Gugelot Bett (mit Lattenrost)

von Hans Gugelot Habit
€ 1.086,89

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Habit Gugelot Bett GB1085 (mit Lattenrost) / Gugelot Bed GB1085 (with slatted Base) von Hans Gugelot

Das Gugelot Bett GB1085 zählt zu den Klassikern des deutschen Nachkriegsdesigns. In seinem funktionalistisch geprägten Design könnte das Bett kaum schlichter sein: Ein Rahmen aus schwarz lackiertem Aluminium ruht auf vier zylindrischen Füßen und trägt einen Lattenrost. Dieser wiederum war mit seiner bestechend einfachen Konstruktionsweise eine echte Innovation. Er besteht aus einer Sperrholzplatte, die durch seitliche Einschnitte ihre Federwirkung erhält. Erhältlich ist das Gugelot Bett bei Markanto in fünf Breiten und natürlich inklusive dem original Gugelot Lattenrost:

  • Gugelot Bett 90: Breite 90 cm, Länge 200 cm, Höhe 31 cm
  • Gugelot Bett 120: Breite 120 cm, Länge 200 cm, Höhe 31 cm
  • Gugelot Bett 140: Breite 140 cm, Länge 200 cm, Höhe 31 cm*
  • Gugelot Bett 160: Breite 160 cm, Länge 200 cm, Höhe 31 cm*
  • Gugelot Bett 180: Breite 180 cm, Länge 200 cm, Höhe 31 cm*

*Ausführung mit Mittelsteg und mit je zwei Lattenrosten


Ausführung:

  • Aluminium schwarz pulverbeschichtet
  • Lieferung inklusive Lattenrost, ohne Matratze
  • Erhältlich in fünf Breiten
  • Seit 2016 ist das Gugelot Bett von Habit optional auch in anderen RAL-Farben erhältlich (Aufpreis Breite 90 - 140 cm: 160,00 €, Breite 160 - 180 cm: 230,00 €), hier beträgt die Lieferzeit ca. 10 Wochen.

Lieferung: ca. 2 - 3 Wochen frei Haus innerhalb Deutschlands

In besten Händen: Markanto bietet einzigartige Expertise wenn es um das Gugelot Bett geht.

Markanto ist Spezialist für das Werk von Hans Gugelot. Seit Jahren arbeiten wir mit seinem Sohn Guus Gugelot und dem Hersteller Habit zusammen. Mit über 200 verkauften Betten (die teilweise bis in die USA geliefert wurden) haben wir umfangreiche Erfahrungen rund um das Thema. Ein altes Original-Bett lieferten wir sogar dem Museum der HfG Ulm. Gerne stehen wir Ihnen für Ihre Fragen rund um das Gugelot Bett zur Verfügung.

Ein Klassiker der frühen Nachkriegsjahre: Über das Gugelot Bett

Der Entwurf des Gugelot Betts GB1085 zeichnet sich besonders durch die damals neuartige Konstruktion des Lattenrostes aus, das aus einer seitlich eingeschnittenen und dadurch federnden Sperrholzplatte bestand. Das Bett selbst besticht durch sein kompromisslos minimalistisches Design. Der schlanke, rechtwinklige Bettrahmen, der den Lattenrost aufnimmt und die Matratze gegen seitliches Verrutschen sichert, ruht auf vier zylindrischen Füßen, die für reichliche Belüftung der Matratze von unten sorgen und dem Bett optische Leichtigkeit verleihen. Bettrahmen und Füße sind aus Aluminium gefertigt und in der klassischen Variante mit einer schwarzen Pulverbeschichtung versehen. Der ursprünglich für den Eigenbedarf der legendären Hochschule für Gestaltung in Ulm entstandene Entwurf wird heute von dem Hersteller Habit angeboten.

Industrieller Rationalismus: Hans Gugelot und die HfG Ulm

Der Braun Schneewittchensarg, der Kodak Diaprojektor, der Ulmer Hocker, das erste modulare Möbelsystem, die Hamburger U-Bahn oder der Kunststoffbierkasten – alle Entwürfe stammen von Hans Gugelot oder sind unter seiner Beteiligung entstanden. Sein Designverständnis prägte die junge Bundesrepublik in den 1950er und 60er Jahren. Viel zu früh starb Hans Gugelot 1965 an einem Herzinfarkt im Alter von nur 45 Jahren.

