschließend in der Tischlerei des Bauhaus gefertigt wurde. Unser Exemplar stammt aus dem Besitz des wichtigen (und fast vergessenen) Kulturschaffenden; die sehr reduzierte Kastenkonstruktion nimmt dabei das Billy-Regal von Ikea um mehr als 50 Jahre vorweg.

Bauhaus-Telefon: Berühmt wurde dieses Telefon, als 2001 zwei Bieter den Preis für den bis dahin unbekannten Entwurf bei einer Designauktion auf USD 14.950,00 hinauftrieben. Heute weiß man, dass das Telefon im Umfeld des „Neuen Frankfurts” entstand, die Designer waren Marcel Breuer und Richard Schadewell. Hersteller war die Firma H. Fuld & Co., nach dem Tod des jüdischen Inhabers Harry Fuld im Jahr 1932 wurde die Firma arisiert und hieß bis 1937 Telefonbau und Normalzeit (T&N).

Bauhaus-Decke: 1926 entwarf Gunta Stölzl – später die einzige Frau unter den Bauhaus-Meistern - eine Tagesdecke für die Studentenzimmer am Bauhaus in Dessau. Zu diesem Zeitpunkt war sie Leiterin der Weberei; der Entwurf ist von Johannes Itten und Paul Klee inspiriert. Von den damals rund 100 handgewebten Decken hat sich allerdings kein Exemplar erhalten. Unsere Decke stammt aus einer kleinen Edition, welche die Weberei Purpur Ende der 1990er Jahre nach einer Expertise der Textilspezialistin Ingrid Radewald und des Bauhaus-Archivs im Auftrag der Stiftung Bauhaus Dessau durchführte.

Bauhaus-Kaffeemaschine: In den 1920er Jahren entwickelten die Jenaer Glaswerke das Prinzip der Sintrax-Kaffeemaschine. Die Produktgestaltung erfolgte zuerst durch den Bauhaus-Meister Gerhard Marcks, 1931 überarbeitete Wilhelm Wagenfeld das Design des Kaffeezubereiters. Das heute fast vergessene Sintrax-Prinzip wurde von der Melitta-Filtertechnik und den elektrischen Kaffeemaschinen verdrängt.

Bauhaus-Geld: Der Grafiker und Künstler Herbert Bayer war zuerst als Student am Bauhaus in Weimar; ab 1925 wirkte er als Leiter der Werkstatt für Druck und Reklame. Bedingt durch die Inflation in der Weimarer Republik entwarf er 1923 für die Stadt Weimar (bzw. das Land Thüringen) das Notgeld in typischer Bauhaus-Typografie.

Bauhaus-Propaganda: Die Fotografin Lucia Moholy prägte mit ihren Bildern unsere Sicht auf das Bauhaus, ihre Fotografien wurden von Walter Gropius immer wieder für die Öffentlichkeitsarbeit des Bauhaus verwendet. Ihr Werk wurde viele Jahre vernachlässigt, da Walter Gropius die Originaldias bei seiner Immigration in die USA mitnahm. Markanto zeigt eines ihrer Photos in zwei Varianten – mit und ohne Retusche.

Vorverkaufskarten für die Museumsnacht sind ab bald bei uns erhältlich, wahlweise von Montag bis Freitag in unserem Büro oder jeden Samstag von 11.00 – 18.00 Uhr im Markanto-Depot in der Kölner Südstadt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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