”Wäre Gugelot (wir nannten ihn Gütsch) nicht so früh verstorben, er würde heute unter den Dutzend Designern der Weltklasse stehen.”
Inge Aicher-Scholl, Gründerin der HfG (Hochschule für Gestaltung Ulm) und Schwester von Hans und Sophie Scholl, in einem Leserbrief an die Südwestpresse vom 29. Juli 1977

Geboren wurde Hans Gugelot am 1. April 1920 in Makassar auf der heute indonesischen Insel Sulawesi als niederländischer Staatsbürger. Seine Kindheit verbrachte er zunächst in Holland; 1934 zog die Familie Gugelot ins schweizerische Davos, wo Gugelots Vater Chefarzt des niederländischen Sanatoriums wurde. Hans Gugelot studierte zuerst in Lausanne, später in Zürich, wo er im Wintersemester 1945/46 sein Diplom in Architektur erhielt. Anschließend arbeitete Hans Gugelot in verschiedenen Architekturbüros – unter anderem bei Max Bill – bis er sich 1950 selbstständig machte. Sein erster großer Erfolg wurde das für die Schweizer Firma Wohnbedarf entwickelte modulare Möbelsystem M125. Mit dem Einsatz von vorgefertigten und genormten Systemelementen war es ein wichtiges Vorbild für viele spätere Möbelsysteme.

1954 wurde Hans Gugelot an die von Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill gegründete Hochschule für Gestaltung in Ulm berufen. Die HfG gilt heute als die bedeutendste Design-Hochschule in der Geschichte der Bundesrepublik und als legitime Nachfolgeinstitution des Bauhauses, was sich auch in der personellen Kontinuität etwa in Person von Max Bill wiederspiegelte, der selbst am Bauhaus studiert hatte. Hans Gugelot arbeitete als Dozent und später als Leiter der Entwicklung an der HfG. Neben der Lehrtätigkeit, knüpfte die HfG enge Kontakte zur Industrie und lieferte Entwürfe für verschiedene Unternehmen. Insbesondere wird der Elektrogerätehersteller Braun noch bis heute mit der Entwurfsphilosophie der HfG in Verbindung gebracht. Gugelot entwarf zahlreiche Geräte für Braun, die den typisch teknoiden Stil dieser Marke definierten. Darunter finden sich Klassiker wie der „Schneewitchensarg” Phonosuper SK4 (1956 mit Dieter Rams) oder der Elektrorasierer Sixtant 1 (1962). 1957 erhielt Braun für sein Corporate Design den Grand Prix der XI. Triennale in Mailand.

In den ersten Jahren ihres Bestehens, bestand der Unterricht an der HfG Ulm zu großen Teilen aus Entwurf, Bau und Ausstattung des Hochschulgebäudes. Zur Möblierung der HfG entwarfen Max Bill, Hans Gugelot und Paul Hildinger 1954 den sogenannten Ulmer Hocker. Das preiswerte Multifunktionsmöbel war als praktischer Begleiter im Hochschulalltag konzipiert: Die Studenten nahmen ihren Hocker von Lehrveranstaltung zu Lehrveranstaltung mit und konnten ihn dabei gleichzeitig als Transportbehältnis für Bücher nutzen. Außerdem konnte er als kleiner Tisch oder gestapelt als Rednerpult dienen. Im gleichen Jahr entwarf Hans Gugelot auch das Bett GB 1085 – ebenfalls für den Eigenbedarf der HfG.

Von 1959 bis 1962 entwarfen Dozenten und Studenten der HfG unter maßgeblicher Beteiligung von Hans Gugelot Züge für die Hamburger Hochbahn. Noch heute prägen rund 400 dieser Züge das Straßenbild der Hansestadt. Gugelot entwarf außerdem für Unternehmen wie Agfa, Bofinger, Kodak, Pfaff oder Varta. Besonders hervorzuheben sind dabei der Entwurf eines Diakarusells für Kodak und das Design des ersten stapelbaren Bierkastens aus Kunststoff, der auf eine Idee des Unternehmers Alexander Schoeller zurückgeht. Ab 1963 beschäftigte sich Hans Gugelot im Auftrag von BMW und Bayer mit der Gestaltung einer Kunststoff-Karosserie für Automobile. Das Resultat, der BMW BAYER K67 wurde 1967 vorgestellt und war eines der ersten Autos mit einer kompletten Kunststoff-Karosserie, allerdings wurden nur fünf Exemplare des Konzeptfahrzeugs produziert. Die Realisierung dieses Entwurfs konnte Hans Gugelot nicht mehr erleben, er starb am 10. September 1965 in Ulm an den Folgen eines Herzinfarktes.

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